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Museum im Aufbau · Öffentlicher Zwischenstand · Auswahl und Bearbeitungsstand
Museum der
Mythologien

Namen und Perspektiven

Figuren und ihre Quellen

Eine Gestalt kann in verschiedenen Werken unterschiedlich handeln. Die Profile halten diese Unterschiede sichtbar und nennen die Belege ihrer Beziehungen. Manche Geschichten erschließen eine Figur so umfassend, dass beide Wege zur selben Seite führen.

Exponat

Marduk: Wer die Welt ordnet, gewinnt die Macht

Im Enūma eliš verbinden sich Götterkampf, Weltgestaltung und Marduks Vorrang. Eine beschädigte Hymnentafel und verschiedene Übersetzungen zeigen zugleich, warum Text, Gegenstand und politische Geschichte getrennt gelesen werden müssen.

6–7 Minuten Lesezeit

Exponat

Isis sucht und handelt

Isis gewinnt Wissen, sucht einen Verlorenen und organisiert Schutz. Ägyptische Ritualtexte, beschädigte Bildwerke und spätere mediterrane Erzählungen zeigen dabei unterschiedliche Seiten ihrer Macht.

6–7 Minuten Lesezeit

Exponat

Medusa: Drei Gesichter, viele Blickwinkel

Schutzzeichen, getötete Schwester, Figur heutiger Gegenentwürfe: Drei antike Bilder und genau benannte Texte zeigen, wie verschieden Medusa erscheint.

6–8 Minuten Lesezeit

Exponat

Zeus: Wer setzt der Macht den Maßstab?

Eidwächter, angerufener Beschützer, Vater und Herrscher: Zeus erscheint je nach Ort und Erzählung anders. Zwei antike Objekte und ausgewählte Texte führen mitten in diese Spannungen.

7–9 Minuten Lesezeit

Exponat

Heras eigene Macht

Ein Heiligtum, ein vorsichtig benanntes Vasenbild und drei Szenen der Ilias zeigen Hera als verehrte Göttin und als eigensinnige Akteurin. Ihre Macht lässt sich nicht auf Eifersucht verkürzen.

7–8 Minuten Lesezeit

Exponat

Hades: Wer herrscht hier – und wo sind wir?

Ein Name bezeichnet einen Gott und ein Totenreich. Hymnus, Kultbericht und ein kleines Relief zeigen verschiedene Seiten seiner Macht; heutige Geschichten verschieben sie erneut.

6–7 Minuten Lesezeit

Exponat

Odin: Was Wissen kostet

Ein Auge als Pfand, Runen nach neun Nächten, Dichtung durch List: Odin gewinnt Wissen auf verschiedenen Wegen. Nicht immer bezahlt er allein, und nicht alles, was er erfährt, kann er verhindern.

7–8 Minuten Lesezeit

Exponat

Der Dagda: Macht, Hunger und Verpflichtung

Er kann gewaltige Kräfte beanspruchen und doch erschöpft im Graben stehen. Der Dagda isst eine unmögliche Mahlzeit und lässt eine Harfe ihre Zuhörer überwältigen. Verschiedene Episoden zeigen eine Größe, die mit Abhängigkeit und Komik zusammenlebt.

8–9 Minuten Lesezeit

Exponat

Väinämöinen: Was eine Stimme bewirken kann

Zwei Schlitten treffen aufeinander. Aus dem Streit um den Weg wird ein Wettstreit des Wissens – und aus Worten eine Macht, die einen Menschen festsetzt. Doch Väinämöinens Sieg ist nicht das Ende der Geschichte.

7–8 Minuten Lesezeit

Exponat

Ahura Mazdā: Ordnung und Entscheidung

Wer hält die Erde, lässt Wasser fließen und ermöglicht gutes Handeln? Avestische Fragen an Ahura Mazdā und die spätere Erzählung von Ohrmazd eröffnen unterschiedliche Zugänge zu einer guten, aber bedrohten Welt.

6–7 Minuten Lesezeit

Exponat

Kṛṣṇa: Ein Berg wird zum Schutzraum

Indra schickt den Regen, doch Kṛṣṇa hebt einen ganzen Berg als Dach über Menschen und Tiere. Die Govardhana-Erzählung handelt von Schutz und göttlicher Macht. Eine benannte Textfassung führt weiter zu Arjuna, religiöser Hingabe und einer kambodschanischen Skulptur.

6–8 Minuten Lesezeit

Exponat

Nüwa: Eine Welt wird repariert

Der Himmel deckt die Erde nicht mehr, Feuer und Wasser bedrohen die Menschen. Nüwa verändert Steine, errichtet Stützen und hält die Flut auf. Drei getrennte Textzugänge zeigen, warum Himmelsreparatur und Menschenschöpfung keine einheitliche Lebensgeschichte ergeben.

6–8 Minuten Lesezeit

Exponat

Amaterasu: Das Licht kehrt nicht allein zurück

Eine verschlossene Felsentür verdunkelt die Welt. Um Amaterasu zurückzugewinnen, brauchen die kami mehr als einen starken Arm: Planung, Handwerk, Worte und eine überraschende Aufführung.

6–7 Minuten Lesezeit

Exponat

Dangun: Vor dem König steht eine Verwandlung

Eine Bärin will Mensch werden. Ein Himmelssohn steigt herab. Erst danach wird Dangun geboren. Zwei mittelalterliche Texte erzählen seine Herkunft unterschiedlich — und spätere Zeiten machen aus dem Anfang einer Herrschaft eine Geschichte gemeinsamer Zugehörigkeit.

7–8 Minuten Lesezeit

Exponat

Ananse: Geschichten gewinnen, Weisheit verlieren

Eine kleine Spinne kann andere zu erstaunlichen Dingen bewegen. Doch wer Geschichten unter seinen Namen bringt, besitzt noch lange nicht alle Weisheit. Zwei benannte Buchfassungen und ein ghanaischer Aufführungsbeleg zeigen unterschiedliche Seiten Ananses.

7–8 Minuten Lesezeit

Exponat

Wiraqocha: Zwischen den Chroniken

Licht tritt hervor, Menschen kommen aus der Landschaft, ein Wanderer erreicht das Meer. Doch die kolonialen Berichte erzählen verschieden. Wer sie nebeneinander liest, entdeckt auch die Fragen und Interessen ihrer Verfasser.

8–9 Minuten Lesezeit

Exponat

Ranginui und Papatūānuku: Raum für Leben

Himmel und Erde liegen eng beieinander. Ihre Kinder brauchen Licht und Platz — doch eine Trennung hat Folgen. Zwei benannte Fassungen zeigen, wie unterschiedlich Zustimmung, Verwandtschaft und Verantwortung erzählt werden können.

7–8 Minuten Lesezeit

Figur

Orpheus: Wie weit trägt eine Stimme?

Sein Lied bewegt die Toten und hält Strafen an. Doch der Sänger ist weder in jeder Szene allmächtig noch mit allen unter seinem Namen überlieferten Texten gleichzusetzen.

2 Minuten Lesezeit