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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Hapi: Nilflut, Siegelbild und Namensvetter

Der Nilgott Hapy erscheint auf kleinen Siegeln mit Pflanzenzeichen. Eine gleichnamige pavian-köpfige Schutzfigur gehört dagegen zu den vier Horussöhnen und muss als andere Gestalt gelesen werden.

2 Minuten Lesezeit · Bildbetrachtung nach eigener Zeit

Die Nilflut auf einem winzigen Siegel

Auf der Unterseite eines nur 1,7 Zentimeter langen Skarabäus kniet der Nilgott Hapy mit Papyrusstängeln am Kopf und einem Hes-Gefäß vor einem Obelisken. Das Met beschreibt ihn als Personifikation der jährlichen Nilüberschwemmung. Das vergrößerte Foto zeigt also ein Kleinstbild, keine monumentale Tempelszene.

Der Name Thutmosis’ III. kommt auf dem Siegel vor. Das Met datiert das Objekt jedoch deutlich später, ungefähr 1300–945 v. Chr. Ein Königsname auf einem Skarabäus ist hier kein Herstellungsdatum.

Nilgott Hapy auf einem kleinen Skarabäus

Vergrößerte Aufnahme der Unterseite eines nur 1,7 Zentimeter langen Skarabäus: kniender Nilgott Hapy mit Papyrusschmuck vor einem Obelisken.
Skarabäus mit Nilgott Hapy, The Met 10.130.581, ca. 1300–945 v. Chr. Public Domain / CC0. Bildnachweis Bildlizenz

Zwei Figuren, ein Pflanzenzeichen

Ein anderer Skarabäus zeigt zwei Hapy-Gestalten zu beiden Seiten von Papyrus. Das Met deutet die Anordnung als Anspielung auf die Einigung Ägyptens und vergleicht verwandte Siegelmotive aus dem phönizischen Raum. Diese Deutung ist ein kuratorischer Vergleich, keine Herkunftsangabe für das einzelne Objekt.

Für das zweite Stück ist kein frei nachnutzbares Bild bestätigt. Hier bleibt der Objektkatalog verlinkter Beleg; die Darstellung wird nicht als eigene Abbildung ausgegeben.

Der andere Hapy schützt die Lungen

Eine bemalte Holzfigur trägt ebenfalls den Namen Hapy. Das Met identifiziert sie aber als pavian-köpfigen Horussohn, der die Lungen des Verstorbenen schützt. Name und Transkription allein reichen daher für eine Identitätsgleichsetzung mit dem Nilgott nicht aus.

Die vorgesehene Besitzerinschrift blieb leer, und die Herkunft aus Tuna el-Gebel wird nur behauptet. Das Bild dient hier ausschließlich als Gegenvergleich; sein Bestattungszusammenhang ist kein Nilflut-Ritual.

Hapy als Horussohn: ein eigener Bildkontext

Bemalte hölzerne Figur des pavian-köpfigen Horussohns Hapy, der von dem gleichnamigen Nilgott zu unterscheiden ist.
Hapy als Horussohn, The Met 12.182.37d, ca. 400–30 v. Chr. Public Domain / CC0. Bildnachweis Bildlizenz

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Nilgott auf Skarabäen
The Met 10.130.581 und 10.130.617.

Hapy als Horussohn
The Met 12.182.37d.

Welche Zeit ist gemeint?

  • Skarabäus-Unterseite mit kniendem Nilgott.
  • Bemalte Figur des anderen Hapy, eines Horussohns.

Die Datierung eines Zeugnisses ist kein Geburtsdatum des gesamten Erzählstoffs.

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Ägyptische Personifikation der Nilüberschwemmung, getrennt vom Horussohn
Verwendeter Ausschnitt
The Met 10.130.581, 10.130.617 und 12.182.37d.
  1. Scarab with kneeling Nile god before obelisk, 10.130.581

    The Metropolitan Museum of Art · ca. 1300–945 v. Chr.

    Die Unterseite eines 1,7 cm langen Skarabäus zeigt den knienden Nilgott Hapy mit Papyrusstängeln am Kopf und einem Hes-Gefäß vor einem Obelisken. Der Met-Katalog erklärt Hapy als Personifikation der jährlichen Nilüberschwemmung; der Königsname Thutmosis’ III. auf dem Siegel macht das Objekt nicht automatisch zeitgleich mit dessen Herrschaft.

    Indexnotiz der begrenzten Weblektüre. Kleines Siegelbild; Funktion und Empfänger nicht belegt; Königskartusche ist kein Herstellungsdatum und Hapy hier nicht der Horussohn. Abgerufen am 2026-09-30.

  2. Scarab with Representations of Hapi, 10.130.617

    The Metropolitan Museum of Art · ca. 721–525 v. Chr.

    Zwei Nilgott-Gestalten flankieren auf dem Skarabäus Papyrus; das Met deutet die Anordnung als Anspielung auf Einigung Ägyptens. Die Objektseite nennt Hapy als Nilflut-Personifikation und vergleicht ähnliche Siegelbilder aus dem phönizischen Raum.

    Indexnotiz der begrenzten Weblektüre. Nur Objektseitenpassage; Met-API bestätigt kein freies Bild dieses Stücks, daher nicht selbst hosten oder als alleinige Herkunftsaussage verwenden. Abgerufen am 2026-09-30.

  3. Funerary Figure of Hapy, 12.182.37d

    The Metropolitan Museum of Art · ca. 400–30 v. Chr.

    Die bemalte Holzfigur stellt ausdrücklich den pavian-köpfigen Horussohn Hapy dar, der die Lungen schützt. Die Besitzerinschrift wurde nie ergänzt; eine Herkunft aus Tuna el-Gebel wird nur behauptet.

    Indexnotiz der begrenzten Weblektüre. Namensgleichheit nicht als Identität mit dem Nilgott Hapy lesen; angebliche Einzelprovenienz und fehlender Besitzername beachten. Abgerufen am 2026-09-30.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-09-30. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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