Die Nilflut auf einem winzigen Siegel
Auf der Unterseite eines nur 1,7 Zentimeter langen Skarabäus kniet der Nilgott Hapy mit Papyrusstängeln am Kopf und einem Hes-Gefäß vor einem Obelisken. Das Met beschreibt ihn als Personifikation der jährlichen Nilüberschwemmung. Das vergrößerte Foto zeigt also ein Kleinstbild, keine monumentale Tempelszene.
Der Name Thutmosis’ III. kommt auf dem Siegel vor. Das Met datiert das Objekt jedoch deutlich später, ungefähr 1300–945 v. Chr. Ein Königsname auf einem Skarabäus ist hier kein Herstellungsdatum.
Nilgott Hapy auf einem kleinen Skarabäus

Zwei Figuren, ein Pflanzenzeichen
Ein anderer Skarabäus zeigt zwei Hapy-Gestalten zu beiden Seiten von Papyrus. Das Met deutet die Anordnung als Anspielung auf die Einigung Ägyptens und vergleicht verwandte Siegelmotive aus dem phönizischen Raum. Diese Deutung ist ein kuratorischer Vergleich, keine Herkunftsangabe für das einzelne Objekt.
Für das zweite Stück ist kein frei nachnutzbares Bild bestätigt. Hier bleibt der Objektkatalog verlinkter Beleg; die Darstellung wird nicht als eigene Abbildung ausgegeben.
Der andere Hapy schützt die Lungen
Eine bemalte Holzfigur trägt ebenfalls den Namen Hapy. Das Met identifiziert sie aber als pavian-köpfigen Horussohn, der die Lungen des Verstorbenen schützt. Name und Transkription allein reichen daher für eine Identitätsgleichsetzung mit dem Nilgott nicht aus.
Die vorgesehene Besitzerinschrift blieb leer, und die Herkunft aus Tuna el-Gebel wird nur behauptet. Das Bild dient hier ausschließlich als Gegenvergleich; sein Bestattungszusammenhang ist kein Nilflut-Ritual.
Hapy als Horussohn: ein eigener Bildkontext

Die Figur in ihren Quellen
Eine Gestalt, verschiedene Textrollen
Nilgott auf Skarabäen
The Met 10.130.581 und 10.130.617.
Hapy als Horussohn
The Met 12.182.37d.
Welche Zeit ist gemeint?
- Skarabäus-Unterseite mit kniendem Nilgott.
- Bemalte Figur des anderen Hapy, eines Horussohns.
Die Datierung eines Zeugnisses ist kein Geburtsdatum des gesamten Erzählstoffs.
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Ägyptische Personifikation der Nilüberschwemmung, getrennt vom Horussohn
- Verwendeter Ausschnitt
- The Met 10.130.581, 10.130.617 und 12.182.37d.
- Scarab with kneeling Nile god before obelisk, 10.130.581
The Metropolitan Museum of Art · ca. 1300–945 v. Chr.
Die Unterseite eines 1,7 cm langen Skarabäus zeigt den knienden Nilgott Hapy mit Papyrusstängeln am Kopf und einem Hes-Gefäß vor einem Obelisken. Der Met-Katalog erklärt Hapy als Personifikation der jährlichen Nilüberschwemmung; der Königsname Thutmosis’ III. auf dem Siegel macht das Objekt nicht automatisch zeitgleich mit dessen Herrschaft.
Indexnotiz der begrenzten Weblektüre. Kleines Siegelbild; Funktion und Empfänger nicht belegt; Königskartusche ist kein Herstellungsdatum und Hapy hier nicht der Horussohn. Abgerufen am 2026-09-30.
- Scarab with Representations of Hapi, 10.130.617
The Metropolitan Museum of Art · ca. 721–525 v. Chr.
Zwei Nilgott-Gestalten flankieren auf dem Skarabäus Papyrus; das Met deutet die Anordnung als Anspielung auf Einigung Ägyptens. Die Objektseite nennt Hapy als Nilflut-Personifikation und vergleicht ähnliche Siegelbilder aus dem phönizischen Raum.
Indexnotiz der begrenzten Weblektüre. Nur Objektseitenpassage; Met-API bestätigt kein freies Bild dieses Stücks, daher nicht selbst hosten oder als alleinige Herkunftsaussage verwenden. Abgerufen am 2026-09-30.
- Funerary Figure of Hapy, 12.182.37d
The Metropolitan Museum of Art · ca. 400–30 v. Chr.
Die bemalte Holzfigur stellt ausdrücklich den pavian-köpfigen Horussohn Hapy dar, der die Lungen schützt. Die Besitzerinschrift wurde nie ergänzt; eine Herkunft aus Tuna el-Gebel wird nur behauptet.
Indexnotiz der begrenzten Weblektüre. Namensgleichheit nicht als Identität mit dem Nilgott Hapy lesen; angebliche Einzelprovenienz und fehlender Besitzername beachten. Abgerufen am 2026-09-30.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-09-30. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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