Zwei ugaritische Stellen, keine ganze Lebensgeschichte
Die Göttinger Kirta-Übersetzung nennt Rašpu in der beschädigten Aufzählung der Verluste am Anfang des Epos. Später erscheint der Name auch in einer beschädigten Liste beim göttlichen Mahl. Der jeweilige Zusammenhang trägt die Aussage.
Der Kommentar zur ersten Stelle diskutiert die unterschiedlichen Deutungen der Zahlen und ihrer Bezugspersonen. Hier wird deshalb nicht aus einer unsicheren Familienliste eine genau gezählte, überall gleich geltende Seuchenhandlung gemacht.
Eine ägyptische Stele nennt eigene Beteiligte
Der Louvre führt N 237 beziehungsweise C 86 als beidseitige ägyptische Gebetsstele. Sein Katalog benennt Reshep zusammen mit Qadesh und Amon-Min und führt Menschen mit familiären Beziehungen und Titeln auf. Die Schrift ist hier hieroglyphisch, nicht ugaritisch-keilalphabetisch.
Die Herkunft aus Deir el-Medina wird aus den Titeln erschlossen und bleibt entsprechend qualifiziert. Die Zuordnung der dargestellten Gestalten stammt aus dem Museumskatalog; eine eigene Bild- oder Hieroglyphenprüfung wird hier nicht behauptet.
Der Vergleich muss seine Ebenen behalten
Zwischen Rašpu im ugaritischen Lesetext und Reshep im ägyptischen Katalog stehen verschiedene Sprachen, Gattungen und lokale Beziehungen. Eine Gebetsszene wird nicht zum fehlenden Kapitel des Kirta-Epos.
Frage zuerst nach der Funktion im jeweiligen Zeugnis: Wer wird benannt, wer bittet, und wie sicher ist eine Ergänzung? Erst dann lässt sich untersuchen, welche Bezüge die Namens- und Kultgeschichte trägt.
Die Figur in ihren Quellen
Eine Gestalt, verschiedene Textrollen
In den benannten lokalen Quellen
Was ändert sich zwischen einer benannten Textrolle und einer lokal gestalteten Gebetsszene?
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Kirta / Kirtu: KTU 1.14–1.16
Drei erhaltene Tafeln mit umfangreichen Lücken. Die Erzählung bricht nach dem Konflikt zwischen Kirta und Yaṣṣubu ab; kein gesicherter abschließender Dynastieausgang.
Spätbronzezeitlicher literarischer Zusammenhang; keine gesicherte historische Biografie Kirtas.
Sprache: Ugaritisch; hier über die benannte deutsche EUPT-Übersetzung
Erhaltener Textzeuge
Kirta-Tafel KTU 1.14
RS 2.[003] + 3.324 + 3.344 + 3.414; EUPT-Konkordanz M 8218 = A 2750 (AO 17.190); Angaben nach EUPT, keine hier vorgenommene Zeichenkollation.
Spätbronzezeitlicher Träger; keine Datierung aus der erzählten Königsbiografie.
Sprache: Ugaritisch in alphabetischer Keilschrift
Benutzte Ausgabe
EUPT KTU 1.14, Draft 3.2, 2025-07-18
Wissenschaftliche deutsche Übersetzung mit markierten Lücken, Ergänzungen und Unsicherheiten. Der vollständige deutsche Lesetext dieser Tafel wurde gelesen; nicht der vollständige Kommentar.
Draft 3.2, 2025-07-18
Sprache: Deutsch nach Ugaritisch
Erhaltener Textzeuge
Kirta-Tafel KTU 1.15
RS 3.343 + 3.345; EUPT-Konkordanz M 8227 = A 2752 (AO 17.327); Angaben nach EUPT, keine hier vorgenommene Zeichenkollation.
Spätbronzezeitlicher Träger; keine Datierung aus der erzählten Königsbiografie.
Sprache: Ugaritisch in alphabetischer Keilschrift
Benutzte Ausgabe
EUPT KTU 1.15, Draft 1.3, 2025-12-03
Wissenschaftliche deutsche Übersetzung mit markierten Lücken, Ergänzungen und Unsicherheiten. Der vollständige deutsche Lesetext dieser Tafel wurde gelesen; nicht der vollständige Kommentar.
Draft 1.3, 2025-12-03
Sprache: Deutsch nach Ugaritisch
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Konkret benannte levantinische, ägyptische und punische Zeugnisse sowie griechische Vermittlung
- Verwendeter Ausschnitt
- Die je Abschnitt genannten Inschriften, Kataloge und begrenzten wissenschaftlichen Textfenster
- Kirta, KTU 1.14: deutsche Übersetzung in EUPT
Clemens Steinberger, unter Mitarbeit von Noah Kröll, Christiane Meinhold, Reinhard Müller, Marion Possiel und Frilla Smilgies · Draft 3.2, 2025-07-18
Die gesamte angezeigte deutsche Übersetzung von KTU 1.14 einschließlich Ergänzungsklammern und Lücken gelesen; 299 Übersetzungszeilen. Metadaten zu Edition, Träger und Fundkontext gezielt ausgewertet.
Keine eigene Ugaritischübersetzung oder Tafelautopsie. Nicht der gesamte philologische, morphologische oder epigraphische Kommentar und nicht die gesamte Bibliographie gelesen. Ergänzte Passagen sind keine sicher erhaltenen Wörter. Museumsangaben sind Editionsmetadaten, keine neue Standortbestätigung. Abgerufen am 2026-10-17.
- Kirta, KTU 1.15: deutsche Übersetzung in EUPT
Clemens Steinberger, unter Mitarbeit von Noah Kröll, Christiane Meinhold und Reinhard Müller · Draft 1.3, 2025-12-03
Die gesamte angezeigte deutsche Übersetzung von KTU 1.15 einschließlich Ergänzungsklammern und Lücken gelesen; 175 Übersetzungszeilen. Metadaten zu Edition, Träger und Fundkontext gezielt ausgewertet.
Keine eigene Ugaritischübersetzung oder Tafelautopsie. Nicht der gesamte philologische, morphologische oder epigraphische Kommentar und nicht die gesamte Bibliographie gelesen. Ergänzte Passagen sind keine sicher erhaltenen Wörter. Museumsangaben sind Editionsmetadaten, keine neue Standortbestätigung. Abgerufen am 2026-10-17.
- Ägyptische Gebetsstele N 237 / C 86 mit Reshep, Qadesh und Amon-Min
Musée du Louvre
Gesamter sachlicher Katalogteil vor der Bibliographie gelesen: beidseitige Szenenbeschreibung, Hieroglyphen/Textsorte Gebet, Namen und Titel, Material, Datierung und Herkunftsbegründung.
Keine vollständige hieroglyphische Textübersetzung im gelesenen Katalogteil und keine eigene Lesung oder Bildsichtung. Deir el-Medina ist aus Titeln erschlossen und als unsicher angegeben. Beschreibung ist die Zuweisung des Museums, kein unabhängiger Identifikationsbeweis. Abgerufen am 2026-10-17.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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