Eine Begegnung wird zum Auftrag
Vor dem Kampf der zweiten Schlacht trifft der Dagda eine Frau an einem Fluss. Nach ihrer Begegnung nennt die Erzählung sie Morrígan. Sie weiß, wo die gegnerischen Fomorer landen sollen, und fordert den Dagda auf, die kundigen Leute Irlands an einem bestimmten Übergang zu versammeln. Sie kündigt an, Indech anzugreifen; später übergibt sie den Wartenden Blut.
Der Abschnitt gibt ihr eigenes Wissen und eine eigene Entscheidung. Er begründet aber keine über alle Texte gültige Ehe mit dem Dagda. Und er liefert keine glatte Todesgeschichte Indechs: Später nennt derselbe Schlachttext seinen Kampf mit Ogma. Die beiden Angaben bleiben als Spannung sichtbar.
Eine Antwort mit Lücken
Vor der Schlacht fragt Lug die Beteiligten einzeln, welchen Beitrag sie leisten werden. Auch Morrígan antwortet. In Stokes' Übersetzung fehlen ausgerechnet Wörter ihrer Aussage; Gray gibt eine lesbarere, anders gefasste Antwort. Aus beiden lässt sich die angekündigte feindliche Verfolgung erkennen, aber keine vollständig gesicherte Liste aller ihrer Kampffähigkeiten gewinnen.
Eine Ansage in diesem Kriegsrat ist noch nicht dieselbe Sache wie eine später tatsächlich erzählte Handlung. Der gemeinsame Quellenbestand macht diese Unterscheidung für Morrígan, die Handwerker und die anderen Befragten gleichermaßen nötig.
Was der Kampftext wirklich zeigt
Nach Balors Angriff auf Nuada und Macha sowie Lugs Gegenangriff tritt Morrígan erneut auf. Sie stärkt die Túatha Dé für den Kampf und beginnt einen Gesang. Der erhaltene Wortlaut in den benutzten Übersetzungen bricht jedoch ab. Einen vollständigen Zauberspruch aus späteren Vorstellungen daraus zu formen, würde die Lücke verdecken.
Die hier gefallene Macha wird als Tochter der Ernmas bezeichnet. Der Text berechtigt nicht dazu, ihren Namen als anderes Wort für Morrígan zu behandeln oder jede gleichnamige Macha zu derselben Person zu machen.
Wer spricht nach dem Sieg?
Am Schluss verkündet Morrígan, Tochter der Ernmas, den Sieg an Höhen, Gewässer und die Bewohner der síd-Orte. Gleich darauf führt der Text Badb als Erzählerin großer Taten ein und lässt eine Stimme erst Frieden, dann eine düstere Zukunft beschreiben.
Wie Morrígan, Badb und die anschließenden Fürwörter genau zusammenhängen, erklärt dieser Übergang nicht eindeutig. Badb erhält deshalb eine eigene Identitätsprüfung. Das Schlussgedicht ist zugleich ein Beispiel dafür, dass ein einzelner Schlachttext keine einfache feste Liste dreier austauschbarer Göttinnen liefert.
Eine Kuh, ein Vogel, ein erkannter Name
In Táin Bó Regamna trifft Cú Chulainn auf eine zunächst unbenannte Frau mit einer Kuh. Als er ihr Auftreten beanstandet, entsteht ein Streit. Später sieht er sie als schwarzen Vogel; erst am Ende nennt der Erzähltext sie Morrígan. Die verzögerte Namensnennung gehört zum Aufbau dieser eigenen Geschichte.
Die universitär kommentierte Lesefassung führt den Streit, die Ortsnamenerklärung und die spätere Benennung zusammen. Der zusätzlich geprüfte irische Editionstext bestätigt die Schlussnamensform, wurde aber hier nicht selbst neu übersetzt. Die benannten Textzeugen sind bibliographisch verzeichnet, nicht eigenhändig kollationiert.
Drei Gestalten werden erst angekündigt
Im Wortstreit von Táin Bó Regamna sagt die Frau Cú Chulainn für künftige Kämpfe drei Tierformen voraus: als Aal will sie seine Füße im Wasser behindern, als Wölfin ihn angreifen und als Färse Rinder in die Furt treiben. Er antwortet jeder Drohung mit einer Gegenbedrohung.
Diese Verwandlungen sind in dieser Szene angekündigt, nicht bereits alle ausgeführt. Wer ihre spätere Erfüllung zeigen will, muss die entsprechende Fassung der großen Táin eigens lesen. Der hier tatsächlich sichtbare schwarze Vogel gehört zu einem anderen Moment derselben Regamna-Erzählung.
Sie warnt auch den Stier
Eine andere Táin-Fassung, die auf dem Book of Leinster beruht, nennt Morrígu als Tochter der Ernmas. Sie warnt Donn Cúailnge, den umkämpften Stier, vor den herannahenden Männern Irlands. Das ist eine kurze, eigene Handlung im Umfeld des Rinderraubs.
Die Szene zeigt keine allgemeine Schutzfunktion für jedes Rind und ist keine Fortsetzung des Mag-Tuired-Schlachttexts. Auch die Form Morrígu bleibt an genau diesen Textzugang gebunden.
Drei Werke, drei Blickrichtungen
Eine gemeinsame Figur kann in verschiedenen Texten handeln, ohne dass alle Episoden einen einzigen unveränderten Lebenslauf ergeben.
| Werk | Beobachtete Rolle | Grenze |
|---|---|---|
| Cath Maige Tuired | Anweisung vor der Schlacht, Zusage im Kriegsrat, Kampfansprache und Siegesverkündung. | Stokes und Gray sind zwei Übersetzungen desselben Werks; Badb am Schluss bleibt eine Frage. |
| Táin Bó Regamna | Streit mit Cú Chulainn, schwarzer Vogel und drei angekündigte weitere Tierformen. | Angekündigte Formen nicht als schon erzählte Angriffe ausgeben. |
| Book-of-Leinster-Táin | Morrígu warnt Donn Cúailnge vor dem herannahenden Heer. | Nur eine geprüfte Episode dieser Fassung; kein allgemeines Rinderamt. |
Welche Beschriftung folgt den Quellen?
Eine Museumsbeschriftung soll die Figur wiedererkennbar machen, ohne drei Werke und einen ungeklärten Namenswechsel zu glätten.
Morrígan handelt im Schlachttext selbst; Regamna und die Book-of-Leinster-Táin zeigen andere Szenen. Ob Badb am Schlachtende dieselbe Person meint, bleibt eine eigene Frage.
Diese Formulierung trägt der Beleg.
Der Satz verbindet die Figur über benannte Texte und markiert die ungeklärte Identität.
Morrígan, Badb und jede Macha sind drei feste Namen derselben Göttin, die in allen Texten dieselben Tiergestalten annimmt.
Hier geht die Formulierung zu weit oder verfehlt den Beleg.
Die Schlacht nennt Macha als Gefallene und Badb im schwierigen Schlussübergang; die Tierdrohungen stehen in Regamna.
Die drei Tierkämpfe finden vollständig in Regamna statt, und Morrígan tötet Indech nachweislich allein.
Hier geht die Formulierung zu weit oder verfehlt den Beleg.
Regamna kündigt die drei Tierangriffe erst an; der Schlachttext nennt bei Indech außerdem Ogma.
Welche Frage bleibt offen?
Der Schluss der zweiten Schlacht führt Morrígan und Badb so dicht aufeinander, dass die Namen nicht ohne Auslegung zu trennen oder gleichzusetzen sind. Die verknüpften Profile zu Badb und Macha vergleichen ihre eigenen Namensbelege und Erzählkontexte. Die dort sichtbaren Unterschiede bleiben auch hier Teil der offenen Identitätsfrage.
Diese Seite hält sich an drei tatsächlich begrenzt gelesene Werke. Weitere lokale Zeugnisse, irische Handschriften und Darstellungen können das Bild erweitern. Ein historisch sicheres Gesicht der Morrígan liefern die verwendeten Textstellen nicht.
Die Figur in ihren Quellen
Eine Gestalt, verschiedene Textrollen
Cath Maige Tuired, zweite Schlacht
Begegnung, Kriegsrat, Kampfansprache und Siegesverkündung.
Táin Bó Regamna
Kuhbegegnung, Namensenthüllung und angekündigte Tiergestalten.
Book-of-Leinster-Táin
Morrígu warnt den Stier Donn Cúailnge.
Fassungen und Belege unterscheiden
Werk, Überlieferung und Lesezugang
Werk
Cath Maige Tuired: die zweite Schlacht
Ausgewählte Morrígan-Stellen bei Stokes und Gray: Begegnung und Auftrag, Antwort im Kriegsrat, Stärkung der Kämpfenden und Schlussverkündung. Die bezeichneten Fenster auf Stokes S. 85–111 haben sichtbare Lücken. Der Wechsel von Morrígan zu Badb und die widersprüchliche Indech-Folge bleiben offen; zwei Übersetzungen ergeben keine zwei unabhängigen Erzählwerke.
Hier keine einheitliche Entstehungsdatierung rekonstruiert.
Sprache: Irisch
Beleg für den hier verwendeten Ausschnitt: The Second Battle of Moytura: Morrígans Szenen Cath Maige Tuired: Morrígans Szenen
Benutzter Lesezugang
Stokes 1891: Morrígans Szenen
Morrígan in Begegnung, Kriegsrat, Schlacht und Schluss; nur benannte Szenen gelesen.
Revue Celtique 12, 1891; CELT T300011.
Sprache: Englisch nach irischem Erzähltext
Quellen zu diesem Lesezugang: The Second Battle of Moytura: Morrígans Szenen
Benutzter Lesezugang
Gray 1982: Morrígans Szenen
Zweiter Übersetzungszugang zu denselben Morrígan-Szenen; Abgrenzung der Tochter Indechs.
Irish Texts Society 52, 1982; CELT T300010.
Sprache: Englisch nach irischem Erzähltext
Quellen zu diesem Lesezugang: Cath Maige Tuired: Morrígans Szenen
Werk
Táin Bó Regamna
Hier die Einleitungen und ausgewählten Übersetzungsabschnitte der UT-Lektionen 2–4: Streit um die Kuh, Vogelgestalt, Ortsdeutung und angekündigte Tierangriffe. Der CELT-Text wird für die Schlussnamensform und den Editionsstatus herangezogen; der bibliographische Nachweis benennt Textzeugen. Daraus wird keine eigene vollständige altirische Übersetzung behauptet.
Mehrere mittelalterliche Textzeugen; Entstehung nicht mit der Datierung einer einzelnen Handschrift gleichgesetzt.
Sprache: Irisch
Beleg für den hier verwendeten Ausschnitt: Old Irish Online: Táin Bó Regamna, Lektionen 2–4 Táin Bó Regamna: irischer Editionstext und TEI-Kopf MS-OMIT: Táin Bó Regamna, Handschriften und Editionen
Überlieferungsträger
Yellow Book of Lecan, Spalten 648–649
Handschriftlicher Textzeuge bibliographisch verzeichnet; keine eigene Autopsie.
Im benutzten UCC-Verzeichnis als Textzeuge genannt; keine eigene Paläographie oder Datierung geprüft.
Sprache: Irisch
Quellen zu diesem Lesezugang: MS-OMIT: Táin Bó Regamna, Handschriften und Editionen
Überlieferungsträger
British Library Egerton 1782, fol. 76v–77v
Zweiter bibliographisch verzeichneter Textzeuge; keine eigene Autopsie.
Im benutzten UCC-Verzeichnis als Textzeuge genannt; keine eigene Paläographie oder Datierung geprüft.
Sprache: Irisch
Quellen zu diesem Lesezugang: MS-OMIT: Táin Bó Regamna, Handschriften und Editionen
Benutzter Lesezugang
CELT G301005: Táin Bó Regamna
Textanfang und Schlussnamensform begrenzt gelesen; RESTRICTED-Nutzung, keine öffentliche Textreproduktion.
Digitale Fassung nach Windisch 1887 mit Korrekturen nach Corthals 1987; CELT 1998/2010.
Sprache: Irisch
Quellen zu diesem Lesezugang: Táin Bó Regamna: irischer Editionstext und TEI-Kopf MS-OMIT: Táin Bó Regamna, Handschriften und Editionen
Benutzter Lesezugang
Old Irish Online: Táin Bó Regamna, Lektionen 2–4
Pädagogisch normalisierte Corthals-Lesefassung; Begegnung, Vogel, Kuh, Drohungen und Schlussbenennung gezielt gelesen.
University of Texas at Austin, online geprüft 2026.
Sprache: Adaptierter altirischer Text mit englischer Lehrübersetzung
Quellen zu diesem Lesezugang: Old Irish Online: Táin Bó Regamna, Lektionen 2–4
Werk
Táin Bó Cúailnge: Book-of-Leinster-Fassung
Nur Abschnitt 6, Druckseite 174 der Book-of-Leinster-Táin nach O’Rahilly: Morrígu warnt Donn Cúailnge, mit Ernmas-Bezug. Diese Warnung gehört zu einem dritten Werk und wird nicht als Fortsetzung des Regamna-Dialogs oder der Schlachtverkündung ausgegeben.
Textfassung und Handschrift getrennt von der Edition 1970.
Sprache: Irisch
Beleg für den hier verwendeten Ausschnitt: Táin Bó Cúailnge aus dem Book of Leinster: Warnung an den Stier
Überlieferungsträger
Trinity College Dublin MS 1339, Book of Leinster
Textzeuge der Book-of-Leinster-Fassung; nicht selbst kollationiert.
Handschrift im CELT-TEI-Kopf benannt; hier keine eigene Datierung vorgenommen.
Sprache: Irisch
Quellen zu diesem Lesezugang: Táin Bó Cúailnge aus dem Book of Leinster: Warnung an den Stier
Benutzter Lesezugang
O'Rahilly 1970: Táin Bó Cúailnge from the Book of Leinster
Nur Abschnitt 6 zur Warnung der Morrígu an Donn Cúailnge gelesen.
Dublin 1970; CELT T301035.
Sprache: Englisch nach irischem Text
Quellen zu diesem Lesezugang: Táin Bó Cúailnge aus dem Book of Leinster: Warnung an den Stier
Welche Zeit ist gemeint?
- Vorbereitung, Kampf und Siegesverkündung gehören zur Zeit innerhalb der zweiten Schlachterzählung; die Regamna-Begegnung und die Warnung an den Stier stehen in anderen Werken.
- Für Táin Bó Regamna sind Yellow Book of Lecan und Egerton 1782 bibliographisch verzeichnet; keine dieser Handschriften wurde hier selbst gelesen.
- Stokes veröffentlichte seine Übersetzung der zweiten Schlacht 1891; Gray übersetzte denselben Text 1982 erneut.
- Die UT-Lektionen bieten eine moderne, nach Corthals angepasste Regamna-Lesefassung mit englischer Übersetzung; CELT verzeichnet die Basis seiner irischen Edition separat.
- O'Rahillys Book-of-Leinster-Táin erschien 1970; hier ist nur ein kurzer Abschnitt geprüft.
Die Datierung eines Zeugnisses ist kein Geburtsdatum des gesamten Erzählstoffs.
Figuren und Namen in den Texten
Die Einträge folgen dem jeweiligen Werk. Eigene Handlungen, kurze Namensnennungen und Herkunftsangaben bleiben unterscheidbar. Gleiche oder ähnliche Namen ergeben noch keine gemeinsame Lebensgeschichte.
Táin Bó Regamna
10 Einträge nach Szenen und Namensgruppen ansehen
Zum Werk und seinem hier benutzten Lesezugang
Handlungen und Stimmen (2)
Wer handelt, widerspricht, vermittelt oder Folgen trägt, wird an der konkreten Textstelle gezeigt.
Lóeg am Beginn der Regamna-Begegnung
Wer begleitet den Helden schon vor dem Streit um die Kuh?
Der Lehrzugang nennt Lóeg als Wagenlenker, der Cú Chulainn vor dem Haus begegnet. Beide folgen dem gehörten Viehlärm bis zu der ungewöhnlichen Gruppe. Die Begegnung mit der Frau beginnt somit nicht als ein alleiniger Auszug des Helden; ein benannter Begleiter ist von Anfang an dabei.
Lóeg im erklärenden Auftakt dieser UT-Lektion; Laeg im Krankenlager und im Todeszugang sind getrennte Werkauftritte, keine hier bewiesene Gesamtbiografie.
Beleg: UT, Lektion2: Reading and Textual Analysis · Old Irish Online: Táin Bó Regamna, Lektionen 2–4
Der große Mann mit der Kuh
Wer gehört zur fremden Gruppe außer der auffälligen Frau?
Die UT-Einführung beschreibt neben dem einbeinigen roten Zugpferd und der rothaarigen Frau einen großen Mann, der eine Kuh treibt. Der Streit um das Tier findet also in einer Gruppe mit mehreren Rollen statt. Die auffällige Frau macht den weiteren Begleiter nicht zu derselben Person oder zu einer bereits sicher benannten Gestalt.
Unbenannter Begleiter im begrenzten Beschreibungsabschnitt; keine aus Größe oder Tätigkeit erschlossene universelle Identität.
Beleg: UT, Lektion2: Reading and Textual Analysis · Old Irish Online: Táin Bó Regamna, Lektionen 2–4
Haushalt,Erziehung und Fürsorge (2)
Namen,Betreuung,Kontrolle und Hilfe folgen jeweils der bezeichneten Fassung.
Die unbenannte Frau des Helden am Aufbruch
Wer unterstützt den plötzlich aufbrechenden Helden vor der Begegnung?
Als der Viehlärm Cú Chulainn weckt und er ins Freie läuft, folgt ihm seine Frau mit Kleidung und Rüstung. Erst danach wird Lóeg im angespannten Wagen sichtbar. Der kurze Beitrag der Frau geht dem Streit um die Kuh voraus.
Die Frau erhält in diesem Abschnitt keinen Eigennamen. Ihre Benennung als Emer aus einem anderen Werk wird hier nicht ergänzt.
Beleg: UT-Lektion2, Übersetzung, Beginn · Old Irish Online: Táin Bó Regamna, Lektionen 2–4
Der angekündigte ebenbürtige Gegner
Wessen Kampf soll durch die Tiere ungleich werden?
Die Frau kündigt ihren Eingriff an, während Cú Chulainn gegen einen Mann gleicher Stärke, Geschicklichkeit und weiterer Eigenschaften kämpft. Sie beschreibt später erneut einen ebenso geschickten Gegner. Die angekündigten Eingriffe sollen diese Gleichheit zu seinen Ungunsten verändern.
Der Gegner wird in dieser Auswahl nicht beim Namen genannt. Keine automatische Festlegung auf Fer Diad oder einen anderen Zweikämpfer des großen Táin.
Beleg: UT-Lektion4, Übersetzung · Old Irish Online: Táin Bó Regamna, Lektionen 2–4
Tiere in Bewachung und Entdeckung (2)
Die tatsächlich benannte Funktion bleibt am jeweiligen Text. Vögel werden nicht automatisch zu einer Gottheit erklärt.
Das rote einbeinige Zugpferd
Was macht den fremden Wagen auffällig?
Der Wagen wird von einem einzigen roten Pferd mit nur einem Bein gezogen. Die Deichsel wird in der ungewöhnlichen Beschreibung durch das Tier geführt. Das Pferd gehört zu der zunächst namenlos auftretenden roten Frau und ihrem Begleiter.
Kein Eigenname im ausgewählten Abschnitt. Nicht mit Liath Macha oder dem schwarzen Wagenpferd aus anderen Erzählungen gleichgesetzt.
Beleg: UT-Lektion2, Übersetzung, Begegnungsbeschreibung · Old Irish Online: Táin Bó Regamna, Lektionen 2–4
Kuh, ungeborenes Kalb und der Stier Dáires
Welche Tierfolge begründet die Vorhersage des nächsten Raubzugs?
Die Frau sagt, sie habe die Kuh aus dem Síd von Crúachu hergebracht und die Paarung mit dem braunen Stier von Cúailnge veranlasst. In der Übersetzung heißt dieser der Stier Dáires mac Fiachnai. Das noch ungeborene Kalb solle als Jährling Anlass des künftigen Raubzugs werden. Kuh, Vaterstier und Kalb sind verschiedene Rollen.
Dáire und Fiachnai sind hier Besitz- und Herkunftsnennungen, keine zusätzlich erzählten Kämpfer. Das angekündigte Kalb wird nicht ungeprüft zum selben Tier wie der braune Vaterstier.
Beleg: UT-Lektion3, Einleitung und Übersetzung · Old Irish Online: Táin Bó Regamna, Lektionen 2–4
Gestalten im benannten Werküberblick (1)
Diese knappen Einträge folgen einer ausdrücklich ausgewählten universitären Zusammenfassung. Sie beanspruchen keine zusätzliche vollständige Lektüre der dort beschriebenen Erzählung.
Medb im einleitenden Vergleich mit dem großen Raubzug
Ist Medb in dieser Begegnung anwesend?
Die Lehrdarstellung nennt Medb als Königin von Connacht, als sie den großen Raubzug von Cúailnge zur Gattungseinordnung kurz zusammenfasst. Medb spricht in den ausgewählten Regamna-Übersetzungsabschnitten nicht und wird nicht zur Begleiterin der roten Frau.
Die knappe didaktische Zusammenfassung ersetzt keine eigene Auswertung des Táin-Verlaufs. Ihr vereinfachtes Gewinnen-und-Zurückholen-Schema wird nicht als neue Gesamtdarstellung des Táin übernommen.
Beleg: UT-Lektion2, Einleitung · Old Irish Online: Táin Bó Regamna, Lektionen 2–4
Erinnerung,Anrede und gedachte Gegenbeispiele (2)
Lieder können eigene Personen nennen oder mögliche Ereignisse durchspielen. Das ist nicht immer eine berichtete Tat.
Die unbenannte Gottheit des Schwurs
Welcher Gott wird im Wortkampf angerufen?
Cú Chulainn beruft sich auf den Gott, bei dem die Ulter schwören. Die Lehrdarstellung hebt hervor, dass dessen Name nicht ausgesprochen wird, und vergleicht die Schwurformel mit anderen Sprachzeugnissen. Die konkrete Erwiderung kündigt Verletzung und verweigerte Heilung bis zur Bitte um Verzeihung an.
Nicht automatisch Lug, Dagda oder eine aus anderen Schwüren erschlossene Gottheit eingesetzt. Die erwähnten gallischen und walisischen Vergleiche sind Angaben der Lektion, keine hier selbst gelesenen vollständigen Vergleichswerke.
Beleg: UT-Lektion4, Einleitung und Übersetzung · Old Irish Online: Táin Bó Regamna, Lektionen 2–4
Cú Chulainn und Morrígan: Vogelgestalt und angekündigte Tierangriffe
Welche Gestalt erscheint bereits, und was wird erst angekündigt?
Nach dem Verschwinden von Wagen, Pferd, Mann und Kuh sieht Cú Chulainn die Frau als schwarzen Vogel auf einem nahen Zweig. Danach kündigt sie Angriffe als Aal, graue Wölfin und weißes Rind mit roten Ohren und einer folgenden Herde an. Seine Gegenreden versprechen wiederum Verletzungen. Die Einleitung zur letzten Lektion berichtet schließlich von der als Morrígan benannten Frau auf dem Weg nach Crúachu.
Die künftigen Tierangriffe und Verletzungen werden in diesem Begegnungsabschnitt nicht schon vollzogen. Der Schlussweg steht hier im referierenden Einleitungstext; die letzte angebotene Übersetzung endet vor diesem Schluss.
Beleg: UT-Lektionen3–4, Übersetzungen und Schlusszusammenfassung · Old Irish Online: Táin Bó Regamna, Lektionen 2–4
Menschen der Quellen und ihrer Vermittlung (1)
Autoren, Herausgeber und Namen aus dem Druckvermerk gehören zur Entstehung und Vermittlung des Zugangs. Sie sind keine zusätzlich entdeckten mythologischen Figuren.
Lehrautoren und Corthals als Editionsbezug
Wer verantwortet den Lehrzugang und worauf beruht seine Sprachgestalt?
Die Seiten nennen Patrizia de Bernardo Stempel, Caren Esser und Jonathan Slocum als Autoren. Die zweite Lektion bezeichnet J. Corthals’ Edition als Grundlage der auf altirischen Standard angepassten Lehrfassung. Diese modernen Rollen sind von den anonymen Verfassern und Schreibern der überlieferten Geschichte zu unterscheiden.
Die erwähnte Druckedition und Handschriften werden dadurch nicht als selbst vollständig gelesen oder kollationiert ausgewiesen.
Beleg: UT-Lektionen2–4, Kopf und Einleitung · Old Irish Online: Táin Bó Regamna, Lektionen 2–4
Táin Bó Cúailnge: Book-of-Leinster-Fassung
1 Eintrag nach Szenen und Namensgruppen ansehen
Zum Werk und seinem hier benutzten Lesezugang
Erinnerung,Anrede und gedachte Gegenbeispiele (1)
Lieder können eigene Personen nennen oder mögliche Ereignisse durchspielen. Das ist nicht immer eine berichtete Tat.
Morrígu, Tochter der Ernmas, warnt den Stier
Wem gilt die Warnung an dieser Stelle?
Morrígu kommt aus den Hügeln, setzt sich auf einen Pfeilerstein in Temair Cúailnge und warnt Donn Cúailnge vor der bevorstehenden Verschleppung durch das Heer. Sie wird ausdrücklich als Tochter der Ernmas genannt. Der angebotene rhetorische Vers bleibt unübersetzt.
Ernmas ist hier eine Herkunftsangabe und keine zusätzlich anwesende Sprecherin. Der Pfeilerstein dieser Stierwarnung wird nicht mit dem Todespfeiler eines anderen Erzählwerks gleichgesetzt.
Beleg: Leinster, Abschnitt 6, S.174 · Táin Bó Cúailnge aus dem Book of Leinster: Warnung an den Stier
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Drei ausgewählte irische Erzähltexte: zweite Schlacht von Mag Tuired, Táin Bó Regamna und Book-of-Leinster-Fassung der Táin Bó Cúailnge
- Verwendeter Ausschnitt
- Cath Maige Tuired in ausgewählten Morrígan-Szenen nach Stokes 1891 und Gray 1982; Táin Bó Regamna in der universitären Corthals-Lesefassung der UT-Lektionen 2–4 mit CELT G301005 als irischem Namensbeleg; Book-of-Leinster-Táin, Abschnitt 6, nach O'Rahilly 1970.
- The Second Battle of Moytura: Morrígans Szenen
Whitley Stokes; CELT / University College Cork · Revue Celtique 12, 1891; CELT T300011
Morrígan-Szenen im unveränderten Textarchiv gezielt gelesen: lokale Zeilen 255–256, 286–291, 332–339 und 385–413. Begegnung, unvollständige Kriegsratsrede, Unterstützung der Kämpfenden und Schluss mit Badb; keine Gesamtlektüre.
Historische Übersetzung mit ausdrücklich markierten Textlücken. Die Ankündigung zu Indech und die spätere Ogma-Szene dürfen nicht zu einer eindeutigen Tötung durch Morrígan verschmolzen werden. Sprecherbezug zu Badb am Schluss nicht sicher aufgelöst. Lokale Zeilen sind Archivfundstellen, keine Handschriftenzeilen. Abgerufen am 2026-09-28.
- Cath Maige Tuired: Morrígans Szenen
Elizabeth A. Gray; CELT / University College Cork · Irish Texts Society 52, 1982; CELT T300010
Morrígan-Szenen in Grays Übersetzung gezielt gelesen: lokale Zeilen 269–279, 335–336, 367–386 und 428–465; zusätzlich 289–319 zur Abgrenzung der Tochter Indechs. Keine Gesamtlektüre.
Urheberrechtlich geschützte Übersetzung desselben irischen Schlachtwerks wie Stokes; nur eigene knappe Paraphrasen. Die Tochter Indechs nach der Breiprobe ist nicht stillschweigend Morrígan. Kriegsratsverse und Schluss haben Lücken und Namenswechsel; keine eigene Handschriftenkollation. Abgerufen am 2026-09-28.
- Old Irish Online: Táin Bó Regamna, Lektionen 2–4
Patrizia de Bernardo Stempel, Caren Esser und Jonathan Slocum; University of Texas at Austin · Universitäre Lehrfassung, online geprüft 2026
Einführung und ausgewählte Text-/Übersetzungsabschnitte der Lektionen 2–4 gelesen: Auftreten der zunächst unbenannten Frau, Streit um die Kuh, Vogelgestalt, Ankündigungen als Aal, Wölfin und Färse, Schlussbenennung Morrígan. Die Lehrfassung normalisiert nach Corthals; keine eigene Gesamtedition oder Handschriftenkollation.
Universitäre pädagogische Textfassung und moderne Übersetzung, kein unveränderter Handschriftentext. Angekündigte Tiergestalten in dieser Erzählung nicht als bereits vollzogene Verwandlungen ausgeben. Keine längeren geschützten Auszüge öffentlich übernehmen; Namens-/Handschriftenvarianten nicht ohne Gegenprüfung glätten. Abgerufen am 2026-09-28.
- Táin Bó Regamna: irischer Editionstext und TEI-Kopf
CELT / University College Cork; Basis Stokes/Windisch 1887, Korrekturen nach Corthals 1987 · CELT G301005, digitalisiert 1998 und überarbeitet 2010
TEI-Kopf zu Editionsbasis und Nutzung sowie Textanfang und Schluss der irischen Ausgabe gezielt gelesen; Textzeilen 1–20 und 85–95, Schlussbenennung Morrígan. Keine eigene durchgehende irische Sprachprüfung.
CELT kennzeichnet die Edition als RESTRICTED. Digitaler irischer Editionstext wird weder übernommen noch selbst gehostet; nur Namensbefund und bibliographischer Rahmen knapp paraphrasiert. Keine Handschriftenautopsie. Abgerufen am 2026-09-28.
- Táin Bó Cúailnge aus dem Book of Leinster: Warnung an den Stier
Cecile O'Rahilly, Übersetzung; CELT / University College Cork · O'Rahilly 1970; CELT T301035, online geprüft 2026
Abschnitt 6, Druckseite 174, Zeilen 1289–1333 und unmittelbare anschließende Prosa über Morrígu, Tochter der Ernmas, gezielt gelesen; TEI-Kopf zu Übersetzerin, Book-of-Leinster-Textzeugen und Nutzung geprüft. Keine Gesamtlektüre der Táin.
Urheberrechtlich geschützte moderne Übersetzung; nur eigene Paraphrase. Diese Warnung an Donn Cúailnge ist eine eigene Episode und kein Beleg für alle Fassungen der Táin oder für eine historische Kultpraxis. In der Quelle steht die Namensform Morrígu. Abgerufen am 2026-09-28.
- MS-OMIT: Táin Bó Regamna, Handschriften und Editionen
CELT / University College Cork · MS-OMIT-Projekt 2017, online geprüft 2026
Eintrag Táin Bó Regamna gelesen: Egerton 1782 fol. 76v–77v, Yellow Book of Lecan Sp. 648–649; Windisch 1887 S. 239–254 und Corthals 1987. Keine Handschriftenbilder selbst gelesen.
Bibliographie nur für Überlieferungs- und Editionsangaben, nicht für einzelne Erzählhandlungen. Derselbe archivierte UCC-Katalog wurde bereits für eine andere eng begrenzte Lesefrage genutzt; keine Gesamtprüfung aller Handschriften behauptet. Abgerufen am 2026-09-28.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-18. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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