Zwei Weihformen bewahren einen Unterschied
Hofeneder führt für Bourbon-Lancy mehrere Weihungen an. In den zitierten Auszügen lautet die Anrede einmal Bormoni et Damonae, ein anderes Mal Borvoni et Damonae. Die erste Weihung betrifft auch das Anliegen eines Vaters für seinen Sohn. Beides verbindet Gottesbenennung und konkrete menschliche Handlung.
Die Formen werden hier nach Hofeneders CIL-Zitaten wiedergegeben. Das ist eine vermittelte Inschriftenlektüre, keine neue Kollation der Steine. Die Unterschiede Bormoni und Borvoni bleiben sichtbar; eine vollständige Erklärung ihres lautlichen Verhältnisses lässt sich nicht aus zwei Zeilen allein gewinnen.
Ein Kartenname hat nicht immer nur einen möglichen Ort
Die Tabula Peutingeriana nennt Aquis Bormonis. Hofeneder diskutiert dafür Bourbon-Lancy und Bourbon-l’Archambault. Für beide Orte ist nach dem Kommentar Thermalarchäologie nachgewiesen; die Zuordnung des Kartennamens lässt er offen.
Die Weihungen aus Bourbon-Lancy sind ein Argument für diesen Ort. Sie sind kein Grund, die alternative Lokalisierung kommentarlos aus einer Karte zu entfernen. Ein Ortsname, ein archäologischer Befund und eine konkrete Weihung müssen jeweils eigens eingeordnet werden.
Bourbonne ist ein weiterer Katalogkontext
Der französische Denkmalkatalog führt für Bourbonne-les-Bains eine gallo-römische Kalksteinstele unter dem Titel einer Weihung an Borvo und Damona. Er verortet sie zum Zeitpunkt der Untersuchung im Thermalgebäude. Eine Transkription bietet der kurze Eintrag nicht.
Dieser Zugang erweitert die lokale Orientierung, nicht den Bestand selbst gelesener Buchstaben. Er wird deshalb von den beiden ausgeschriebenen Weihformen aus Bourbon-Lancy getrennt. Auch aus der wiederholten gemeinsamen Nennung wird keine überall gültige Ehe- oder Identitätslehre abgeleitet.
Namen und Rollen im Quellenfenster
Die Einträge gehören zu den jeweils genannten Quellenstellen. Eine gemeinsame Liste macht sie weder zu derselben Gestalt noch zu Mitgliedern eines einheitlichen Pantheons. Die Bezeichnungen sind redaktionelle Lesebezeichnungen; originale Schreibungen und Ergänzungen werden im Haupttext eigens erklärt.
3 getrennte Namens- und Rollenbezüge ansehen
| Name oder Bezeichnung | Rolle in diesem Zusammenhang | Einordnung |
|---|---|---|
| Bormoni et Damonae | Vermittelte Inschriftenform mit gemeinsamer Anrede. | Göttliche Anrede oder Zuordnung |
| Borvoni et Damonae | Andere konkrete Schreibform; keine überall gleiche Ehe- oder Identitätslehre. | Göttliche Anrede oder Zuordnung |
| Damona | Eigene Mitadressatin; kein Borvo-Alias. | Göttliche Anrede oder Zuordnung |
Die Figur in ihren Quellen
Borvo
Lokale Anreden nach wissenschaftlich zitierten Inschriften; unterschiedliche Schreibformen nicht ungeprüft zu einer einzigen Buchstabenform normalisiert.
Zitierte Weihungen bei Hofeneder
Hofeneder 2011, Druck S. 425–426, Fußnote 2442
Namen in der Quelle
Weitere Namen und Rollen bei Borvo
Redaktioneller Zugang zu getrennten Namen in den bezeichneten Quellenfenstern. Die Einträge sind keine Aliase und bilden keine antike Gruppe oder Götterordnung. Menschen, Lesefragen, Erzählfiguren und spätere Zuschreibungen behalten ihre jeweiligen Rollen.
Abgegrenzte Quellenfenster
Die nachstehend bezeichneten Inschriften-, Katalog-, Fach- oder Erzählstellen; keine Vollinventur aller Überlieferungen.
Quellenarten unterscheiden
Texte, Objekte und moderne Zugänge
Moderner Dokumentations- oder Fachzugang
Aquis Bormonis: Tabula Peutingeriana und Borvo/Bormo-Weihungen
PDF 2–3 / Druck 425–426 gelesen, für Borvo Abschnitt 126 T 2 samt Fußnoten 2438–2442 ausgewertet. PDF 3 zusätzlich nativ betrachtet, besonders die CIL-Zitate in Fußnote 2442. Tabula-Ortsidentifizierung nach Fachkommentar, keine eigene Kartenauswertung. CIL XIII 2805–2808 nur in den hier zitierten Auszügen, keine unabhängige Originaledition gelesen. Autor/Werkzuordnung zusätzlich anhand offizieller KU-Bibliografie identifiziert; nicht aus einer fehlenden PDF-Titelseite abgeleitet.
2011; Abschnitt 126 T 2, Druck S. 425–426.
Sprache oder Dokumentationsform: Deutsch mit Zitaten antiker Texte
Moderner Dokumentations- oder Fachzugang
Stèle ex-voto dédiée à Borvo et Damona, POP PM52000130
Sämtliche kurzen Objekt-/Orts-/Material-/Schutzfelder gelesen; einschließlich der fraglichen Angabe inscription (?). Keine Transkription vorhanden. Der Titel belegt eine Katalogbenennung, nicht selbst gelesene Buchstaben. Historische Lokalisation im Thermalgebäude ist keine Behauptung über heutigen Zugang oder Präsentation.
Gallo-römisch nach Katalog; Datensatz 9. Juni 2026 aktualisiert.
Sprache oder Dokumentationsform: Französisch
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Lokale Anreden nach wissenschaftlich zitierten Inschriften; unterschiedliche Schreibformen nicht ungeprüft zu einer einzigen Buchstabenform normalisiert.
- Verwendeter Ausschnitt
- Hofeneder 2011, Druck S. 425–426, Fußnote 2442
- Aquis Bormonis: Tabula Peutingeriana und Borvo/Bormo-Weihungen
Andreas Hofeneder, Die Religion der Kelten in den antiken literarischen Zeugnissen III · 2011; Abschnitt 126 T 2, Druck S. 425–426.
PDF 2–3 / Druck 425–426 gelesen, für Borvo Abschnitt 126 T 2 samt Fußnoten 2438–2442 ausgewertet. PDF 3 zusätzlich nativ betrachtet, besonders die CIL-Zitate in Fußnote 2442.
Tabula-Ortsidentifizierung nach Fachkommentar, keine eigene Kartenauswertung. CIL XIII 2805–2808 nur in den hier zitierten Auszügen, keine unabhängige Originaledition gelesen. Autor/Werkzuordnung zusätzlich anhand offizieller KU-Bibliografie identifiziert; nicht aus einer fehlenden PDF-Titelseite abgeleitet. Abgerufen am 2026-10-16.
- Stèle ex-voto dédiée à Borvo et Damona, POP PM52000130
Ministère de la Culture, Monuments historiques · Gallo-römisch nach Katalog; Datensatz 9. Juni 2026 aktualisiert.
Sämtliche kurzen Objekt-/Orts-/Material-/Schutzfelder gelesen; einschließlich der fraglichen Angabe inscription (?).
Keine Transkription vorhanden. Der Titel belegt eine Katalogbenennung, nicht selbst gelesene Buchstaben. Historische Lokalisation im Thermalgebäude ist keine Behauptung über heutigen Zugang oder Präsentation. Abgerufen am 2026-10-16.
- RIB 144: Weihaltar für Sulis: Lemnus und Maximus
Roman Inscriptions of Britain Online, kritische digitale Edition · Undatierte römische Weihung; laut Katalog in oder kurz vor 1792 gefunden.
Objekt-/Fundangaben, ganze Edition und diplomatische Wiedergabe, Übersetzung und kurzen Namenskommentar gelesen. Bibliografie gesehen; kein weiteres CIL-/Museumsobjekt kollationiert.
Lateinischer Text durch kritische Edition erschlossen; keine eigene Lesung des Steins. Ergänzte Buchstaben und aufgelöste Abkürzungen werden nicht als unverletzter Oberflächenbefund ausgegeben. Die Bitte um Wohlergehen beweist keine erfolgreiche Heilung. Abgerufen am 2026-10-16.
- RIB 146: Weihaltar für Sulis Minerva und die numina der Kaiser
Roman Inscriptions of Britain Online, kritische digitale Edition · Römische Weihung; Kommentar nennt Marcus Aurelius/Verus 161–169 oder ein späteres Kaiserpaar, kein genaues Jahr gesichert.
Objekt-/Fundangaben, ganze Edition, diplomatische Wiedergabe und Übersetzung sowie vollständigen kurzen Kommentar zum Kaiserpaar gelesen. Bibliografische Einträge nur gesehen.
Fund 1809 und antike Weihung getrennt. Die Verbindung Sulis Minerva ist konkret belegt; keine zeitlose Identität sämtlicher Minerva-Kulte abgeleitet. Keine unabhängige Neubestimmung des Kaiserpaars und keine eigene Museums-/Bildautopsie. Abgerufen am 2026-10-16.
- CF-GeS-1114: Sirona, Bronzetafel C 546
Corpus F.E.R.C.AN.; Karl-Franzens-Universität Graz, Institut für Antike · Digitale Fassung 2024; historische Objekt-/Fundangaben im Eintrag.
Ganze Edition, Apparat, Objekt-/Fundfelder und Kommentare gelesen; Fundort ausdrücklich nicht abschließend geklärt. Korpusautopsie 6. November 2023, keine eigene Autopsie.
Kritische Korpusangaben eigenständig paraphrasiert, keine eigene Stein-/Fotolesung. Bibliografische Verweise nicht als gelesene Werke gezählt. Datensatz CC BY-NC 4.0; keine kommerzielle Bildfreigabe daraus abgeleitet und keine Fotos übernommen. Der Namenskommentar erklärt selbst, keinen eigenen sprachwissenschaftlichen Beitrag zu leisten. Abgerufen am 2026-10-16.
- CF-GeS-1023: Apollo und Sirona aus Nierstein
Corpus F.E.R.C.AN.; Karl-Franzens-Universität Graz, Institut für Antike · Digitale Fassung 2024; historische Objekt-/Fundangaben im Eintrag.
Ganze Edition, Apparat, Objekt-/Fundfelder und Kommentare gelesen; nachgezogene Schrift, moderne Reparatur und non vidimus / EDH-Grundlage erfasst.
Kritische Korpusangaben eigenständig paraphrasiert, keine eigene Stein-/Fotolesung. Bibliografische Verweise nicht als gelesene Werke gezählt. Datensatz CC BY-NC 4.0; keine kommerzielle Bildfreigabe daraus abgeleitet und keine Fotos übernommen. Der Namenskommentar erklärt selbst, keinen eigenen sprachwissenschaftlichen Beitrag zu leisten. Abgerufen am 2026-10-16.
- Altar für Apollo Grannus aus Oberfinningen, Lupa 6425
Friederike Harl; Ubi Erat Lupa · Katalogdatierung 100–200 n. Chr.; vor 1822 am Kirchturm eingemauert belegt.
Gesamten kurzen Eintrag mit Inschrift, Fund-/Aufbewahrungsangaben, Inventarnummer, Datierung, Referenzen und Foto-Rechtehinweis gelesen.
Lateinische Auflösung durch Katalog vermittelt; keine eigene Fotolesung und keine unabhängige CIL-/EDH-Kollation. Keine Heilquelle am ursprünglichen Aufstellungsort aus der Wiederverwendung am Kirchturm erfunden. Foto ©Ortolf Harl, nicht zur Übernahme freigegeben. Abgerufen am 2026-10-16.
- Belinus: Weihaltar aus Aquileia, Inv. 1911, Lupa 18652
Friederike Harl; Ubi Erat Lupa · Katalogdatierung 1–50 n. Chr.; Eintrag 9. Juni 2020 aktualisiert.
Vollständigen kurzen Datensatz mit Inschrift, Fundjahr/-stelle, Material, Erhaltung, Verwahrung und Bibliografie-/Rechtefeldern gelesen.
Konkrete ausgeschriebene Form Belino nach Katalogedition, keine eigene Buchstabenautopsie. Bibliografische Referenzen nur gesehen, nicht selbst kollationiert. Foto ©Ortolf Harl / Soprintendenza nicht übernommen. Abgerufen am 2026-10-16.
- CF-GeS-1034: Nemetona auf einer Bronzetafel aus Ober-Olm
Corpus F.E.R.C.AN.; Karl-Franzens-Universität Graz, Institut für Antike · Digitale Fassung 2024; historische Objekt-/Fundangaben im Eintrag.
Ganze Edition, Apparat, Objekt-/Fundfelder und Kommentare gelesen; Attica eius und spätere ergänzte Verwandtschaftsangaben unterschieden.
Kritische Korpusangaben eigenständig paraphrasiert, keine eigene Stein-/Fotolesung. Bibliografische Verweise nicht als gelesene Werke gezählt. Datensatz CC BY-NC 4.0; keine kommerzielle Bildfreigabe daraus abgeleitet und keine Fotos übernommen. Der Namenskommentar erklärt selbst, keinen eigenen sprachwissenschaftlichen Beitrag zu leisten. Abgerufen am 2026-10-16.
- CF-GeS-1035: Mars und Nemetona aus Altrip
Corpus F.E.R.C.AN.; Karl-Franzens-Universität Graz, Institut für Antike · Digitale Fassung 2024; historische Objekt-/Fundangaben im Eintrag.
Ganze Edition, Apparat, Objekt-/Fundfelder und Kommentare gelesen; vermutete Brüderschaft der Weihenden als Interpretation erfasst.
Kritische Korpusangaben eigenständig paraphrasiert, keine eigene Stein-/Fotolesung. Bibliografische Verweise nicht als gelesene Werke gezählt. Datensatz CC BY-NC 4.0; keine kommerzielle Bildfreigabe daraus abgeleitet und keine Fotos übernommen. Der Namenskommentar erklärt selbst, keinen eigenen sprachwissenschaftlichen Beitrag zu leisten. Abgerufen am 2026-10-16.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-16. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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