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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Eris: nicht jeder Streit ist derselbe

Die Theogonie verbindet Eris mit schädlichen Kräften. Werke und Tage unterscheiden zwei Erisformen; die Epitome erzählt einen Schönheitspreis, der den Weg nach Troja mitbestimmt.

3–4 Minuten Lesezeit

Die Genealogie versammelt schädliche Kräfte

Die Theogonie nennt Eris als Kind der Nyx. Ihre eigene Nachkommenschaft umfasst Mühe, Hunger, Schmerzen, Kämpfe und andere zerstörerische Kräfte. Am Ende der Reihe steht der Eid, der vorsätzlich falsch Schwörenden Schaden bringt. Die Verwandtschaft macht Folgen des Streits in einer Reihe benannter Gestalten sichtbar.

Eine solche Namensfolge ist noch keine ausgeschriebene Einzelgeschichte aller Kinder. Eris’ Herkunft und der Zusammenhang mit Horkos sind hier belegt; eine vollständige Biografie oder ein einheitlicher Zuständigkeitskatalog folgt daraus nicht.

Werke und Tage bestehen auf zwei Formen

Zu Beginn von Werke und Tage korrigiert der Sprecher die Vorstellung einer einzigen Eris: Es gebe zwei. Die eine fördert Krieg und verwerflichen Streit; die andere ist älter, ebenfalls ein Kind der Nyx, und regt Menschen durch den Vergleich mit ihren Nachbarn zur Arbeit an. Selbst der Träge sieht einen Wohlhabenden und bemüht sich um seinen eigenen Lebensunterhalt.

Diese zweite Form ist nicht still mit der schädlichen Eris gleichzusetzen. Hier erhalten beide eigene, quellenbezogene Identitätskarten auf derselben Vergleichsseite. Das Gedicht spricht Perses im Zusammenhang eines Erbstreits und ungerechter Richter an. Sein Lob anspornender Konkurrenz ist eine Aussage dieses Gedichts, keine allgemeingültige Regel heutiger Wirtschaft.

Die Epitome erzählt einen Schönheitspreis

Eine andere Darstellung verknüpft Eris mit Alexanders Urteil. Die Epitome nennt zuvor alternative Absichten des Zeus für die Geschichte um Helen. Dann wirft Strife, so der Name in Frazers Übersetzung, einen Apfel als Schönheitspreis für Hera, Athena und Aphrodite. Zeus schickt Hermes mit ihnen zu Alexander auf den Ida.

Die Göttinnen versprechen Herrschaft, Kriegssieg oder Helen; Alexander entscheidet sich für Aphrodite. In diesem gelesenen Fenster fehlen eine goldene Materialangabe, eine Apfelinschrift und die Geschichte einer verletzten Hochzeitseinladung. Solche vertrauten Ergänzungen gehören deshalb nicht unbemerkt in die Erklärung dieser Fassung. Die konkrete Preisvergabe ist etwas anderes als die beiden Erisformen des Arbeitsgedichts.

Die Figur in ihren Quellen

Eris: schädlicher Streit

Schädliche Eris-/Streitrolle in benannten Fenstern. Die Eris des Schönheitspreises ist ein anderer Erzählkontext, keine beweisbare lückenlose Biografie; ausdrücklich von der anspornenden Eris getrennt.

Die Genealogie versammelt schädliche Kräfte
Theogonie 211–239

Werke und Tage bestehen auf zwei Formen
Werke und Tage 11–41

Die Epitome erzählt einen Schönheitspreis
Epitome E.3.1–2

Die Figur in ihren Quellen

Eris: anspornende Konkurrenz

Werke und Tage unterscheiden ausdrücklich eine zweite, ältere Eris, die zur Arbeit anspornt. Eigener quellenbezogener Identitätsdatensatz; nicht als bloßes anderes Attribut der schädlichen Form zusammengezogen.

Werke und Tage bestehen auf zwei Formen
Werke und Tage 11–41

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Hesiod: Theogonie

Genealogisches Gedicht. Die einzelnen Editionskarten nennen die tatsächlich gelesenen Stellen; das Gesamtwerk ist hier nicht vollständig ausgewertet.

Werkebene; hier keine exakte Entstehungsdatierung festgelegt.

Sprache: Altgriechisch

Benutzte Ausgabe

Evelyn-White: Geburt, Eris und Eid

Genau benannte tatsächlich gelesene Fenster der historischen englischen Ausgabe; keine ganze Werklektüre oder eigene griechische Kollation.

Theogonie 211–239, 265–269, 886–929, 950–955; gesonderter 929a-Abschnitt und historische Fußnoten 30–31.

Sprache: Englisch

Überlieferter Text

Hesiod zugeschriebene Werke und Tage

Werkidentität getrennt von den historischen englischen Leseausgaben. Die einzelnen Editionskarten nennen ihre tatsächlich gelesenen Fenster; keine vollständige Werkerschließung.

Antike Lehrdichtung.

Sprache: Altgriechisch

Benutzte Ausgabe

Evelyn-White: zwei Erisformen und der Eid

Genau benannte tatsächlich gelesene Fenster der historischen englischen Ausgabe; keine ganze Werklektüre oder eigene griechische Kollation.

Werke und Tage 11–41 und 274–285.

Sprache: Englisch

Überlieferter Text

Epitome zur Bibliotheke des Pseudo-Apollodor

Die Epitome wird von den hier benutzten Bibliothekeabschnitten unterschieden. Nur benannte Fenster der englischen Ausgabe gelesen, kein vollständiges Werk erschlossen.

Überlieferter Auszug; keine eigene Datierungs- oder Handschriftenprüfung.

Sprache: Altgriechisch

Benutzte Ausgabe

Frazer: Eris und der Schönheitspreis

Genau benannte tatsächlich gelesene Fenster der historischen englischen Ausgabe; keine ganze Werklektüre oder eigene griechische Kollation.

Epitome E.3.1–2.

Sprache: Englisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Benannte griechische Gedichte, mythographische Fassungen und örtliche Berichte; spätere Bilder getrennt.
Verwendeter Ausschnitt
Theogonie 211–239; Werke und Tage 11–41; Epitome E.3.1–2.
  1. Hesiod: Herkunft, verschlucktes Wissen und ein gefährlicher Eid

    Hesiod; englische Übersetzung H. G. Evelyn-White · 1914

    Theogonie 211–239, 265–269, 886–929, 950–955; gesonderter Abschnitt 929a und historische Fußnoten 30–31.

    Nur genannte englische Fenster. 929a und historischer Kommentar getrennt vom Haupttext; kein selbst kollationierter Galen/Chrysippus. Auffälliges dying gods nicht als Sterblichkeit der Olympier übernommen. Abgerufen am 2026-10-01.

  2. Werke und Tage: zwei Erisformen und die Folgen falschen Schwörens

    Hesiod; englische Übersetzung H. G. Evelyn-White · 1914

    Werke und Tage 11–41 und 274–285.

    Nur benannte Stellen. Zwei Erisformen getrennt; 274–285 behandeln Eidfolgen ohne hier den Namen Horkos ausdrücklich zu nennen. Kein moderner Wirtschafts- oder Rechtsrat. Abgerufen am 2026-10-01.

  3. Die Epitome: Eris und der vergebene Schönheitspreis

    Pseudo-Apollodor; englische Übersetzung J. G. Frazer · 1921

    Epitome E.3.1–2.

    Nur diese tatsächlich gelesenen Abschnitte. Keine Materialangabe goldener Apfel, Einladungskränkung oder Inschrift aus anderen Fassungen ergänzt. Epitome von Bibliothekeabschnitt und Hesiod unterschieden. Abgerufen am 2026-10-01.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-01. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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