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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Horkos: der Eid bekommt eine gefährliche Gestalt

Hesiod nennt den personifizierten Eid in der Nachkommenschaft der Eris. Werke und Tage erklären, weshalb falsches Schwören nicht nur den Augenblick der Aussage betrifft.

3 Minuten Lesezeit

Ein benannter Nachkomme der Eris

Am Ende der Nachkommenreihe der Eris nennt die Theogonie den Eid. Evelyn-Whites englische Übersetzung schreibt Oath. Er bringt jenen Menschen besonders großen Schaden, die wissentlich falsch schwören. Horkos ist die hier verwendete Bezeichnung für diesen personifizierten Zusammenhang; eine eigene griechische Namenskollation liegt nicht zugrunde.

Die genealogische Einordnung verbindet die falsche Aussage mit anderen schädlichen Folgen des Streits. Der Text gibt der bindenden Rede eine Gestalt. Er erzählt aber weder einen Gerichtssaal, in dem Horkos als eigener Richter sitzt, noch eine persönliche Strafreise dieses Nachkommen.

Das andere Gedicht beschreibt Folgen für den Haushalt

Werke und Tage stellen absichtliches falsches Zeugnis und falsches Schwören dem wahrhaftigen Eid gegenüber. Der Sprecher verbindet den Verstoß mit verletzter Gerechtigkeit und mit Schaden für die Nachkommen. Im Gegenbild stehen die Nachkommen eines wahrhaftig Schwörenden besser da.

Hier wird die Wirkung von Aussagen über die einzelne Person hinaus erzählt. Das ist eine moralische Warnung dieses Gedichts. Der Name Horkos wird in diesem gelesenen Fenster nicht ausdrücklich genannt; ein verwandtes Thema ist deshalb nicht automatisch ein zusätzlicher persönlicher Auftritt der Figur.

Die Personifikation bewahrt eine Grenze

Die eigene Seite kann beides nebeneinander zeigen: In der Theogonie ist der Eid als Nachkomme benannt, in Werke und Tage werden die Folgen des Schwörens ausgeschrieben. Wer diese Ebenen trennt, erkennt mehr als eine allgemein zuständige Gottheit, die überall hinter jedem Versprechen angenommen wird.

Der Weg zu Eris führt zur Herkunftsreihe und zu zwei verschiedenen Formen des Streits. Horkos’ schmaler Beleg braucht keine erfundene zusätzliche Episode, um verständlich zu werden. Er macht sichtbar, dass die gesprochene Bindung in diesen Texten Folgen für Beziehungen und die Zukunft eines Hauses trägt.

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Ein benannter Nachkomme der Eris
Theogonie 226–239

Das andere Gedicht beschreibt Folgen für den Haushalt
Werke und Tage 274–285

Die Personifikation bewahrt eine Grenze
Theogonie 226–239; Werke und Tage 274–285

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Hesiod: Theogonie

Genealogisches Gedicht. Die einzelnen Editionskarten nennen die tatsächlich gelesenen Stellen; das Gesamtwerk ist hier nicht vollständig ausgewertet.

Werkebene; hier keine exakte Entstehungsdatierung festgelegt.

Sprache: Altgriechisch

Benutzte Ausgabe

Evelyn-White: Geburt, Eris und Eid

Genau benannte tatsächlich gelesene Fenster der historischen englischen Ausgabe; keine ganze Werklektüre oder eigene griechische Kollation.

Theogonie 211–239, 265–269, 886–929, 950–955; gesonderter 929a-Abschnitt und historische Fußnoten 30–31.

Sprache: Englisch

Überlieferter Text

Hesiod zugeschriebene Werke und Tage

Werkidentität getrennt von den historischen englischen Leseausgaben. Die einzelnen Editionskarten nennen ihre tatsächlich gelesenen Fenster; keine vollständige Werkerschließung.

Antike Lehrdichtung.

Sprache: Altgriechisch

Benutzte Ausgabe

Evelyn-White: zwei Erisformen und der Eid

Genau benannte tatsächlich gelesene Fenster der historischen englischen Ausgabe; keine ganze Werklektüre oder eigene griechische Kollation.

Werke und Tage 11–41 und 274–285.

Sprache: Englisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Benannte griechische Gedichte, mythographische Fassungen und örtliche Berichte; spätere Bilder getrennt.
Verwendeter Ausschnitt
Theogonie 226–239; Werke und Tage 274–285.
  1. Hesiod: Herkunft, verschlucktes Wissen und ein gefährlicher Eid

    Hesiod; englische Übersetzung H. G. Evelyn-White · 1914

    Theogonie 211–239, 265–269, 886–929, 950–955; gesonderter Abschnitt 929a und historische Fußnoten 30–31.

    Nur genannte englische Fenster. 929a und historischer Kommentar getrennt vom Haupttext; kein selbst kollationierter Galen/Chrysippus. Auffälliges dying gods nicht als Sterblichkeit der Olympier übernommen. Abgerufen am 2026-10-01.

  2. Werke und Tage: zwei Erisformen und die Folgen falschen Schwörens

    Hesiod; englische Übersetzung H. G. Evelyn-White · 1914

    Werke und Tage 11–41 und 274–285.

    Nur benannte Stellen. Zwei Erisformen getrennt; 274–285 behandeln Eidfolgen ohne hier den Namen Horkos ausdrücklich zu nennen. Kein moderner Wirtschafts- oder Rechtsrat. Abgerufen am 2026-10-01.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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