Ein benannter Nachkomme der Eris
Am Ende der Nachkommenreihe der Eris nennt die Theogonie den Eid. Evelyn-Whites englische Übersetzung schreibt Oath. Er bringt jenen Menschen besonders großen Schaden, die wissentlich falsch schwören. Horkos ist die hier verwendete Bezeichnung für diesen personifizierten Zusammenhang; eine eigene griechische Namenskollation liegt nicht zugrunde.
Die genealogische Einordnung verbindet die falsche Aussage mit anderen schädlichen Folgen des Streits. Der Text gibt der bindenden Rede eine Gestalt. Er erzählt aber weder einen Gerichtssaal, in dem Horkos als eigener Richter sitzt, noch eine persönliche Strafreise dieses Nachkommen.
Das andere Gedicht beschreibt Folgen für den Haushalt
Werke und Tage stellen absichtliches falsches Zeugnis und falsches Schwören dem wahrhaftigen Eid gegenüber. Der Sprecher verbindet den Verstoß mit verletzter Gerechtigkeit und mit Schaden für die Nachkommen. Im Gegenbild stehen die Nachkommen eines wahrhaftig Schwörenden besser da.
Hier wird die Wirkung von Aussagen über die einzelne Person hinaus erzählt. Das ist eine moralische Warnung dieses Gedichts. Der Name Horkos wird in diesem gelesenen Fenster nicht ausdrücklich genannt; ein verwandtes Thema ist deshalb nicht automatisch ein zusätzlicher persönlicher Auftritt der Figur.
Die Personifikation bewahrt eine Grenze
Die eigene Seite kann beides nebeneinander zeigen: In der Theogonie ist der Eid als Nachkomme benannt, in Werke und Tage werden die Folgen des Schwörens ausgeschrieben. Wer diese Ebenen trennt, erkennt mehr als eine allgemein zuständige Gottheit, die überall hinter jedem Versprechen angenommen wird.
Der Weg zu Eris führt zur Herkunftsreihe und zu zwei verschiedenen Formen des Streits. Horkos’ schmaler Beleg braucht keine erfundene zusätzliche Episode, um verständlich zu werden. Er macht sichtbar, dass die gesprochene Bindung in diesen Texten Folgen für Beziehungen und die Zukunft eines Hauses trägt.
Die Figur in ihren Quellen
Eine Gestalt, verschiedene Textrollen
Ein benannter Nachkomme der Eris
Theogonie 226–239
Das andere Gedicht beschreibt Folgen für den Haushalt
Werke und Tage 274–285
Die Personifikation bewahrt eine Grenze
Theogonie 226–239; Werke und Tage 274–285
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Hesiod: Theogonie
Genealogisches Gedicht. Die einzelnen Editionskarten nennen die tatsächlich gelesenen Stellen; das Gesamtwerk ist hier nicht vollständig ausgewertet.
Werkebene; hier keine exakte Entstehungsdatierung festgelegt.
Sprache: Altgriechisch
Benutzte Ausgabe
Evelyn-White: Geburt, Eris und Eid
Genau benannte tatsächlich gelesene Fenster der historischen englischen Ausgabe; keine ganze Werklektüre oder eigene griechische Kollation.
Theogonie 211–239, 265–269, 886–929, 950–955; gesonderter 929a-Abschnitt und historische Fußnoten 30–31.
Sprache: Englisch
Überlieferter Text
Hesiod zugeschriebene Werke und Tage
Werkidentität getrennt von den historischen englischen Leseausgaben. Die einzelnen Editionskarten nennen ihre tatsächlich gelesenen Fenster; keine vollständige Werkerschließung.
Antike Lehrdichtung.
Sprache: Altgriechisch
Benutzte Ausgabe
Evelyn-White: zwei Erisformen und der Eid
Genau benannte tatsächlich gelesene Fenster der historischen englischen Ausgabe; keine ganze Werklektüre oder eigene griechische Kollation.
Werke und Tage 11–41 und 274–285.
Sprache: Englisch
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Benannte griechische Gedichte, mythographische Fassungen und örtliche Berichte; spätere Bilder getrennt.
- Verwendeter Ausschnitt
- Theogonie 226–239; Werke und Tage 274–285.
- Hesiod: Herkunft, verschlucktes Wissen und ein gefährlicher Eid
Hesiod; englische Übersetzung H. G. Evelyn-White · 1914
Theogonie 211–239, 265–269, 886–929, 950–955; gesonderter Abschnitt 929a und historische Fußnoten 30–31.
Nur genannte englische Fenster. 929a und historischer Kommentar getrennt vom Haupttext; kein selbst kollationierter Galen/Chrysippus. Auffälliges dying gods nicht als Sterblichkeit der Olympier übernommen. Abgerufen am 2026-10-01.
- Werke und Tage: zwei Erisformen und die Folgen falschen Schwörens
Hesiod; englische Übersetzung H. G. Evelyn-White · 1914
Werke und Tage 11–41 und 274–285.
Nur benannte Stellen. Zwei Erisformen getrennt; 274–285 behandeln Eidfolgen ohne hier den Namen Horkos ausdrücklich zu nennen. Kein moderner Wirtschafts- oder Rechtsrat. Abgerufen am 2026-10-01.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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