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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Erebos: Name und dunkler Raum

Hesiod nennt Erebos als Kind des Chaos und Partner der Nyx. Beim Titanenkampf verwendet er denselben Namen räumlich. Diese Rollen lassen sich belegen, eine eigene Biografie kaum.

2–3 Minuten Lesezeit

Ein Kind des Chaos

Aus Chaos gehen bei Hesiod Erebos und Nyx hervor. Der Dichter gibt Erebos damit einen Platz in der Anfangsgenealogie. Er erzählt hier weder von einer Herrschaft noch von einer eigenen Handlung des Erebos.

Gaia, Tartaros und Eros stehen zwar in denselben Anfangsversen, werden dort aber nicht als Kinder des Chaos bezeichnet. Der Stammbaum darf Nachbarschaft im Text nicht mit Abstammung verwechseln.

Mit Nyx entstehen Aither und Hemera

Nyx bringt Aither und Hemera, den Tag, in Verbindung mit Erebos hervor. Das ist die zweite ausdrücklich genannte Beziehung des Erebos in der gelesenen Anfangsfolge.

Die Beziehung fügt dem Profil eine genealogische Funktion hinzu, keine Szene, in der Erebos zu Nyx spricht oder ihre Kinder erzieht. Der Text ist an dieser Stelle knapp.

Aus dem Dunkel zurück ans Licht

Viel später berichtet die Theogonie, Zeus habe die Hundertarmigen aus Erebos unter der Erde ans Licht geführt. Der Name bezeichnet in diesem Satz einen dunklen Bereich, aus dem jemand herausgelangt. Erebos selbst wird nicht zum Handelnden der Befreiung.

Der Text spricht an anderer Stelle vom Tartaros als Gefängnis der Titanen. Die Bibliotheke nennt Tartaros ebenfalls als Ort der Einsperrung. Beide Namen ohne Prüfung als austauschbare Bezeichnung derselben Gestalt zu behandeln, würde die verschiedenen Sätze übergehen.

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Genealogischer Name
Theogonie 116–125; Kind des Chaos und Vater von Aither und Hemera mit Nyx.

Dunkler Bereich
Theogonie 664–678; Tartaros in Bibliotheke 1.1.2 nur als kontrastierender Ortsname.

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Hesiod: Theogonie

Genealogisches Gedicht. Die einzelnen Editionskarten nennen die tatsächlich gelesenen Stellen; das Gesamtwerk ist hier nicht vollständig ausgewertet.

Werkebene; hier keine exakte Entstehungsdatierung festgelegt.

Sprache: Altgriechisch

Benutzte Ausgabe

Theogonie nach Evelyn-White: Uranfang und Nachtgeschlecht

Nur Verse 116–233 und 617–820 im Zusammenhang gelesen. Anfangsfolge, Uranos-Konflikt, Nyx' Nachkommen, Titanenkampf und kosmografische Ortsrollen; keine Volllektüre oder griechische Kollation.

Historische Übersetzung von 1914; digitale Wiedergabe bei Theoi.

Sprache: Englisch nach Altgriechisch

Überlieferter Text

Bibliotheke des Pseudo-Apollodor

Werkbezeichnung für die mythographische Sammlung. In diesem Museum sind nur ausgewählte Ausschnitte erschlossen; die einzelnen Editionsdatensätze benennen die tatsächlich gelesenen Stellen.

Antike mythographische Zusammenstellung; genaue Entstehungszeit und Autorschaft aus dieser Lektüre nicht bestimmt.

Sprache: Altgriechisch

Benutzte Ausgabe

Bibliotheke 1 nach Frazer: Generationen und Gaia-Konflikte

1.1.1–1.2.6 und 1.6.1–1.6.3 gelesen; späterer mythografischer Vergleich zu Hesiod, keine zusammengeschriebene Urfassung.

Historische Übersetzung 1921, digital bei Theoi.

Sprache: Englisch nach Altgriechisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Griechische genealogische Dichtung und begrenzter späterer Ortsvergleich
Verwendeter Ausschnitt
Theogonie 116–125, 617–735; Bibliotheke 1.1.2 nur als getrennter Tartaros-Vergleich.
  1. Theogonie: kosmische Anfänge und Nachtgeschlecht

    Hesiod zugeschriebene Theogonie; englische Übersetzung Hugh G. Evelyn-White · Antike Dichtung; historische englische Übersetzung 1914

    Verse 116–233 zu Chaos, Gaia, Tartaros, Eros, Erebos, Nyx, Aither, Hemera, Uranos, Pontos, den Titanen, Kronos' Angriff und Nyx' Nachkommen; 617–820 zu Titanenkampf, Tartaros, Atlas sowie Nacht und Tag an der Schwelle tatsächlich gelesen. Keine Volllektüre der Theogonie behauptet.

    Historische Übersetzung ohne eigene griechische Kollation oder kritischen Apparat. Die Reihenfolge des Auftretens ist keine naturwissenschaftliche Entstehungschronologie. Genealogische Personifikation, Ortsbeschreibung und handelnde Figur auseinanderhalten. Erebos als Kind des Chaos in Vers 123 nicht automatisch mit jedem späteren Raumbeleg gleichsetzen. Einzelne Namen der Nyx-Liste nicht zu Lebensgeschichten ausbauen. Abgerufen am 2026-09-29.

  2. Bibliotheke 1,1–2 und 1,6: frühe Göttergenerationen

    Pseudo-Apollodor; englische Übersetzung James G. Frazer · Antike mythografische Sammlung; englische Übersetzung 1921

    Bibliotheke 1.1.1–1.2.6 und 1.6.1–1.6.3 gelesen: Uranos' Herrschaft, abweichende Geburtsfolge, gemeinsamer Angriff der Titanen außer Okeanos, Kronos' Machtwechsel, Tartaros als Raum, Pontos' Kinder sowie Gaias Reaktion nach Titanen- und Gigantenkampf.

    Spätere mythografische Zusammenstellung, keine fehlende Fortsetzung Hesiods. Besonders Dione in der Titanidenliste, Reihenfolge der ersten Kinder und Beteiligung der Titanen nicht in Hesiods Fassung hineinmischen. Frazer-Übersetzung; Fußnoten und Varianten nur begrenzt geprüft. Abgerufen am 2026-09-29.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-09-29. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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