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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Bastet: mehr als ein Katzenbild

Bastets Bilder reichen von löwenhaften Formen über die katzenköpfige Göttin bis zum gestifteten Katzenmumienbehälter. Drei Objekte zeigen verschiedene Zeiten und Handlungen, ohne einen einzigen Kultort für alle zu behaupten.

2 Minuten Lesezeit · Bildbetrachtung nach eigener Zeit

Ein Gesicht, das nicht für alle Zeiten gilt

Die Bronze 34.6.1 zeigt Bastet mit Katzenkopf, langem Gewand und aufwendig gearbeiteten Einlagen. Sie ist nur 10,5 Zentimeter hoch und wird weit in die Spät- bis Ptolemäerzeit datiert. Ihre einst in den Händen angebrachten Gegenstände sind verloren; aus der Haltung allein lässt sich kein sicherer Gegenstand rekonstruieren.

Der Met-Katalog erinnert zugleich an löwenköpfige Bastet-Formen und nennt Bubastis als bedeutenden Kultort. Die hier fotografierte Bronze besitzt aber keinen nachgewiesenen Fundort dort. Sie darf deshalb weder als vollständiges Bild der Göttin noch als Fund aus Bubastis ausgegeben werden.

Eine späte Bastet-Bronze

Katzenköpfige stehende Bronzefigur mit langem gemustertem Gewand und fehlenden Handattributen.
Bastet-Bronze, The Met 34.6.1, Spät- bis Ptolemäerzeit. Public Domain / CC0. Bildnachweis Bildlizenz

Die Katze mit Menschenkopf

Eine ältere kleine Fayence zeigt gerade die umgekehrte Mischform: eine Katze mit menschlichem Kopf. Das Met ordnet sie einer östlichen Delta-Formengruppe zu und deutet sie als Anspielung auf Bastet und die Erzählung von der zurückkehrenden fernen Göttin. Das ist eine kuratorische Deutung des Bildtyps, keine unmittelbar lesbare Erzählung auf diesem Einzelstück.

Bubastis und Tanis werden als Produktionszentren der Gruppe genannt; daraus folgt kein gesicherter genauer Fundort des einzelnen Objekts.

Gestiftet, aufbewahrt, deponiert

Ein später Kasten in Katzenform enthielt einst eine Katzenmumie. Seine Vorderseite trägt nach dem Met eine Spenderinschrift; solche Kästen wurden zusammen mit anderen Gaben in Katakomben niedergelegt. Das ist ein anderer Kontext als die einzelne stehende Bronze: Hier geht es um ein Tier, seinen Behälter und eine Stiftung.

Für genau diesen Kasten nennt der Katalog keinen gesicherten Fund aus Bubastis oder Saqqara. Bastet lässt sich daher nicht auf eine zeitlose Hauskatzenrolle verkürzen: Bild, Ort und kultische Handlung müssen für jedes Zeugnis neu geprüft werden.

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Katzenköpfige Bronze
The Met 34.6.1.

Delta-Bild und Katzenmumienkasten
The Met 21.6.61 und 12.182.27.

Welche Zeit ist gemeint?

  • Menschköpfige Katze der östlichen Delta-Formengruppe.
  • Katzenköpfige Bastet-Bronze und Katzenmumienkasten.

Die Datierung eines Zeugnisses ist kein Geburtsdatum des gesamten Erzählstoffs.

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Ägyptische Bastet-Bilder und Weihgaben in verschiedenen Zeiten
Verwendeter Ausschnitt
The Met 34.6.1, 21.6.61 und 12.182.27.
  1. Bastet, 34.6.1

    The Metropolitan Museum of Art · 664–30 v. Chr.

    Die 10,5 cm hohe katzenköpfige Bronzefigur gehört in Spät- bis Ptolemäerzeit und zeigt aufwendige Einlagen und Gewandmuster. Das Met nennt Bubastis als wichtigen Kultort; die einst separat angesetzten Attribute werden nur vermutet. Der Katalog unterscheidet auch löwenköpfige Bastet-Formen und die Betonung friedlicher Züge in diesem Katzenbild.

    Indexnotiz der Weblektüre. Keine gesicherte ursprüngliche Ausstattung der Hände und kein konkreter Fundort dieser Figur; nicht jede Katze ist Bastet. Abgerufen am 2026-09-30.

  2. Human-headed cat, 21.6.61

    The Metropolitan Museum of Art · ca. 945–525 v. Chr.

    Die kleine Fayence gehört zu einer östlichen Delta-Formengruppe; das Met nennt Bubastis und Tanis als Produktionszentren. Der Katalog deutet die menschköpfige Katze als Anspielung auf Bastet und die Erzählung von der zurückkehrenden fernen Göttin.

    Indexnotiz der Weblektüre. Anspielung und Produktionsgebiet sind kuratorische Einordnung; kein genauer Fundort oder unmittelbarer Textbeleg für dieses Einzelstück. Abgerufen am 2026-09-30.

  3. Box for a cat mummy inscribed for Bastet, 12.182.27

    The Metropolitan Museum of Art · 664–30 v. Chr.

    Der liegende Katzenkörper bildet den Deckel eines hohlen Kastens, der einst eine Katzenmumie enthielt. Die Frontinschrift nennt einen Spender; solche Kasten wurden mit anderen Gaben in Katakomben deponiert.

    Indexnotiz der Weblektüre. Kein nachgewiesener Fund aus Bubastis oder Saqqara für genau dieses Stück; keine eigene Lesung der Inschrift. Abgerufen am 2026-09-30.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-09-30. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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