Ein Tempel mit langer, ungleicher Geschichte
Elephantine ist eine Insel gegenüber Aswan. UCL führt den kleinen Satet-Tempel auf Ausgrabungen seit 1970 zurück und beschreibt ihn als besonders gut erhaltenes frühdynastisches Tempelgebäude. Seine Entwicklung lässt sich nach dieser Übersicht durch die Dynastien bis in ptolemäische Zeit verfolgen. Daneben lag der Tempel Chnums.
Die knappe Ortsübersicht ersetzt keinen vollständigen Grabungsbericht. Sie belegt den Kultort und eine lange Baugeschichte, aber weder eine unveränderte Lehre über Jahrtausende noch den genauen Zustand jedes Tempelabschnitts. Die antike Vorstellung einer Nilquellenhöhle betrifft die Region; sie macht nicht jedes Satet-Objekt zu einem Nilflutbild.
„Herrin von Elephantine“ auf einer beschädigten Statue
Die Paarstatue des Amenemhat und der Ahmose-Baketamun aus der 18. Dynastie ruft Satet laut Met als „Herrin von Elephantine“ und Tochter Chnums an. Daneben stehen Chnum und Anuket mit eigenen Ortsbezügen. Die vermutete Herkunft der Statue von Elephantine ist nur wahrscheinlich; dargestellt sind die beiden menschlichen Besitzer. Ihre Köpfe und Oberkörper fehlen heute.
Eine Stele der 19. Dynastie im British Museum führt Satet ebenfalls unter den genannten und dargestellten Gottheiten, zusammen mit Chnum und Anuket. Das Stück wurde jedoch in Deir el-Medina bei Theben gefunden. Es zeigt, dass der Name auch außerhalb der Insel im Katalog eines konkreten Objekts erscheint. Eine eigene Lesung der Stele oder eine Rekonstruktion ihres vollständigen Rituals liegt dafür nicht vor.
Die beschädigte Paarstatue als Inschriftenzeuge, kein Satet-Porträt

Ein Bild mit fehlenden Attributen
Das British Museum besitzt eine kleine thronende Holzfigur, die sein Katalog als Satis identifiziert. Rote und blaue Farbreste sind erhalten. Die Krone hat Löcher für Hörner und Uräus; beide Teile fehlen. Der gelesene Katalogauszug nennt als Herkunft nur Ägypten und keine genaue Datierung.
Gerade deshalb taugt dieses Objekt nicht als sichere Vorlage für eine vollständig gezeichnete Satet-Krone oder als Beleg für ihren Kult auf Elephantine. Es ist ein einzelnes, beschädigtes Bildzeugnis. Ohne geklärte Bildrechte übernehmen wir sein Foto hier nicht; der Objektlink führt zur Katalogseite.
Die Figur in ihren Quellen
Eine Gestalt, verschiedene Textrollen
Tempel auf Elephantine
UCL-Ortsübersicht zur Baugeschichte.
Herrin von Elephantine
Met 12.213, kuratorisch erschlossene Inschrift.
Beschädigte Holzfigur
British Museum EA11487 ohne genaue Datierung im gelesenen Auszug.
Welche Zeit ist gemeint?
- Die Paarstatue mit Satets Anrufung wird auf ca. 1479–1425 v. Chr. datiert.
Die Datierung eines Zeugnisses ist kein Geburtsdatum des gesamten Erzählstoffs.
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Ägyptische Tempel- und Objektzeugnisse zu Satet/Satis
- Verwendeter Ausschnitt
- UCL Aswan/Elephantine; The Met 12.213; British Museum EA267 und EA11487.
- Aswan (Egyptian swnt/Greek Syene) – Elephantine (Egyptian Abw)
University College London, Digital Egypt for Universities · UCL-Webfassung, gelesen 2026-09-30
Elephantine liegt auf einer Insel gegenüber dem heutigen Aswan; UCL beschreibt eine Befestigung der Ersten Dynastie. Ausgrabungen seit 1970 erschlossen einen kleinen Satet-Tempel, dessen Entwicklung UCL bis in ptolemäische Zeit verfolgt; der Chnum-Tempel liegt daneben. UCL nennt antike Vorstellungen einer verborgenen Höhle in der Region als Ursprung der jährlichen Nilflut.
Indexnotiz der Weblektüre. Kurze UCL-Ortsübersicht, kein Grabungsbericht und keine vollständige Tempelchronologie; kein Bildnutzungsrecht geprüft. Abgerufen am 2026-09-30.
- Pair Statue of Amenemhat and Ahmose-Baketamun, 12.213
The Metropolitan Museum of Art · ca. 1479–1425 v. Chr.
Die Statue zeigt den Mann Amenemhat und seine Frau Ahmose-Baketamun, nicht die drei Gottheiten. Die Inschrift ruft Chnum vom ersten Katarakt, Anuket vom südlichen Ende und Satet als Herrin von Elephantine und Tochter Chnums an. Die Herkunft aus dem südlichen Oberägypten/Elephantine ist im Objektkatalog nur wahrscheinlich.
Indexnotiz der Weblektüre. Met-Katalogbeschreibung statt eigener Inschriftenübersetzung; die Ortszuweisung bleibt wahrscheinlich. Abgerufen am 2026-09-30.
- Stela EA267
The British Museum · 19. Dynastie
Der Katalog führt Chnum, Satet und Anuket jeweils als in der Inschrift genannt und dargestellt. Elephantine und Seheil erscheinen als in der Inschrift genannte Orte. Die Kalksteinstele stammt aus Deir el-Medina bei Theben und ist 55 Zentimeter hoch.
Indexnotiz der Weblektüre. Nur indexierte Katalogfelder waren zugänglich; keine eigene Inschriftenlesung. Das Objekt ist kein Elephantine-Fund, und Bildrechte sind ungeprüft. Abgerufen am 2026-09-30.
- Wooden figure of Satis enthroned, EA11487
The British Museum · Undatiert im gelesenen Katalogauszug
Der Katalog identifiziert eine 19,8 Zentimeter hohe thronende Holzfigur als Satis/Satet. Rote und blaue Farbreste sind beschrieben; Hörner und Uräus der Krone fehlen heute. Als Herkunft wird nur Ägypten genannt, ohne gesicherten Ort oder genaue Datierung im gelesenen Auszug.
Indexnotiz der Weblektüre. Nur indexierte Katalogfelder waren zugänglich; weder Datum noch Elephantine-Herkunft ergänzen, Bildrechte ungeprüft. Abgerufen am 2026-09-30.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-09-30. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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