Zum Museumsinhalt
MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Nephthys: Klage, Name und Schutz am Sarg

Eine kniende Holzfigur zeigt Nephthys als Klagende. Ein Kanopenkasten nennt sie zugleich unter den Schutzgöttinnen: Bild, Inschrift und vermutete Aufstellung haben unterschiedliche Beweiskraft.

2 Minuten Lesezeit · Bildbetrachtung nach eigener Zeit

Die Klagende mit dem Namen auf dem Kopf

Die bemalte Holzfigur des Met kniet, hebt eine Hand vor das Gesicht und trägt ihr Hieroglyphenzeichen auf dem Kopf. Dadurch ist Nephthys identifizierbar; die Geste liest der Katalog als Klage. Das Stück wird in die Ptolemäerzeit datiert und ist mit einer Isis-Figur gepaart. Die Kombination erinnert an Bilder, in denen beide Göttinnen den Körper des Osiris begleiten.

Das Met vermutet, dass solche Figuren an den Enden eines Sargs standen. Für dieses Objekt ist das aber keine nachgewiesene Aufstellung. Das Foto zeigt eine beschädigte Einzelfigur ohne ihren ursprünglichen Grabzusammenhang.

Kniende Nephthys – ein bestimmtes Bild, keine rekonstruierte Grabszene

Bemalte kniende Holzfigur der Nephthys mit rotem Namenszeichen auf dem Kopf und einer Hand am Gesicht.
Klagende Nephthys, The Met 12.182.23a, 332–30 v. Chr. Ihre einstige Aufstellung am Sargende ist nur eine Vermutung des Museums. Public Domain / CC0. Bildnachweis Bildlizenz

Schutz in Khonsus Kanopenkasten

Ein älterer, viergeteilter Kanopenkasten wurde für den Menschen Khonsu im Grab des Sennedjem bei Deir el-Medina gefertigt. Auf seinen Seiten beschreibt das Met Isis, Nephthys, Selqet, Neit und die vier Horussöhne. Seine Inschriften versichern dem Verstorbenen Schutz. Hier wird Nephthys nicht durch eine Klagepose erklärt, sondern durch ein benanntes Bestattungsprogramm.

Zwischen Kasten und Holzfigur liegen viele Jahrhunderte. Sie belegen mehrere Beziehungen der Göttin zu Totenfürsorge, aber keine unveränderte Funktion und keine eigene Übersetzung aller Inschriften. Khonsu ist hier der Besitzer des Kastens; aus seinem Namen folgt kein Bild des Gottes Chons.

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Klagebild
Met 12.182.23a, kniende Nephthys.

Kanopenschutz
Met 86.1.3a, b, Khonsus Kasten.

Welche Zeit ist gemeint?

  • Kanopenkasten des Khonsu aus der 19. Dynastie.
  • Kniende Nephthys-Figur der Ptolemäerzeit.

Die Datierung eines Zeugnisses ist kein Geburtsdatum des gesamten Erzählstoffs.

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Ägyptische Bestattungsbilder und Schutzinschriften
Verwendeter Ausschnitt
The Met 12.182.23a und 86.1.3a, b.
  1. Mourning Nephthys, 12.182.23a

    The Metropolitan Museum of Art · 332–30 v. Chr.

    Die 24,4 cm hohe Holzfigur zeigt die kniende Nephthys mit erhobener Hand; der Hieroglyphenname auf dem Kopf identifiziert sie. Der Katalog nennt Isis 12.182.23b als zugehörige Figur und deutet eine Aufstellung an Sargenden ausdrücklich nur als Vermutung.

    Indexnotiz der Weblektüre. Keine gesicherte ursprüngliche Aufstellung oder Fundortangabe; Met-Deutung der Platzierung bleibt hypothetisch. Abgerufen am 2026-09-30.

  2. Canopic Chest of Khonsu, 86.1.3a, b

    The Metropolitan Museum of Art · ca. 1290–1224 v. Chr.

    Der viergeteilte Kanopenkasten aus dem Grab des Sennedjem in Deir el-Medina wurde für Khonsu angefertigt. Seine Seiten zeigen Isis, Nephthys, Selqet, Neit und die vier Horussöhne; die Inschriften versichern Khonsu ihren Schutz.

    Indexnotiz der Weblektüre. Kuratorische Zusammenfassung, keine eigene Übersetzung aller Kasteninschriften; Khonsu ist der Besitzer, nicht der Gott gleichen Namens. Abgerufen am 2026-09-30.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-09-30. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

Eine Korrektur oder ein kulturelles Anliegen melden · Bitte den Titel oder die Seitenadresse nennen.