Ein Fischer und ein Kraut
In Ovids Metamorphosen berichtet Glaukos Skylla, dass er einst als Fischer lebte. Gefangene Fische gelangen über ein Kraut zurück ins Wasser; er probiert das Gewächs selbst und wird in einen Meeresleib mit Fischschwanz verwandelt.
Diese Erzählung gehört dem Meergott Glaukos. Andere Gestalten gleichen Namens in griechischen Sagen bekommen dadurch keine gemeinsame Biografie.
Skylla bleibt auf Distanz
Glaukos berichtet weiter von seinem Begehren nach Skylla. Sie erschrickt vor der Gestalt und entzieht sich seiner Ansprache. Seine Erklärung macht die Begegnung für sie nicht zu einer freien Zustimmung.
Die Fortsetzung bei Ovid führt Glaukos zu Kirke. Sie verändert später Skyllas Badeplatz aus eigener Eifersucht. Dieser Handlungsstrang ist eine römische dichterische Fassung und keine Herkunftsangabe aus Homers Odyssee.
Der Druck von 1606
Antonio Tempesta zeigt in einem Stich einen bärtigen Glaukos mit Fischschwanz im Wasser und eine sitzende Frau am Ufer. Die lateinische Bildzeile benennt das Werben um Skylla. Die beiden Figuren und ihre Distanz sind auf der Gesamtaufnahme erkennbar.
Der Druck von 1606 veranschaulicht Ovids Erzählung für ein späteres Publikum. Er ist nicht das Bild, das Ovid selbst vor Augen hatte.
Historisches Bildzeugnis zu Glaukos, Meergott

Die Figur in ihren Quellen
Eine Gestalt, verschiedene Textrollen
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Ovid: Metamorphosen
Werkebene des römischen Gedichts. Die einzelnen Museumsseiten nennen ihre jeweils gelesenen Buch- und Versabschnitte; daraus folgt keine vollständige Erschließung des Werks.
Antikes Werk; keine Datierung aus dem Datum eines modernen Digitaltexts abgeleitet.
Sprache: Latein
Benutzte Ausgabe
Metamorphosen 13 nach More: Glaukos und Skylla
Glaukos' Bericht über das Kraut, seine Verwandlung und Skyllas abweisende Reaktion.
Historische Übersetzung
Sprache: Englisch nach Latein
Benutzte Ausgabe
Ovid, Metamorphosen 14: Skylla und Kirke nach Brookes More
Nur 14,1–74 gelesen. Ovids Skylla von Buch 8 ist eine andere Gestalt; die römische Erzählung wird nicht als homerische Vorgeschichte ausgegeben.
Historische Übersetzung Brookes More; digitale Wiedergabe bei Theoi.
Sprache: Englisch nach Latein
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Griechische Textüberlieferung und getrennt datierte Bildrezeption; begrenzte Quellenfenster
- Verwendeter Ausschnitt
- Hesiods genealogische Meer- und Flussstellen; individuelle Erzählfassungen sind separat benannt.
- Metamorphosen 13,898–968
Ovid, Metamorphosen XIII, englische Übersetzung Brookes More · Antiker Text; historische englische Übersetzung
Metamorphosen 13,898–968: der ehemalige Fischer Glaukos erzählt Skylla, wie Fische und dann er selbst durch ein Kraut verwandelt wurden; sein Fischleib und sein Werben treffen auf Skyllas Flucht.
Römische spätere Fassung, keine homerische Herkunft der Skylla; Glaukos als Meergott nicht mit gleichnamigen Menschen verwechseln. Abgerufen am 2026-09-29.
- Metamorphosen 14,1–74: Skylla und Kirke
Ovid; englische Übersetzung Brookes More · Römisches Gedicht; historische englische Übersetzung
Metamorphosen 14,1–74: Glaukos bittet Kirke wegen Skylla um Hilfe; Kirke bietet sich selbst an, vergiftet nach seiner Abweisung Skyllas Badeplatz, Skylla erhält Hundekörperteile; späterer Bezug auf Odysseus' Männer und eine Verwandlung zum Felsen. Nur dieser Abschnitt gelesen.
Römische, spätere Erzählfassung und historische englische Übersetzung ohne lateinische Kollation. Nicht als Vorgeschichte der homerischen Skylla oder als Ethik der homerischen Kirke ausgeben. Ovids andere Skylla (Tochter des Nisos, Buch 8) ist eine getrennte Gestalt. Abgerufen am 2026-09-29.
- The Met Objekt 400981
The Metropolitan Museum of Art · Historisches Objekt; heutiger Sammlungskatalog
Antonio Tempestas Druck von 1606 illustriert Ovids Glaukos-und-Skylla-Erzählung. Individuelle Objektseite und Met-API auf Public Domain und Bilddownload geprüft.
Druckgrafik des 17. Jahrhunderts; lateinischen Titel nicht als antiken Augenzeugenbericht lesen. Abgerufen am 2026-09-29.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-09-30. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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