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MythaneumDas Museum der Mythologien

Exponat

Mawu und Lisa: Schaffen oder übernehmen?

Was verändert sich, wenn ein Text die Weltgestaltung einem Paar zuschreibt und ein anderer einen vorherigen Schöpfer nennt?

2–3 Minuten Lesezeit · Bildbetrachtung nach eigener Zeit

Schaffen und Übernehmen in zwei Textwegen

Zwei getrennte Textwege unterscheiden das Mawu-Lisa-Schöpferpaar von Nana-Bulukus Welt und einer überlassenen Herrschaft.

Mawu und Lisa: zwei Textwege

Bakers benannter Fon-Literaturvergleich, 2011

Schöpferpaar

  • Mawu und Lisa: Ein gemeinsamer Schöpferbezug in dieser referierten Darstellung.
  • Unterschiedliche Paarrollen: Mawu: Mond und Nacht Lisa: Sonne und Tag
  • Gemeinsames Zuweisen: Andere Vodún erhalten Aufgaben. Die Zahl und Listen unterscheiden sich.
  • Kein universeller Stammbaum.

Eine Welt wird überlassen

  • Nana-Buluku: Schafft die Welt im hier referierten anderen Anfang.
  • Mawu und Lisa: Werden als Zwillinge beschrieben. Die Herrschaft wird ihnen überlassen.
  • Übernehmen statt Urschöpfung: Diese Aufgabe ist vom anderen Schöpferanfang zu unterscheiden.
  • Referierter Herskovits-Zugang.

Wer erschafft, wer übernimmt und wer beschreibt die Konstellation?

Redaktionelles Leseschema. Keine Gottheitsporträts oder kopierten religiösen Zeichen.

Beleg: Baker 2011, gedruckte Seiten 31–34 / PDF 51–54.

Redaktionelles Leseschema zu Bakers Literaturvergleich. Paarrollen, wechselnde Aufgabenlisten und der andere Nana-Buluku-Anfang bleiben getrennt. Keine gehörte Originalerzählung, universal gültige Genealogie oder Gottheitsphysiognomie. Grafik vergrößern Textgrundlage

Zwei Angaben stehen nebeneinander

Bakers Literaturvergleich nennt Mawu und Lisa als Schöpferpaar. Daneben steht ein Herskovits zugeschriebener Anfang: Nana-Buluku schafft die Welt, bekommt die Zwillinge und überlässt ihnen später die Herrschaft. Das ist ein Variantenvergleich des Forschers, keine hier gehörte Originalerzählung.

Ein älterer Bericht setzt andere Kategorien

Ellis beschreibt Mawu 1890 als Himmelsgestalt. Er hält die anderen Gestalten in ihren Bereichen für unabhängig und widerspricht einer allgemeinen Schöpferhierarchie. Gleichzeitig wertet er Gemeinschaften nach einem kolonialen Entwicklungsmodell. Sein Widerspruch zur missionarischen Übersetzung macht seine eigene Systematik nicht neutral.

Die Frage entscheidet über den Vergleich

Eine Darstellung kann nach dem Beginn der Welt fragen, eine andere nach der Verteilung göttlicher Aufgaben oder nach Übersetzung. Prüfe deshalb zuerst, wer die Aussage veröffentlicht und welchen Zusammenhang sie bearbeitet. Die Station bewahrt mehrere Textwege, statt aus ihnen einen einzigen Stammbaum zu bauen.

Eine gemeinsame Aufgabe im benannten Vergleich

Baker referiert Mawu und Lisa als Paar, das anderen Vodún bestimmte Kräfte und Aufgaben zuweist. Im danebenstehenden Nana-Buluku-Zugang wird ihnen eine bereits geschaffene Welt überlassen. Gemeinsam handeln und eine Herrschaft übernehmen sind verschiedene Erzählaufgaben. Sie ergeben keinen aus allen Quellen zugleich gültigen Stammbaum.

Die Figur in ihren Quellen

Nana-Buluku im Baker-Referat

Vorheriger Schöpfer im referierten Variantenvergleich, keine angenommene universelle Familienordnung.

Benannte Fassung
32/PDF 52

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

The Appropriation of Vodún Song Genres, ausgewählte Stellen

Ausgewählter publizierter Vermittlungsweg, keine vollständige Urfassung aller regionalen Traditionen.

MPhil, Birmingham, Juni 2011. Fachreferat und eigenes Interview unterschieden.

Sprache: Gedrucktes Englisch

Benutzte Ausgabe

The Appropriation of Vodún Song Genres, ausgewählte Stellen: benutztes öffentliches PDF

Benannte Lesefenster und materielle Datei im Quellenregister.

MPhil, Birmingham, Juni 2011. Fachreferat und eigenes Interview unterschieden.

Sprache: Publikationssprache mit quellengebundenen Namensformen; keine unabhängige Originalsprachen-Kollation.

Überlieferter Text

The Ewe-speaking peoples, ausgewählte Stellen

Ausgewählter publizierter Vermittlungsweg, keine vollständige Urfassung aller regionalen Traditionen.

London, Chapman and Hall, 1890. OCR nur mit konkreten Scanstellen kombiniert.

Sprache: Gedrucktes Englisch

Benutzte Ausgabe

The Ewe-speaking peoples, ausgewählte Stellen: benutztes öffentliches PDF

Benannte Lesefenster und materielle Datei im Quellenregister.

London, Chapman and Hall, 1890. OCR nur mit konkreten Scanstellen kombiniert.

Sprache: Publikationssprache mit quellengebundenen Namensformen; keine unabhängige Originalsprachen-Kollation.

Welche Zeit ist gemeint?

  • Die hier behandelte Erzählzeit beziehungsweise ein historisch datiertes Figurenleben ist nicht bestimmt.
  • Die Formierungszeit des ganzen Stoffs ist durch die ausgewählten Belege nicht festgestellt; eine Veröffentlichung ist kein Ursprungsjahr.
  • Ein frühester Gesamtbeleg wird aus den ausgewählten Text-/Objektfenstern nicht behauptet.
  • 2011: Bakers MPhil-Publikation zur christlichen Aneignung von Vodún-Musik; Literaturreferate und Interviews sind getrennte Zugänge.
  • 1890: benutzte historische Ellis-Zusammenstellung; koloniale Systematisierung und eigene Übersetzungsposition kenntlich.

Die Datierung eines Zeugnisses ist kein Geburtsdatum des gesamten Erzählstoffs.

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Zwei referierte Fon-Weltanfangskonstellationen und ein anderer historischer Ewe-Himmelsbericht.
Verwendeter Ausschnitt
Baker 31–34: Schöpferpaar und überlassene Welt getrennt; Ellis 31–36: eigener Himmels-/Übersetzungsrahmen. Kein gemeinsamer universeller Stammbaum.
  1. Robert John Baker: regional begrenzte Vodún-Forschung, 2011

    Robert John Baker

    Titel/Abstract, regionaler Rahmen und ausgewählte Literatur-/Interviewfenster gelesen; keine Volllektüre des 380-Seiten-Bands. Zusätzlich gedruckte 31–34 und 42–43 erneut vollständig textuell gelesen: PDF 51–54 beziehungsweise 62–63. Gedruckte Seitenzahlen und PDF-Seiten unterscheiden sich um 20; genaue frühere Scansichtungen stehen in den ursprünglichen Belegen. Zusätzlich gedruckte 35/PDF 55 textuell gelesen und 34/PDF 54 am Scan gesehen: wechselnde Namenslisten und ausdrücklich anderer Geschlechtszugang.

    Missiologischer Forschungszweck, Fon-sprachiger Süden Benins mit Schwerpunkt Cotonou; keine neutrale gesamteuropäische oder panafrikanische Religionssystematik. Referierte Herskovits-, Maupoil-, Brand-, Le-Hérissé- und andere Originale nicht selbst vollständig gelesen. Keine Songtexte oder Interviewdialoge kopiert, kein Audio gehört; keine 380-Seiten-Volllektüre. Abgerufen am 2026-10-11.

  2. A. B. Ellis: ausgewählte Ewe-Zugänge im Druck von 1890

    A. B. Ellis

    351 PDF-Seiten archiviert, separate angebotene OCR-Datei gesichert. Titel PDF 8/1890 und Vorwort vi/PDF 11 gesehen. Gewählt: Mawu 31–36, Khebioso 37, Legba-Mützengeschichte 45, Regenbogenschlange 48–49, Sapatan 52. Diese Stellen textuell bzw. am Scan gelesen; keine Volllektüre des Buches.

    Koloniale Entwicklungs- und Rassenkategorien ausdrücklich nicht übernommen. Ewe als historische Sammelbezeichnung des Autors, keine heutige Gleichsetzung aller Fon-/Ewe-Gemeinschaften. Unbenannte Erzähler und unpräzise Aufnahmeorte bleiben unbenannt. Etymologien und Fremdvergleiche zugeschrieben, nicht bestätigt. Keine Opfer-, Verletzungs-, Heil- oder Ritualanleitungen. Abgerufen am 2026-10-11.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-11. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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