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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Die Königin von Saba, Bilqīs und Makeda in eigenen Fassungen

Die unbenannte Besucherin des Königsbuchs, die koranische Herrscherin, spätere islamische Namenszuordnung und äthiopische Makeda-Rezeption bleiben unterscheidbar.

3 Minuten Lesezeit

Die Besucherin prüft und beurteilt

In 1 Könige 10 kommt die Königin von Saba wegen Salomos Ruf und prüft ihn mit schwierigen Fragen. Sie betrachtet Hof und Ordnung, formuliert ihr eigenes Urteil, preist Gottes Zuwendung und tauscht Geschenke aus. Danach kehrt sie mit ihrem Gefolge heim. Der Abschnitt nennt weder einen Eigennamen noch Hochzeit oder gemeinsames Kind.

Nachlesen: [1] 10,1–13

Eine Herrscherin berät und entscheidet

Sure 27 lässt einen Vogel von einer Frau mit großem Thron berichten. Nach dem Brief zieht sie ihre Mächtigen hinzu, erwägt die Folgen einer Eroberung und schickt ein Geschenk. Nach dem Thronrätsel und der für Wasser gehaltenen Glasfläche erklärt sie ihre Hingabe an Gott mit Sulaymān. Pickthalls Klammer Queen of Sheba ist Übersetzungsvermittlung, kein im Abschnitt genannter Personenname.

Nachlesen: [2] 27,22–44

Bilqīs heißt sie in benannter Auslegung

Der gelesene Ibn-Kaṯīr-Kommentar schreibt al-Hasan al-Basri die Benennung Bilqis bint Sharahil zu. Die ausgeschriebenen Koranverse nennen diesen Namen nicht. Aus Kommentardetails entsteht hier keine unabhängig bestätigte Hofchronik.

Makeda in einer äthiopischen Bildrezeption

Die Horniman-Beschreibung nennt die Königin Makeda und verbindet ihre Reise mit Tamrids Bericht. Auf ihre Angst vor einem sexuellen Zugriff folgt die Wasser- und Eidszene. Diese Täuschung wird nicht zur einvernehmlichen Romanze umgeschrieben. Das ist ein bestimmter museal vermittelter Rezeptionszugang.

Die Forschung fragt nach dem Wandel

Jillian Stinchcomb vergleicht unterschiedliche jüdische, christliche, islamische und äthiopische Umgestaltungen. Sie deutet die Wasser- und Körpermotive als Teil einer Verflechtungsgeschichte. Das ist eine benannte Forschungsthese, kein durch die Ähnlichkeit allein bewiesener einzelner Übertragungsweg.

Weiterdenken

Wie verändert sich die Rolle einer Herrscherin, wenn aus der prüfenden Besucherin eine Glaubende oder eine dynastische Gründerfigur wird?

Die Figur in ihren Quellen

Die unbenannte Saba-Königin im Königsbuch

Prüft mit Fragen, spricht ein eigenes Urteil und kehrt nach dem Austausch mit ihrem Gefolge zurück.

Belegstelle im bezeichneten Text
10,1–13

Die Figur in ihren Quellen

Die koranische Herrscherin von Saba

Berät sich, entscheidet über ein Geschenk und erklärt am Ende ihre Hingabe an Gott; im gelesenen Fenster namenlos.

Belegstelle im bezeichneten Text
27,22–44

Die Figur in ihren Quellen

Bilqīs in der gelesenen Auslegung

Spätere Namenszuordnung, nicht Koranwortlaut.

Belegstelle im bezeichneten Text
Kommentar zu 27,23

Die Figur in ihren Quellen

Makeda im Horniman-Rezeptionszugang

Eigenständig benannter äthiopischer Rezeptionskontext.

Belegstelle im bezeichneten Text
Objekt 1972.248

Zusätzlicher belegter Textkontext
Objektbeschreibung, zweites bis viertes Register

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

1 Kings: gelesene königliche Erzählfenster

Nur die bezeichneten Kapitel; keine vollständigen Samuelbücher oder eigene hebräische Kollation.

Antike literarische Überlieferung; erzählte Regierungsjahre sind keine unabhängige Datierung.

Sprache: Biblischer Werkbestand; hier englische Vermittlung

Benutzte Ausgabe

1 Kings 10: Mechon-Mamre, englisch

Vollständig gelesenes bezeichnetes Kapitel, kein materieller antiker Textzeuge.

JPS-1917-basierte digitale Vermittlung; Abruf 2026.

Sprache: Englisch

Überlieferter Text

Koran: ausgewählte Familien- und Prophetenerzählungen

Nur die bezeichneten Fenster 2,246–252; 21,78–82; 27,15–44; 34,10–21; 38,17–40, nicht ganze Suren.

Verkündigung im frühen 7.Jahrhundert; hier keine einheitliche Feindatierung aller Verse.

Sprache: Arabisches Werk; hier englische Vermittlung

Benutzte Ausgabe

Pickthall: 27,15–44

Genau bezeichnetes gelesenes Fenster; andere Übersetzungen nicht verwendet.

Digital gelieferte Gutenberg-Fassung, kein Faksimile der Erstausgabe.

Sprache: Englisch

Überlieferter Text

Ibn Kaṯīrs Koranauslegung: ausgewählte Kommentare

Nur die bezeichneten englischen Kurzkommentare, keine eigenständige Lektüre der darin zitierten Hadithe.

Ibn Kaṯīr, 14.Jahrhundert; gekürzte englische Vermittlung in moderner Ausgabe.

Sprache: Arabisches Werk; hier englische Vermittlung

Benutzte Ausgabe

Ibn Kaṯīr, gekürzt englisch: Bilqīs, 27,22–26

Gesamten gelieferten englischen Kommentar zu 27,22–26 gelesen.

Genau bezeichnete englische Ausgabe, Abruf 2026.

Sprache: Englisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Verwendeter Ausschnitt
Die bezeichneten Textfenster und ausdrücklich zugeschriebene spätere Deutungen; keine aus unterschiedlichen Fassungen erfundene historische Biografie.
  1. 1 Kings 10: JPS-1917-basierter Mechon-Mamre-Text

    Biblischer Text; englische JPS-1917-Tradition, digitale Bearbeitung Mechon-Mamre

    Kapitel 10 vollständig englisch gelesen; Zählung dieser Ausgabe beibehalten.

    Keine historische Bestätigung von Wunder, Reichsgröße, Zahlen oder Königsgenealogie. Keine eigene hebräische Übersetzung; moderne HTML-Bearbeitung nicht pauschal relizenziert. Abgerufen am 2026-10-15.

  2. Sure 27,15–44: Pickthall, königliche Erzählfenster

    Koran; Marmaduke Pickthall, Gutenberg 16955, nur P: -Einträge

    Alle Verse 27,15–44 tatsächlich gelesen; keine gesamte Sure.

    Nur die bezeichnete englische Vermittlung, keine eigene arabische Übersetzung. Namen und Klammern Pickthalls bleiben Vermittlungsformen. Keine historischen Beweise aus dem Text allein. Abgerufen am 2026-10-15.

  3. Ibn Kaṯīr, gekürzt englisch: Bilqīs, 27,22–26

    Ibn Kaṯīr; englische Kurzfassung, Quran.com

    Gesamten gelieferten englischen Kommentar zu 27,22–26 gelesen.

    Namenszuordnung Bilqis bint Sharahil wird al-Hasan al-Basri zugeschrieben. Palastdetails und weitere Berichte bleiben spätere Auslegung; keine eigene Überlieferungsketten- oder Landesgeschichteprüfung. Abgerufen am 2026-10-15.

  4. Makeda-Bildfolge auf Baumwolle: Horniman 1972.248

    Horniman Museum and Gardens, Sammlungsbeschreibung und Kommentar

    Gesamte Objektbeschreibung und Kommentar gelesen; keine eigenständige Bildbetrachtung behauptet.

    Moderner Museumszugang zu einem bestimmten äthiopischen Werk, keine eigene Lektüre des Kebra Nagast oder allgemeine Genealogie. Fotografien werden nicht reproduziert. Zwang und Täuschung der vermittelten Erzählung werden nicht als Romanze ausgegeben. Abgerufen am 2026-10-15.

  5. The Queen of Sheba’s Hairy Legs

    Jillian Stinchcomb, TheTorah.com, 18.12.2024, aktualisiert 04.10.2026

    Vollständigen Haupttext und sichtbare englische Anmerkungen 1–30 gelesen.

    Forschungsargument zu Rezeption, Geschlecht und koranischem Einfluss. Keine eigene Lektüre von Targum Sheni, Ben Sira, Kebra Nagast, Josephus oder Origenes. Einzelne chronologische und Versverweisfehler nicht übernommen; kein universeller einzelner Übertragungsweg behauptet. Abgerufen am 2026-10-15.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-15. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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