Ein geflügeltes Pferd auf einem Gefäß
Auf der campanischen Amphora fliegt Pegasos mit Bellerophon über der Chimaira. Das Bild zeigt eine Handlung des Heldenstoffs. Es zeigt nicht, wie Pegasos zur Welt kommt. Die Zuschreibung an den Ixion-Maler und die Datierung um 330–310 v. Chr. gehören zum heutigen Objektkatalog, nicht zur Zeit der erzählten Begegnung.
Am kleinen Bildschirm ist die ganze Amphora zu sehen; für Figuren und Details lohnt die Vergrößerung des lokal gesicherten Originalfotos.
Pegasos und Bellerophon im späteren Kampf

Geburt nach Medusas Tod
Hesiod lässt nach der Enthauptung Medusas Chrysaor und Pegasos hervortreten. Die Verse ordnen Pegasos in eine Genealogie ein und erklären seinen Namen mit den Quellen des Okeanos. Das ist der Beginn dieses erzählten Motivs, keine Aussage über die Herstellungszeit des Gefäßbildes.
Pseudo-Apollodor erzählt die Geburt ebenfalls im Perseus-Abschnitt. Bei ihm gehört sie zu einer anderen, späteren Zusammenstellung der Gorgonenhandlung. Beide Textstellen stützen die Geburtsverbindung; ihre Details bleiben als eigene Fassungen kenntlich.
Ein anderer Erzählabschnitt: Bellerophon
An anderer Stelle nennt Pseudo-Apollodor Pegasos als Pferd Bellerophons im Kampf gegen die Chimaira. Zwischen der Geburtsszene und diesem Heldenabenteuer liefert die hier gelesene Auswahl keine durchgehende Reisebeschreibung. Ein Vergleich darf beide Momente verbinden, ohne die Lücke zu füllen.
Die Amphora ist für den späteren Kampf ein eigenständiges antikes Bildzeugnis. Sie beweist weder, dass ihr Maler Hesiod illustrieren wollte, noch dass die Geschichten immer in genau dieser Reihenfolge erzählt wurden.
Die Figur in ihren Quellen
Eine Gestalt, verschiedene Textrollen
Hesiod: Geburt
Pegasos und Chrysaor nach Medusas Tod.
Pseudo-Apollodor: Bellerophon
Pegasos als Reittier im Chimaira-Stoff.
Met: campanische Amphora
Eigenständiges Bildzeugnis des Heldenkampfs.
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Hesiod: Theogonie
Genealogisches Gedicht. Die einzelnen Editionskarten nennen die tatsächlich gelesenen Stellen; das Gesamtwerk ist hier nicht vollständig ausgewertet.
Werkebene; hier keine exakte Entstehungsdatierung festgelegt.
Sprache: Altgriechisch
Benutzte Ausgabe
Hugh G. Evelyn-White: englische Theogonie-Übersetzung
Historische Übersetzung als Lesehilfe; keine Handschriftenkollation. Gelesen: 270–286, 453–506 und 881–929.
1914; digitale Wiedergabe bei Theoi.
Sprache: Englisch nach Altgriechisch
Überlieferter Text
Bibliotheke des Pseudo-Apollodor
Werkbezeichnung für die mythographische Sammlung. In diesem Museum sind nur ausgewählte Ausschnitte erschlossen; die einzelnen Editionsdatensätze benennen die tatsächlich gelesenen Stellen.
Antike mythographische Zusammenstellung; genaue Entstehungszeit und Autorschaft aus dieser Lektüre nicht bestimmt.
Sprache: Altgriechisch
Benutzte Ausgabe
Bibliotheke Buch 2 nach Frazer: Gorgonen, Pegasos und Bellerophon
2,3,2 und 2,4,2–3 gelesen; keine vollständige Lektüre von Buch 2 oder griechische Kollation.
Historische Frazer-Übersetzung 1921; digitale Wiedergabe bei Theoi.
Sprache: Englisch nach antikem Text
Welche Zeit ist gemeint?
- Geburt und Heldenkampf sind Erzählmomente, keine datierbaren historischen Ereignisse.
- Campanische Amphora: um 330–310 v. Chr.
Die Datierung eines Zeugnisses ist kein Geburtsdatum des gesamten Erzählstoffs.
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Griechische Genealogie, mythographische Heldenerzählung und campanisches Gefäßbild
- Verwendeter Ausschnitt
- Hesiod, Theogonie 278–286; Pseudo-Apollodor, Bibliotheke 2,4,2 und 2,3,2; The Met 06.1021.240. Kein lückenloser Lebenslauf.
- Theogonie
Hesiod; englische Übersetzung Hugh G. Evelyn-White · Übersetzung 1914
Hesiod, Homeric Hymns, Epic Cycle, Homerica. Loeb Classical Library 57, William Heinemann, 1914; digital bei Theoi.
Verse 270–286 für Medusa; am 26.09.2026 zusätzlich 453–506 und 881–929 für Zeus tatsächlich gelesen. Kein vollständiges Werk oder Großkorpus erschlossen.
Historische englische Übersetzung als Lesehilfe; keine vollständige moderne textkritische Edition. Keine moderne Nacherzählung als antiker Text. Abgerufen am 2026-09-25.
- Bibliotheke 2,3,2 und 2,4,2–3: Pegasos und die Gorgonen
Pseudo-Apollodor; englische Übersetzung J. G. Frazer · Antiker Kompilationstext; englische Übersetzung 1921
Bibliotheke 2,3,2 und 2,4,2–3: Pegasos als Reittier Bellerophons; Namen und gemeinsame Gestaltmerkmale der drei Gorgonen; allein Medusas Sterblichkeit; Geburt von Pegasos und Chrysaor; Verfolgung des Perseus durch die beiden überlebenden Schwestern.
Englische Frazer-Übersetzung, kein eigenständig kollationierter griechischer Text. Die Angaben über alle Gorgonen nicht in individuelle Abenteuer Sthenos oder Euryales umdeuten; nur die benannten Abschnitte gelesen. Abgerufen am 2026-09-29.
- Terracotta bail-amphora (jar), Met 06.1021.240
The Metropolitan Museum of Art; zugeschrieben dem Ixion-Maler · Campanische Amphora ca. 330–310 v. Chr.; heutiger Sammlungskatalog
Objekt 247403: Zuschreibung, Datierung, Material, Inventarnummer, Vorderseite mit Bellerophon/Pegasos und Chimaira sowie Public-Domain-Status auf der offiziellen Objektseite und im Met-API-Datensatz geprüft.
Das historische Gefäß zeigt den späteren Bellerophon-Kampf, nicht Pegasos' Geburt aus Medusa. Die Ikonografie darf nicht als lückenlose historische Bildfolge ausgegeben werden. Abgerufen am 2026-09-29.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-09-29. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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