Der Weg zum Wasser wird zur Falle
Im Bild ist Sigurd leicht zu übersehen. Er sitzt links unten in einer Erdgrube, während Fáfnirs Körper den rechten Bildraum beherrscht. Zwischen beiden liegt eine breite Spur. Nicht eine offene Kraftprobe, sondern ein vorbereiteter Ort entscheidet über die Begegnung.
In Kapitel XVIII der hier gelesenen Völsunga saga folgt Sigurd dem Weg, den Fáfnir zum Wasser nimmt. Regin rät ihm, aus einer Grube zuzustoßen. Ein alter Mann empfiehlt zusätzliche Gruben, damit das Blut abfließen kann, und verschwindet. Sigurd richtet sich danach. Regin hat sich zuvor aus Angst zurückgezogen.
Unsere Hauptfassung ist die englische Übersetzung von William Morris und Eiríkr Magnússon, hier nach der digitalen Ausgabe auf Grundlage des Drucks von 1888. Die anonym überlieferte altnordische Saga wird in die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts eingeordnet. Ihre Kapitelzählung variiert zwischen Ausgaben. Alle deutschen Nacherzählungen hier sind sinngemäß und folgen ausdrücklich der genannten Fassung.
Ein kleiner Mensch vor einer vorbereiteten Gefahr

Im Schatz steckt schon eine Familiengeschichte
Regin ist Sigurds Ziehvater und unterrichtet ihn in verschiedenen Künsten. Er bringt den jungen Mann auf Fáfnirs Gold und reizt ihn mit dem Ruhm seiner Vorfahren. Als Sigurd nachfragt, erzählt Regin von seiner eigenen Familie. Fáfnir ist sein Bruder, kein namenloses Tier, das zufällig einen Schatz bewacht.
In Regins Bericht hat Loki ihren Bruder Ótr in dessen Ottergestalt getötet. Der Vater Hreiðmarr verlangt von den Göttern Gold als Ausgleich. Loki beschafft es bei Andvari und nimmt ihm auch den letzten Ring. Andvari verwünscht den Ring und das Gold: Es soll seinen späteren Besitzern zum Verderben werden.
Fáfnir tötet daraufhin den Vater, behält den Schatz und verweigert Regin einen Anteil. Er wird zum Drachen und liegt über dem Besitz. Regin schildert sich als um das väterliche Erbe und den Ausgleich für den Bruder gebracht. Wenn er Sigurd zum Kampf anstiftet, verfolgt er also ein eigenes Interesse.
Der Fluch gehört zur Erzählung. Er entlastet ihre Figuren nicht automatisch von ihren Entscheidungen: Töten, Festhalten und Anstiften werden als konkrete Handlungen benannt. Genau diese Verbindung von angekündigtem Unheil und eigenem Handeln macht den Schatz verhängnisvoll.
Wer schmiedet das Schwert?
Regin fertigt zunächst zwei Schwerter, die Sigurd beim Prüfen zerbricht. Dann holt Sigurd die Bruchstücke des väterlichen Schwerts Gram bei seiner Mutter. Regin schmiedet daraus die brauchbare Waffe. Sigurd testet sie am Amboss und mit einer im Wasser treibenden Wollflocke.
Die Aufgaben sind in dieser Fassung verteilt: Die Mutter bewahrt die Bruchstücke, Sigurd beschafft und prüft sie, Regin leistet die Schmiedearbeit. Nach dem Drachenkampf wird die Frage nach dem entscheidenden Beitrag zum Streit. Regin verweist auf sein Schwert, Sigurd auf seinen Mut und die eigene Hand.
Wer aus einer späteren Bearbeitung den selbst schmiedenden Siegfried kennt, muss deshalb am benannten Kapitel neu ansetzen. Eine vertraute Szene ist noch kein Beleg dafür, dass jedes Werk sie gleich erzählt.
Der Getroffene spricht zurück
Fáfnir kriecht über die Gruben und stößt Gift aus. Sigurd führt den Stoß unter die linke Schulter. Der tödlich Verwundete schlägt mit Kopf und Schwanz um sich, spricht aber noch mit seinem Gegner. Der Sieg beendet die Begegnung deshalb nicht sofort.
Zunächst weicht Sigurd der Frage nach seinem Namen aus. Dann nennt er sich und seinen Vater Sigmund. Fáfnir warnt ihn vor dem Gold und vor Regin. Sigurd fragt seinerseits nach den Nornen und dem künftigen Kampf der Götter. Der Drache ist in dieser Szene auch ein Gesprächspartner, von dem Wissen zu erhalten ist.
Sigurd lässt sich die Beute nicht ausreden. Er würde auf das Gold verzichten, wenn ihn das unsterblich machte, sagt er sinngemäß. Da aber jeder sterben müsse, will er es besitzen. Die Antwort widerlegt den Fluch nicht. Sie zeigt, wie er sich trotz der Warnung für den Gewinn entscheidet.
Ein Finger, ein Herz und eine neue Art zu hören
Regin bittet Sigurd, Fáfnirs Herz zu rösten. Sigurd prüft es mit dem Finger und führt diesen zum Mund. Als das Herzblut die Zunge berührt, versteht er die Vögel im Gebüsch. Sie warnen ihn vor Regins Absicht, den Mann zu hintergehen, der ihm vertraut.
Die Vögel geben nicht bloß neutrale Auskunft. Sie raten zur Tötung Regins und zum alleinigen Besitz des Goldes. Sigurd folgt dem Rat und tötet seinen Ziehvater. Danach isst er einen Teil des Herzens, behält den Rest und lädt Fáfnirs Schatz auf Grani. Das neue Wissen führt aus einer Gefahr heraus und zugleich in eine weitere gewaltsame Entscheidung.
Hier ist eine Besonderheit der benutzten Ausgabe sichtbar: Nach Regins Tod folgt ein metrischer Vogelgesang. Die Übersetzer erklären in Vorrede und Anmerkung, dass sie diese Verse eingefügt haben. Die zuvor in Prosa wiedergegebenen Vogelreden und dieser editorische Zusatz sind zu unterscheiden. Wir führen die zusätzlichen Verse nicht als unabhängig gelesenen Edda-Textzeugen.
Auch beim Erwachen Brynhilds in Kapitel XX markieren die Übersetzer eingefügte Verse. Eine Übersetzung vermittelt also nicht nur zwischen Sprachen; ihre Auswahl und Anordnung kann die Gestalt der Lektüre mitbestimmen.
Erinnerung verschwindet, ein Ring bleibt
Sigurd trifft Brynhild, erhält von ihr Lehren und erneuert später mit ihr ein gegenseitiges Eheversprechen. In Kapitel XXIV schenkt er ihr einen Ring. Als er an Gjukis Hof kommt, möchte Grimhild den reichen und mächtigen Gast dort halten. Sie reicht ihm einen Trank, nach dem seine Erinnerung an Brynhild schwindet.
Sigurd heiratet Gudrun und schwört Brüderschaft mit Gunnar und Högni. Später begleitet er Gunnar bei der Werbung um Brynhild. Gunnar kann den Feuerring um ihre Halle nicht durchreiten. Die Männer tauschen ihre Gestalt; Sigurd überwindet das Feuer auf Grani und tritt als Gunnar auf.
Zwischen sich und Brynhild legt er im gemeinsamen Bett das Schwert. Beim Ringtausch erhält er den früher gegebenen Ring zurück. Erst nach Gunnars Hochzeit erinnert er sich wieder an seine alten Eide; zunächst lässt er alles ruhen. Die Täuschung ist damit nicht einfach verschwunden, weil der Alltag weitergeht.
Beim Baden streiten Gudrun und Brynhild über den Rang ihrer Männer. Gudrun enthüllt den vertauschten Reiter und zeigt den Ring. Für Brynhild wird ein Gegenstand zum Zeichen einer verborgenen Handlung. Im folgenden Gespräch beschreibt sie zudem Druck bei ihrer Verheiratung. Ihre Erfahrung lässt sich deshalb nicht auf Eifersucht reduzieren.
Verwandtschaft schützt den Sieger nicht
Brynhild verlangt von Gunnar Sigurds Tod. Gunnar und Högni haben ihm jedoch Treue geschworen. Gunnar schlägt deshalb Guttorm als Täter vor, weil dieser an die Eide nicht gebunden ist. Högni warnt vor dem Verrat; dennoch wird Guttorm mit Aussicht auf Gold und Herrschaft sowie weiteren Mitteln zur Tat gebracht.
Beim dritten Versuch findet Guttorm Sigurd schlafend im Bett und verwundet ihn tödlich. Sigurd tötet den fliehenden Täter noch mit dem nachgeworfenen Gram. Gudrun erwacht neben ihrem sterbenden Mann. In dieser Fassung geschieht der Mord nicht an einer Quelle während einer Jagd.
Der Fluch des Goldes bildet einen Horizont, doch der Text nennt auch Personen, Absprachen und Interessen. Derjenige, der eine große Bedrohung besiegt hat, bleibt gegenüber Verbündeten verletzlich. Seine Stärke verhindert nicht, dass andere Wissen zurückhalten und einen Eid durch die Wahl des Täters zu umgehen versuchen.
Das Nibelungenlied erzählt andere Zusammenhänge
Das mittelhochdeutsche Nibelungenlied wird um 1200 eingeordnet. Wir vergleichen ausgewählte Stellen in Daniel B. Shumways englischer Prosaübersetzung von 1909. Siegfried ist hier mit Kriemhild verheiratet. Ähnliche Namen und Beziehungen verbinden den Stoff mit der Saga, machen die Werke aber nicht austauschbar.
In Aventiure III berichtet Hagen rückblickend von Siegfrieds Taten. Den Hort gewinnt Siegfried in einer Auseinandersetzung um Schilbung, Nibelung und Alberich. Daneben erwähnt Hagen den getöteten Drachen und das Bad in dessen Blut, durch das die Haut hornartig wird. Dies ist nicht Regins Familienbericht und auch nicht die ausführliche Grubenszene unserer Saga.
Bei der Werbung um Brunhild hilft Siegfried Gunther in Aventiure VII unsichtbar bei Wettkämpfen. In Aventiure X überwältigt er sie unter Täuschung gewaltsam für Gunther und nimmt Ring und Gürtel mit. Die Erzählung weist den anschließenden Geschlechtsverkehr Gunther zu. Das ist von Kriemhilds späterer Behauptung zu trennen, Siegfried habe Brunhilds Jungfräulichkeit genommen.
In Aventiure XIV wird der Streit der Königinnen am Kirchenbesuch öffentlich. Kriemhild führt Ring und Gürtel als Beweise an. Hagen plant später den Mord, Gunther beteiligt sich. Die Erzählung macht daraus konkrete Absprachen; die Verantwortung verschwindet nicht hinter dem Streit zweier Frauen.
Kriemhild verrät Hagen im Vertrauen die ungeschützte Stelle zwischen Siegfrieds Schulterblättern: Beim Blutbad lag dort ein Lindenblatt. Sie markiert sie, weil Hagen Schutz verspricht. Bei der Jagd entfernt er Siegfrieds Waffen und stößt zu, als dieser an einer Quelle trinkt. Täter, Ort und Vorgeschichte unterscheiden sich vom Mord durch Guttorm im Bett.
Vier Unterschiede, die nicht in dieselbe Kurzfassung passen
Die Gegenüberstellung gilt für die hier benannten Abschnitte und Übersetzungen. Sie erschließt weder alle Handschriften noch sämtliche Nibelungen- und Sigurdfassungen.
| Frage | Völsunga saga · Morris/Magnússon | Nibelungenlied · Shumway |
|---|---|---|
| Wie gelangt der Schatz zum Helden? | Regins Familienbericht führt zu Fáfnir; nach den Tötungen Fáfnirs und Regins nimmt Sigurd den Hort. | Hagen erzählt von Schilbung, Nibelung und Alberich; der Drachenkampf wird daneben knapp berichtet. |
| Was bewirkt Drachenblut? | Herzblut an der Zunge lässt Sigurd die Vögel verstehen. | Hagen berichtet vom Blutbad und hornartiger Haut; Kriemhild erklärt später die ausgesparte Stelle. |
| Wie hilft der Held bei der Werbung? | Gestalttausch mit Gunnar; Sigurd reitet durch das Feuer. | Unsichtbare Hilfe für Gunther bei Speerwurf, Steinwurf und Sprung. |
| Wer tötet ihn wo? | Guttorm verwundet Sigurd schlafend im Bett. | Hagen verwundet Siegfried beim Trinken an einer Quelle während der Jagd. |
Wagners Siegfried ist eine eigene Bearbeitung
Wagners Oper Siegfried wurde 1876 in Bayreuth uraufgeführt. Die Bayreuther Werkvermittlung beschreibt im ersten Akt Siegfried selbst als Schmied von Nothung. Im zweiten Akt weckt sein Hornruf Fafner, und Drachenblut lässt ihn den Waldvogel verstehen. Mime plant einen Gifttrank.
Diese Kombination ist als Opernhandlung zu lesen. Sie macht aus Regins Schmiedearbeit in unserer Saga nicht rückwirkend Sigurds Arbeit. Ebenso wenig wird Hagens kurzer Drachenbericht im Nibelungenlied dadurch zur ausgeführten Waldszene. Eine spätere Bearbeitung kann bekannte Motive verbinden und verändern, ohne eine Abschrift eines einzigen mittelalterlichen Werks zu sein.
Du kennst die Oper – was belegt die Saga?
Jemand erinnert sich an Siegfried am Schmiedefeuer und schreibt: „Sigurd schmiedet sein Schwert selbst.“ Du prüfst Kapitel XV der benutzten Saga-Übersetzung. Welche Antwort wird von dieser Stelle getragen?
Regin schmiedet aus den Bruchstücken Gram; Sigurd beschafft die Teile und prüft das Schwert.
Diese Formulierung trägt der Beleg.
Das Kapitel verteilt diese Handlungen ausdrücklich. Die bekannte Opernszene ist für die Prüfung der Saga kein Ersatz. Auch ein wichtiger Auftraggeber muss nicht selbst der Schmied sein.
Weil Sigurd die fertige Waffe führt, hat er sie in dieser Fassung auch selbst geschmiedet.
Hier geht die Formulierung zu weit oder verfehlt den Beleg.
Besitz und Gebrauch belegen keine Herstellung. In Kapitel XV geht Regin mit den Teilen in die Schmiede; Sigurd erprobt anschließend das Ergebnis.
Alle Fassungen meinen dieselbe Szene; nur die Namen Regin und Mime wechseln.
Hier geht die Formulierung zu weit oder verfehlt den Beleg.
Schon die Verteilung der Arbeit widerspricht dieser Gleichsetzung. Die Bayreuther Opernzusammenfassung lässt Siegfried Nothung schmieden, während die hier gelesene Saga Regin Gram fertigen lässt.
Was schützt Wissen – und was nicht?
Kehre zur kleinen Gestalt in der Grube zurück. Sigurd nutzt Rat, Vorbereitung und ein geprüftes Schwert. Später hört er eine Warnung, die anderen verborgen bleibt. Trotzdem gerät er in ein Geflecht aus vergessenem Versprechen, vertauschter Gestalt, Besitzzeichen und Treuebruch.
Das Exponat fragt deshalb nicht nur, ob der Held stark genug ist. Es fragt auch, wer eine Geschichte erzählt, wer etwas weiß und wer auf ein Versprechen vertraut. Bezeichne bei deiner Antwort die konkrete Fassung: Der bedrohliche Drache erklärt nicht schon alle späteren Gefahren.
Im selben Raum führt der Dichtermet zu einer verwandten Frage: Wie wird Wissen zu etwas, das andere besitzen, weitergeben oder vorenthalten? Der Vergleich verbindet Fragen an die beiden Erzählungen. Er macht ihre Figuren und Ereignisse nicht identisch.
Die Figur in ihren Quellen
Eine Gestalt, verschiedene Textrollen
Regins Familie und der Drachenkampf
Völsunga saga XIII–XIX nach Morris/Magnússon: Regins Bericht, Gram, Fáfnirs Gespräch, Herzblut und Vogelwarnung.
Bindung, Täuschung und Tod
Völsunga saga XX, XXIV, XXVI–XXX: Brynhilds Eid, Vergessenstrank, Gestalttausch und Guttorms Tat im Bett.
Verwandter kontinentaler Erzählzweig
Nibelungenlied III, VII, X und XIV–XVI nach Shumway: Siegfried, anderer Schatz- und Drachenbericht, Täuschung und Hagens Mord an der Quelle. Vergleich, keine rückwirkende Gleichsetzung einzelner Ereignisse.
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Völsunga saga
Morris/Magnússon, Druckgrundlage 1888: XIII–XV, XVIII–XX, XXIV und XXVI–XXX vollständig mit Endnoten; zusätzlich Herkunftsangabe und die benannten Vorredepassagen. Drachenkampf, Wissen, Werbung und Mord im Bett bilden diesen Ausschnitt. Früher Familienbogen und Gudruns späteres Leben werden im eigenen Zyklus erschlossen.
Zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts nach Gottfried-Portal; kein Datum der erhaltenen Haupthandschrift damit gleichgesetzt.
Sprache: Altnordisch
Benutzte Ausgabe
Morris/Magnússon: The Story of the Volsungs, Auswahl
XIII–XV, XVIII–XX, XXIV, XXVI–XXX und benannte Vorredenstellen. Übersetzerergänzungen ausdrücklich getrennt; keine neue Edda-Ausgabe daraus erschlossen.
Benutzte digitale Fassung nennt 1888 als Druckgrundlage; nicht pauschal mit dem Erstdruck 1870 gleichgesetzt.
Sprache: Englisch
Überlieferter Text
Nibelungenlied
Shumway 1909: III nur Ankunft und Hagens Hort-/Drachenbericht, VII vollständig, X ab Siegfrieds Hilfsangebot nach der Hochzeitsnacht, XIV–XVI vollständig mit Anmerkungen; außerdem Übersetzervorwort und Herkunftsangabe. Werbung, Blutbad und Quellenmord werden konkret verglichen, ohne dieselben Handlungen der Saga zu unterstellen. Die Werkdatierung um 1200 folgt der Badischen Landesbibliothek.
Um 1200 nach Badischer Landesbibliothek.
Sprache: Mittelhochdeutsch
Benutzte Ausgabe
Shumway: The Nibelungenlied, ausgewählte Aventiuren
III in benanntem Ausschnitt; VII; X ab Hilfsangebot zur zweiten Nacht; XIV–XVI. Keine Gesamtlektüre oder Kollation der Handschriften.
1909; digitale Fassung stellt Anmerkungen zu den Kapiteln um.
Sprache: Englisch
Überlieferter Text
Siegfried
Nur die moderne Bayreuther Werkvermittlung: Werkdaten, Vorgeschichte sowie erster und zweiter Akt. Nothungs Schmied, Hornruf, Waldvogel und Mimes Giftplan gehören zu dieser späteren Opernbearbeitung. Keine vollständige Partitur-, Libretto- oder Aufführungsanalyse.
Oper, Uraufführung 16. August 1876 nach Bayreuther Festspielen.
Sprache: Deutsch
Welche Zeit ist gemeint?
- Sigurds Taten sind hier erzählte Vorgänge, keine datierten historischen Ereignisse.
- Um 1200: Einordnung der Entstehung des Nibelungenlieds.
- Zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts: Einordnung der Völsunga saga.
- 1876: Uraufführung von Wagners Oper Siegfried.
- 1888: Druckgrundlage der benutzten Morris/Magnússon-Fassung.
- 1909: Shumways englische Prosaübersetzung des Nibelungenlieds.
Die Datierung eines Zeugnisses ist kein Geburtsdatum des gesamten Erzählstoffs.
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Altnordische Saga und mittelhochdeutsches Heldenepos; getrennte Opernrezeption
- Verwendeter Ausschnitt
- Völsunga saga nach Morris/Magnússon, digitale Grundlage 1888, Kapitelzählung dieser Ausgabe; begrenzter Vergleich mit Shumway 1909 und Bayreuther Werkvermittlung zu Wagners Siegfried.
- Völsunga saga: Schatz, Drachenkampf und Verrat
William Morris und Eiríkr Magnússon; englische Übersetzung, hier digitale Fassung auf Grundlage der Ausgabe 1888
Editorische Herkunftsangabe; Übersetzervorrede zum Drachenkampf, Vogelversen und Brynhild; Kapitel XIII–XV, XVIII–XX, XXIV und XXVI–XXX vollständig mit zugehörigen Anmerkungen gelesen.
Kapitelzählung dieser digitalen Ausgabe; keine Gesamtlektüre, keine Handschriftenkollation. Eingefügte Vogelverse in XIX und Verse bei Brynhilds Erwachen in XX ausdrücklich als Übersetzereingriffe behandelt. Historische Vorredenurteile über Völker, Geschlecht oder Religion nicht übernommen. Abgerufen am 2026-09-27.
Zur Textstelle: Der Weg zum Wasser wird zur Falle Zur Textstelle: Im Schatz steckt schon eine Familiengeschichte Zur Textstelle: Wer schmiedet das Schwert? Zur Textstelle: Der Getroffene spricht zurück Zur Textstelle: Ein Finger, ein Herz und eine neue Art zu hören Zur Textstelle: Erinnerung verschwindet, ein Ring bleibt Zur Textstelle: Verwandtschaft schützt den Sieger nicht Zur Textstelle: Vier Unterschiede, die nicht in dieselbe Kurzfassung passen Zur Textstelle: Wagners Siegfried ist eine eigene Bearbeitung Zur Textstelle: Du kennst die Oper – was belegt die Saga? Zur Textstelle: Was schützt Wissen – und was nicht? - Nibelungenlied: Hagens Bericht, Täuschung und Siegfrieds Tod
Daniel Bussier Shumway; englische Prosaübersetzung 1909, Project Gutenberg
Editorische Herkunftsangabe und Übersetzervorwort; Aventiure III, Ankunft und Hagens Bericht über Hort und Drachenblut; VII vollständig; X ab Siegfrieds Hilfsangebot an Gunther nach dessen Bericht über die Hochzeitsnacht bis Kapitelende; XIV–XVI vollständig samt Anmerkungen gelesen.
Begrenzte Auswahl, keine Gesamtlektüre des Epos. Kapitel X nicht vollständig gelesen. Figurenbehauptung über sexuelle Beziehung in XIV von erzählter Gewalt und Übergabe an Gunther in X unterschieden. Historische Erläuterungen nicht pauschal als heutige Forschung übernommen. Abgerufen am 2026-09-27.
- Völsungasaga: Werk, Überlieferung und unterschiedliche Kapitelzählungen
Gottfried-Portal, Universität Straßburg
Kurzbeschreibung und Abschnitt Überlieferung, Edition und Gliederung gelesen; bibliografische Liste der Ausgaben und Übersetzungen geprüft.
Hier nur für Sprache, anonymes Werk, Einordnung in zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts und variierende Kapitelzählungen benutzt. Inhaltszusammenfassung nicht als Ersatz der tatsächlich gelesenen Saga verwendet; Handschriftenbilder nicht untersucht. Abgerufen am 2026-09-27.
- Nibelungenlied: Werkentstehung und überlieferte Handschriften
Badische Landesbibliothek Karlsruhe
Hauptabsatz unter UNESCO-Weltdokumentenerbe Nibelungenlied und Links zu Handschriften A, B, C gelesen.
Benutzt für die Einordnung des Werks um 1200 und die Unterscheidung von Werk und Handschriften. Kein Digitalisat kollationiert, keine eigene Zuordnung von Shumways Text zu einer Einzelhandschrift. Abgerufen am 2026-09-27.
- Wagners Siegfried: Werkdaten und Handlung
Bayreuther Festspiele; Archivseite zur Inszenierung 2006
Werkdaten mit Libretto, Sprache und Uraufführung sowie Vorgeschichte und erster/zweiter Akt der Handlung gelesen.
Moderne Werkvermittlung der Oper; keine mittelalterliche Quelle und keine hier geprüfte Partitur oder vollständige Librettpublikation. Inszenierung 2006 und Werkuraufführung 1876 nicht gleichgesetzt. Abgerufen am 2026-09-27.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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