Vor El wird eine Bitte wirksam
Im Hausbau-Abschnitt erschrickt Athirat zunächst beim Anblick Baals und Anats. Die silbernen und goldenen Arbeiten verändern die Begegnung. Später macht sie sich auf den Weg zu El und bringt die Frage nach Baals Haus vor.
Vorbereitung, Reise, Empfang und Rede erhalten Raum. Die Zustimmung zum Hausbau hängt somit an einem sozialen und göttlichen Vermittlungsweg, nicht nur am vorangegangenen Kampfsieg.
Ein anderes Zeugnis nennt Tyros und Sidon
Kirta bindet seinen Wunsch nach Ḥurriya an eine Gabe für Athirat von Tyros beziehungsweise die Göttin von Sidon. Die spätere Erinnerung an das Gelübde steht neben beschädigten Übergängen zur Krise.
Der Ort und die Form der Anrede gehören zu diesem konkreten Zeugnis. Daraus entsteht keine uneingeschränkte Aussage über alle späteren Kulte oder jede als Aschera bezeichnete Gestalt.
Die Schreibweise Asherah muss ihre Quelle behalten
Ginsbergs englische Übersetzung verwendet für diese ugaritische Figur die Schreibweise Asherah. Dieser Zusammenhang ist durch die benannte Textausgabe überprüfbar. Er ist etwas anderes als der Nachweis, dass ein späteres gleich oder ähnlich benanntes Zeugnis dieselbe Gestalt mit derselben Rolle meint.
Für den folgenden Vergleich mit einem weiteren Aschera-Zeugnis kommen Ort, Datierung, Textträger und die behauptete Beziehung hinzu. Die spätere Segensformel wird nicht als Szene der ugaritischen Erzählung behandelt.
Ein späterer Vorratskrug stellt eine andere Frage
Auf Vorratskrügen aus Kuntillet ʿAjrud erscheinen Segensformeln mit YHWH von Samaria beziehungsweise Teman und seiner Aschera. Christian Frevel erschließt diese inschriftlichen Fenster in einer historischen Untersuchung. Er unterscheidet dabei die Inschriften 3.6 und 3.9 und benennt abweichende Lesesicherheiten.
Gelesen sind hier die bei Frevel wiedergegebenen Segensformeln und die Diskussion dazu, nicht unabhängig die vollständige Inschriftenedition. Der Befund gehört in einen eisenzeitlichen Zusammenhang des achten Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung. Er ist kein weiteres erhaltenes Kapitel der viel älteren ugaritischen Hausbau-Erzählung.
Frevel diskutiert die Partnergöttin und die von anderen vertretene Deutung als Repräsentationssymbol. Die genaue historische Verbindung und der Zeitpunkt eines Wechsels göttlicher Beziehungen bleiben für ihn spekulativ. Weder die Formel noch benachbarte Zeichnungen liefern hier eine sichere Porträtidentifizierung oder eine lückenlose Biografie derselben Göttin.
Die Figur in ihren Quellen
Eine Gestalt, verschiedene Textrollen
Im benannten Erzählzusammenhang
Wie gewinnt eine Vermittlerin Einfluss, ohne selbst den entscheidenden Kampf zu führen?
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Baal-Zyklus, KTU 1.1–1.6
Hier das ausdrücklich gelesene frühe Ginsberg-Fenster und/oder der bereits erschlossene Mot-Teil. Moderne KTU-Werkbezeichnung ist keine Behauptung einer neuen vollständigen aktuellen Primäredition.
Antiker ugaritischer Tafelkomplex; Erzählzeit, Entstehung und erhaltene Niederschrift sind verschiedene Ebenen.
Sprache: Ugaritisch
Benutzte Ausgabe
Ginsberg: frühe Baal-/Anat-Teile, vorhandener ANET-Auszug PDF 2–10
Einleitung und Abschnitte mit alten Editionssiglen VI AB, III AB C/B, II AB A, Fragment b, II AB und V AB. Eine vorläufige Editionsreihenfolge ist keine lückenlose antike Erzählfolge. Keine eigene Konkordanz aller alten Siglen mit modernen KTU-Nummern behauptet.
Vorhandener Auszug der ANET-Ausgabe 1969.
Sprache: Englische historische Fachübersetzung ugaritischer Texte
Überlieferter Text
Kirta / Kirtu: KTU 1.14–1.16
Drei erhaltene Tafeln mit umfangreichen Lücken. Die Erzählung bricht nach dem Konflikt zwischen Kirta und Yaṣṣubu ab; kein gesicherter abschließender Dynastieausgang.
Spätbronzezeitlicher literarischer Zusammenhang; keine gesicherte historische Biografie Kirtas.
Sprache: Ugaritisch; hier über die benannte deutsche EUPT-Übersetzung
Erhaltener Textzeuge
Kirta-Tafel KTU 1.14
RS 2.[003] + 3.324 + 3.344 + 3.414; EUPT-Konkordanz M 8218 = A 2750 (AO 17.190); Angaben nach EUPT, keine hier vorgenommene Zeichenkollation.
Spätbronzezeitlicher Träger; keine Datierung aus der erzählten Königsbiografie.
Sprache: Ugaritisch in alphabetischer Keilschrift
Benutzte Ausgabe
EUPT KTU 1.14, Draft 3.2, 2025-07-18
Wissenschaftliche deutsche Übersetzung mit markierten Lücken, Ergänzungen und Unsicherheiten. Der vollständige deutsche Lesetext dieser Tafel wurde gelesen; nicht der vollständige Kommentar.
Draft 3.2, 2025-07-18
Sprache: Deutsch nach Ugaritisch
Erhaltener Textzeuge
Kirta-Tafel KTU 1.15
RS 3.343 + 3.345; EUPT-Konkordanz M 8227 = A 2752 (AO 17.327); Angaben nach EUPT, keine hier vorgenommene Zeichenkollation.
Spätbronzezeitlicher Träger; keine Datierung aus der erzählten Königsbiografie.
Sprache: Ugaritisch in alphabetischer Keilschrift
Benutzte Ausgabe
EUPT KTU 1.15, Draft 1.3, 2025-12-03
Wissenschaftliche deutsche Übersetzung mit markierten Lücken, Ergänzungen und Unsicherheiten. Der vollständige deutsche Lesetext dieser Tafel wurde gelesen; nicht der vollständige Kommentar.
Draft 1.3, 2025-12-03
Sprache: Deutsch nach Ugaritisch
Überlieferter Text
Kuntillet ʿAjrud: Segensformeln auf Vorratskrügen, begrenztes Textfenster
Über Frevel S.25–27 erschlossene Segensformeln; Inschriften 3.6 und 3.9 in Anm.43 unterschieden. Nur das tatsächlich wiedergegebene Segensfenster, keine neue vollständige Primäredition oder Bildidentifizierung.
8. Jahrhundert v. Chr. als diskutierter Datierungsrahmen; genaue Ansätze nach Frevel S.25 Anm.41 nicht als Konsens ausgegeben.
Sprache: Althebräisch, hier vermittelt durch Frevel 2018
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Benannte ugaritische Baal-/Kirta-/Aqhat-Zusammenhänge
- Verwendeter Ausschnitt
- Historischer Ginsberg-Auszug mit markierten Lücken; vorhandene Wikander- und ergänzende EUPT-/Budin-Fenster
- Baal und Anat: frühe Erzählteile im vorhandenen Ginsberg-Auszug
H. L. Ginsberg · ANET-Ausgabe 1969; historische Lesungen und Anordnung
Vorhandene PDF-Seiten 2–10 jetzt vollständig als native Seitenbilder gelesen: Einleitung/alte Editionssiglen, Yam-Konflikt, Hausbau sowie der in dieser Ausgabe anders eingeordnete V-AB-Teil. Sichtbar nummerierte Druckseiten 130–137; erste Einleitungsseite im Auszug ohne sichtbare Seitenzahl. Keine erneute Akquise oder Textextraktion.
Historische englische Übersetzung, keine aktuelle vollständige KTU-Edition oder eigene ugaritische Zeichenlesung. Die alten Siglen und teils ausdrücklich vorläufige Reihenfolge werden nicht blind in moderne Tafelnummern umgerechnet. Zweifelhafte Ergänzungen, Sprecherzuweisungen und identitätsbezogene Deutungen der alten Fußnoten nicht als gesicherte Tatsachen übernommen. Der bereits gelesene Mot-Teil bleibt über den bestehenden separaten Lesebeleg gebunden. Keine öffentliche Scanreproduktion. Abgerufen am 2026-10-16.
- Kirta, KTU 1.14: deutsche Übersetzung in EUPT
Clemens Steinberger, unter Mitarbeit von Noah Kröll, Christiane Meinhold, Reinhard Müller, Marion Possiel und Frilla Smilgies · Draft 3.2, 2025-07-18
Die gesamte angezeigte deutsche Übersetzung von KTU 1.14 einschließlich Ergänzungsklammern und Lücken gelesen; 299 Übersetzungszeilen. Metadaten zu Edition, Träger und Fundkontext gezielt ausgewertet.
Keine eigene Ugaritischübersetzung oder Tafelautopsie. Nicht der gesamte philologische, morphologische oder epigraphische Kommentar und nicht die gesamte Bibliographie gelesen. Ergänzte Passagen sind keine sicher erhaltenen Wörter. Museumsangaben sind Editionsmetadaten, keine neue Standortbestätigung. Abgerufen am 2026-10-17.
- Kirta, KTU 1.15: deutsche Übersetzung in EUPT
Clemens Steinberger, unter Mitarbeit von Noah Kröll, Christiane Meinhold und Reinhard Müller · Draft 1.3, 2025-12-03
Die gesamte angezeigte deutsche Übersetzung von KTU 1.15 einschließlich Ergänzungsklammern und Lücken gelesen; 175 Übersetzungszeilen. Metadaten zu Edition, Träger und Fundkontext gezielt ausgewertet.
Keine eigene Ugaritischübersetzung oder Tafelautopsie. Nicht der gesamte philologische, morphologische oder epigraphische Kommentar und nicht die gesamte Bibliographie gelesen. Ergänzte Passagen sind keine sicher erhaltenen Wörter. Museumsangaben sind Editionsmetadaten, keine neue Standortbestätigung. Abgerufen am 2026-10-17.
- Selbst Gott hat eine Geschichte: begrenztes epigraphisches Fenster
Christian Frevel · 2018
Titelseite Druck S.10 und Druck S.24–29 (PDF 1 und 15–20) vollständig einschließlich Fußnoten gelesen. Verwendet für Kuntillet ʿAjrud, Vorratskrüge/Segensformeln, Datierungs- und Lesefragen sowie Göttin-/Symbolinterpretation; besonders S.25–27 und Anm.41–45.
Keine Volllektüre des Aufsatzes oder der von Frevel angeführten epigraphischen Editionen. Die Segensformeln sind hier durch Frevel vermittelte begrenzte Primärtextausschnitte; keine vollständige unabhängige Lesung der Inschriften 3.6/3.9 und keine Objekt-/Bildautopsie. Frevel vertritt eigene historische Deutungen. Kein lückenloser Übergang von Athirat zu jeder Aschera-Verwendung behauptet. Ein auffälliges Fundjahr der Mescha-Stele auf S.24 wird nicht übernommen. Abgerufen am 2026-10-17.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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