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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Kirta: Vater, Bittender und angefochtener König

Kirta gewinnt eine neue Familie und bleibt dennoch auf Hilfe, Fürsorge und die Erfüllung seiner Pflichten angewiesen.

3 Minuten Lesezeit

Sein Wunsch treibt die Erzählung an

Die erste Tafel zeigt Kirta als trauernden Menschen, der El um eine Familie bittet. Daraus folgen Heerzug und Forderung nach Ḥurriya. Sein privates Anliegen setzt öffentliche Gewalt in Gang. Die Folgen für Udumu und die versorgende Rolle Ḥurriyas bleiben neben seinem Erfolg sichtbar.

Der Name erscheint auch als Kirtu oder Keret. Solche Schreibungen führen zu derselben literarischen Überlieferung; sie liefern noch keinen unabhängig nachgewiesenen historischen Lebenslauf.

Eine Bindung, die nicht mit der Hochzeit endet

Kirta verspricht der Göttin von Tyros und Sidon eine Gabe für den erhofften Ausgang. El segnet die neue Familie. Später wird an das Gelübde erinnert; beschädigte Textbrücken trennen diese Erinnerung vom ausführlichen Krankheitsgeschehen.

Kirta ist dabei nicht der einzige Handelnde. Ḥurriya bereitet Versorgung vor, Kinder klagen und fragen, El schafft eine Helferin. Die Abhängigkeit des Königs erklärt mehr als eine Liste göttlicher Titel.

Der wiederhergestellte König wird befragt

Nach der Genesung bestreitet Yaṣṣubu, dass der Vater seine sozialen und richterlichen Pflichten erfüllt. Kirta antwortet mit einem Fluch. Keine erhaltene Schlussszene entscheidet für uns, wie Dynastie und Gemeinschaft danach leben.

Vergleiche die Bitte des Königs an El mit der Forderung des Sohnes an den König. Beide sprechen aus einem Verhältnis der Abhängigkeit, aber sie beanspruchen unterschiedliche Hilfe und Verantwortung.

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Im benannten Kirta-/Aqhat-Zusammenhang
Welche verschiedenen Erwartungen richten sich an dieselbe Königsfigur?

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Kirta / Kirtu: KTU 1.14–1.16

Drei erhaltene Tafeln mit umfangreichen Lücken. Die Erzählung bricht nach dem Konflikt zwischen Kirta und Yaṣṣubu ab; kein gesicherter abschließender Dynastieausgang.

Spätbronzezeitlicher literarischer Zusammenhang; keine gesicherte historische Biografie Kirtas.

Sprache: Ugaritisch; hier über die benannte deutsche EUPT-Übersetzung

Erhaltener Textzeuge

Kirta-Tafel KTU 1.14

RS 2.[003] + 3.324 + 3.344 + 3.414; EUPT-Konkordanz M 8218 = A 2750 (AO 17.190); Angaben nach EUPT, keine hier vorgenommene Zeichenkollation.

Spätbronzezeitlicher Träger; keine Datierung aus der erzählten Königsbiografie.

Sprache: Ugaritisch in alphabetischer Keilschrift

Benutzte Ausgabe

EUPT KTU 1.14, Draft 3.2, 2025-07-18

Wissenschaftliche deutsche Übersetzung mit markierten Lücken, Ergänzungen und Unsicherheiten. Der vollständige deutsche Lesetext dieser Tafel wurde gelesen; nicht der vollständige Kommentar.

Draft 3.2, 2025-07-18

Sprache: Deutsch nach Ugaritisch

Erhaltener Textzeuge

Kirta-Tafel KTU 1.15

RS 3.343 + 3.345; EUPT-Konkordanz M 8227 = A 2752 (AO 17.327); Angaben nach EUPT, keine hier vorgenommene Zeichenkollation.

Spätbronzezeitlicher Träger; keine Datierung aus der erzählten Königsbiografie.

Sprache: Ugaritisch in alphabetischer Keilschrift

Benutzte Ausgabe

EUPT KTU 1.15, Draft 1.3, 2025-12-03

Wissenschaftliche deutsche Übersetzung mit markierten Lücken, Ergänzungen und Unsicherheiten. Der vollständige deutsche Lesetext dieser Tafel wurde gelesen; nicht der vollständige Kommentar.

Draft 1.3, 2025-12-03

Sprache: Deutsch nach Ugaritisch

Erhaltener Textzeuge

Kirta-Tafel KTU 1.16

RS 3.325 + 3.342 + 3.408; EUPT-Konkordanz M 3392 = A 2751 (AO 17.326); Angaben nach EUPT, keine hier vorgenommene Zeichenkollation.

Spätbronzezeitlicher Träger; keine Datierung aus der erzählten Königsbiografie.

Sprache: Ugaritisch in alphabetischer Keilschrift

Benutzte Ausgabe

EUPT KTU 1.16, Draft 1.3, 2025-12-18

Wissenschaftliche deutsche Übersetzung mit markierten Lücken, Ergänzungen und Unsicherheiten. Der vollständige deutsche Lesetext dieser Tafel wurde gelesen; nicht der vollständige Kommentar.

Draft 1.3, 2025-12-18

Sprache: Deutsch nach Ugaritisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Ugaritische Erzähltexte mit ausdrücklich verschiedenem Editions- und Vermittlungsstand
Verwendeter Ausschnitt
Kirta KTU 1.14–1.16 in EUPT; Aqhat KTU 1.17–1.19 hier über Budin 2018
  1. Kirta, KTU 1.14: deutsche Übersetzung in EUPT

    Clemens Steinberger, unter Mitarbeit von Noah Kröll, Christiane Meinhold, Reinhard Müller, Marion Possiel und Frilla Smilgies · Draft 3.2, 2025-07-18

    Die gesamte angezeigte deutsche Übersetzung von KTU 1.14 einschließlich Ergänzungsklammern und Lücken gelesen; 299 Übersetzungszeilen. Metadaten zu Edition, Träger und Fundkontext gezielt ausgewertet.

    Keine eigene Ugaritischübersetzung oder Tafelautopsie. Nicht der gesamte philologische, morphologische oder epigraphische Kommentar und nicht die gesamte Bibliographie gelesen. Ergänzte Passagen sind keine sicher erhaltenen Wörter. Museumsangaben sind Editionsmetadaten, keine neue Standortbestätigung. Abgerufen am 2026-10-17.

  2. Kirta, KTU 1.15: deutsche Übersetzung in EUPT

    Clemens Steinberger, unter Mitarbeit von Noah Kröll, Christiane Meinhold und Reinhard Müller · Draft 1.3, 2025-12-03

    Die gesamte angezeigte deutsche Übersetzung von KTU 1.15 einschließlich Ergänzungsklammern und Lücken gelesen; 175 Übersetzungszeilen. Metadaten zu Edition, Träger und Fundkontext gezielt ausgewertet.

    Keine eigene Ugaritischübersetzung oder Tafelautopsie. Nicht der gesamte philologische, morphologische oder epigraphische Kommentar und nicht die gesamte Bibliographie gelesen. Ergänzte Passagen sind keine sicher erhaltenen Wörter. Museumsangaben sind Editionsmetadaten, keine neue Standortbestätigung. Abgerufen am 2026-10-17.

  3. Kirta, KTU 1.16: deutsche Übersetzung in EUPT

    Clemens Steinberger, unter Mitarbeit von Noah Kröll, Janna Bösenberg und Reinhard Müller · Draft 1.3, 2025-12-18

    Die gesamte angezeigte deutsche Übersetzung von KTU 1.16 einschließlich Ergänzungsklammern und Lücken gelesen; 295 Übersetzungszeilen. Metadaten zu Edition, Träger und Fundkontext gezielt ausgewertet.

    Keine eigene Ugaritischübersetzung oder Tafelautopsie. Nicht der gesamte philologische, morphologische oder epigraphische Kommentar und nicht die gesamte Bibliographie gelesen. Ergänzte Passagen sind keine sicher erhaltenen Wörter. Museumsangaben sind Editionsmetadaten, keine neue Standortbestätigung. Abgerufen am 2026-10-17.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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