Ein Wagen macht den Mond zur Gestalt
Das British Museum führt R.7210 als silbernen Denar, geprägt in Rom zwischen 194 und 190 v. Chr. Die Katalogbeschreibung nennt auf der Vorderseite den behelmten Kopf der Roma und auf der Rückseite Luna in einem Zweigespann, mit Pferden im Sprung.
Luna begegnet hier als dargestellte Gestalt auf einem datierten Münztyp. Der Datensatz ordnet sie unter Selene/Luna ein; das ist die heutige Museumszuordnung, keine auf der Münze selbst gelesene Gleichsetzungsformel. Die Angaben stammen aus dem dokumentierten indexierten Katalogauszug. Eine Fotografie wurde dafür nicht betrachtet oder übernommen.
Noctiluca hat einen Ort
Varro nennt für Luna eine Erklärung über das nächtliche Leuchten. Er berichtet, dass sie auf dem Palatin Noctiluca genannt werde, und verweist dort auf ein Heiligtum. Der Ortsbezug gibt der göttlichen Benennung einen anderen Zusammenhang als der fahrenden Gestalt auf dem Denar.
Später zählt Varro Luna unter den Gottheiten auf, denen Tatius nach seinem Annalenreferat Altäre gelobt habe. Die referierten Annalen sind kein zusätzlich vollständig gelesener Quellenbestand. Beide Angaben bleiben an Varros Aussage gebunden; sie ersetzen weder einen archäologisch geprüften Grundriss noch eine vollständige Geschichte des Lunakults.
Eine Verbindung zu Diana ist eine Deutung
Varro sagt, dass einige den Mond Diana nennen. Balbus verbindet in Ciceros Dialog Luna mit dem Leuchten und Diana mit einem Tag, der nachts entstehe. Er erklärt Geburtshilfe über Mondumläufe. Die Verbindung von göttlicher Gestalt und Himmelskörper wird in diesen Texten ausdrücklich hergestellt.
Damit verschwinden die Unterschiede zwischen den Zeugnissen nicht. Lunas Münzwagen erzählt weder die Tempellist aus Dianas Liviusprofil noch das dortige politische Vorrangsthema. Die Namen können innerhalb einer Naturdeutung verbunden sein und dennoch eigene örtliche, erzählerische und bildliche Fragen eröffnen.
Die Figur in ihren Quellen
Eine Gestalt, verschiedene Textrollen
Ein Wagen macht den Mond zur Gestalt
British Museum R.7210: indexierter Datensatz, Description, Production date und Associated names
Noctiluca hat einen Ort
De lingua Latina 5, Kapitel X: Absätze Sol vel quod und Feronia
Eine Verbindung zu Diana ist eine Deutung
De lingua Latina 5, Kapitel X: Absatz Sol vel quod; De natura deorum II.68–69; Sprecherrahmen II.1–3
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
R.7210: Münzbeschreibung des British Museum
British Museum R.7210: ausschließlich der dokumentierte indexierte Auszug zu Description, Production date und Associated names. Roma, Luna und Selene/Luna sind Katalogangaben; keine eigene Münz- oder Fotografiesichtung.
Antikes Zeugnis und heutige Datierung beziehungsweise Dokumentation unterscheiden.
Sprache: Englisch
Benutzte Ausgabe
British Museum: Luna im Zweigespann
R.7210, 194–190 v. Chr.; beschriebener Bildtyp und Metadaten, kein Fotozugang.
Zeit des antiken Zeugnisses und heutige Edition beziehungsweise Dokumentation getrennt.
Sprache: Englischer Museumsdatensatz, indexierter Werkzeugauszug
Überlieferter Text
Varro: De lingua Latina
De lingua Latina 5, Kapitel X, Absätze Sol vel quod und Feronia, als lateinischer Lesetext: Luna, Noctiluca, Palatinheiligtum, eingeschränkter Dianabezug und referierter Tatiusaltar. Keine unabhängige Annalenlektüre.
Entstehung des Zeugnisses und heutige Edition beziehungsweise Dokumentation getrennt behandeln.
Sprache: Latein
Benutzte Ausgabe
Varro: Licht, Feuer und Namen
Buch 5, Kapitel X, vom Absatz Sol vel quod bis vor XI; genaue Absatzanfänge statt erfundener Nummern.
Zeit des antiken Zeugnisses und heutige Edition beziehungsweise Dokumentation getrennt.
Sprache: Lateinische Leseausgabe
Überlieferter Text
De natura deorum
Nur De natura deorum II.68–69 mit Sprecherrahmen II.1–3 in Rackhams englischer Übersetzung: Leuchten, Diana und Geburtshilfe als Naturdeutungen. Kein Ursprungstext des republikanischen Münzwagens.
Antikes lateinisches Werk; die hier verwendete Auswahl belegt keine präzise Erstkomposition.
Sprache: Latein
Benutzte Ausgabe
Cicero De natura deorum – Rackham1933
Benutzte Online-Ausgabe, keine hier eigenständig kollationierten antiken Textzeugen. Lektüreumfang je Quelle dokumentiert.
1933.
Sprache: Englisch
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Republikanisches katalogisiertes Münzbild, örtliche antike Benennung und gesonderte Naturdeutungen.
- Verwendeter Ausschnitt
- Die auf dieser Seite benannten Werkfenster: British Museum R.7210: ausschließlich der dokumentierte indexierte Auszug zu Description, Production date und Associated names. Roma, Luna und Selene/Luna sind Katalogangaben; keine eigene Münz- oder Fotografiesichtung.; De lingua Latina 5, Kapitel X, Absätze Sol vel quod und Feronia, als lateinischer Lesetext: Luna, Noctiluca, Palatinheiligtum, eingeschränkter Dianabezug und referierter Tatiusaltar. Keine unabhängige Annalenlektüre.; Nur De natura deorum II.68–69 mit Sprecherrahmen II.1–3 in Rackhams englischer Übersetzung: Leuchten, Diana und Geburtshilfe als Naturdeutungen. Kein Ursprungstext des republikanischen Münzwagens.
- British Museum R.7210: Luna im Zweigespann
British Museum, Money and Medals · Münze laut Katalog 194–190 v. Chr.; heutiger Museumsdatensatz.
Vollständig ausgegebener indexierter Museumsdatensatz im Suchwerkzeug tatsächlich gelesen: R.7210, Beschreibung, Datierung 194–190 v. Chr., Material Silber, Prägeort Rom, Literatur und Katalogzuordnungen.
Nur indexierter Werkzeugauszug; direkter HTML-Abruf 403 und wiederholte Web-Öffnung unzuverlässig. Keine behauptete Volltext-Roharchivierung, Bildbetrachtung oder Bildrechtefreigabe. Bibliografie nicht vollständig nachgelesen. Abgerufen am 2026-10-02.
- Varro: Licht, Feuer, Krieg und benannte Altäre
Marcus Terentius Varro; The Latin Library · Antiker Text beziehungsweise Objekt; heutige Edition oder Dokumentation gesondert.
De lingua Latina 5, Kapitel X: vollständiger zusammenhängender Text vom Absatz Sol vel quod bis vor XI gelesen. Die Ausgabe zeigt hier keine modernen Paragraphenziffern; genaue Absatzanfänge werden angegeben.
Begrenzte tatsächlich gelesene Textstelle oder Katalogbeschreibung; keine Volllektüre der Werke und zitierten Bibliografie, keine Objektautopsie, Bildrechtefreigabe oder externe Fachgegenlektüre. Abschnittnummern nicht aus der unnummerierten Ausgabe erfunden; Absatzanfänge bezeichnet. Abgerufen am 2026-10-02.
- De natura deorum II: Balbus über Jupiter und griechische Göttergeschichten
Cicero; englische Übersetzung H. Rackham, Loeb Classical Library 1933; LacusCurtius
II.60–72 vollständig gelesen, insbesondere 63–66 und 70–72; Dialogkontext und Sprecher Balbus in II.1–4 geprüft, weitere Anfangspassagen bis 16 gelesen. Editionsangaben überprüft.
Stoische Position des Dialogsprechers Balbus, keine pauschale Lehre Ciceros oder aller Römer. Antike Namendeutungen nicht als moderne sprachwissenschaftliche Etymologien übernommen. Keine Volllektüre des Gesamtwerks. Abgerufen am 2026-09-26.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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