Frieden unter den Horen
Hesiod nennt Eirene zusammen mit Eunomia und Dike als Tochter von Zeus und Themis. Pindar platziert die drei im Lob Korinths als Fundament der Stadt.
In Werke und Tage zieht Frieden durch das Land, in dem gerade Urteile gesprochen werden. Das ist eine dichterische Verbindung von Recht und Gedeihen, keine Behauptung, jeder Frieden sei auf dieselbe Weise entstanden.
Eirene und der Knabe Ploutos
Pausanias nennt auf der Athener Agora eine Darstellung der Eirene, die den Knaben Ploutos trägt. Im Bild wird Wohlstand als etwas gezeigt, das unter Frieden heranwachsen kann.
Der Met-Katalog ordnet seine Statue als römische Kopie eines griechischen Bronzevorbilds des Kephisodotos ein. Diese Zuordnung und Datierung stammen aus der heutigen Objektforschung; Pausanias allein liefert im gelesenen Satz weder Bildhauer noch Herstellungsjahr.
Was am Fragment fehlt
Auf der selbst gehosteten Fotografie ist ein stehender Marmortorso mit tiefen Gewandfalten zu sehen. Kopf und Arme fehlen. Auch der Knabe Ploutos ist an diesem Exemplar nicht erhalten.
Die berühmte vollständige Bildidee wird durch Pausanias und den Museumskatalog erschlossen; sie darf nicht als heute sichtbares Detail dieses Fotos ausgegeben werden.
Historisches Bildzeugnis zu Eirene

Die Figur in ihren Quellen
Eine Gestalt, verschiedene Textrollen
Frieden als Teil guter Ordnung
Theogonie 901–906; Olympische Ode 13,1–15.
Bild mit Ploutos und beschädigte Kopie
Pausanias 1,8,2; Met 06.311.
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Hesiod: Theogonie
Genealogisches Gedicht. Die einzelnen Editionskarten nennen die tatsächlich gelesenen Stellen; das Gesamtwerk ist hier nicht vollständig ausgewertet.
Werkebene; hier keine exakte Entstehungsdatierung festgelegt.
Sprache: Altgriechisch
Benutzte Ausgabe
Theogonie 211–225, 901–911, 945–946 nach Evelyn-White
Drei Figurengruppen im genealogischen Gedicht; widersprüchliche Moiren-Herkunft bleibt sichtbar.
Historische Übersetzung 1914
Sprache: Englisch nach Altgriechisch
Überlieferter Text
Hesiod zugeschriebene Werke und Tage
Werkidentität getrennt von den historischen englischen Leseausgaben. Die einzelnen Editionskarten nennen ihre tatsächlich gelesenen Fenster; keine vollständige Werkerschließung.
Antike Lehrdichtung.
Sprache: Altgriechisch
Benutzte Ausgabe
Werke und Tage 225–285 nach Nagy
Gerade Urteile, Frieden und Dikes Klage vor Zeus.
Digitale Übersetzung des CHS
Sprache: Englisch nach Altgriechisch
Überlieferter Text
Pindar: Olympische Oden
Werkebene; nur die Oden 13 und 14 für diesen Komplex begrenzt gelesen.
Antike Siegesdichtung; hier keine genaue Entstehungsdatierung aller Oden festgelegt.
Sprache: Altgriechisch
Benutzte Ausgabe
Olympische Ode 13,1–15 nach Svarlien
Eunomia, Dike und Eirene im Lob Korinths.
Übersetzung 1990
Sprache: Englisch nach Altgriechisch
Überlieferter Text
Pausanias: Beschreibung Griechenlands
Werkebene der Beschreibung Griechenlands. Die einzelnen Museumseiten nennen ihre tatsächlich gelesenen Ausschnitte in den zugehörigen Ausgabenkarten; daraus folgt keine vollständige Erschließung des Werks.
Werkebene; hier kein exaktes Entstehungsjahr festgelegt.
Sprache: Altgriechisch
Benutzte Ausgabe
Pausanias 1,8,2 nach Jones
Athener Agora und Bildgruppe Eirene mit Ploutos.
Historische Übersetzung
Sprache: Englisch nach Altgriechisch
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Griechische Dichtung und Bildzeugnisse; begrenzte Quellenfenster
- Verwendeter Ausschnitt
- Hesiods Theogonie mit ausdrücklich benannten Gegenstellen.
- Theogonie 211–225, 901–911 und 945–946: Horen, Moiren, Chariten
Hesiod zugeschriebene Theogonie; englische Übersetzung H. G. Evelyn-White · Antike Dichtung; historische englische Übersetzung 1914
211–225: Nyx bringt Moiren mit Klotho, Lachesis, Atropos hervor; 901–906: Zeus und Themis als Eltern der drei Horen und nochmals der Moiren; 907–911: Zeus und Eurynome als Eltern der drei Chariten; 945–946: Hephaistos nimmt Aglaia, die jüngste Charis, zur Frau. Die beiden Moiren-Genealogien nicht harmonisiert.
Eine historische englische Übersetzung, keine griechische Textkollation. Der Text bietet keine feste Einzelfunktion für jede Hore, Moire oder Charis; insbesondere kein standardisiertes Fadenschneiden. Die zweimalige Moiren-Abstammung ist ein Problem der überlieferten Textgestalt, keine von uns zu glättende Biografie. Abgerufen am 2026-09-29.
- Werke und Tage 225–285: gerade Urteile und Dikes Klage
Hesiod zugeschriebene Werke und Tage; englische Übersetzung Gregory Nagy, CHS · Antike Dichtung; moderne digitale Übersetzung
220–247: Dikes Klage über krumme Urteile sowie Eirene als Frieden im gedeihenden Gemeinwesen; 248–273: Dike als Tochter des Zeus, ihre Klage über krumme Worte, Zeus' Blick auf Urteile und Mahnung an die Könige; 274–285: Gerechtigkeit gegenüber Gewalt und falschem Schwur.
Dike ist hier zugleich Name der Gottheit und Wort für Recht/Urteil; beides nicht gleichsetzen. Das Gedicht ist normative Rede an Könige und Perses, kein Bericht über ein historisches Gerichtsverfahren. Abgerufen am 2026-09-29.
- Pindar, Olympische Ode 13,1–15: drei Horen in Korinth
Pindar; englische Übersetzung Diane Arnson Svarlien, Perseus · Antike Siegesode; englische Übersetzung 1990
Olympische Ode 13,1–15: Lob Korinths und Xenophons; Eunomia, Dike und Eirene als Schwestern und Töchter der Themis, Fundament der Stadt und Gegnerinnen der Hybris. Keine Behauptung über einen separat belegten Kult jeder Schwester aus dieser Ode.
Pindars Lobgedicht preist einen Sieger und seine Stadt; sein personifizierender Sprachgebrauch ist kein neutraler Stadtbericht und belegt keine individuelle Ikonografie der drei Horen. Abgerufen am 2026-09-29.
- Pausanias 1,8,2: Eirene mit Ploutos auf der Athener Agora
Pausanias, Beschreibung Griechenlands; englische Übersetzung W. H. S. Jones · Antiker Reisebericht; historische englische Übersetzung
1,8,2: Pausanias nennt auf der Athener Agora eine Darstellung Eirenes, die den Knaben Ploutos trägt. Die Stelle nennt hier keinen Bildhauer und ist nicht alleiniger Beleg für die Datierung des verlorenen griechischen Originals.
Antiker Ortsbericht, keine erhaltene Fotografie des ursprünglichen Bronzeobjekts. Das Met-Objekt ist eine spätere römische Kopie und muss separat beschrieben werden. Abgerufen am 2026-09-29.
- Marmorstatue Eirene, römische Kopie nach Kephisodotos, Met 06.311
The Metropolitan Museum of Art; römischer Bildhauer unbekannt, griechisches Vorbild Kephisodotos zugeschrieben · Römische Kopie ca. 14–68 n. Chr.; heutiger Sammlungskatalog
Met-Objektseite und API: römische Marmorkopie eines griechischen Bronzevorbilds, Eirene mit Ploutos, Objekt 06.311, Datierung ca. 14–68 n. Chr.; individuelle Public-Domain-Angabe und API-Flag geprüft. Das griechische Vorbild und seine Datierung folgen der Museumsbeschreibung.
Erhaltenes Objekt ist römische Kopie, nicht das griechische Bronzeoriginal. Aus den erhaltenen Marmorteilen nicht ohne Met-Rekonstruktion Zepter oder Füllhorn als sichtbar behaupten; Bildsichtung separat protokollieren. Abgerufen am 2026-09-29.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-09-29. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
Eine Korrektur oder ein kulturelles Anliegen melden · Bitte den Titel oder die Seitenadresse nennen.
