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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Eirene: Frieden trägt Wohlstand

Eirene ist bei Hesiod eine der drei Horen und steht bei Pindar neben Ordnung und Recht. Pausanias berichtet von einem Athener Bild mit Ploutos; eine beschädigte römische Kopie macht die Bildgeschichte greifbar.

3 Minuten Lesezeit · Bildbetrachtung nach eigener Zeit

Frieden unter den Horen

Hesiod nennt Eirene zusammen mit Eunomia und Dike als Tochter von Zeus und Themis. Pindar platziert die drei im Lob Korinths als Fundament der Stadt.

In Werke und Tage zieht Frieden durch das Land, in dem gerade Urteile gesprochen werden. Das ist eine dichterische Verbindung von Recht und Gedeihen, keine Behauptung, jeder Frieden sei auf dieselbe Weise entstanden.

Eirene und der Knabe Ploutos

Pausanias nennt auf der Athener Agora eine Darstellung der Eirene, die den Knaben Ploutos trägt. Im Bild wird Wohlstand als etwas gezeigt, das unter Frieden heranwachsen kann.

Der Met-Katalog ordnet seine Statue als römische Kopie eines griechischen Bronzevorbilds des Kephisodotos ein. Diese Zuordnung und Datierung stammen aus der heutigen Objektforschung; Pausanias allein liefert im gelesenen Satz weder Bildhauer noch Herstellungsjahr.

Was am Fragment fehlt

Auf der selbst gehosteten Fotografie ist ein stehender Marmortorso mit tiefen Gewandfalten zu sehen. Kopf und Arme fehlen. Auch der Knabe Ploutos ist an diesem Exemplar nicht erhalten.

Die berühmte vollständige Bildidee wird durch Pausanias und den Museumskatalog erschlossen; sie darf nicht als heute sichtbares Detail dieses Fotos ausgegeben werden.

Historisches Bildzeugnis zu Eirene

Kopf- und armloser Torso einer römischen Marmorstatue der Eirene vor dunklem Hintergrund; das helle Gewand fällt in tiefen Falten bis zum Sockel.
Eirene, römische Marmorkopie nach einem griechischen Bronzevorbild des Kephisodotos, ca. 14–68 n. Chr., The Met 06.311, Public Domain / CC0. Kopf und Arme fehlen an diesem Exemplar; der Knabe Ploutos ist hier nicht erhalten. Die Zuordnung zur Gruppe folgt dem Museumskatalog und ist keine am Bild ablesbare Vollgestalt. Bildnachweis Bildlizenz

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Frieden als Teil guter Ordnung
Theogonie 901–906; Olympische Ode 13,1–15.

Bild mit Ploutos und beschädigte Kopie
Pausanias 1,8,2; Met 06.311.

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Hesiod: Theogonie

Genealogisches Gedicht. Die einzelnen Editionskarten nennen die tatsächlich gelesenen Stellen; das Gesamtwerk ist hier nicht vollständig ausgewertet.

Werkebene; hier keine exakte Entstehungsdatierung festgelegt.

Sprache: Altgriechisch

Benutzte Ausgabe

Theogonie 211–225, 901–911, 945–946 nach Evelyn-White

Drei Figurengruppen im genealogischen Gedicht; widersprüchliche Moiren-Herkunft bleibt sichtbar.

Historische Übersetzung 1914

Sprache: Englisch nach Altgriechisch

Überlieferter Text

Hesiod zugeschriebene Werke und Tage

Werkidentität getrennt von den historischen englischen Leseausgaben. Die einzelnen Editionskarten nennen ihre tatsächlich gelesenen Fenster; keine vollständige Werkerschließung.

Antike Lehrdichtung.

Sprache: Altgriechisch

Benutzte Ausgabe

Werke und Tage 225–285 nach Nagy

Gerade Urteile, Frieden und Dikes Klage vor Zeus.

Digitale Übersetzung des CHS

Sprache: Englisch nach Altgriechisch

Überlieferter Text

Pindar: Olympische Oden

Werkebene; nur die Oden 13 und 14 für diesen Komplex begrenzt gelesen.

Antike Siegesdichtung; hier keine genaue Entstehungsdatierung aller Oden festgelegt.

Sprache: Altgriechisch

Benutzte Ausgabe

Olympische Ode 13,1–15 nach Svarlien

Eunomia, Dike und Eirene im Lob Korinths.

Übersetzung 1990

Sprache: Englisch nach Altgriechisch

Überlieferter Text

Pausanias: Beschreibung Griechenlands

Werkebene der Beschreibung Griechenlands. Die einzelnen Museumseiten nennen ihre tatsächlich gelesenen Ausschnitte in den zugehörigen Ausgabenkarten; daraus folgt keine vollständige Erschließung des Werks.

Werkebene; hier kein exaktes Entstehungsjahr festgelegt.

Sprache: Altgriechisch

Benutzte Ausgabe

Pausanias 1,8,2 nach Jones

Athener Agora und Bildgruppe Eirene mit Ploutos.

Historische Übersetzung

Sprache: Englisch nach Altgriechisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Griechische Dichtung und Bildzeugnisse; begrenzte Quellenfenster
Verwendeter Ausschnitt
Hesiods Theogonie mit ausdrücklich benannten Gegenstellen.
  1. Theogonie 211–225, 901–911 und 945–946: Horen, Moiren, Chariten

    Hesiod zugeschriebene Theogonie; englische Übersetzung H. G. Evelyn-White · Antike Dichtung; historische englische Übersetzung 1914

    211–225: Nyx bringt Moiren mit Klotho, Lachesis, Atropos hervor; 901–906: Zeus und Themis als Eltern der drei Horen und nochmals der Moiren; 907–911: Zeus und Eurynome als Eltern der drei Chariten; 945–946: Hephaistos nimmt Aglaia, die jüngste Charis, zur Frau. Die beiden Moiren-Genealogien nicht harmonisiert.

    Eine historische englische Übersetzung, keine griechische Textkollation. Der Text bietet keine feste Einzelfunktion für jede Hore, Moire oder Charis; insbesondere kein standardisiertes Fadenschneiden. Die zweimalige Moiren-Abstammung ist ein Problem der überlieferten Textgestalt, keine von uns zu glättende Biografie. Abgerufen am 2026-09-29.

  2. Werke und Tage 225–285: gerade Urteile und Dikes Klage

    Hesiod zugeschriebene Werke und Tage; englische Übersetzung Gregory Nagy, CHS · Antike Dichtung; moderne digitale Übersetzung

    220–247: Dikes Klage über krumme Urteile sowie Eirene als Frieden im gedeihenden Gemeinwesen; 248–273: Dike als Tochter des Zeus, ihre Klage über krumme Worte, Zeus' Blick auf Urteile und Mahnung an die Könige; 274–285: Gerechtigkeit gegenüber Gewalt und falschem Schwur.

    Dike ist hier zugleich Name der Gottheit und Wort für Recht/Urteil; beides nicht gleichsetzen. Das Gedicht ist normative Rede an Könige und Perses, kein Bericht über ein historisches Gerichtsverfahren. Abgerufen am 2026-09-29.

  3. Pindar, Olympische Ode 13,1–15: drei Horen in Korinth

    Pindar; englische Übersetzung Diane Arnson Svarlien, Perseus · Antike Siegesode; englische Übersetzung 1990

    Olympische Ode 13,1–15: Lob Korinths und Xenophons; Eunomia, Dike und Eirene als Schwestern und Töchter der Themis, Fundament der Stadt und Gegnerinnen der Hybris. Keine Behauptung über einen separat belegten Kult jeder Schwester aus dieser Ode.

    Pindars Lobgedicht preist einen Sieger und seine Stadt; sein personifizierender Sprachgebrauch ist kein neutraler Stadtbericht und belegt keine individuelle Ikonografie der drei Horen. Abgerufen am 2026-09-29.

  4. Pausanias 1,8,2: Eirene mit Ploutos auf der Athener Agora

    Pausanias, Beschreibung Griechenlands; englische Übersetzung W. H. S. Jones · Antiker Reisebericht; historische englische Übersetzung

    1,8,2: Pausanias nennt auf der Athener Agora eine Darstellung Eirenes, die den Knaben Ploutos trägt. Die Stelle nennt hier keinen Bildhauer und ist nicht alleiniger Beleg für die Datierung des verlorenen griechischen Originals.

    Antiker Ortsbericht, keine erhaltene Fotografie des ursprünglichen Bronzeobjekts. Das Met-Objekt ist eine spätere römische Kopie und muss separat beschrieben werden. Abgerufen am 2026-09-29.

  5. Marmorstatue Eirene, römische Kopie nach Kephisodotos, Met 06.311

    The Metropolitan Museum of Art; römischer Bildhauer unbekannt, griechisches Vorbild Kephisodotos zugeschrieben · Römische Kopie ca. 14–68 n. Chr.; heutiger Sammlungskatalog

    Met-Objektseite und API: römische Marmorkopie eines griechischen Bronzevorbilds, Eirene mit Ploutos, Objekt 06.311, Datierung ca. 14–68 n. Chr.; individuelle Public-Domain-Angabe und API-Flag geprüft. Das griechische Vorbild und seine Datierung folgen der Museumsbeschreibung.

    Erhaltenes Objekt ist römische Kopie, nicht das griechische Bronzeoriginal. Aus den erhaltenen Marmorteilen nicht ohne Met-Rekonstruktion Zepter oder Füllhorn als sichtbar behaupten; Bildsichtung separat protokollieren. Abgerufen am 2026-09-29.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-09-29. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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