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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Mbyá-Namensfragen und die erzählte Tupãra’y-Begegnung

Welche Fassung und welche Stimme begrenzen eine Verwandtschafts- oder Namensbehauptung?

4–5 Minuten Lesezeit · Bildbetrachtung nach eigener Zeit

Getrennte Lesefelder: Xariã und Xa’ã, Tupãra’y und Xondaro, Tochter, Mutter und Gambá, Tico-tico und Curruíra.

Namensfragen und Hilfe in der Erzählung

Xariã und Xa’ã

Xariã wird meist als älterer Bruder Nhanderu Tenondes berichtet; ein Gesprächspartner nennt eine andere Nachkommenschaft und Xa’ã als Bruder. Pierri konnte diesen weiteren Zyklus nicht bestätigen. Die begrenzte Evidenz bleibt sichtbar.

Zur benannten Quelle

Tupãra’y und Xondaro

Tupãra’y ist im wiedergegebenen Erzählzugang mit Jesus verbunden. Ein Gesprächspartner nennt Xondaro als Helfer. Eine weitere biologische Zwillingsgenealogie wird daraus nicht konstruiert.

Zur benannten Quelle

Tochter, Mutter und Gambá

Die als Nossa Senhora verbundene Königstochter erlebt Gewalt. Ihre Mutter bringt Nahrung und Kleidung; das helfende Gambá schafft Unterkunft und Versorgung für Mutter und Kind. Die Rollen bleiben bei der Mbyá-Erzählung und werden nicht zu einer harmonisierten Evangelienbiografie.

Zur benannten Quelle

Tico-tico und Curruíra

Tico-tico legt in der Verfolgung Spuren frei, Curruíra verdeckt sie. Die unterschiedlichen Tierhandlungen werden erhalten. Der erzählte König wird als Anhã Ruvixa gedeutet; das ist keine selbständige historische Herodes-Biografie.

Zur benannten Quelle

Eigene Rollengrafik zu den ausgewählten Forschungsfenstern. Unbestätigte Namen und alternative Verwandtschaftsangaben werden nicht zur sicheren Gesamtgenealogie. Grafik vergrößern Textgrundlage

Nhanderu Tenonde im Namensvergleich

Schöpfertitel und Verwandtschaftsrolle im ausgewählten Forschungsfenster. Die Beziehung zu Nhamandu unterscheidet sich je nach Fassung.

Nachlesen: [1] S.31–35

Xariã in der berichteten Abweichung

Pierri berichtet meistens den älteren Bruder Nhanderu Tenondes, daneben eine andere Zuordnung durch einen Gesprächspartner. Eine universelle Verwandtschaftslösung wird nicht beschlossen.

Nachlesen: [1] S.33–35

Karai Ru Ete in der abweichenden Genealogie

Ein junger Gesprächspartner ordnet Xariã in dieser Fassung seinen Nachkommen zu. Der Forscher konnte den weiteren Zyklus nicht bestätigen.

Nachlesen: [1] S.35

Xa’ã

Nur in der genannten abweichenden Fassung als Bruder Xariãs berichtet; der Forscher bestätigt den Zyklus nicht mit anderen. Die begrenzte Beleglage bleibt Teil des Falls.

Nachlesen: [1] S.35

Jakaira Ru Ete

Namens- und Zuständigkeitsvergleich sowie abweichende Vaterschaftszuordnung; kein aus allen Quellen zusammengestellter Stammbaum.

Nachlesen: [1] S.31, 35

Tupãra’y in der wiedergegebenen Jesus-Erzählung

Gesandter Sohn, mit Jesus verbunden; die indigenen Sprecher erklären eigene Lehr- und Weltbeziehungen. Kein überall identischer Alias jeder mythologischen Jesusfigur.

Nachlesen: [1] S.57–63

Der erwähnte Xondaro

Ein Gesprächspartner nennt diesen Begleiter Tupãra’ys als Helfer. Nicht automatisch ein weiterer biologischer Zwillingsbruder.

Nachlesen: [1] S.35, Anm.27

Rei Herodes in der Mbyá-Erzählung

Der berichtete König verfolgt seine Tochter und Kinder und wird als Anhã Ruvixa gedeutet. Das ist diese Erzählfassung, keine selbständige historische Königsbiografie.

Nachlesen: [1] S.58–61

Die Königstochter/Nossa Senhora

Eingesperrt, geschlagen und vertrieben; ein helfendes Gambá versorgt sie. Eine Harmonisierung mit kanonischen Evangelien wird daraus nicht entwickelt.

Nachlesen: [1] S.58–60

Die Mutter der Königstochter

Bringt Nahrung und Kleidung zur Eingesperrten. Eine eigene erzählte Versorgungsrolle ohne erfundenen Namen.

Nachlesen: [1] S.59

Gambá

Baut Unterkunft, beschafft Nahrung und hilft Mutter und Kind. Der erzählte Bezug zum Beutel bleibt Herkunftserklärung, keine Tiermedizin.

Nachlesen: [1] S.59–60

Kuh, Ente, Schwein, Pferd, Hund und Hahn

Menschlich sprechende Rollen und Tierverwandlungen im gekennzeichneten Fassungsvergleich. Die Kuh hilft beim Trocknen; andere Rollen tragen Verfolgung oder körperliche Veränderung.

Nachlesen: [1] S.59–61

Tico-tico und Curruíra

Der erste legt Spuren frei, der zweite verdeckt sie in der Verfolgung Tupãra’ys. Eine Gruppe unterschiedlich handelnder Vogelrollen.

Nachlesen: [1] S.61

Itaja im begrenzten Dialog

Als Stein-Gegenüber in einem Gespräch über Anhã benannt. Keine umfassende Dämonenlehre oder medizinische Diagnose.

Nachlesen: [1] S.34/Anm.25

Die Figur in ihren Quellen

Nhanderu Tenonde im Namensvergleich

Schöpfertitel und Verwandtschaftsrolle im ausgewählten Forschungsfenster. Die Beziehung zu Nhamandu unterscheidet sich je nach Fassung.

Benannte Fassung
S.31–35

Die Figur in ihren Quellen

Xariã in der berichteten Abweichung

Pierri berichtet meistens den älteren Bruder Nhanderu Tenondes, daneben eine andere Zuordnung durch einen Gesprächspartner. Eine universelle Verwandtschaftslösung wird nicht beschlossen.

Benannte Fassung
S.33–35

Die Figur in ihren Quellen

Karai Ru Ete in der abweichenden Genealogie

Ein junger Gesprächspartner ordnet Xariã in dieser Fassung seinen Nachkommen zu. Der Forscher konnte den weiteren Zyklus nicht bestätigen.

Benannte Fassung
S.35

Die Figur in ihren Quellen

Xa’ã

Nur in der genannten abweichenden Fassung als Bruder Xariãs berichtet; der Forscher bestätigt den Zyklus nicht mit anderen. Die begrenzte Beleglage bleibt Teil des Falls.

Benannte Fassung
S.35

Die Figur in ihren Quellen

Jakaira Ru Ete

Namens- und Zuständigkeitsvergleich sowie abweichende Vaterschaftszuordnung; kein aus allen Quellen zusammengestellter Stammbaum.

Benannte Fassung
S.31, 35

Die Figur in ihren Quellen

Tupãra’y in der wiedergegebenen Jesus-Erzählung

Gesandter Sohn, mit Jesus verbunden; die indigenen Sprecher erklären eigene Lehr- und Weltbeziehungen. Kein überall identischer Alias jeder mythologischen Jesusfigur.

Benannte Fassung
S.57–63

Die Figur in ihren Quellen

Der erwähnte Xondaro

Ein Gesprächspartner nennt diesen Begleiter Tupãra’ys als Helfer. Nicht automatisch ein weiterer biologischer Zwillingsbruder.

Benannte Fassung
S.35, Anm.27

Die Figur in ihren Quellen

Rei Herodes in der Mbyá-Erzählung

Der berichtete König verfolgt seine Tochter und Kinder und wird als Anhã Ruvixa gedeutet. Das ist diese Erzählfassung, keine selbständige historische Königsbiografie.

Benannte Fassung
S.58–61

Die Figur in ihren Quellen

Die Königstochter/Nossa Senhora

Eingesperrt, geschlagen und vertrieben; ein helfendes Gambá versorgt sie. Eine Harmonisierung mit kanonischen Evangelien wird daraus nicht entwickelt.

Benannte Fassung
S.58–60

Die Figur in ihren Quellen

Die Mutter der Königstochter

Bringt Nahrung und Kleidung zur Eingesperrten. Eine eigene erzählte Versorgungsrolle ohne erfundenen Namen.

Benannte Fassung
S.59

Die Figur in ihren Quellen

Gambá

Baut Unterkunft, beschafft Nahrung und hilft Mutter und Kind. Der erzählte Bezug zum Beutel bleibt Herkunftserklärung, keine Tiermedizin.

Benannte Fassung
S.59–60

Gruppe im Quellenbezug

Kuh, Ente, Schwein, Pferd, Hund und Hahn

Menschlich sprechende Rollen und Tierverwandlungen im gekennzeichneten Fassungsvergleich. Die Kuh hilft beim Trocknen; andere Rollen tragen Verfolgung oder körperliche Veränderung.

Benannte Fassung
S.59–61

Gruppe im Quellenbezug

Tico-tico und Curruíra

Der erste legt Spuren frei, der zweite verdeckt sie in der Verfolgung Tupãra’ys. Eine Gruppe unterschiedlich handelnder Vogelrollen.

Benannte Fassung
S.61

Die Figur in ihren Quellen

Itaja im begrenzten Dialog

Als Stein-Gegenüber in einem Gespräch über Anhã benannt. Keine umfassende Dämonenlehre oder medizinische Diagnose.

Benannte Fassung
S.34/Anm.25

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Verwendeter Ausschnitt
Öffentliche benannte Mbyá-Fassung, geschützte Sprecheranonymität und historisch datierter Forschungs-/Übersetzungsvergleich; keine einheitliche Guaraní-Kosmologie.
  1. O perecível e o imperecível: ausgewählte Mbyá-Namens- und Erzählvergleiche

    Daniel Calazans Pierri · USP-Masterarbeit, korrigierte Fassung 2013

    Anonymitäts-/Gruppennotiz S.22–24; ausgewählte Kapitelteile S.30–37, 41–50, 57–63.

    Sprecher und genaue Dörfer absichtlich anonymisiert. Feldgespräche, gemischter Buchabriss und theoretische Deutung unterscheidbar. Nicht gesamte Dissertation oder alle zitierten Texte gelesen; keine Identitäten aus Danksagung rekonstruieren. Abgerufen am 2026-10-14.

  2. Nombres propios en guaraní: heutige Tabelle mit älteren Wörterbuchverweisen

    Secretaría de Políticas Lingüísticas, Dirección General de Investigación Lingüística; Redaktion Domingo Adolfo Aguilera Jiménez · Zweite Ausgabe 2022, Asunción

    Titel/Kolophon sowie Tabelle S.48–49/PDF 26, besonders 161–162 und 168.

    Paraguayischer Sprach-/Namensregisterkontext, kein vollständiges Mbyá-Gottheiteninventar. Montoya 1639 nur durch diese ausdrücklich zitierende Tabelle vermittelt. Statistikspalte sind Häufigkeiten; nicht die Fundstellen des Originals. Abgerufen am 2026-10-14.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-14. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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