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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Sol: Der Begleiter auf der Rückseite

Eine Münze von 313 verbindet Licinius auf der Vorderseite mit Sol auf der Rückseite. Der Sonnengott erscheint mit erhobener Hand und Globus. Die Münzbeschreibung gibt einen datierten Zugang, den ältere Namensdeutungen ergänzen.

3–4 Minuten Lesezeit

Licinius und Sol auf zwei Seiten

Das London Museum beschreibt unter N894 einen Nummus aus Kupferlegierung, geprägt 313 n. Chr. in Ticinum, dem heutigen Pavia. Die Vorderseite trägt den Kopf und Namen des Licinius. Auf der Rückseite steht Sol, die rechte Hand erhoben, in der linken einen Globus.

Die Inschrift SOLI INVICTO COMITI richtet sich an den unbesiegten Sol als Begleiter. An dieser Münze begegnet der Gott neben einem konkreten Herrscherbild. Es ist Licinius; die Darstellung darf nicht allein wegen des Jahres oder des Solmotivs Konstantin zugeschrieben werden. Die Bildangaben folgen hier der Museumsbeschreibung, keiner selbst betrachteten Fotografie.

Ein alter Name wird verschieden erklärt

Varro führt für Sol mehrere Erklärungen an: einen sabinischen Sprachbezug oder das alleinige Leuchten, durch das Tag entstehe. Auch Balbus verbindet in Ciceros Dialog sol mit solus, allein, und nennt als Begründungen die Größe der Sonne oder das Verblassen der anderen Sterne bei ihrem Aufgang.

Solche Erklärungen zeigen, wie antike Autoren göttliche Namen verständlich machen. Sie sind nicht als heutige sprachwissenschaftliche Nachweise übernommen. Auch das Wort Begleiter auf der Münze erfüllt eine andere Aufgabe als die Namensdeutung: Es stellt eine Beziehung her, statt die Herkunft des Namens zu erklären.

Benannte Altäre und begrenzte Gleichsetzungen

Varro zählt Sol unter den Gottheiten auf, denen König Tatius nach den von ihm referierten Annalen Altäre gelobt habe. An anderer Stelle verbindet er Sol mit Apollo, schränkt eine entsprechende Gleichsetzung aber auf einige ein. Beides sind Aussagen dieses antiken Textes, keine hier selbst gelesene Gesamtheit der Annalen.

Die Verbindung zu Apollo wird deshalb nicht zur Regel für jedes Solzeugnis. N894 besitzt einen anderen zeitlichen und politischen Zusammenhang. Lunas Profil eröffnet dazu einen Vergleich mit einem republikanischen Münzbild: Ein Himmelskörper kann als göttliche Gestalt dargestellt werden, ohne überall dieselbe konkrete Rolle einzunehmen.

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Licinius und Sol auf zwei Seiten
London Museum N894: Description, Object details und Rückseitenumschrift

Ein alter Name wird verschieden erklärt
De lingua Latina 5, Kapitel X: Absatz Sol vel quod; De natura deorum II.68; Sprecherrahmen II.1–3

Benannte Altäre und begrenzte Gleichsetzungen
De lingua Latina 5, Kapitel X: Absätze Sol vel quod und Feronia; London Museum N894: Beschreibung und Datierung

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

N894: Münzbeschreibung des London Museum

London Museum N894: Beschreibung, Objektdaten und Rückseitenumschrift. Licinius, Ticinum 313 n. Chr. und Sols Attribute sind kataloggebunden; keine selbst betrachtete Münzfotografie.

Antikes Zeugnis und heutige Datierung beziehungsweise Dokumentation unterscheiden.

Sprache: Englisch

Benutzte Ausgabe

London Museum: Licinius und Sol

N894, Ticinum, 313, Beschreibung und Umschrift; Foto kommerziell lizenzpflichtig und nicht übernommen.

Zeit des antiken Zeugnisses und heutige Edition beziehungsweise Dokumentation getrennt.

Sprache: Englischer Museumsdatensatz

Überlieferter Text

Varro: De lingua Latina

De lingua Latina 5, Kapitel X, Absätze Sol vel quod und Feronia, als lateinischer Lesetext: alternative Namensdeutungen, eingeschränkter Apollobezug und referierte Tatiusaltäre. Keine unabhängig gelesenen vollständigen Annalen.

Entstehung des Zeugnisses und heutige Edition beziehungsweise Dokumentation getrennt behandeln.

Sprache: Latein

Benutzte Ausgabe

Varro: Licht, Feuer und Namen

Buch 5, Kapitel X, vom Absatz Sol vel quod bis vor XI; genaue Absatzanfänge statt erfundener Nummern.

Zeit des antiken Zeugnisses und heutige Edition beziehungsweise Dokumentation getrennt.

Sprache: Lateinische Leseausgabe

Überlieferter Text

De natura deorum

Nur De natura deorum II.68 mit Sprecherrahmen II.1–3 in Rackhams englischer Übersetzung: Balbus’ Sol-/Solusdeutungen. Älterer philosophischer Zusammenhang, getrennt von N894.

Antikes lateinisches Werk; die hier verwendete Auswahl belegt keine präzise Erstkomposition.

Sprache: Latein

Benutzte Ausgabe

Cicero De natura deorum – Rackham1933

Benutzte Online-Ausgabe, keine hier eigenständig kollationierten antiken Textzeugen. Lektüreumfang je Quelle dokumentiert.

1933.

Sprache: Englisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Datierte kaiserzeitliche Münzdarstellung und gesonderte ältere römische Namensdeutungen.
Verwendeter Ausschnitt
Die auf dieser Seite benannten Werkfenster: London Museum N894: Beschreibung, Objektdaten und Rückseitenumschrift. Licinius, Ticinum 313 n. Chr. und Sols Attribute sind kataloggebunden; keine selbst betrachtete Münzfotografie.; De lingua Latina 5, Kapitel X, Absätze Sol vel quod und Feronia, als lateinischer Lesetext: alternative Namensdeutungen, eingeschränkter Apollobezug und referierte Tatiusaltäre. Keine unabhängig gelesenen vollständigen Annalen.; Nur De natura deorum II.68 mit Sprecherrahmen II.1–3 in Rackhams englischer Übersetzung: Balbus’ Sol-/Solusdeutungen. Älterer philosophischer Zusammenhang, getrennt von N894.
  1. London Museum N894: Sol auf einer Münze des Licinius

    London Museum; Leihgabe Thomas Layton Trust · Antiker Text beziehungsweise Objekt; heutige Edition oder Dokumentation gesondert.

    Objektbeschreibung, Metadaten N894 und Bildlizenzhinweis vollständig als Text gelesen: Licinius, Ticinum, 313, Sol-Darstellung und Umschrift. Keine Bildbetrachtung.

    Begrenzte tatsächlich gelesene Textstelle oder Katalogbeschreibung; keine Volllektüre der Werke und zitierten Bibliografie, keine Objektautopsie, Bildrechtefreigabe oder externe Fachgegenlektüre. Foto kommerziell lizenzpflichtig; textliche Beschreibung statt Bildübernahme. Abgerufen am 2026-10-02.

  2. Varro: Licht, Feuer, Krieg und benannte Altäre

    Marcus Terentius Varro; The Latin Library · Antiker Text beziehungsweise Objekt; heutige Edition oder Dokumentation gesondert.

    De lingua Latina 5, Kapitel X: vollständiger zusammenhängender Text vom Absatz Sol vel quod bis vor XI gelesen. Die Ausgabe zeigt hier keine modernen Paragraphenziffern; genaue Absatzanfänge werden angegeben.

    Begrenzte tatsächlich gelesene Textstelle oder Katalogbeschreibung; keine Volllektüre der Werke und zitierten Bibliografie, keine Objektautopsie, Bildrechtefreigabe oder externe Fachgegenlektüre. Abschnittnummern nicht aus der unnummerierten Ausgabe erfunden; Absatzanfänge bezeichnet. Abgerufen am 2026-10-02.

  3. De natura deorum II: Balbus über Jupiter und griechische Göttergeschichten

    Cicero; englische Übersetzung H. Rackham, Loeb Classical Library 1933; LacusCurtius

    II.60–72 vollständig gelesen, insbesondere 63–66 und 70–72; Dialogkontext und Sprecher Balbus in II.1–4 geprüft, weitere Anfangspassagen bis 16 gelesen. Editionsangaben überprüft.

    Stoische Position des Dialogsprechers Balbus, keine pauschale Lehre Ciceros oder aller Römer. Antike Namendeutungen nicht als moderne sprachwissenschaftliche Etymologien übernommen. Keine Volllektüre des Gesamtwerks. Abgerufen am 2026-09-26.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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