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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Nommo: Wasser, Arche und Vermittlung

Welche Nommo-Rolle gehört zu welcher Erzählung oder Objektdeutung?

3–4 Minuten Lesezeit · Bildbetrachtung nach eigener Zeit

Eine heutige Bilddeutung

Drei frei gestaltete Erwachsene vergleichen in einem erfundenen heutigen Gespräch getrennte Dokumente; eine Frau spricht, ein Mann hält ein Notizbuch und eine weitere Person prüft Unterlagen.
Heutige KI-Interpretation von Gespräch, Dokumentation und kritischer Nachprüfung. Menschen, Raum und Papierdarstellungen sind frei erfunden; keine Porträts benannter Auskunftspersonen oder Forschender, keine Nachstellung der Erhebung von 1950. Die abstrakten Punkte und Formen sind keine kopierten Sternkarten oder religiösen Zeichen. Textgrundlage

Die Arche dieser Fassung

Nach der Störung der Ordnung gestaltet Amma im 2024 referierten Bericht Nommo als Wasserwesen. Vorfahren und Geschaffenes gelangen in einer Arche zur Erde; danach erscheint der erste Morgen. Die Fassung erzählt einen Weltanfang. Ihre Erwähnung eines Sterns ist kein Nachweis einer historischen astronomischen Entdeckung.

Nommo lehrt

Auf der folgenden Seite beschreiben Dembélé und Timbine Nommo als Lehrer der ersten Menschen. Sie referieren Geneviève Calame-Griaule: Sprache, Weben und Landwirtschaft werden miteinander verbunden. Nommo erhält hier eine eigene Tätigkeit, die über seine Erschaffung hinausführt. Gelesen ist dieser vermittelte Abschnitt; das angeführte Buch von 1997 ist nicht unabhängig kollationiert. Die Erzählung belegt keine archäologisch datierte Erfindung einer Technik.

Andere Bezüge in der Nachprüfung

Van Beek beschreibt Nommo dagegen als Wassergeister, deren einzelne Darstellung für mehrere Wesen stehen kann. Diese regionale Forschungsbeschreibung und die Arche der zuvor genannten Fassung ergeben keine automatisch einheitliche Figur. Der Quellenvergleich bleibt Teil des Profils.

Nachlesen: [2] 146

Ein Gegenstand ist kein sicherer Figurenname

Beim Met-Reiter 1978.412.487 sind Kulturattribution und Tieridentität unsicher. Paoletti referiert 2018 Deutungen, die Reittier und Nommo verbinden. Das ist eine benannte kunsthistorische Lesart, keine überlieferte Identifizierung durch den unbekannten Hersteller. Der Gegenstand kann die Frage nach Vermittlung schärfen, ohne ein gesichertes Nommo-Porträt zu werden.

Selbstvermittlung bleibt ein eigener Zugang

Togos Interview über Ginna Dogon beschreibt kulturelle Darstellung als Aufgabe benannter Menschen und ihrer Organisation. Es belegt keine bestimmte Nommo-Version. Gerade diese Grenze verhindert, dass ein allgemeines Kulturinterview stellvertretend als Zustimmung zu jeder fremden Kosmologie ausgelegt wird.

Der Vergleich lässt Unterschiede stehen

Die Arche von 275, die Lehrerhandlung von 276 und van Beeks Beschreibung mehrerer Wasserwesen beantworten unterschiedliche Fragen. Lies jeweils mit, wer erzählt oder deutet. Das Kulturinterview mit Mamadou Togo ist ein weiterer, eigener Zugang zur Selbstvermittlung; es wird nicht zur Bestätigung einer dieser Nommo-Fassungen umgedeutet.

Die Figur in ihren Quellen

Nommo

Vergleichbare Namensbezüge in verschiedenen Zugängen, keine unbewiesene einheitliche Genealogie.

Benannte Fassung
146

Gegenstand oder Zeichen in den Quellen

Arche im 2024 referierten Weltanfang

Erzählgegenstand, kein archäologisch nachgewiesenes Fahrzeug.

Benannte Fassung
275

Gegenstand oder Zeichen in den Quellen

Met-Reiter 1978.412.487

Unsicher attribuierter Gegenstand mit referierten Deutungen, kein bestätigtes Nommo-Porträt.

Benannte Fassung
Essay und Objektdetails

Person im Quellenbezug

Geneviève Calame-Griaule

Autorinnencredit des referierten Buchs von 1997, keine unabhängige Volllektüre dieses Buchs.

Benannte Fassung
276

Gruppe oder Wesentyp in den Quellen

Erste Menschen in der vermittelten Lehrerhandlung

Unbenannte Erzählgruppe auf S. 276; keine identifizierte historische Bevölkerung und nicht mit der anders gezählten Archegruppe verschmolzen.

Benannte Fassung
276

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Un système soudanais de Sirius

Vier benannte Hauptauskunftspersonen; ihre Aussagen sind laut S. 274 in einem gemeinsamen Referat zusammengeführt. Keine wörtliche Originalaufnahme.

Journal de la Société des Africanistes 20(2), 1950, S. 273–294; Erhebung laut S. 273 von 1946 bis 1950. Digitale Vermittlung über Persée.

Sprache: Französisches Erhebungsreferat; Sanga-/Wazouba-Sprachen der Auskunftspersonen ausdrücklich zugeschrieben. Keine unabhängig gelesene Originalsprachtranskription.

Benutzte Ausgabe

Persée: ausgewählte öffentliche Textseiten 273–275

Ausgewählte Erhebungseinleitung und grafische Zuschreibung, kein vollständiger Artikel oder gesamte Griaule-Kosmologie.

Journal de la Société des Africanistes 20(2), 1950, S. 273–294; Erhebung laut S. 273 von 1946 bis 1950. Digitale Vermittlung über Persée.

Sprache: Französisches Erhebungsreferat; Sanga-/Wazouba-Sprachen der Auskunftspersonen ausdrücklich zugeschrieben. Keine unabhängig gelesene Originalsprachtranskription.

Überlieferter Text

Dembélé/Timbine: ausgewählte vermittelte Weltanfangs- und Lehrerhandlung

Ausgewählte Seiten 275–276: Weltei und Arche sowie Lehrerhandlung als getrennte Leseabschnitte. Die dort referierten Originalbücher wurden nicht unabhängig gelesen.

Beitragsrahmen von 2024; die Dissertation vom November 2024 und Calame-Griaule 1997 sind referierte Wege. Der Downloadpfad von 2025 datiert weder Ursprungserzählung noch Feldaufnahme.

Sprache: Gedrucktes Französisch; keine Originalaufnahme aus Ondogou

Benutzte Ausgabe

Öffentliches AFJOLIH-PDF: gewählte Seiten 275–276

Lokal archivierter und gehashter Textzeuge; S. 275 erneut gelesen, S. 276 gelesen und am Scan gesehen. Keine Vollbuchkollation.

Beitragsrahmen von 2024; die Dissertation vom November 2024 und Calame-Griaule 1997 sind referierte Wege. Der Downloadpfad von 2025 datiert weder Ursprungserzählung noch Feldaufnahme.

Sprache: Gedrucktes Französisch; keine Originalaufnahme aus Ondogou

Welche Zeit ist gemeint?

  • Die jeweilige Erzählung handelt vom Weltanfang; diese Erzählzeit wird nicht in ein historisches Ursprungsjahr umgerechnet.
  • Die Formierungszeit des gesamten Figurenstoffs ist aus diesen ausgewählten Forschungs- und Vermittlungsfenstern nicht festgestellt.
  • Die Quellenauswahl beansprucht keinen frühesten Gesamtbeleg aller Amma-/Nommo-Traditionen.
  • 2024: Dembélé/Timbines Beitrag und sein referierter November 2024-Dissertationsbezug. Alte Erzählreferate sind von der regionalen Institutionsforschung getrennt; kein heutiger astronomischer Beweis.
  • 1978 und 1979–1980: van Beeks ausgewiesene Annäherungs- und Forschungsphasen; spätere Rückkehrbesuche gehören zu seinem eigenen Nachprüfungsrahmen.
  • April 1991: Veröffentlichung der Nachprüfung und des mehrstimmigen Kommentarstreits. Unterschiedliche Forschungsfragen und Einwände bleiben sichtbar.
  • 2018: Paolettis gewählter Essay zur unsicher zugeschriebenen Reiterfigur 1978.412.487; Publikations- und Inventarangaben datieren kein gesichertes Nommo-Porträt.
  • 27. Oktober 2014: Togo-Interview über Ginna Dogon und geplante Kulturvermittlung 2015. Keine Bestätigung der Durchführung oder eines heutigen Amts.
  • 1946–1950: im Sirius-Artikel ausgewiesene Erhebung bei benannten Menschen; kein Datum des Ursprungs ihres Wissens.
  • 1950: Veröffentlichung des zusammengeführten französischen Referats; keine eigene vollständige Originaltranskription.

Die Datierung eines Zeugnisses ist kein Geburtsdatum des gesamten Erzählstoffs.

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Nommos Arche-/Lehrerhandlung, anders beschriebene Wasserwesen und unsichere kunsthistorische Objektdeutung.
Verwendeter Ausschnitt
Dembélé/Timbine 275–276 und van Beek 146 sind verschiedene Nommo-Zugänge. Paoletti 2018 und Togo 2014 werden nicht zu Belegen einer einzigen universellen Figurenbiografie.
  1. Dembélé und Timbine: Ondogou-Forschung und vermittelte Kosmogonie

    Afou Dembélé und Ali Timbine, Universität Yambo Ouologuem, Kabala/Bamako

    Ausgewählte gedruckte 268/269/275 gelesen; 275 visuell gesehen. Später gedruckte 276/PDF 9 zusätzlich textuell und am Scan gelesen: vermittelte Nommo-Lehrerhandlung und ausdrücklich referierter Calame-Griaule 1997-Zugang. Zwölfseitiges PDF archiviert, keine vollständige Artikellektüre.

    Nicht gesamte Publikation oder referierte Dissertation gelesen. Vermittelte vereinfachte Erzählung ist keine eigene Tonaufnahme aus Ondogou. Ägyptische Abstammungs-/Göttergleichsetzungen und Siriusdeutung nicht unabhängig bestätigt. Abgerufen am 2026-10-11.

  2. Dogon Restudied 1991: Nachprüfung und benannte Gegenargumente

    Walter E. A. van Beek; Kommentare Mary Douglas, Paul Lane und Claude Meillassoux

    Öffentlicher Hochschulhost: 30-Seiten-PDF regulär archiviert. Ausgewählte 139/143/145/146/157 und Kommentare 161–164 gelesen; später 145/146/156/157/160–162 erneut textuell gelesen. 147 war nur am umgedrehten Scan sichtbar und wurde nicht als Namensbeleg verwendet. Keine Volllektüre aller 30 Seiten.

    Kein gesamter 30-Seiten-Read oder eigene Nachbefragung. Nachprüfung und Kommentare bleiben zugeschriebene Forschungspositionen; keine pauschale Fälschungsdiagnose für alle Dogon-Überlieferungen. Tilburg/Leiden Zugangsfehler und unlesbare Web-Screenshots nicht als Lektüre behauptet. Abgerufen am 2026-10-11.

  3. Met-Reiter 1978.412.487: unsichere Identität und zugeschriebene Deutung

    Giulia Paoletti, The Metropolitan Museum of Art, 2018

    Öffentlichen vollständigen Essay und angezeigte Objectdetails gelesen.

    Unsichere Dogon/Tellem- und Tierattribution nicht aufgelöst. Referierte Dieterlen/Laude/de Grunne-Originale nicht selbst vollständig gelesen. Kein vollständiger Provenance-Tab; konkretes Fotodownloadverbot respektiert. Abgerufen am 2026-10-11.

  4. Mamadou Togo: kulturelle Selbstvermittlung im Interview 2014

    Mamadou Togo im Interview mit Boubacar Yalkoué, Le Pays/Maliweb

    Vollständiger öffentlich lesbarer Interviewhaupttext vom 27.10.2014 gelesen.

    Keine Original 1990 Broschüre, Veranstaltung 2015 oder Audioaufnahme selbst gesehen/gehört. Benannte datierte Vereinsposition, kein heutiger Amtsnachweis oder allgemeines Mandat für alle Dogon. Abgerufen am 2026-10-11.

  5. Griaule und Dieterlen: benannte Erhebung des Sirius-Berichts 1950

    Marcel Griaule und Germaine Dieterlen

    Öffentliche Textseiten 273–275 vollständig gelesen: vier Hauptauskunftspersonen, Erhebung 1946–1950, Zusammenführung der Aussagen, zugeschriebene grafische Bezüge.

    Kein vollständiger 22-Seiten-Read, keine eigene Originalsprachenkollation oder Tonaufnahme. Zusammengeführtes Referat ist kein wörtliches Gesprächsprotokoll; Ursprung astronomischer Angaben bleibt laut Autoren ungeprüft. Abgerufen am 2026-10-11.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-11. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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