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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Šapaš: Helfen, suchen und einen Kampf wenden

Die Sonnengöttin hilft bei Baals Bestattung, erhält einen Suchauftrag und greift durch eine Warnung in den Streit ein.

2–3 Minuten Lesezeit

Der Sonnenbezug steht in mehr als einem Bild

Die historische Übersetzung nennt Šapaš die Leuchte der Götter. Eine wiederkehrende Passage verbindet ihren Glanz beziehungsweise ihre Hitze mit Mots Macht. Gerade diese Wörter werden in der Forschung unterschiedlich gedeutet.

Wikander begründet eine Lesart über brennende Hitze und Dürre. Die Sonnengöttin ist dadurch jedoch nicht einfach auf eine schädliche Naturkraft festgelegt. Andere Stellen zeigen sie als Helferin.

Hilfe am toten Körper und Suche nach dem Lebenden

Anat erhält ihre Hilfe bei Baals Körper und Bestattung. Später verlangt El nach der Suche; zwischen den erhaltenen Szenen bleiben Lücken. Die Erzählung bewahrt keine hier ausmalbare, vollständige Rückkehrreise.

Unterscheide deshalb die Aufgaben am jeweiligen Punkt: tragen und bestatten, eine Nachricht aufnehmen, suchen. Eine allgemeine Etikette wie Totengöttin würde diese wechselnden Beziehungen nur unvollständig beschreiben.

Sie spricht eine wirksame Warnung aus

Im erneuten Kampf zwischen Baal und Mot erinnert Šapaš an die Macht Els. Mot lenkt ein. Ihre Rede verändert damit die Entscheidung, die reine Gewalt zuvor nicht dauerhaft herbeigeführt hat.

Dieses Profil bleibt bei den benannten ugaritischen Textfenstern. Ähnliche Sonnenbezeichnungen anderer Sprachen oder Kultorte sind damit nicht automatisch dieselbe Gestalt.

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Im benannten Erzählzusammenhang
Wie verbindet die Erzählung Sonnenbezüge mit praktischer und politischer Vermittlung?

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Baal-Zyklus, KTU 1.1–1.6

Hier das ausdrücklich gelesene frühe Ginsberg-Fenster und/oder der bereits erschlossene Mot-Teil. Moderne KTU-Werkbezeichnung ist keine Behauptung einer neuen vollständigen aktuellen Primäredition.

Antiker ugaritischer Tafelkomplex; Erzählzeit, Entstehung und erhaltene Niederschrift sind verschiedene Ebenen.

Sprache: Ugaritisch

Benutzte Ausgabe

Ginsberg: frühe Baal-/Anat-Teile, vorhandener ANET-Auszug PDF 2–10

Einleitung und Abschnitte mit alten Editionssiglen VI AB, III AB C/B, II AB A, Fragment b, II AB und V AB. Eine vorläufige Editionsreihenfolge ist keine lückenlose antike Erzählfolge. Keine eigene Konkordanz aller alten Siglen mit modernen KTU-Nummern behauptet.

Vorhandener Auszug der ANET-Ausgabe 1969.

Sprache: Englische historische Fachübersetzung ugaritischer Texte

Benutzte Ausgabe

H. L. Ginsberg: Baal und Anat, ANET 1969, S. 138–141

Historischer Lesezugang: g.I*AB und h.IAB; moderne Arbeitsbezeichnungen KTU 1.5 und 1.6. Keine neue Handschriftenautopsie oder Kollation.

Dritte ANET-Ausgabe mit Supplement, 1969.

Sprache: Englische Übersetzung ugaritischer Texte

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Benannte ugaritische Baal-/Kirta-/Aqhat-Zusammenhänge
Verwendeter Ausschnitt
Historischer Ginsberg-Auszug mit markierten Lücken; vorhandene Wikander- und ergänzende EUPT-/Budin-Fenster
  1. Baal und Anat: frühe Erzählteile im vorhandenen Ginsberg-Auszug

    H. L. Ginsberg · ANET-Ausgabe 1969; historische Lesungen und Anordnung

    Vorhandene PDF-Seiten 2–10 jetzt vollständig als native Seitenbilder gelesen: Einleitung/alte Editionssiglen, Yam-Konflikt, Hausbau sowie der in dieser Ausgabe anders eingeordnete V-AB-Teil. Sichtbar nummerierte Druckseiten 130–137; erste Einleitungsseite im Auszug ohne sichtbare Seitenzahl. Keine erneute Akquise oder Textextraktion.

    Historische englische Übersetzung, keine aktuelle vollständige KTU-Edition oder eigene ugaritische Zeichenlesung. Die alten Siglen und teils ausdrücklich vorläufige Reihenfolge werden nicht blind in moderne Tafelnummern umgerechnet. Zweifelhafte Ergänzungen, Sprecherzuweisungen und identitätsbezogene Deutungen der alten Fußnoten nicht als gesicherte Tatsachen übernommen. Der bereits gelesene Mot-Teil bleibt über den bestehenden separaten Lesebeleg gebunden. Keine öffentliche Scanreproduktion. Abgerufen am 2026-10-16.

  2. Ugaritic Myths, Epics, and Legends: Poems about Baal and Anath

    H. L. Ginsberg; in James B. Pritchard (Hg.), Ancient Near Eastern Texts Relating to the Old Testament · Third Edition with Supplement, Princeton University Press, 1969; hier S. 138–141.

    Titelseite und Übersetzerüberschrift PDF 1–2; PDF 7 und 11–15 als native Seitenbilder tatsächlich gelesen. Für die beiden Exponate ausschließlich Druck S. 138–141, Abschnitte g.I*AB und h.IAB (KTU 1.5–1.6).

    Historische englische Fachübersetzung mit zahlreichen Lücken und damaligen Lesungen. Keine eigene Übersetzung aus dem Ugaritischen, keine Autopsie oder vollständige Lektüre von KTU 1.1–1.6. Appendix auf S. 141–142 nicht als Fortsetzung des Zyklus behandelt. Scans nicht öffentlich reproduziert. Abgerufen am 2026-10-16.

  3. Drought, Death, and the Sun in Ugarit and Ancient Israel. A Philological and Comparative Study

    Ola Wikander · Eisenbrauns 2014, Coniectanea Biblica OT 61; ISBN 9781575068275.

    Gedruckte S. 23–35, 52–53, 66–76 und 80–82 vollständig tatsächlich gelesen; Frontmatter PDF 1–11. Druckseite +17 = PDF-Seite. Weitere vorbereitete Ausschnitte nicht pauschal als gelesen geführt.

    Begrenzte Ausschnittlektüre der Ausgabe 2014, nicht Volllektüre und nicht die Dissertation 2012. Referierte Gegenpositionen sind nicht unabhängig gelesene Werke. Keine öffentlichen Buchseiten oder Abbildungen; nur begrenzte deutsche Erläuterung. Abgerufen am 2026-10-16.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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