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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Ḫannaḫanna: Ein Rat verändert die Suche

Im ausgewählten Telipinu-Text berät Ḫannaḫanna den Wettergott und entsendet die Biene.

2 Minuten Lesezeit

Beratung ist eine Handlung

Der besorgte Wettergott fragt Ḫannaḫanna nach dem weiteren Vorgehen. Sie verweist ihn nicht nur auf einen anderen Helfer, sondern fordert zunächst sein eigenes Suchen. Als auch dieser Weg scheitert, wird die Biene ausgesandt.

Die kleine Suchende widerspricht der Erwartung des Wettergottes. In dieser Konstellation besitzt Ḫannaḫanna Handlungsmacht durch die Wahl eines unerwarteten Mittels. Das ist eine genauere Beschreibung als eine allgemeine Rolle als ältere Ratgeberin.

Nachlesen: [1] Kola 47–69

Die Grenze dieses Profils

Der Zugang bleibt bei der ersten Fassung von CTH 324. Die Lücke nach dem Auftrag an die Biene wird nicht durch eine andere Erzählung verdeckt. Auch ein umfassender Stammbaum oder eine Herkunftsgeschichte Ḫannaḫannas folgt aus dieser Szene nicht.

Vergleiche ihren Rat mit Kamrušepas späterem Eingreifen: Welche Schwierigkeit bearbeitet die Suche, welche die Beruhigung? Zwei helfende Figuren erhalten dadurch unterschiedliche Aufgaben.

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Im benannten Quellenfenster
Was leistet eine beratende Figur, wenn die Mächtigen erfolglos bleiben?

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Telipinu, erste Fassung (CTH 324.1)

Der ausdrücklich benannte und tatsächlich gelesene Textzusammenhang.

Antiker Textzusammenhang; kein Trägerdatum aus erzählter Zeit oder modernem Editionsdatum abgeleitet.

Sprache: Hethitisch, hier über deutsche wissenschaftliche Übersetzung

Erhaltener Textzeuge

KUB 17.10, Zeuge A; weitere im Lesetext aufgeführte Zeugen B und C nicht mit diesem Einzelträger gleichgesetzt.

KUB 17.10, Zeuge A; weitere im Lesetext aufgeführte Zeugen B und C nicht mit diesem Einzelträger gleichgesetzt.

Trägerbezeichnung aus der Editionsübersicht, keine neue Tafelautopsie.

Sprache: Hethitisch in Keilschrift

Benutzte Ausgabe

Telipinu, erste Fassung (CTH 324.1) – benannte deutsche Online-Ausgabe

Zusammengesetzter, mit Ergänzungen und Unsicherheitsmarkierungen vermittelter Lesetext; nicht mit dem vollständig erhaltenen Wortlaut eines einzigen Trägers gleichgesetzt.

TITUS 2010

Sprache: Deutsch nach Hethitisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Konkret bezeichnete anatolische/hurritisch-hethitische Text- und Forschungskontexte
Verwendeter Ausschnitt
Die hier bezeichneten CTH-Textfenster und Ausgaben
  1. Telipinu, erste Fassung: deutsche TITUS-Übersetzung CTH 324.1

    TITUS / Marburger Editionsgruppe unter Leitung Elisabeth Rieken; TITUS-Bearbeitung Jost Gippert · TITUS-Fassung 2010

    Gesamter verfügbarer deutscher Lesetext 1–225 einschließlich Zeugenübersicht A–C und aller 78 angezeigten Anmerkungen gelesen.

    Nur erste Fassung; keine Lektüre der anderen Telipinu-Fassungen oder der im Kommentar zitierten Literatur. Die Suche der Biene ist in dieser Fassung lückenhaft. Keine eigene Keilschriftkollation oder öffentliche Wiedergabe der Übersetzung. Abgerufen am 2026-10-17.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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