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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Ugraśravas: Erzählen vom Gehörten

Ugraśravas, im gelesenen Anfang auch Sauti genannt, kommt zu Śaunakas Versammlung. Er berichtet, die Geschichten beim Schlangenopfer aus Vaiśampāyanas Vortrag gehört zu haben. Urheber, Vortragender und weiterer Erzähler bleiben getrennt.

2–3 Minuten Lesezeit

Ein Ankommender erhält einen Platz

Der gelesene Anfang stellt Ugraśravas als Sohn Lomaharṣaṇas vor und nennt ihn auch Sauti. Er kommt zu den Weisen, die an Śaunakas Opfer in Naimiṣa teilnehmen. Sie empfangen ihn und weisen ihm einen Sitz zu. Erst danach fragt einer der Weisen nach seinem Weg.

Dieser Anfang gestaltet Erzählen als soziale Begegnung: Jemand kommt an, wird aufgenommen und erhält Gelegenheit zur Antwort. Die genannten Opferzeiten und Orte werden als Angaben der Rahmenhandlung beschrieben, nicht als unabhängig bewiesene historische Veranstaltung.

Er benennt, von wem er gehört hat

Ugraśravas erklärt, die von Kṛṣṇa-Dvaipāyana, also Vyāsa, gestalteten Geschichten beim Schlangenopfer Janamejayas aus Vaiśampāyanas Mund gehört zu haben. Er berichtet außerdem von Wegen zu heiligen Orten. Der Rahmen lässt das Werk durch mehrere Stimmen und Orte zu den gegenwärtigen Zuhörern gelangen.

Die Namensverbindung Ugraśravas/Sauti gilt hier für diesen ausdrücklich bezeichneten Erzähler. Sie wird nicht ohne Beleg auf alle Personen übertragen, die in anderen Texten Sauti genannt werden. Ebenso wird sein Bericht nicht mit der historischen Arbeit eines modernen Herausgebers verwechselt.

Auch die Schreibgeschichte erreicht uns durch seine Stimme

Im weiteren gelesenen Anfang erzählt Sauti auch, wie Vyāsa Gaṇeśa als Schreiber gewinnt. Die Vereinbarung verbindet ununterbrochenes Schreiben mit dem Verständnis des Gesagten. Später beschreibt die Baumallegorie die Teile des Werkes als zusammenhängendes Ganzes.

Ugraśravas vermittelt hier also selbst eine Geschichte über Vermittlung. Daraus folgt kein erhaltenes Protokoll einer einzelnen historischen Niederschrift. Der begrenzte Zugang endet bei der Baumallegorie; der übrige lange Abschnitt und andere Auftritte des Erzählers werden damit nicht als vollständig erschlossen ausgegeben.

Die Figur in ihren Quellen

Ugraśravas

Ugraśravas, im gelesenen Anfang auch Sauti genannt, kommt zu Śaunakas Versammlung. Er berichtet, die Geschichten beim Schlangenopfer aus Vaiśampāyanas Vortrag gehört zu haben. Urheber, Vortragender und weiterer Erzähler bleiben getrennt. Ausgangspunkt ist ausschließlich der hier benannte englische Erzählzugang.

Ein Ankommender erhält einen Platz
I: Beginn, Abstammungsbezeichnung und Ankunft in Naimiṣa

Er benennt, von wem er gehört hat
I: Bericht über Vaiśampāyanas Vortrag bei Janamejaya

Auch die Schreibgeschichte erreicht uns durch seine Stimme
I: Sautis Weiterbericht, Gaṇeśa-Vereinbarung und Baumallegorie

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Mahābhārata: benannter Ausschnitt des Erzähl- und Schreibrahmens

Abschnitt I: zusammenhängender Beginn von Ugraśravas’ Ankunft bis einschließlich der Baumallegorie; Schreibvereinbarung mit Gaṇeśa darin enthalten.

Historische englische Übersetzung 1883–1896.

Sprache: Englischer Übersetzungszugang aus dem Sanskrit

Benutzte Ausgabe

Mahābhārata: benannter Ausschnitt des Erzähl- und Schreibrahmens – benannter Zugang

Spätere Zusammenfassung und übriger Abschnitt nicht vollständig gelesen. Traditionelle Zuschreibung ist kein historischer Nachweis einer einzelnen Autorschaft.

Historische englische Übersetzung 1883–1896.

Sprache: Englisch; eigene deutsche Erläuterung getrennt

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Mahābhārata; Gangulis ausdrücklich begrenzter englischer Zugang
Verwendeter Ausschnitt
Abschnitt I: zusammenhängender Beginn von Ugraśravas’ Ankunft bis einschließlich der Baumallegorie; Schreibvereinbarung mit Gaṇeśa darin enthalten.
  1. Mahābhārata: benannter Ausschnitt des Erzähl- und Schreibrahmens

    Kisari Mohan Ganguli; Internet Sacred Text Archive · Historische englische Übersetzung 1883–1896.

    Abschnitt I: zusammenhängender Beginn von Ugraśravas’ Ankunft bis einschließlich der Baumallegorie; Schreibvereinbarung mit Gaṇeśa darin enthalten.

    Spätere Zusammenfassung und übriger Abschnitt nicht vollständig gelesen. Traditionelle Zuschreibung ist kein historischer Nachweis einer einzelnen Autorschaft. Abgerufen am 2026-10-06.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-06. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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