Die Drohung hat einen Körper
Mot wird durch das gefährliche Bild des Verschlingens vorgestellt. Baals Boten sollen sich vor seinem Maul hüten. Später meldet die Erzählung Baals Tod; Mot beansprucht, den Gegner verzehrt zu haben.
Der Text verbindet Tod, Abwesenheit und Macht mit körperlichen Bildern. Daraus wird hier weder ein vollständiger allgemeiner Begriff allen Sterbens noch eine medizinische Erklärung einer Krankheit.
Anats Eingriff beseitigt die Grenze nicht für immer
Anat verlangt Baal zurück und behandelt Mot mit einer Folge von Zerschneiden, Worfeln, Verbrennen, Mahlen und Aussäen. Bearbeitet wird Mot; diese Rollenverteilung darf in einem pauschalen Saatkornvergleich nicht verloren gehen.
Später erscheint Mot wieder und streitet erneut mit Baal. Der Ablauf widerlegt die allzu einfache Vorstellung, die erste Gewaltszene habe den Tod ein für alle Mal aus der Erzählwelt entfernt.
Eine Warnung verändert den Kampf
Šapaš verweist auf Els mögliche Reaktion. Mot lenkt ein und Baal herrscht. Die Lösung hängt damit auch an einer vermittelten Drohung innerhalb der göttlichen Ordnung.
Wikanders Untersuchung macht Dürremotive sichtbar, ohne den gesamten Zyklus darauf zu reduzieren. Die sieben Jahre vor dem neuen Streit sind eine Erzählfrist; ein wiederkehrendes Jahresritual müsste gesondert belegt werden.
Die Figur in ihren Quellen
Eine Gestalt, verschiedene Textrollen
Im benannten Erzählzusammenhang
Warum beendet ein gewaltsamer Sieg den Streit um die Herrschaft nicht endgültig?
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Baal-Zyklus, KTU 1.1–1.6
Hier das ausdrücklich gelesene frühe Ginsberg-Fenster und/oder der bereits erschlossene Mot-Teil. Moderne KTU-Werkbezeichnung ist keine Behauptung einer neuen vollständigen aktuellen Primäredition.
Antiker ugaritischer Tafelkomplex; Erzählzeit, Entstehung und erhaltene Niederschrift sind verschiedene Ebenen.
Sprache: Ugaritisch
Benutzte Ausgabe
H. L. Ginsberg: Baal und Anat, ANET 1969, S. 138–141
Historischer Lesezugang: g.I*AB und h.IAB; moderne Arbeitsbezeichnungen KTU 1.5 und 1.6. Keine neue Handschriftenautopsie oder Kollation.
Dritte ANET-Ausgabe mit Supplement, 1969.
Sprache: Englische Übersetzung ugaritischer Texte
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Benannte ugaritische Baal-/Kirta-/Aqhat-Zusammenhänge
- Verwendeter Ausschnitt
- Historischer Ginsberg-Auszug mit markierten Lücken; vorhandene Wikander- und ergänzende EUPT-/Budin-Fenster
- Ugaritic Myths, Epics, and Legends: Poems about Baal and Anath
H. L. Ginsberg; in James B. Pritchard (Hg.), Ancient Near Eastern Texts Relating to the Old Testament · Third Edition with Supplement, Princeton University Press, 1969; hier S. 138–141.
Titelseite und Übersetzerüberschrift PDF 1–2; PDF 7 und 11–15 als native Seitenbilder tatsächlich gelesen. Für die beiden Exponate ausschließlich Druck S. 138–141, Abschnitte g.I*AB und h.IAB (KTU 1.5–1.6).
Historische englische Fachübersetzung mit zahlreichen Lücken und damaligen Lesungen. Keine eigene Übersetzung aus dem Ugaritischen, keine Autopsie oder vollständige Lektüre von KTU 1.1–1.6. Appendix auf S. 141–142 nicht als Fortsetzung des Zyklus behandelt. Scans nicht öffentlich reproduziert. Abgerufen am 2026-10-16.
- Drought, Death, and the Sun in Ugarit and Ancient Israel. A Philological and Comparative Study
Ola Wikander · Eisenbrauns 2014, Coniectanea Biblica OT 61; ISBN 9781575068275.
Gedruckte S. 23–35, 52–53, 66–76 und 80–82 vollständig tatsächlich gelesen; Frontmatter PDF 1–11. Druckseite +17 = PDF-Seite. Weitere vorbereitete Ausschnitte nicht pauschal als gelesen geführt.
Begrenzte Ausschnittlektüre der Ausgabe 2014, nicht Volllektüre und nicht die Dissertation 2012. Referierte Gegenpositionen sind nicht unabhängig gelesene Werke. Keine öffentlichen Buchseiten oder Abbildungen; nur begrenzte deutsche Erläuterung. Abgerufen am 2026-10-16.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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