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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Hebe: mehr als die Jugend am Becher

Hebe reicht in der Ilias Nektar, während die Götter über Troja beraten. Hesiod verbindet sie mit Herakles; eine spätere Holzskulptur macht das Ausschenken sichtbar.

3 Minuten Lesezeit · Bildbetrachtung nach eigener Zeit

Nektar im politischen Gespräch

Zu Beginn des vierten Iliasbuchs sitzen die Götter bei Zeus, und Hebe schenkt Nektar in goldenes Trinkgeschirr. Zugleich richtet sich ihr Blick auf Troja. Zeus spricht über Menelaos, Hera, Athena und Aphrodite und stellt Krieg oder Frieden zur Diskussion. Hebes Tätigkeit steht mitten in einer Versammlung, deren Gespräch menschliche Schicksale betrifft.

Der kurze Auftritt belegt das Ausschenken in dieser Szene. Er erzählt keinen allgemeinen Dienstvertrag und keinen späteren Austausch Hebes durch Ganymedes. Aus dem konkreten Becherbild wird deshalb keine erfundene Geschichte darüber, weshalb sie ihre Aufgabe verloren hätte.

Nachlesen: [1] Ilias 4,1–19

Eine eigene Beziehung zu Herakles

Hesiod nennt Hebe mit Ares und Eileithyia als Kind von Hera und Zeus. Später erzählt das Gedicht von ihrer Ehe mit Herakles, nachdem dieser seine Mühen beendet hat. Die Hochzeit auf dem Olymp gibt Hebe eine andere Beziehung als den Dienst beim Nektar.

Das sind zwei verschiedene Zugänge: eine konkrete Tätigkeit im Epos und eine Verbindung im genealogischen Gedicht. Die Seite liest dafür benannte Fenster, keine vollständige Geschichte aller Hebe-Kulte. Auch die sprachliche Verbindung des Namens mit Jugend wird hier nicht als selbst durchgeführte griechische Wortanalyse ausgegeben.

Ausschenken als spätere Bildidee

Stehende weiß gefasste Figur mit erhobenem Krug, Schale vor der Taille und langem Gewand.
Hebe, Werkstatt Simeon Skillin zugeschrieben, 1801–1806, bemaltes Kiefernholz. The Met 67.248. Spätere Bildfassung; Zuschreibung unsicher. Public Domain / CC0. Bildnachweis Bildlizenz

Holz erhält die Anmutung von Marmor

Das vollständige Foto zeigt eine stehende Figur mit erhobenem Krug, Schale und langem Gewand. Der Met-Katalog datiert die bemalte Kiefernholzskulptur auf 1801–1806 und schreibt sie der Werkstatt Simeon Skillin zu. Diese Zuschreibung bleibt ausdrücklich unsicher. Es ist ein neuzeitliches amerikanisches Objekt, kein erhaltenes antikes Kultbild.

Das Museum vermutet eine Verwendung im Garten und nennt eine starke Ähnlichkeit mit Canovas Hebe von 1801, die durch Stiche verbreitet war. Solche Katalogangaben erklären eine spätere Bildtradition. Die hier sichtbaren Gefäße lassen sich mit dem Ausschenken vergleichen; das Bild beweist jedoch nicht, dass genau diese Szene der Ilias dargestellt sein sollte. Das unbeschnittene Foto wird mit dem Public-Domain-/CC0-Nachweis des Met selbst gehostet.

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Nektar im politischen Gespräch
Ilias 4,1–19

Eine eigene Beziehung zu Herakles
Theogonie 921–923 und 950–955

Holz erhält die Anmutung von Marmor
The Met 67.248; Objektkatalog, API und tatsächlich betrachtetes Hauptfoto

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Hesiod: Theogonie

Genealogisches Gedicht. Die einzelnen Editionskarten nennen die tatsächlich gelesenen Stellen; das Gesamtwerk ist hier nicht vollständig ausgewertet.

Werkebene; hier keine exakte Entstehungsdatierung festgelegt.

Sprache: Altgriechisch

Benutzte Ausgabe

Evelyn-White: Geburt, Eris und Eid

Genau benannte tatsächlich gelesene Fenster der historischen englischen Ausgabe; keine ganze Werklektüre oder eigene griechische Kollation.

Theogonie 211–239, 265–269, 886–929, 950–955; gesonderter 929a-Abschnitt und historische Fußnoten 30–31.

Sprache: Englisch

Überlieferter Text

Homerische Ilias

Erzählwerk; nur ausdrücklich benannte Ausschnitte gelesen, kein vollständig erschlossenes Korpus.

Werkebene; hier keine exakte Datierung festgelegt.

Sprache: Altgriechisch

Benutzte Ausgabe

Murray: Hebe in der Götterversammlung

Genau benannte tatsächlich gelesene Fenster der historischen englischen Ausgabe; keine ganze Werklektüre oder eigene griechische Kollation.

Ilias 4,1–19.

Sprache: Englisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Benannte griechische Gedichte, mythographische Fassungen und örtliche Berichte; spätere Bilder getrennt.
Verwendeter Ausschnitt
Ilias 4,1–19; Theogonie 921–923 und 950–955.
  1. Hebe beim göttlichen Rat über Troja

    Homerische Ilias; englische Übersetzung A. T. Murray · 1924

    Ilias 4,1–19.

    Nur diese Szene; kein Austausch durch Ganymedes oder vollständiger Hebe-Lebenslauf daraus abgeleitet. Abgerufen am 2026-10-01.

  2. Hesiod: Herkunft, verschlucktes Wissen und ein gefährlicher Eid

    Hesiod; englische Übersetzung H. G. Evelyn-White · 1914

    Theogonie 211–239, 265–269, 886–929, 950–955; gesonderter Abschnitt 929a und historische Fußnoten 30–31.

    Nur genannte englische Fenster. 929a und historischer Kommentar getrennt vom Haupttext; kein selbst kollationierter Galen/Chrysippus. Auffälliges dying gods nicht als Sterblichkeit der Olympier übernommen. Abgerufen am 2026-10-01.

  3. Hebe in einer amerikanischen Holzskulptur

    The Metropolitan Museum of Art · Objektkatalog 1801–6

    Öffentlicher Objekttext, API und tatsächlich betrachtetes Hauptfoto; 67.248.

    Offizieller Katalog über web gelesen; API archiviert, kein HTML-Vollarchiv. Spätere Bildfassung und Museumszuschreibung, kein Beweis antiker Kultpraxis. Abgerufen am 2026-10-01.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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