Weltherrscher im Jain-Kosmos
Ṛṣabhas Sohn Bharata zählt im Fachband als erster der zwölf Cakravartins zu den 63 Śalākāpuruṣas. Herrschaft und Entsagung stehen in dieser religiösen Universalgeschichte zusammen. Er ist ein eigener Figurenbezug neben dem gleichnamigen Rāmas-Bruderprofil.
Ein Anspruch gerät in Gefahr
Bharata unterliegt in mehreren Zweikampfarten und setzt schließlich das cakra ein. Die Waffe wirkt in der Erzählung nicht gegen einen Angehörigen derselben Familie. Sein Herrschaftsanspruch und die Kränkung über die Niederlage treiben die Eskalation.
Der Bruder wird zum Gegenbild
Als Bāhubali entsagt, erkennt Bharata die eigene Gier und bittet nicht um einen neuen Kampf. Seine Reue stellt den Herrschaftsanspruch neben den religiösen Verzicht. Die Brüder bleiben unterschiedliche Handlungsträger.
Auch die Darstellung macht Entsagung sichtbar
Der Fachband ordnet Bharata-Darstellungen von Deogadh dem 10.–11. Jahrhundert zu. Aufgegebene Herrschaftszeichen begleiten den meditierenden Körper. Die Bilddeutung ist von der bereits gelesenen Zweikampfhandlung zu unterscheiden.
Die Figur in ihren Quellen
Bharata, jainistische Überlieferung
Dieser Bharata ist der Cakravartin und Sohn Ṛṣabhas in der benannten Jain-Erzählung. Der Name wird nicht mit gleichnamigen Rāmāyaṇa- oder Mahābhārata-Figuren gleichgesetzt. Keine unabhängige Sanskritkollation.
Ein Anspruch gerät in Gefahr
Hemacandra/Johnson, B1-C5-P11
Der Bruder wird zum Gegenbild
Hemacandra/Johnson, B1-C5-P12
Namen in der Quelle
Weitere benannte Rollen und erklärte Gruppen
Die Einträge gehören zu verschiedenen benannten Textfenstern. Namen, Vergleiche und Kollektive werden nicht zu einer einzigen Figur oder einer vollständig identifizierten historischen Gemeinschaft zusammengezogen.
Bharata und Bāhubali: Zweikampf
Bharata und Bāhubali: Brüder und Gegner; Heere, Türhüter, Götter, Somaprabha und Yakṣa-Könige: Nebenrollen
Bāhubali: Entsagung und Erkenntnis
Bāhubali: Meditation; Bharata: Reue; Brāhmī und Sundarī: Vermittlerinnen; Ṛṣabha: Auftraggeber; Somayaśas: Nachfolge; Tiere und Pflanzen: Meditationsszene
Namen in der Quelle
Benannte Referenzen im Bildbefund
Katalog-/Fachreferenzen verschiedener Ebenen, keine behauptete gleichzeitig handelnde Gruppe.
Sumaṅgalā
S.345–346, Erzählreferenzen und unsichere Bilddeutung; lokal im Fachbefund, keine globale Gleichsetzung.
Śakra
S.345–346, Erzählreferenzen und unsichere Bilddeutung; lokal im Fachbefund, keine globale Gleichsetzung.
Kubera
S.345–346, Erzählreferenzen und unsichere Bilddeutung; lokal im Fachbefund, keine globale Gleichsetzung.
Steward/General/Priester oder Zimmermann
S.345–346, Erzählreferenzen und unsichere Bilddeutung; lokal im Fachbefund, keine globale Gleichsetzung.
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Hemacandra: ausgewählte jainistische Lebensgeschichten
Gemeinsame Werkidentität für die ausgewählten Fenster. Keine Gesamtlektüre und keine einheitliche Lebensfassung aller jainistischen Traditionen.
Werkzuschreibung des benannten Textzugangs; keine eigene Datierung des Sanskrittextes.
Sprache: Sanskritüberlieferung über benannte englische Johnson-Zugänge
Benutzte Ausgabe
Bharata, jainistische Überlieferung: ausgewählte Johnson-Fenster
Nur die benannten Teile gelesen. Beschädigte Zuordnungen, Referenzen und andere Kapitelteile werden nicht als unabhängig gesichert ausgegeben.
Benannter Übersetzungszugang; einzelne Druckausgabe nicht am Titelblatt kollationiert.
Sprache: Englischer Textzugang; eigene deutsche Erläuterung getrennt
Welche Zeit ist gemeint?
- Benannter englischer Johnson-Webzugang; Druckdatierung des einzelnen Bandes nicht unabhängig geprüft.
Die Datierung eines Zeugnisses ist kein Geburtsdatum des gesamten Erzählstoffs.
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Ausgewählte jainistische Lebensfenster im Hemacandra/Johnson-Zugang; benannte Fach- und Bildkontexte bleiben getrennte Belege.
- Verwendeter Ausschnitt
- Nur die einzeln benannten Teile; keine Vollkapitel- oder Werklektüre und keine allgemeingültige Lebensfassung aller Traditionen.
- Bharata und Bāhubali: Zweikampf
Hemacandra; englische Übersetzung Helen M. Johnson; benannter Wisdomlib-Webzugang · Benannter englischer Übersetzungszugang; Drucktitelblätter und Sanskritdatierung nicht unabhängig geprüft.
Vollständiger angezeigter Haupttext und 17 Noten über zwei Leseausschnitte.
Kosmische Waffenwirkung und Gewaltvergleiche als Erzählung; Notenreferenzen nicht selbst geprüft. Keine vollständige Kapitel-/Werklektüre oder eigene Sanskritkollation. Abgerufen am 2026-10-07.
- Bāhubali: Entsagung und Erkenntnis
Hemacandra; englische Übersetzung Helen M. Johnson; benannter Wisdomlib-Webzugang · Benannter englischer Übersetzungszugang; Drucktitelblätter und Sanskritdatierung nicht unabhängig geprüft.
Vollständiger angezeigter Haupttext und eine Note.
Extreme Askese ist kein Praxisrat. Das Subjekt der Somayaśas-Nachfolge nicht über eine unklare Pronomenkette hinaus ergänzt. Keine vollständige Kapitel-/Werklektüre oder eigene Sanskritkollation. Abgerufen am 2026-10-07.
- Encyclopaedia of Jaina Studies I: ausgewählte Bild- und Figurenbefunde
Sagarmal Jain (Chief Editor); Maruti Nandan Prasad Tiwari, Kamal Giri, Harihar Singh (Editors), Parshwanath Vidyapeeth2010
Titel-/Imprintangaben der Webseiten3–4 und Autorenangabe im Vorwort gelesen. Verwendete Abschnitte: Ajitanātha S.266; Abhinandana S.267–268; Śītalanātha S.272; Vimala/Ananta S.273; Dharmanātha S.273–274; Munisuvratas Bild-/Erzähltafeln S.278; Bharata Muni S.345–346. Entsprechende Webseiten288–290,294–296,300,367–368, jeweils nur benannte Abschnitte; keine Vollbandlektüre.
OCR-Zugang, beiS.274/346 teils vermischte Spalten. Objektzuordnung und Datierung sind Befunde des Fachbandes, keine eigene Inschriftenlesung oder aktuelle Standortkontrolle. Keine Abbildungen übernommen, keine Bildrechte angenommen. Foto-/Plattenverweise nicht als selbst visuell geprüfte Reproduktionen ausgegeben. Abgerufen am 2026-10-08.
- Vālmīki Rāmāyaṇa 1.18: vier Söhne und zwei Bindungen
Desiraju Hanumanta Rao, englische Prosaübersetzung mit Erläuterungen; Valmikiramayan.net · Webseite Copyright 1999, Revision „April 04“; keine eigene Datierung der Sanskritschichten.
Vollständige englische Prosa, Zusammenfassung, eingeschobene englische Übersetzererläuterungen und Footer zu Bāla Kāṇḍa18 gelesen. Sanskritzitate gesehen, nicht philologisch kollationiert; Bild nicht betrachtet.
Benannte englische Übersetzung in Webvermittlung, keine Sanskrit-/Pālikollation, Gesamtwerklektüre oder historische Bestätigung der Erzählereignisse. Eingeschobene Kommentare und wertende Figurenreden bleiben zugeordnet. Keine fremden Übersetzungstexte oder Bilder für Besucherseiten kopiert; eigene deutsche Erläuterungen. Abgerufen am 2026-10-05.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-08. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
Eine Korrektur oder ein kulturelles Anliegen melden · Bitte den Titel oder die Seitenadresse nennen.
