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MythaneumDas Museum der Mythologien

Exponat

Ein Druck bekommt eine andere Bedeutung

Wie wird das Bild einer Schlangenkünstlerin in einem benannten regionalen Zugang zu einem Bild für einen Wassergeist?

3–4 Minuten Lesezeit · Bildbetrachtung nach eigener Zeit

Eine heutige Bilddeutung

Ein frei gestalteter erwachsener Kunstschaffender vergleicht ein Papiermotiv mit einer bekleideten Frau und Schlange mit einer hölzernen Deutung desselben Motivs.
Heutige KI-Interpretation des bei Fowler 2008 beschriebenen Bildtransfers vom Hamburger Druckmotiv zur lokalen Holzgestaltung im Niger-Delta, die spätestens 1901 im Forschungsbericht belegt ist. Dies datiert weder die genaue Herstellung des Gegenstands noch einen vollständig nachgewiesenen Transportweg. Person, Werkstatt, Landschaft und beide Motivgestaltungen sind frei entworfen; keine Rekonstruktion des genauen Posters, Gegenstands oder Herstellers. Textgrundlage

Ein konkreter Bildweg

Fowlers Forschungsdarstellung verbindet ein historisches Hamburger Bild der Schlangenkünstlerin Maladamatjaute mit einer spätestens 1901 beschriebenen geschnitzten Deutung im Niger-Delta. Der Bildträger und die spätere religiöse Verwendung sind verschiedene Stationen. Der vermutete Weg über Seeleute oder Händler ist keine vollständige Transportkette; die genauere Unterscheidung von Plakat und Fotografie folgt unten.

Ein anderer Gegenstand zeigt eine weitere Deutung

Die Smithsonian-Darstellung nennt die Guro-Maske 73-7-167 aus Côte d’Ivoire und verbindet ihre Gestaltung mit dem importierten Schlangenkünstlerinnenbild. Dieser konkrete Objektzugang gehört in einen eigenen regionalen Rahmen. Die Maske wird nicht zum Ursprungsbild sämtlicher Mami-Wata-Gestalten.

Was wir am Vergleich prüfen

Ein ähnliches Bild beantwortet nicht alle Fragen. Prüfe getrennt: Wer verbreitete den Druck, wer gestaltete einen neuen Gegenstand, und in welchem Zusammenhang bekam er Bedeutung? Beim Weiterlesen führen die Quellen zu diesen unterschiedlichen Tätigkeiten. Eine vollständige historische Personen- und Besitzkette bleibt noch zu erschließen.

Ein genauerer Ort: Bonny

Drewals ausführlicherer Aufsatz benennt Bonny im Niger-Delta als Ort der Fotografie eines entsprechenden Kopfschmucks durch J. A. Green. Damit erhält der Vergleich einen örtlichen Zeugen. Er trennt zudem das in die 1880er-Jahre eingeordnete Plakat von der um 1887 datierten Studiofotografie; das ursprüngliche Plakat lag ihm nicht vor. Die heutige Illustration rekonstruiert weder Greens Aufnahme noch den genauen historischen Gegenstand.

Person im Quellenbezug

Maladamatjaute im Fowler-Bildbericht

Berichtete Schlangenkünstlerin und Bildgegenstand, kein Götterporträt von Mami Wata.

Benannte Fassung
PDF 2

Gegenstand oder Zeichen in den Quellen

Hamburger Schlangenkünstlerinnen-Druckmotiv im Fowler-Bericht

Berichteter historischer Bildträger, keine hier kopierte Originalabbildung.

Benannte Fassung
PDF 2

Gegenstand oder Zeichen in den Quellen

Geschnitzte Bilddeutung im Niger-Delta, spätestens 1901 belegt

Eigener materieller Bildzugang, keine vollständige Provenienzkette.

Benannte Fassung
PDF 2

Gegenstand oder Zeichen in den Quellen

Guro-Maske 73-7-167

Bestimmter Museumsgegenstand mit eigenem regionalem Rahmen.

Benannte Fassung
Currents

Ort oder Erzählraum in den Quellen

Bonny im fotografischen Bildkontakt

Ort der berichteten Green-Fotografie, nicht automatisch Herstellungsort des Gegenstands.

Benannte Fassung
71

Person im Quellenbezug

J. A. Green im Bonny-Bildbericht

Benannter Fotograf; sein vollständiges Archiv wurde nicht unabhängig gelesen.

Benannte Fassung
71/82

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Mami Wata 2008: gewählte öffentliche Ausstellungsbeschreibung

Begrenzter öffentlicher Publikationsweg, keine vollständige Originalfeld- oder Archivkollation.

Ausstellung vom 6. April bis 10. August 2008; keine heutige Praxiszählung.

Sprache: Gedrucktes Englisch

Benutzte Ausgabe

Mami Wata 2008: benutztes öffentliches PDF

Datei und Lesefenster im Quellenregister; keine gehörten Videos oder Lieder.

Ausstellung vom 6. April bis 10. August 2008; keine heutige Praxiszählung.

Sprache: Gedrucktes Englisch

Überlieferter Text

Mami Wata: Arts for Water Spirits in Africa and Its Diasporas

Ausstellungsvorschau; Vermittlung durch Autor und Beitragende bleibt von Originalinterviews und Objekten getrennt.

African Arts 41(2), Sommer 2008, S. 60–83; ausgewählte Lektüre.

Sprache: Englische Forschungspublikation mit übersetzten oder berichteten Stimmen

Benutzte Ausgabe

Öffentliches Hochschul-PDF: ausgewählte gedruckte Seiten 69–74, 79 und 81–83

24-seitige Datei unverändert über regulären HTTPS-Zugang archiviert und gehasht; nur benannte Seiten gelesen, keine Originalaudios oder Interviewnotizbücher.

African Arts 41(2), Sommer 2008, S. 60–83; ausgewählte Lektüre.

Sprache: Englische Forschungspublikation mit übersetzten oder berichteten Stimmen

Welche Zeit ist gemeint?

  • Es gibt keine durchgehend datierte Erzählzeit oder Einheitsbiografie aller unter diesem Portal behandelten Wasserfiguren.
  • Die Formierung der jeweiligen örtlichen Tradition ist durch die ausgewählten Bild- und Publikationsfenster nicht vollständig datiert.
  • Ein frühester Gesamtbeleg aller Mami-Wata-Traditionen wird nicht behauptet; konkrete Bildkontakte sind davon zu unterscheiden.
  • 1880er-Jahre: Drewal ordnet das historische Plakat diesem Zeitraum zu; Original nicht gefunden. Die um 1887 datierte Studiofotografie ist ein eigener Beleg.
  • Spätestens 1901: die geschnitzte Bilddeutung ist im Forschungsbericht für den Niger-Delta-/Bonny-Zugang belegt. Das ist eine Nachweisgrenze, kein genaues Herstellungsjahr oder lückenloser Transportweg.
  • 2008: verwendete Ausstellungstexte und ausführlicher Forschungsbeitrag. Beschriebene Praxis ist zeitgebunden, kein Beleg sämtlicher heutiger Gemeinschaften.

Die Datierung eines Zeugnisses ist kein Geburtsdatum des gesamten Erzählstoffs.

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Ein örtlich bestimmter Mami-Wata-Bildkontakt und ein anderer Guro-Objektvergleich.
Verwendeter Ausschnitt
Fowler-PDF-Seite 2, Drewal 70–71/82 und Smithsonian-Currents. Keine eigene niederländische Suriname-Quelle oder Anjenu-Kataloglektüre dieser Station.
  1. Fowler 2008: Mami Wata-Bildtransfer und regionale Ausstellungsfälle

    Fowler Museum at UCLA; Gastkurator Henry John Drewal

    Fünfseitige offizielle Pressrelease archiviert, gewählte PDF 1–3 vollständig gelesen und 2 PNG gesehen, entsprechende öffentliche Ausstellungsbeschreibung gelesen. Auswahl Hamburg um 1887/Niger Delta 1901, Freetown 1970er/1980er, Ouidah Agudas und benannte Atlantik-Kontexte.

    Museumvermittelte Forschung, keine eigene Feldaufnahme. Übermittlungsweg des Posters ausdrücklich vermutet, keine vollständige Provenienzkette. Abbildungen/Videos nicht gesehen oder übernommen, Songzeilen nicht kopiert; heutige Praxis nicht aus 2008 behauptet. Abgerufen am 2026-10-11.

  2. Currents: zwei konkrete Mami-Wata-Objektzugänge

    National Museum of African Art, Smithsonian Institution

    Öffentlich indexierten Museumartikelkörper tatsächlich gelesen. Gewählt Guro Face Mask 73-7-167, Côte d’Ivoire, mid 20th century und Anang Mami Wata Figure 2009-16-1, late 20th century/Südost Nigeria. Beschriebener Druck-/Kalenderbildbezug, kein Foto gesehen.

    Direktseiten und Objektlinks im Webreader nicht zugänglich, kein Zugang umgangen. Katalogtextbeleg, keine aktuelle Provenienz- oder Bildrechtsfreigabe. Medizinische/religiöse Zuschreibungen als zugeschriebene Deutungen, keine Wirksamkeitsbehauptung. Abgerufen am 2026-10-11.

  3. Drewal et al. 2008: ausgewählte Mami-Wata-Bildbezüge und regionale Vermittler

    Henry John Drewal, with Marilyn Houlberg, Bogumil Jewsiewicki, John W. Nunley and Jill Salmons

    24-seitiges PDF archiviert; ausgewählte gedruckte Seiten 69–74, 79 und 81–83 textuell gelesen, Scans von 71, 74 und 79 gesehen. Fotografischer Bonny-Beleg, Ekpons Töpferbericht, de-Souza-Bourian in Ouidah und Bildlegenden zweier haitianischer Kunstwerke.

    Ausgewählte Lektüre, kein vollständiger Katalog, Sacred Waters-Buch oder ursprüngliches Interview-/Audio-/Film-/Archivmaterial gelesen. Das Originalplakat lag dem Autor nicht vor; das Fotodatum um 1887 ist kein bestätigtes erstes Druckdatum. Objektdeutungen bleiben zugeschrieben. Keine geschützten Bilder importiert oder medizinische Wirkung behauptet. Abgerufen am 2026-10-11.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-11. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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