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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

al-Khiḍr: unbenannter Diener und spätere Namenszuordnung

Ein von Gott belehrter Diener begleitet Mūsā. Seine zunächst unerklärten Handlungen und die Einwände des Lernenden tragen die Geschichte; der Name gehört zu einem anderen Textbestand.

2–3 Minuten Lesezeit

Eine Bitte zu lernen

In 18,65 trifft Mūsā einen von Gottes Dienern, dem Erbarmen und Wissen gegeben wurden. Mūsā bittet, ihm folgen zu dürfen. Der Diener bezweifelt seine Geduld angesichts von Vorgängen, die er nicht überblickt. Mūsā sagt Geduld und Gehorsam zu; als Bedingung soll er nicht fragen, bis der Diener selbst erklärt. Der Koranabschnitt nennt diesen Diener nicht al-Khiḍr.

Nachlesen: [1] 18,60–70

Einwände gegen drei Handlungen

Der Diener beschädigt ein Schiff, tötet einen Jungen und richtet in einer ungastlichen Stadt eine einsturzgefährdete Mauer auf. Mūsā fragt nach der Gefährdung der Schiffsleute, nennt die Tötung eines Unschuldigen entsetzlich und schlägt bei der Mauer einen Lohn vor. Diese Einwände gehören ausdrücklich zur Erzählung; sie werden nicht aus dem Profil gestrichen.

Nachlesen: [1] 18,71–78

Die Erklärung ist begrenzt zugänglich

Erst beim Abschied erklärt der Diener die Handlungen durch den gewaltsam Schiffe nehmenden König, die Zukunft des Jungen und einen Schatz zweier Waisen unter der Mauer. Er sagt, nicht aus eigenem Antrieb gehandelt zu haben. Das besondere Wissen dieser Figur ist keine für heutige Menschen verfügbare Vollmacht, Gewalt mit einer behaupteten guten Zukunft zu rechtfertigen.

Nachlesen: [1] 18,79–82

Der Name im Hadith

Im gelesenen Hadith 122 heißt der Diener Al-Khadir. Dort erkennen ihn die Bootsleute; ein Sperling dient als Vergleich für das begrenzte Wissen der Menschen. Der Hadith ist ein eigener Überlieferungszugang, der die Namenlosigkeit des Koranabschnitts nicht rückwirkend beseitigt.

Weiterdenken

Was verändert sich, wenn eine Erklärung erst nach einem begründeten Einwand gegeben wird?

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Belegstelle im bezeichneten Text
18,65–82

Namenszuordnung im Hadith
Hadith 122: Al-Khadir, englische Belegform.

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Koran: ausgewählte Familien- und Prophetenerzählungen

Die vollständig gelesene Sure 18 in der benannten englischen Pickthall-Ausgabe, soweit die einzelnen Abschnitte auf dieserSeite erklärt werden.

Verkündigung im frühen 7.Jahrhundert; hier keine einheitliche Feindatierung aller Verse.

Sprache: Arabisches Werk; hier englische Vermittlung

Benutzte Ausgabe

Pickthall: Koran 18,1–110

Tatsächlich gelesenes, einzeln gebundenes Fenster. Die weiteren parallelen Übersetzungen des Downloads werden nicht als gelesene Ausgaben ausgegeben.

Grundübersetzung 1930; Gutenberg-Vergleichsausgabe 2005, Plattformstand 2020, Abruf 2026.

Sprache: Englisch

Überlieferter Text

Ṣaḥīḥ al-Buḫārī: ausgewählter Hadith 3364

Ausgewählter Hadith über Ismails Mutter und den späteren Bau des Hauses; kein gesamtes Hadithwerk gelesen.

Sammlung des 9.Jahrhunderts; eigene Überlieferungs- und Historizitätsprüfung nicht vorgenommen.

Sprache: Arabisches Werk; hier englische Vermittlung

Benutzte Ausgabe

Sunnah.com: englischer Hadith 122

Vollständig gelesener Einzelhadith; keine gesamte Sammlung gelesen.

Digitale englische Ausgabe, Abruf 2026.

Sprache: Englisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Verwendeter Ausschnitt
Die bezeichneten Textfenster und ausdrücklich zugeschriebene spätere Deutungen; keine aus unterschiedlichen Fassungen erfundene historische Biografie.
  1. Koran 18,1–110: Pickthall in Gutenberg 16955

    Koran; englisch Marmaduke Pickthall, Grundübersetzung 1930; digitale Vergleichsausgabe Project Gutenberg 16955

    Englische Pickthall-Verse 18,1–110 vollständig tatsächlich gelesen; keine eigene arabische Übersetzung.

    Ein konkret bezeichnetes Fenster derselben Übersetzung, keine zusätzliche unabhängige Bestätigung. Gutenberg nennt eine nach Druckausgaben korrigierte Datei unbekannter ursprünglicher Herkunft; kein Faksimile von 1930. Religiöse Aussagen und erzählte Ereignisse nicht als hier historisch verifiziert ausgegeben. Abgerufen am 2026-10-15.

  2. Ṣaḥīḥ al-Buḫārī122: Mūsā und al-Khadir

    Al-Buḫārī; englischer Text auf Sunnah.com, Saʿīd ibnǦubair und Ubayy ibnKaʿb zugeschrieben

    Vollständigen gelieferten englischen Einzelhadith 122 gelesen; Buch 3/Hadith 64, ältere englische Zählung 1/3/123.

    Hadith, nicht Koranwortlaut. Al-Khadir und Yushaʿ bin Noon als Namensformen dieser Ausgabe; keine eigene arabische Ketten-/Historizitätsprüfung. Die polemische Zurückweisung Nau(f)s wird nicht als Urteil des Museums übernommen. Keine allgemeine Erlaubnis für Gewalt. Moderne Übersetzung nicht frei relizenziert. Abgerufen am 2026-10-15.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-15. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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