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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Žilvinas: Gestalt, Hindernisse und geheimer Ruf

Die Schlange am Hemd erscheint an der Küste als junger Mann. Als Ehemann begrenzt Žilvinas den Familienbesuch; ein geheimer Ruf wird später gegen ihn verwendet. Die zweite Fassung lässt seinen Eigennamen weg.

4 Minuten Lesezeit

Die Küstenszene verbindet Schlange und jungen Mann

Im Anfang von Apė Eglę ir Žilviną spricht die Schlange mit menschlicher Sprache und verlangt Eglės Heiratsversprechen. An der Küste wartet dann ein schöner junger Mann. Er erklärt selbst, die Schlange aus dem Hemd zu sein. Die Erzählung verbindet beide Erscheinungen durch diese Aussage, ohne einen gesonderten Verwandlungszauber oder einen Fluch zu beschreiben.

Über eine Insel gelangen beide zur Hochzeit in den Palast unter dem Wasser. Später ist er der Vater der drei Söhne und Drebulės. Aus dieser ausgewählten Handlung ergibt sich ein Ehe- und Familienverhältnis, keine vollständige Biographie eines baltischen Schlangengottes. Auch der Titel König der Schlangen wird an dieser Stelle nicht als Amt erläutert.

Er erschwert den Besuch und erlaubt ihn schließlich

Als Eglė ihre Eltern besuchen möchte, gibt Žilvinas ihr nacheinander Aufgaben, die den Aufbruch verhindern sollen. Erst mit fremdem Rat löst sie diese Hindernisse. Er begleitet sie dann mit den Kindern zur Küste, schreibt drei Besuchstage vor und erklärt einen Ruf für die Rückkehr. Die Kinder dürfen ihn bei den Verwandten nicht verraten.

Der Text lässt dabei Fürsorge und Kontrolle nicht einfach auseinanderfallen. Žilvinas wünscht eine glückliche Rückkehr, hat den Weg dorthin aber zuvor blockiert. Seine Rolle ist konkreter als die Vorstellung eines durchgehend guten oder bösen Ehemanns. Die spätere Gefahr erklärt außerdem nicht ausdrücklich jede frühere Absicht.

Der Ruf wird zum Zugang für seine Gegner

Milchschaum soll sein Leben, Blutschaum seinen Tod anzeigen. Eglės Brüder erpressen den Ruf von Drebulė und locken Žilvinas damit an die Küste. Alle zwölf töten ihn mit Sensen. Als Eglė später ruft, erscheint Blutschaum; die Stimme ihres Mannes berichtet aus der Tiefe von den Tätern und der Preisgabe.

Der Name wird in dieser Fassung gerade beim gesungenen Ruf deutlich. Die zweite Geschichte verwendet stattdessen eine Anrede an den Schlangenehemann. Ein einzelner Bruder tötet ihn dort, und am Ende antwortet seine Mutter. Ein ähnliches Signal verbindet die Fassungen, reicht aber nicht dazu aus, dem namenlosen Ehemann den Eigennamen Žilvinas zuzuschreiben.

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Die Küstenszene verbindet Schlange und jungen Mann
Apė Eglę ir Žilviną: PDF S. 1, sprechende Schlange, junger Mann und Familie

Er erschwert den Besuch und erlaubt ihn schließlich
Apė Eglę ir Žilviną: PDF S. 2, Aufgaben, Begleitung, Besuchsfrist und Ruf

Der Ruf wird zum Zugang für seine Gegner
Apė Eglę ir Žilviną: PDF S. 2–3, Ruf und Tötung; Žaltys ir mergaitė: PDF S. 4–5, namenloser Ruf, ein Bruder und Mutterantwort

Fassungen und Belege unterscheiden

Werk, Überlieferung und Lesezugang

Werk

Apė Eglę ir Žilviną

Apė Eglę ir Žilviną, ganze drei Textseiten einschließlich Fußnoten und Editionsnachweis. Aufnahme 1883 in Moskau, Erstdruck 1904 Nr. 194, elektronische Wiedergabe nach Aleksynas 1997. Kein individuell benannter Erzähler oder unabhängig kollationierter Erstdruck.

Aufnahme 1883 in Moskau; Erstabdruck 1904, Nr. 194.

Sprache: Litauisch

Beleg für den hier verwendeten Ausschnitt: Eglė žalčių karalienė: zwei benannte litauische Fassungen

Benutzter Lesezugang

Apė Eglę ir Žilviną: elektronischer Zugang nach Aleksynas 1997

PDF S. 1–3 vollständig gelesen; keine unabhängige Prüfung des Drucks von 1904.

Wiedergabe nach Jono Basanavičiaus tautosakos biblioteka, Band 3, 1997.

Sprache: Litauisch

Quellen zu diesem Lesezugang: Eglė žalčių karalienė: zwei benannte litauische Fassungen

Werk

Žaltys ir mergaitė

Žaltys ir mergaitė, ganze zwei Textseiten einschließlich Fußnoten und Editionsnachweis. Aufzeichnung Jadvyga Teofilė Juškytė 1904, Erstdruck 1904 Nr. 84, Wiedergabe nach Aleksynas 1995. Namen Eglė und Žilvinas sowie die Verwandlung der Frau zur Fichte fehlen.

Aufnahme von Jadvyga Teofilė Juškytė 1904; Erstabdruck Nr. 84.

Sprache: Litauisch

Beleg für den hier verwendeten Ausschnitt: Eglė žalčių karalienė: zwei benannte litauische Fassungen

Benutzter Lesezugang

Žaltys ir mergaitė: elektronischer Zugang nach Aleksynas 1995

PDF S. 4–5 vollständig gelesen; keine Namens- oder Schlussangleichung mit der ersten Fassung.

Wiedergabe nach Jono Basanavičiaus tautosakos biblioteka, Band 2, 1995.

Sprache: Litauisch

Quellen zu diesem Lesezugang: Eglė žalčių karalienė: zwei benannte litauische Fassungen

Figuren und Namen in den Texten

Die Einträge folgen dem jeweiligen Werk. Eigene Handlungen, kurze Namensnennungen und Herkunftsangaben bleiben unterscheidbar. Gleiche oder ähnliche Namen ergeben noch keine gemeinsame Lebensgeschichte.

Apė Eglę ir Žilviną

1 Eintrag nach Szenen und Namensgruppen ansehen

Zum Werk und seinem hier benutzten Lesezugang

Rollen im Fassungsvergleich (1)

Namen, Helfende, Kinder und Schlussbilder werden nicht zwischen Fassungen ausgetauscht.

Die benannte Figur im Ausgangstext

Der Rollenverlauf ist im vollständigen Ausgangstext und in der gemeinsamen Erzählstation zugänglich.

Ein eigener Blick auf dieselbe Fassung, keine zweite unabhängige Textquelle.

Beleg: Apė Eglę ir Žilviną, ganze Fassung · Eglė žalčių karalienė: zwei benannte litauische Fassungen

Žaltys ir mergaitė

1 Eintrag nach Szenen und Namensgruppen ansehen

Zum Werk und seinem hier benutzten Lesezugang

Rollen im Fassungsvergleich (1)

Namen, Helfende, Kinder und Schlussbilder werden nicht zwischen Fassungen ausgetauscht.

Das namenlose Gegenstück in der zweiten Fassung

Rollenähnlichkeit erlaubt den Vergleich von Ehe, Aufgaben, Ruf und Gewalttat.

Der vertraute Eigenname wird nicht rückwirkend vergeben. Hilfsfigur, Kinderzahl und Schluss behalten ihre Unterschiede.

Beleg: Žaltys ir mergaitė, ganze Fassung · Eglė žalčių karalienė: zwei benannte litauische Fassungen

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Zwei benannte litauische Erzählfassungen und getrennte spätere Deutung.
Verwendeter Ausschnitt
Apė Eglę ir Žilviną, Aufnahme 1883, im elektronischen Zugang nach Aleksynas 1997.
  1. Eglė žalčių karalienė: zwei benannte litauische Fassungen

    Jonas Basanavičius (Sammlung); Kostas Aleksynas (Edition); Šaltiniai (elektronischer Zugang) · Fassung 1: Aufnahme 1883 in Moskau, Erstabdruck 1904 Nr. 194; benutzte Wiedergabe nach 1997. Fassung 2: Jadvyga Teofilė Juškytė, Aufnahme 1904, Erstabdruck Nr. 84; benutzte Wiedergabe nach 1995.

    Alle fünf PDF-Seiten vollständig gelesen, einschließlich beider Erzählungen Apė Eglę ir Žilviną und Žaltys ir mergaitė, Schlussverse und Editionsnachweise.

    Elektronische Wiedergabe der benannten Editionen, keine unabhängige Prüfung der Drucke von 1904 oder der Handschriften. Erster Erzähler und Herkunft nicht genannt; Moskau ist der angegebene Aufnahmeort. Zweite Fassung nennt weder Eglė noch Žilvinas als Namen. Ältere Schreibweisen und redaktionelle Worterklärungen unterscheiden; keine heutigen Kommentare oder Bilder kopieren. Abgerufen am 2026-10-03.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-18. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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