Eine Schutzrede für Ruius Gefäß
Aus der Bestattung Ruius im Grab ihres Vaters Neferkhawet bei Theben stammt ein bemaltes Kanopengefäß. Seine Inschrift widmet es Selket und Qebehsenuef. Nach der kuratorischen Wiedergabe des Met legt Selket ihre Arme schützend um den Gefäßinhalt; Qebehsenuef bewacht Ruius Eingeweide. Die Aussage gehört zu dieser namentlich bekannten Verstorbenen und diesem Objekt, nicht zu jeder ägyptischen Bestattung.
Ein Kanopenkasten für Khonsu aus der 19. Dynastie zeigt Selqet später neben Nephthys, Isis und Neit. Der Vergleich macht ein wiederkehrendes Schutzfeld sichtbar, ohne die Göttinnen zu austauschbaren Figuren zu machen.
Skorpion auf dem Kopf, Goldblech in der Hand?
Der Überblick des British Museum beschreibt Serqet als Frau mit einem Skorpion auf dem Kopf und verbindet sie mit Schutz vor giftigen Stichen sowie mit Särgen und Kanopengefäßen. Das ist ein Bild- und Funktionsrahmen, kein Nachweis dafür, dass jedes erhaltene Goldblech einen deutlich erkennbaren Skorpion trägt.
Das Met katalogisiert ein nur 2,4 Zentimeter langes, beschädigtes Goldblech als Selqet-Amulett. Im archivierten Foto sind Silhouette und Aufhängeloch sichtbar; das Tierzeichen lässt sich daraus nicht sicher auslesen. Saqqara wird nur als mögliche Herkunft genannt. Aus diesem Einzelstück lassen sich weder ein bestimmter Träger noch eine Heilanwendung rekonstruieren.
Ein kleines, beschädigtes Goldblech – das Tierzeichen bleibt im Foto unklar

Die Figur in ihren Quellen
Eine Gestalt, verschiedene Textrollen
Ruius Schutzformel
Met 35.3.36a, b.
Skorpionzeichen
BM Serqet-Überblick.
Spätes Amulett
Met 23.10.27; Herkunft nur möglich.
Welche Zeit ist gemeint?
- Ruius Kanopengefäß aus der frühen 18. Dynastie.
- Als Selqet katalogisiertes Goldamulett der Spätzeit.
Die Datierung eines Zeugnisses ist kein Geburtsdatum des gesamten Erzählstoffs.
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Ägyptische Schutzgöttin in Bestattungsobjekten und kuratorischer Ikonografie
- Verwendeter Ausschnitt
- The Met 35.3.36a, b, 23.10.27 und 86.1.3a, b; British Museum Serqet-Überblick.
- Canopic Jar of Ruiu, 35.3.36a, b
The Metropolitan Museum of Art · ca. 1504–1447 v. Chr.
Das Gefäß stammt aus Ruius Bestattung im Grab ihres Vaters Neferkhawet bei Theben. Die Inschrift widmet es Selqet und Qebehsenuef; Selqet umschließt laut Katalog den Inhalt schützend mit ihren Armen. Qebehsenuef schützt in diesem Befund die Eingeweide.
Indexnotiz der Weblektüre. Kuratorische Textwiedergabe, keine eigene Hieroglyphenlesung; der Gefäßdeckel ist kein Porträt Selqets. Abgerufen am 2026-09-30.
- Selqet amulet, 23.10.27
The Metropolitan Museum of Art · 664–380 v. Chr.
Das kleine Goldblechamulett ist als Selqet-Amulett katalogisiert und misst 2,4 mal 1,3 cm. Als Herkunft gibt das Met Saqqara nur möglicherweise über Grabungen des Egyptian Antiquities Service an.
Indexnotiz der Weblektüre. Kein gesicherter archäologischer Fundzusammenhang und keine aus dem Objekt ablesbare allgemeine Heilpraxis. Abgerufen am 2026-09-30.
- Ancient Egyptian gods and goddesses: Serqet
The British Museum · BM-Webfassung, gelesen 2026-09-30
Das British Museum beschreibt Serqet als Frau mit Skorpion auf dem Kopf. Die Übersicht verbindet Schutz vor giftigen Stichen und Bissen mit Heilung sowie Schutz von Särgen und Kanopengefäßen.
Indexnotiz der Weblektüre. Nur indexierter BM-Überblick zugänglich; allgemeine didaktische Darstellung, kein Ersatz für datierte Einzelzeugnisse; Bildlizenz ungeprüft. Abgerufen am 2026-09-30.
- Canopic Chest of Khonsu, 86.1.3a, b
The Metropolitan Museum of Art · ca. 1290–1224 v. Chr.
Der viergeteilte Kanopenkasten aus dem Grab des Sennedjem in Deir el-Medina wurde für Khonsu angefertigt. Seine Seiten zeigen Isis, Nephthys, Selqet, Neit und die vier Horussöhne; die Inschriften versichern Khonsu ihren Schutz.
Indexnotiz der Weblektüre. Kuratorische Zusammenfassung, keine eigene Übersetzung aller Kasteninschriften; Khonsu ist der Besitzer, nicht der Gott gleichen Namens. Abgerufen am 2026-09-30.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-09-30. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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