Der Name steht in einem Ort
Amun-Re ist nicht lediglich eine moderne Übersetzung von Amun. Das Met beschreibt das zentrale Sanktuar von Hatschepsuts Tempel in Deir el-Bahri als Amun-Re geweiht. Die jährliche Prozession führte die Kultfigur aus Karnak dorthin. So begegnet die verbundene Benennung in einem konkret verorteten Kultzusammenhang des Neuen Reichs, nicht erst auf einer späten Sammlungsplakette.
UCL beschreibt für Theben in derselben Epoche solare Elemente wie Obelisken am Amun-Tempel. Daraus allein lässt sich keine einzelne Gründungsstunde der Verbindung berechnen. Der Tempelkontext zeigt eine Veränderung religiöser Sprache und Bildwelt, deren einzelne Träger wir getrennt betrachten.
Eine sehr kleine spätere Figur

Die Benennung am erhaltenen Bild
Das Met führt 10.130.1300 als Amun-Re. Die aus Metall gefertigte Figur ist nur 5,6 Zentimeter hoch und wird breit auf 664–30 v. Chr. datiert. Ihre hohe Krone bleibt auf dem Foto sichtbar; das kleine Objekt macht eine spätere Bildtradition anschaulich. Sein Etikett darf nicht zur Datierung des ersten Amun-Re-Kults umgedeutet werden.
Der British-Museum-Katalog beschreibt eine andere Amun-Re-Figur aus vergoldetem Silber, bei der zwei Federn und eine Sonnenscheibe die Verbindung mit Re anzeigen. Dort ist die feinere Datierung allerdings selbst Gegenstand einer Kuratorennotiz. Deshalb verwenden wir dieses Bildwerk hier als Vergleich der Bildzeichen, ohne ihm einen festen Anfangspunkt der Verschmelzung zuzuschreiben. Das BM-Foto wird ohne geprüfte Bildlizenz nicht kopiert.
Königliche Gabe im früheren Tempelzusammenhang

Die Triade ist eine andere Frage
Der Harris-Papyrus zeigt nach der BM-Katalogbeschreibung Amun(-Re), Mut und Chons im thebanischen Rahmen. Er legt Tempelzuwendungen und königliche Leistung idealisierend aus. Solche Gruppenbilder erklären Beziehungen im Kult, aber sie verwandeln die drei Gottheiten nicht in eine einzige Person und machen Amun-Re nicht zum Namen jedes Amunsbildes.
Das Profil zu Amun fragt deshalb nach Ortsbezug und eigener Kultgeschichte; diese Seite fragt nach der verbundenen Benennung. Mut und Chons bekommen ebenso eigene Belege. Die beiden Zugänge kreuzen sich an ausgewählten Zeugnissen, nicht an einer behaupteten ewigen Formel.
Die Figur in ihren Quellen
Eine Gestalt, verschiedene Textrollen
Amun-Re am königlichen Sanktuar
Met 544449 zum Tempel der Hatschepsut, 15. Jahrhundert v. Chr.
Thebanisches Gruppenbild
BM-Katalog zum Großen Harris-Papyrus, 20. Dynastie; begrenzte indexierte Lektüre.
Spätes Metallbild
Met 570251, 664–30 v. Chr.; nicht als Ursprung der Verbindung gedeutet.
Belegte Beziehungen
Welche Zeit ist gemeint?
- Das Met nennt das zentrale Sanktuar von Hatschepsuts Tempel als Amun-Re gewidmet.
- Der Harris-Papyrus zeigt Amun(-Re) im thebanischen Bildrahmen der 20. Dynastie.
- BM EA60006 wird katalogisiert, aber seine feinere Datierung im Kommentar bestritten.
- Met 570251 ist eine Amun-Re-Statuette aus der Spätzeit bis ptolemäischen Zeit.
Die Datierung eines Zeugnisses ist kein Geburtsdatum des gesamten Erzählstoffs.
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Amun-Re als historisch verbundene ägyptische Gottesbenennung, nicht bloß Suchalias
- Verwendeter Ausschnitt
- Met 544449 mit Amun-Re-Sanktuar, BM Harris EA9999,2 und BM EA60006 sowie Met 570251 als voneinander getrennte Benennungs- und Bildbelege.
- The Met 29.3.1: große kniende Statue der Hatschepsut
The Metropolitan Museum of Art · Neues Reich, etwa 1473–1458 v. Chr.; heutiger Sammlungskatalog
Katalogbeschreibung der Inschrift, nach der Hatschepsut Amun Maat darbietet, als Ordnung, Wahrheit oder Gerechtigkeit erläutert; Datierung, Objektidentität und Public-Domain-Foto.
Königliche Opferform und moderne Übersetzung des Begriffs sind nicht das Bildmotiv der späteren Herzwaage; keine eigene Inschriftenübersetzung oder Behauptung, das Foto zeige die Inschrift lesbar. Abgerufen am 2026-09-30.
- Great Harris Papyrus, Rahmen EA9999,2
The British Museum · 20. Dynastie; BM-Katalog, gelesen 2026-09-30
BM-Katalograhmen mit Amun(-Re), Mut und Chons; kultische Zuwendungen und idealisierende königliche Bilanz.
Nur offizieller indexierter Katalogauszug, kein ganzer Papyrus und keine eigene Hieratisch-Lektüre; Bildrechte nicht geprüft. Abgerufen am 2026-09-30.
- Vergoldete Silberfigur des Amun-Re, BM EA60006
The British Museum · Katalog: 26. Dynastie; Datierungsdiskussion im Kommentar
Zweifederkrone und Sonnenscheibe als Amun-Re-Bildzeichen; kuratorischer Datierungsstreit im Katalog.
Nur offizieller indexierter Katalogauszug; Datierung nicht endgültig und BM-Bild nicht zum Nachhosten freigegeben. Abgerufen am 2026-09-30.
- Amun-Re, The Met 10.130.1300
The Metropolitan Museum of Art · 664–30 v. Chr.
Kleine spätere Amun-Re-Statuette; Objektidentität, Datierung und Public-Domain-Status.
Met benennt die Darstellung, aber das Objekt allein beweist weder den Zeitpunkt der ersten Verbindung noch einen bestimmten Kultort. Abgerufen am 2026-09-30.
- Thebes: background information
University College London, Digital Egypt for Universities · UCL-Webfassung, gelesen 2026-09-30
Thebens wechselnde politische und religiöse Stellung; Amun-Tempel des Neuen Reichs und solare Elemente wie Obelisken.
Offizielle Webdarstellung gelesen, Direktabruf 403; Indexnotiz statt Bytearchiv. Datierungen sind Überblickswerte. Abgerufen am 2026-09-30.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-09-30. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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