Eine Tochter erhält ihren Namen
Sāvitrī ist die Tochter König Aśvapatis. Die Erzählung führt ihren Namen auf eine andere Gestalt zurück: die Göttin Sāvitrī, die dem kinderlosen König nach langen Gelübden eine Tochter verspricht. Die menschliche Königstochter und die namensgebende Göttin sind hier zwei verschiedene Figuren.
Mārkaṇḍeya erzählt ihre Geschichte als Antwort auf Yudhiṣṭhiras Frage nach einer Frau, die Draupadī vergleichbar sei. Seine Bewunderung gilt der standhaften Ehefrau. Dieser Rahmen gehört zum verwendeten Mahābhārata-Zugang; er ist keine Vorschrift dafür, wie Besucherinnen ihr Leben führen sollen.
Sie wählt und bleibt bei ihrer Entscheidung
Als niemand um seine Tochter wirbt, fordert Aśvapati sie auf, selbst einen passenden Mann zu suchen. Mit alten Ratgebern reist sie zu Einsiedeleien. Zurück am Hof beschreibt sie Satyavān, den Sohn des vertriebenen Königs Dyumatsena: Ihn habe sie bereits im Herzen gewählt.
Nārada lobt Satyavāns Eigenschaften, kündigt aber seinen Tod binnen eines Jahres an. Der Vater verlangt eine andere Wahl. Sāvitrī widerspricht: Sie werde nicht zweimal wählen. Erst werde etwas im Denken beschlossen, dann ausgesprochen und schließlich ausgeführt. Ihre Entscheidung steht innerhalb familiärer Eheabsprachen, bleibt aber ausdrücklich ihre eigene.
Glück und eine verborgene Sorge
Die beiden Väter vereinbaren die Hochzeit. Dyumatsena bezweifelt zunächst, dass eine Königstochter die Härte des Waldlebens ertragen kann; Aśvapati hält ihm entgegen, dass Glück und Unglück wechseln. Nach der Hochzeit freuen sich beide Eheleute. Sāvitrī legt ihren Schmuck ab und lebt in der Einsiedelei, während sie die Todesankündigung nicht vergisst.
Vor dem angekündigten Tag fastet sie drei Nächte. Als Satyavān in den Wald aufbricht, besteht sie darauf, ihn zu begleiten. Er sorgt sich um ihre Kräfte und bittet sie, die Eltern um Erlaubnis zu fragen. Sie erhält diese und folgt ihm mit einem Lächeln, hinter dem sich ihre Angst verbirgt.
Freie Illustration zur erzählten Handlung

Sie folgt dem Tod
Beim Holzschneiden bekommt Satyavān starke Schmerzen und legt den Kopf in ihren Schoß. Sāvitrī sieht Yama mit einer Schlinge. Er erklärt ihr, er komme wegen Satyavāns besonderen Eigenschaften selbst, statt gewöhnliche Boten zu schicken. Er zieht dessen Lebenskraft aus dem Körper und geht nach Süden.
Sāvitrī folgt ihm. Als Yama sie zurückschicken will, spricht sie über Verbundenheit, Selbstbeherrschung und Freundschaft: Schon sieben gemeinsame Schritte begründeten eine Beziehung. Ihre Rede entwickelt sich weiter zu Güte, Nichtverletzen, Vertrauen und gerechtem Handeln. Die Erzählung gibt ihr damit eine ausführliche argumentierende Stimme.
Vier Gaben bereiten die fünfte vor
Yama gewährt zunächst Gaben unter einer Bedingung: Satyavāns Leben bleibt ausgenommen. Sāvitrī erbittet Sehkraft und Stärke für den Schwiegervater, dann sein Königreich und die Treue zu seinen Pflichten. Als dritte Gabe verlangt sie hundert Söhne für ihren Vater; als vierte hundert Söhne, die von ihr und Satyavān gemeinsam stammen sollen.
Nach weiteren Worten bietet Yama eine außergewöhnliche Gabe ohne diese Einschränkung an. Jetzt verlangt Sāvitrī das Leben ihres Mannes zurück: Die bereits zugesagten gemeinsamen Kinder könnten sonst nicht geboren werden, und Yamas Worte müssten wahr werden. Er löst die Schlinge. Ihr Erfolg entsteht aus Beharrlichkeit, ethischer Rede und der Verbindung seiner Zusagen.
Nach der Verhandlung zählt praktische Hilfe
Satyavān erwacht verwirrt. Sāvitrī verschiebt ihre Erklärung, weil inzwischen Nacht ist. Sie bietet an, Feuer zu holen und zu bleiben, wenn er den Weg nicht gehen kann. Als er aus Sorge um seine Eltern nach Hause möchte, nimmt sie die Axt, lässt den Fruchtbeutel an einem Ast zurück und stützt ihn.
In der Einsiedelei erzählt sie offen von Nāradas Warnung und den fünf Gaben. Ihre rückblickende Erzählung nennt dabei auch Boten Yamas, während die vorherige Szene seine persönliche Ankunft erklärt. Diese kleine Abweichung bleibt Teil des benannten Erzählzugangs; sie wird hier nicht durch erfundene Einzelheiten aufgelöst.
Eine Familie und ein Reich gewinnen Zukunft
Dyumatsena kann wieder sehen. Am Morgen melden Abgesandte, der Thronräuber sei von seinem eigenen Minister getötet worden; die Bevölkerung wünsche ihren früheren König zurück, unabhängig von seiner Sehkraft. Die Erzählung verbindet Yamas Gabe mit einem politischen Vorgang. Satyavān wird als Prinzregent eingesetzt.
Die versprochenen Kinder werden später geboren. Mārkaṇḍeya kehrt zu Draupadī zurück und verheißt, auch sie werde ihre Familie retten. Sāvitrīs Geschichte handelt damit von einer Ehe und zugleich von der Zukunft mehrerer Familien. Die versprochenen vierhundert Lebensjahre gehören zur erzählten Wunderwelt, nicht zu einer historischen Lebensdatierung.
Mālavī bleibt von der Schwiegermutter unterschieden
Der Anfang bezeichnet die Mutter als älteste Königin und Prinzessin von Malava; Yamas Zusage und der Schluss nennen Mālavī als Mutter der späteren Söhne Aśvapatis. Sie ist nicht Satyavāns Mutter Śaivyā. Der knappe Zugang hält Geburt und Familienbezug fest, ohne unbelegte eigene Reden zu ergänzen.
Die Erzählung gewährt ihr keine eigene längere Rede. Dieser begrenzte Befund ist dennoch ein eigener Familienbezug: Sāvitrīs Mutter verschwindet nicht hinter den zwei miteinander verhandelnden Vätern.
Nāradas Lob hat benannte Vergleichsfiguren
Vrihaspati: Nārada vergleicht Satyavāns Weisheit mit Bṛhaspati.
Rantideva: Seine Großzügigkeit ist ein Vergleich für das Geben nach den eigenen Möglichkeiten; Sankriti wird ausdrücklich als Vatername genannt.
Sivi: Seine Wahrhaftigkeit und Zuwendung zu Brahmanen bilden einen Vergleich; Usinara wird als Vater genannt.
Yayati: Vergleich für die Großherzigkeit, kein eigener Auftritt im Wald.
Aswins: Die beiden Aśvins sind Schönheitsvergleich, keine hier zusätzlich erzählte Rettung der Zwillinge.
Auch Sonne, Mond, Erde und der Herr der Himmlischen tragen Vergleichsfunktionen. Nāradas Rede lobt und bewertet Satyavān; sie berichtet keine zusätzliche Versammlung dieser Gestalten.
Die Figur in ihren Quellen
Sāvitrī
Die menschliche Sāvitrī in der Satyavān-Erzählung wird von der gleichnamigen Göttin, die ihrem Vater eine Tochter gewährt, unterschieden. Keine allgemeine Gleichsetzung anderer Sāvitrī-Namen.
Eine Tochter erhält ihren Namen
Webabschnitt 291, SECTION CCLXLI
Sie wählt und bleibt bei ihrer Entscheidung
Webabschnitt 291, SECTION CCLXLI; Webabschnitt 292, SECTION CCLXLII
Glück und eine verborgene Sorge
Webabschnitt 293, SECTION CCLXLIII; Webabschnitt 294, SECTION CCLXLIV
Sie folgt dem Tod
Webabschnitt 295, SECTION CCLXLV
Vier Gaben bereiten die fünfte vor
Webabschnitt 295, SECTION CCLXLV
Nach der Verhandlung zählt praktische Hilfe
Webabschnitt 295, SECTION CCLXLV; Webabschnitt 296, SECTION CCLXLVI
Eine Familie und ein Reich gewinnen Zukunft
Webabschnitt 296, SECTION CCLXLVI; Webabschnitt 297, SECTION CCLXLVII
Die Figur in ihren Quellen
Aśvapati in Sāvitrīs Geschichte
Aśvapati erhält nach langen Gelübden die Zusage einer Tochter von der Göttin Sāvitrī. Später fordert er die Tochter zur eigenen Suche nach einem Ehemann auf. Als Nārada Satyavāns frühen Tod vorhersagt, verlangt er eine andere Wahl; die Tochter widerspricht. Sein Handeln verbindet Kinderwunsch, Ermöglichung einer Suche und eine Grenze seiner Zustimmung.
Aśvapati in Sāvitrīs Geschichte — Eine Tochter erhält ihren Namen
Webabschnitt 291, SECTION CCLXLI
Aśvapati in Sāvitrīs Geschichte — Sie wählt und bleibt bei ihrer Entscheidung
Webabschnitt 291, SECTION CCLXLI; Webabschnitt 292, SECTION CCLXLII
Belegte Beziehungen
Die Figur in ihren Quellen
Sāvitrī, die Namensgeberin im Epos
Die Göttin Sāvitrī verspricht dem kinderlosen Aśvapati nach seinen langen Gelübden eine Tochter. Die menschliche Sāvitrī erhält nach ihr den Namen. Die Erzählung unterscheidet damit zwei Akteurinnen mit gleicher Benennung: die gewährende Göttin und die spätere Königstochter. Der Name allein setzt sie weder miteinander noch mit jeder anderen Sāvitrī- oder Savitṛ-Nennung gleich.
Sāvitrī, die Namensgeberin im Epos — Eine Tochter erhält ihren Namen
Webabschnitt 291, SECTION CCLXLI
Belegte Beziehungen
- Gewährt die Tochter und deren Namensbezug an: Aśvapati in Sāvitrīs GeschichteBelege [1] : Webabschnitt 291, SECTION CCLXLI
Die Figur in ihren Quellen
Mārkaṇḍeya als Erzähler der Sāvitrī-Geschichte
Mārkaṇḍeya antwortet auf Yudhiṣṭhiras Frage nach einer mit Draupadī vergleichbaren Frau, indem er Sāvitrīs Geschichte erzählt. Seine Bewunderung der standhaften Ehefrau setzt den Rahmen für die eingebettete Handlung. Der Erzähler hat damit eine eigene Auswahl- und Vermittlungsrolle. Sein Figurenurteil wird nicht zu einer heutigen Vorschrift für das Leben aller Frauen erklärt.
Mārkaṇḍeya als Erzähler der Sāvitrī-Geschichte — Eine Tochter erhält ihren Namen
Webabschnitt 291, SECTION CCLXLI
Belegte Beziehungen
Die Figur in ihren Quellen
Nārada in der Satyavān-Warnung
Nārada lobt Satyavāns Eigenschaften und kündigt zugleich seinen Tod binnen eines Jahres an. Beide Aussagen lösen Aśvapatis Forderung nach einer anderen Wahl aus, die Sāvitrī zurückweist. Der Zugang erschließt die warnende Stimme innerhalb der Eheentscheidung. Weitere Nārada-Auftritte sind dadurch nicht als vollständige, einheitliche Biografie aus sämtlichen Quellen dargestellt.
Nārada in der Satyavān-Warnung — Sie wählt und bleibt bei ihrer Entscheidung
Webabschnitt 291, SECTION CCLXLI; Webabschnitt 292, SECTION CCLXLII
Belegte Beziehungen
Die Figur in ihren Quellen
Mālavī, Sāvitrīs Mutter
Der Anfang bezeichnet die Mutter als älteste Königin und Prinzessin von Malava; Yamas Zusage und der Schluss nennen Mālavī als Mutter der späteren Söhne Aśvapatis. Sie ist nicht Satyavāns Mutter Śaivyā. Der knappe Zugang hält Geburt und Familienbezug fest, ohne unbelegte eigene Reden zu ergänzen.
Begrenzte Rolle in der benannten Fassung
Web 291; 295; 297
Namen in der Quelle
Nāradas benannte Vergleiche für Satyavān
Ein erklärter Referenzsatz aus Nāradas Bewertung, keine tatsächlich versammelte Gemeinschaft dieser Personen.
Begrenzte Rolle in der benannten Fassung
Web 292, SECTION CCLXLII
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Mahābhārata: Sāvitrī und Satyavān, sieben benannte Webabschnitte 291–297
Vollständige englische Webabschnitte 291–297, wörtliche Webüberschriften CCLXLI–CCLXLVII: Erzählrahmen, eigene Wahl, Todesankündigung, fünf Gaben, Rückweg und Familienrückkehr.
Historische englische Übersetzung; keine eigene Datierung der Sanskritschichten.
Sprache: Englischer Übersetzungszugang aus dem Sanskrit
Benutzte Ausgabe
Mahābhārata: Sāvitrī und Satyavān, sieben benannte Webabschnitte 291–297 – benannter Übersetzungszugang
Nur die sieben benannten englischen Abschnitte gelesen. Keine Gesamtlektüre des Buches, Sanskritkollation oder kritische Ausgabe. Unregelmäßige römische Webüberschriften werden wörtlich erhalten; genaue Webabschnitte und Stationlokatoren bleiben benannt. Sprecherurteile und erzählte Wunder sind keine unabhängig verifizierten Tatsachen.
Historische englische Übersetzung; keine eigene Datierung der Sanskritschichten.
Sprache: Englisch; eigene deutsche Erläuterung getrennt
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Benannte Mahābhārata-Paarerzählung
- Verwendeter Ausschnitt
- Begrenzte benannte Lesefenster, keine einheitliche Gesamtbiografie. Die Ausstellung verwendet ausschließlich diese benannten Passagen; keine zusätzlichen Regionalfassungen oder vollständige Eposlektüre.
- Mahābhārata: Sāvitrī und Satyavān, sieben benannte Webabschnitte 291–297
Kisari Mohan Ganguli; englischer Übersetzungszugang im Internet Sacred Text Archive · Historische englische Übersetzung; keine eigene Datierung der Sanskritschichten.
Vollständige englische Webabschnitte 291–297, wörtliche Webüberschriften CCLXLI–CCLXLVII: Erzählrahmen, eigene Wahl, Todesankündigung, fünf Gaben, Rückweg und Familienrückkehr.
Nur die sieben benannten englischen Abschnitte gelesen. Keine Gesamtlektüre des Buches, Sanskritkollation oder kritische Ausgabe. Unregelmäßige römische Webüberschriften werden wörtlich erhalten; genaue Webabschnitte und Stationlokatoren bleiben benannt. Sprecherurteile und erzählte Wunder sind keine unabhängig verifizierten Tatsachen. Abgerufen am 2026-10-05.
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Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-06. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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