Eine der drei Horen
In der Theogonie sind Dike, Eunomia und Eirene Töchter von Zeus und Themis. Die drei Horen achten auf die Werke der Menschen. Dike wird hier benannt, erhält aber noch keine Einzelszene.
Pindar ruft dieselben Schwestern im Lob Korinths als sicheren Grund einer Stadt auf. Das ist eine poetische Aussage über gutes Gemeinwesen, keine Liste konkreter Gesetze.
Die Klage vor Zeus
In Werke und Tage wird Dike deutlicher zur Figur: Menschen ziehen sie mit krummen Entscheidungen durch ihre Stadt. Sie wendet sich weinend an Zeus und berichtet, wie ungerecht die Könige urteilen.
Das Gedicht richtet eine Mahnung an Machthaber. Es nennt gerade Urteile für Einheimische und Fremde als Voraussetzung für ein gedeihendes Gemeinwesen. Die Szene belegt Hesiods moralische Forderung, keinen historischen Prozess.
Name und Begriff auseinanderhalten
Nagy übersetzt dikē je nach Stelle auch als Recht oder Urteil. Wo der Text von einer Tochter des Zeus spricht und ihr eine Klage gibt, ist die göttliche Personifikation gemeint. Nicht jedes Vorkommen des Worts bezeichnet eine neue Handlung dieser Figur.
Die gelesenen Stellen geben ihr weder ein festes Aussehen noch ein eigenes erhaltenes Bild. Die Seite bleibt deshalb textgeführt.
Die Figur in ihren Quellen
Eine Gestalt, verschiedene Textrollen
Göttliche Tochter und Hore
Theogonie 901–906.
Klage gegen krumme Urteile
Werke und Tage 220–273.
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Hesiod: Theogonie
Genealogisches Gedicht. Die einzelnen Editionskarten nennen die tatsächlich gelesenen Stellen; das Gesamtwerk ist hier nicht vollständig ausgewertet.
Werkebene; hier keine exakte Entstehungsdatierung festgelegt.
Sprache: Altgriechisch
Benutzte Ausgabe
Theogonie 211–225, 901–911, 945–946 nach Evelyn-White
Drei Figurengruppen im genealogischen Gedicht; widersprüchliche Moiren-Herkunft bleibt sichtbar.
Historische Übersetzung 1914
Sprache: Englisch nach Altgriechisch
Überlieferter Text
Hesiod zugeschriebene Werke und Tage
Werkidentität getrennt von den historischen englischen Leseausgaben. Die einzelnen Editionskarten nennen ihre tatsächlich gelesenen Fenster; keine vollständige Werkerschließung.
Antike Lehrdichtung.
Sprache: Altgriechisch
Benutzte Ausgabe
Werke und Tage 225–285 nach Nagy
Gerade Urteile, Frieden und Dikes Klage vor Zeus.
Digitale Übersetzung des CHS
Sprache: Englisch nach Altgriechisch
Überlieferter Text
Pindar: Olympische Oden
Werkebene; nur die Oden 13 und 14 für diesen Komplex begrenzt gelesen.
Antike Siegesdichtung; hier keine genaue Entstehungsdatierung aller Oden festgelegt.
Sprache: Altgriechisch
Benutzte Ausgabe
Olympische Ode 13,1–15 nach Svarlien
Eunomia, Dike und Eirene im Lob Korinths.
Übersetzung 1990
Sprache: Englisch nach Altgriechisch
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Griechische Dichtung und Bildzeugnisse; begrenzte Quellenfenster
- Verwendeter Ausschnitt
- Hesiods Theogonie mit ausdrücklich benannten Gegenstellen.
- Theogonie 211–225, 901–911 und 945–946: Horen, Moiren, Chariten
Hesiod zugeschriebene Theogonie; englische Übersetzung H. G. Evelyn-White · Antike Dichtung; historische englische Übersetzung 1914
211–225: Nyx bringt Moiren mit Klotho, Lachesis, Atropos hervor; 901–906: Zeus und Themis als Eltern der drei Horen und nochmals der Moiren; 907–911: Zeus und Eurynome als Eltern der drei Chariten; 945–946: Hephaistos nimmt Aglaia, die jüngste Charis, zur Frau. Die beiden Moiren-Genealogien nicht harmonisiert.
Eine historische englische Übersetzung, keine griechische Textkollation. Der Text bietet keine feste Einzelfunktion für jede Hore, Moire oder Charis; insbesondere kein standardisiertes Fadenschneiden. Die zweimalige Moiren-Abstammung ist ein Problem der überlieferten Textgestalt, keine von uns zu glättende Biografie. Abgerufen am 2026-09-29.
- Werke und Tage 225–285: gerade Urteile und Dikes Klage
Hesiod zugeschriebene Werke und Tage; englische Übersetzung Gregory Nagy, CHS · Antike Dichtung; moderne digitale Übersetzung
220–247: Dikes Klage über krumme Urteile sowie Eirene als Frieden im gedeihenden Gemeinwesen; 248–273: Dike als Tochter des Zeus, ihre Klage über krumme Worte, Zeus' Blick auf Urteile und Mahnung an die Könige; 274–285: Gerechtigkeit gegenüber Gewalt und falschem Schwur.
Dike ist hier zugleich Name der Gottheit und Wort für Recht/Urteil; beides nicht gleichsetzen. Das Gedicht ist normative Rede an Könige und Perses, kein Bericht über ein historisches Gerichtsverfahren. Abgerufen am 2026-09-29.
- Pindar, Olympische Ode 13,1–15: drei Horen in Korinth
Pindar; englische Übersetzung Diane Arnson Svarlien, Perseus · Antike Siegesode; englische Übersetzung 1990
Olympische Ode 13,1–15: Lob Korinths und Xenophons; Eunomia, Dike und Eirene als Schwestern und Töchter der Themis, Fundament der Stadt und Gegnerinnen der Hybris. Keine Behauptung über einen separat belegten Kult jeder Schwester aus dieser Ode.
Pindars Lobgedicht preist einen Sieger und seine Stadt; sein personifizierender Sprachgebrauch ist kein neutraler Stadtbericht und belegt keine individuelle Ikonografie der drei Horen. Abgerufen am 2026-09-29.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-09-29. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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