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MythaneumDas Museum der Mythologien

Wesen und Gruppen

Ein Tempel entsteht: Material, Plan und Bauhelfende

Die Gudea-Dichtung nennt göttliche Zuständige für Beschaffung, Planung und handwerklichen Beginn. Später werden Teile des Hauses selbst mit Wesen und Namen belebt.

3–4 Minuten Lesezeit

Material bekommt benannte Vermittler

Ningirsu verspricht dem Bauherrn Unterstützung bis in die Arbeitskraft hinein: Der Nordwind erscheint als Mann mit gewaltigen Flügeln, den er aus den Bergen herbeiholen will. Diese Hilfe gehört zu einer Rede des Tempelherrn, nicht zu einer unabhängig beobachteten technischen Erklärung des Baufortschritts.

Nin-zaga soll Kupfer zu Gudea bringen; Nin-sikil lässt Holz verschiedener Arten zum Bauherrn gelangen. Für Kupfer und Zinn tritt Nintu-kalama mit dem Obersten der Schmiede hinzu. Die Namen bezeichnen hier konkrete Beiträge zur Beschaffung und Arbeit, keine aus der Passage gewonnene allgemeine Zuständigkeitsliste.

Daneben beschreibt der Text Transporte aus Bergen und fernen Räumen, Holzflöße, Steinplatten und wertvolle Materialien. Seine Größe gewinnt das Haus durch eine erzählte Zusammenführung von Stoffen und Können. Die Beschaffungsrede allein ersetzt keine vollständige archäologische Rekonstruktion der einzelnen Handelswege.

Planung und Ausführung brauchen mehrere Rollen

Nanše deutet den Traum, Nisaba zeigt günstige Sterne an und Nin-dub hält den Tempelplan auf einer Tafel fest. Später öffnet Nisaba das Haus des Verstehens und Enki richtet den Entwurf. Vor der Ziegelherstellung gehen Lugalkurdub und Ig-alim mit Gudea, Ningišzida hält ihn bei der Hand.

Für Nin-dub nennt dieselbe Dichtung weitere Beiträge: Als leitender Reinigungspriester von Eridu erfüllt er das Haus mit Räucherung und wirkt bei der Vorbereitung des göttlichen Erwachens. Der gemeinsame Zugang bewahrt diese verschiedenen Stellen unter der benannten Textform, ohne aus einer einzelnen Rolle eine universelle Biografie zu bauen.

Ein Wagen hat andere Namen als sein Zugtier

Gudea stattet für Ningirsu einen Wagen aus und spannt Pirij-kase-pada davor. Später schenkt er dem Haus einen Wagen, dessen Name das Beugen der Berge beschreibt, mit dem Eselhengst Ud-gu-dugduga. Die beiden Tiernamen werden nicht bloß wegen der ähnlichen Aufgabe als eine einzige Namensform behandelt.

Auch Car-ur wechselt die Darstellungsweise: Aus Zedernholz wird die so benannte Waffe gearbeitet; später steht die Bezeichnung bei Lugalkurdubs kriegerischem Amt. Der Text verbindet Waffe, Stärke und Führung. Wie die benannten Dinge zu personhaften Rollen werden, ist gerade Teil seiner Sprache.

Die Architektur wird mit Wesen besetzt

Im Haus werden der sechsköpfige Wildwidder, ein nur teilweise benannter Kopf, die siebenköpfige Schlange, Drache, Dattelpalme, Bisonkopf, Löwe, Fischmensch, Kupfer, Magilum-Boot und Bison an verschiedene Stellen gesetzt. Die Dichtung bezeichnet sie als von Ningirsu erschlagene Kämpfer und richtet ihre Münder zu Libationsplätzen. Ihre Namen werden unter die der Götter gestellt.

Dieser ausdrücklich erklärte gemeinsame Eintrag hält die unterschiedlichen Bezeichnungen und die beschädigte Stelle fest. Er macht aus den Dingen keine Sammlung vollständig bekannter Einzelbiografien. Türsockel werden außerdem als Lahama-Gestalten beschrieben, Türen mit Iškur und Seile mit Nirah verbunden. Das sind konkrete Aussagen über dieses poetische Haus; ähnlich benannte Wesen anderer Epen behalten ihre eigenen Rollen.

Nachlesen: [1] 673–737

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Wie verbindet das Baugedicht menschliche Arbeit mit göttlichen Beiträgen und einer lebendig beschriebenen Architektur?
Die Gudea-Dichtung nennt göttliche Zuständige für Beschaffung, Planung und handwerklichen Beginn. Später werden Teile des Hauses selbst mit Wesen und Namen belebt.

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Der Bau von Ningirsus Tempel: Gudea-ZylinderA/B

Eigenes Werk; lokale Anreden und Varianten nicht mit sämtlichen anderen Götterüberlieferungen vereinheitlicht.

Antiker Werkzusammenhang; konkrete Überlieferung nicht aus moderner Webseitenrevision datiert.

Sprache: Sumerisch

Benutzte Ausgabe

ETCSL 2.1.7: englischer Lesetext

Alle angebotenen englischen Abschnitte 1–1363 der Zylinder A und B samt bezeichneten Lücken und Revisionsende vollständig tatsächlich gelesen. Die frühere Mittellücke ist geschlossen: 12 protokollierte, lückenlos zusammengefügte Ausgabefenster umfassen den gesamten 56023-Zeichen-Lesetext. Kein erneuter Abruf oder erneute Extraktion. Keine neue sumerische Partiturkollation.

Übersetzungsrevision März/April 1998; Korrekturen/Publikation Juli 1998 laut Seite.

Sprache: Englisch nach Sumerisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Benannte Rollen in der Tempelbaudichtung für Gudea; bei Gatumdug ein eigener Stadtklage- und früher Hymnenvergleich
Verwendeter Ausschnitt
Vollständig gelesene verfügbare ETCSL-Übersetzung 1–1363 mit Fehlstellen; keine eigene sumerische Kollation oder unabhängig vollständige Bauchronik.
  1. ETCSL 2.1.7: Der Bau von Ningirsus Tempel: Gudea-Zylinder A/B

    Electronic Text Corpus of Sumerian Literature, University of Oxford · Übersetzungsrevision März/April 1998; Korrekturen/Publikation Juli 1998 laut Seite.

    Alle angebotenen englischen Abschnitte 1–1363 der Zylinder A und B samt bezeichneten Lücken und Revisionsende vollständig tatsächlich gelesen. Die frühere Mittellücke ist geschlossen: 12 protokollierte, lückenlos zusammengefügte Ausgabefenster umfassen den gesamten 56023-Zeichen-Lesetext. Kein erneuter Abruf oder erneute Extraktion.

    Moderne zusammengesetzte englische Übersetzung mit unsicheren Stellen und Fehlabschnitten. Keine eigene sumerische Kollation, Tafelautopsie oder vollständige Grabungs-/Objektprüfung. Göttliche Hilfe und soziale Erneuerung sind Ansprüche der Tempeldichtung, keine allein dadurch unabhängig bestätigten Maßnahmen. Abgerufen am 2026-10-17.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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