Saras Geschichte ist mehr als ein Dämonenname
Im gelesenen Tobiasbuch werden Saras sieben Ehemänner durch Asmodeus getötet. Die Beschuldigung der Magd ist ihre Rede, kein Urteil des Museums über Sara. Sara betet, Tobias handelt und Raphael hilft. Der Dämon wird gebunden; die Erzählung führt danach zu Heimkehr, Heilung und einer Zukunft der Familie. Der Tod der Ehemänner ist kein Anlass, Sara auf eine vermeintlich gefährliche Frau zu reduzieren.
Asmodeus antwortet Salomo
Im Testament Salomos wird der gebundene Asmodeus selbst befragt. Er rühmt seine übermenschliche Herkunft und warnt vor dem Ende von Salomos Macht. Er beschreibt sich als Zerstörer ehelicher Beziehungen. Raphael und das Fischmotiv kehren als Gegengewichte wieder. Salomo zwingt ihn zur Arbeit am Tempel. Die Szene ähnelt damit nicht einfach der Rettungsreise des Tobiasbuchs.
Aschmedai weiß mehr als der König
Gittin 68 a lässt Aschmedai himmlische und irdische Lehrhäuser besuchen. In 68 b hilft er Menschen unterwegs, lacht oder weint aus später erläuterten Gründen und erinnert Salomo an die geringe Größe seines künftigen Grabes. Der König will den Schamir für seinen Bau. Die Figur ist nicht allein ein austauschbarer Verführer; sie kann Wissen und eine Grenze königlichen Besitzwillens verkörpern.
Der Kontrollverlust bleibt widersprüchlich
Nachdem Salomo Kette und Ring aus der Hand gibt, wird er fortgeschleudert und gerät in die Rolle des Bettlers. Die Gelehrten und Königinnen tragen zur Entlarvung des falschen Königs bei. Die Passage überliefert außerdem zwei Auffassungen, ob Salomo seine Königswürde wiedererlangte. Goldschmidts Anmerkung lässt offen, wen oder was Aschmedai verschlang; die englische Erläuterung legt sich auf den Ring fest.
Ein Werkname ist noch kein einheitliches Entstehungsdatum
Schwarz warnt vor der Vorstellung eines früh schon feststehenden vollständigen Testaments. Ihre untersuchten Vollhandschriften sind viel später als manche Einzelmotive. Jüdische, christliche und weitere Vermittlungskontexte müssen deshalb getrennt geprüft werden. Die christlichen Bezüge der hier gelesenen Schlussfenster sind sichtbar, ohne alle Teile derselben Hand zuzuschreiben.
Christliche Bezüge stehen in derselben Sammlung
Die Enêpsigos-Rede des Testaments spricht von einem jungfräulich geborenen Gottessohn, Kreuz und Emmanuel. Diese Deutungsperspektive gehört zur überlieferten Textfassung. Sie ist weder die historische Stimme Salomos noch ein Grund, jedes ältere Dämonenmotiv nachträglich als ursprünglich christlich zu bezeichnen.
Weiterdenken
Was verändert sich, wenn ein Gegenspieler selbst spricht und die Herrschaft seines Bezwingers infrage stellt?
Die Figur in ihren Quellen
Asmodeus im Testament Salomos
Spricht gegen seinen Bezwinger und wird zur Tempelarbeit gezwungen.
Belegstelle im bezeichneten Text
§21–25
Zusätzlicher belegter Textkontext
§21–25
Die Figur in ihren Quellen
Aschmedai in Gittin
Gelehrter Dämonenkönig, gefangenes Gegenüber und Bedrohung königlicher Sicherheit.
Belegstelle im bezeichneten Text
68a, 8–13;68b, 1–20
Zusätzlicher belegter Textkontext
68a, 8–13;68b, 1–20
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Tobias/Tobit: die gelesene Challoner-Fassung
Alle 14 Kapitel dieser bezeichneten Fassung.
Überlieferter Werkbestand, keine Datierung der erzählten Ereignisse.
Sprache: Quellensprache; hier englische Vermittlung gelesen
Benutzte Ausgabe
Tobias/Tobit: die gelesene Challoner-Fassung: bezeichnete englische Fassung
Alle 14 Kapitel dieser bezeichneten Fassung.
Digitale englische Vermittlung, Abruf 2026.
Sprache: Englisch
Überlieferter Text
Testament Salomos: Ring, Gegenmächte und Machtverlust
Genau§1–44,53–54,60–65,113–130; moderne Kapitelnummern nicht mit Conybeares Paragraphen verwechseln.
Keine Datierung der erzählten Ereignisse aus der digitalen Ausgabe.
Sprache: Überlieferter Werkbestand; hier Englisch
Benutzte Ausgabe
Testament Salomos: Ring, Gegenmächte und Machtverlust: bezeichnete digitale Fassung
Genau§1–44,53–54,60–65,113–130; moderne Kapitelnummern nicht mit Conybeares Paragraphen verwechseln.
Bezeichnete Edition, nicht materieller antiker Textzeuge.
Sprache: Englisch
Überlieferter Text
Gittin: Salomo und Aschmedai
Nur 68a–68b.
Keine Datierung der erzählten Ereignisse aus der digitalen Ausgabe.
Sprache: Überlieferter Werkbestand; hier Deutsch
Benutzte Ausgabe
Gittin: Salomo und Aschmedai: bezeichnete digitale Fassung
Nur 68a–68b.
Bezeichnete Edition, nicht materieller antiker Textzeuge.
Sprache: Deutsch
Überlieferter Text
Schwarz: die zusammengesetzte salomonische Überlieferung
Nur 203–208 und 233–237.
Keine Datierung der erzählten Ereignisse aus der digitalen Ausgabe.
Sprache: Überlieferter Werkbestand; hier Englisch
Benutzte Ausgabe
Schwarz: die zusammengesetzte salomonische Überlieferung: bezeichnete digitale Fassung
Nur 203–208 und 233–237.
Bezeichnete Edition, nicht materieller antiker Textzeuge.
Sprache: Englisch
Benutzte Ausgabe
Gittin: Salomo und Aschmedai: bezeichnete digitale Fassung
Nur 68a–68b.
Bezeichnete Edition, nicht materieller antiker Textzeuge.
Sprache: Deutsch
Benutzte Ausgabe
Gittin: Salomo und Aschmedai: bezeichnete digitale Fassung
Nur 68a–68b, englische Vermittlung.
Bezeichnete Edition, nicht materieller antiker Textzeuge.
Sprache: Englisch
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Verwendeter Ausschnitt
- Die bezeichneten Textfenster und ausdrücklich zugeschriebene spätere Deutungen; keine aus unterschiedlichen Fassungen erfundene historische Biografie.
- Tobias/Tobit 1–14: Challoner-Rezension
Douay-Rheims, Revision Richard Challoner 1749–1752; Gutenberg 8317
Alle vierzehn Kapitel und beigefügten kurzen englischen Anmerkungen gelesen.
Lateinisch geprägte englische Textfassung, keine direkte griechische Rezension und keine unveränderte Übersetzung 1609. Beide Tobias, beide Anna und unterschiedliche Namensformen getrennt; Wunderhandlung nicht als heutige Therapie oder Ritualanleitung. Abgerufen am 2026-10-15.
- Testament Salomos: ausgewählte zusammenhängende Folgen
F. C. Conybeare, The Jewish Quarterly Review (1898), 1–45; Wikisource-Transkription
Übersetzter Haupttext§1–44,53–54,60–65 und 113–130 vollständig gelesen; keine ganze Werklektüre und keine vollständige Einleitungs-/Fußnotenlektüre.
Diese historische Übersetzungsfassung, keine vereinheitlichte frühe Urschrift. Behauptete Kräfte, Krankheitsursachen, Sexual- und Gruppenwertungen sind Figurenrede. Kein historischer Selbstbericht des Königs und keine heutige Therapie- oder Ritualanleitung. Abgerufen am 2026-10-15.
- Gittin 68b: Ašmodaj, Goldschmidt
Lazarus Goldschmidt, Der babylonische Talmud, bezeichnete deutsche Ausgabe 1929, Sefaria
Ganzes Blatt 68b, alle 23 Textsegmente samt eingebetteten deutschen Anmerkungen gelesen.
Historische deutsche Fassung; Der digitale Anbieter nennt die Lizenz Public Domain. Das ist keine globale Lizenzprüfung fremder Metadaten. Anmerkungen des Übersetzers vom Haupttext trennen. Kein ganzes Traktat, keine eigenen aramäischen Übersetzungen. Abgerufen am 2026-10-15.
- Reconsidering the Testament of Solomon: ausgewählte Argumentationsfenster
Sarah L. Schwarz, JSP 16.3 (2007), 203–237
PDF 1–6 und 31–35 vollständig gelesen, entsprechend 203–208 und 233–237;11 von 35 Seiten.
Teilweise Aufsatzlektüre. Keine eigene Überprüfung aller Handschriften, des Wiener Papyrus oder der übrigen Literatur. These zur späten Zusammenfügung ausdrücklich als Schwarz’ Argument gekennzeichnet. Abgerufen am 2026-10-15.
- Gittin 68a: Ašmodaj, Goldschmidt
Lazarus Goldschmidt, Der babylonische Talmud, bezeichnete deutsche Ausgabe 1929, Sefaria
Ganzes Blatt 68a, alle 13 Textsegmente samt eingebetteten deutschen Anmerkungen gelesen.
Historische deutsche Fassung; Der digitale Anbieter nennt die Lizenz Public Domain. Das ist keine globale Lizenzprüfung fremder Metadaten. Anmerkungen des Übersetzers vom Haupttext trennen. Kein ganzes Traktat, keine eigenen aramäischen Übersetzungen. Abgerufen am 2026-10-15.
- Gittin 68b: William-Davidson-Fassung
William Davidson Edition, englische Übersetzung mit Steinsaltz-Erläuterungen, Sefaria
Alle englischen Textsegmente von Blatt 68b gelesen und an den bezeichneten Stellen mit Goldschmidt verglichen.
Metadaten CC BY-NC; keine Übernahme des Volltextes in die öffentliche Ausstellung. Moderne Erklärungen sind nicht automatisch Wortlaut des aramäischen Haupttextes. Abgerufen am 2026-10-15.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-15. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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