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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Asmodeus und Aschmedai: verschiedene Grenzen der Macht

Ein schädigender Dämon im Tobiasbuch, ein befragter Bauarbeiter und ein gelehrter Gegenspieler erhalten unterschiedliche Rollen.

3–4 Minuten Lesezeit

Saras Geschichte ist mehr als ein Dämonenname

Im gelesenen Tobiasbuch werden Saras sieben Ehemänner durch Asmodeus getötet. Die Beschuldigung der Magd ist ihre Rede, kein Urteil des Museums über Sara. Sara betet, Tobias handelt und Raphael hilft. Der Dämon wird gebunden; die Erzählung führt danach zu Heimkehr, Heilung und einer Zukunft der Familie. Der Tod der Ehemänner ist kein Anlass, Sara auf eine vermeintlich gefährliche Frau zu reduzieren.

Nachlesen: [1] 3;6–12

Asmodeus antwortet Salomo

Im Testament Salomos wird der gebundene Asmodeus selbst befragt. Er rühmt seine übermenschliche Herkunft und warnt vor dem Ende von Salomos Macht. Er beschreibt sich als Zerstörer ehelicher Beziehungen. Raphael und das Fischmotiv kehren als Gegengewichte wieder. Salomo zwingt ihn zur Arbeit am Tempel. Die Szene ähnelt damit nicht einfach der Rettungsreise des Tobiasbuchs.

Nachlesen: [2] §21–25

Aschmedai weiß mehr als der König

Gittin 68 a lässt Aschmedai himmlische und irdische Lehrhäuser besuchen. In 68 b hilft er Menschen unterwegs, lacht oder weint aus später erläuterten Gründen und erinnert Salomo an die geringe Größe seines künftigen Grabes. Der König will den Schamir für seinen Bau. Die Figur ist nicht allein ein austauschbarer Verführer; sie kann Wissen und eine Grenze königlichen Besitzwillens verkörpern.

Der Kontrollverlust bleibt widersprüchlich

Nachdem Salomo Kette und Ring aus der Hand gibt, wird er fortgeschleudert und gerät in die Rolle des Bettlers. Die Gelehrten und Königinnen tragen zur Entlarvung des falschen Königs bei. Die Passage überliefert außerdem zwei Auffassungen, ob Salomo seine Königswürde wiedererlangte. Goldschmidts Anmerkung lässt offen, wen oder was Aschmedai verschlang; die englische Erläuterung legt sich auf den Ring fest.

Ein Werkname ist noch kein einheitliches Entstehungsdatum

Schwarz warnt vor der Vorstellung eines früh schon feststehenden vollständigen Testaments. Ihre untersuchten Vollhandschriften sind viel später als manche Einzelmotive. Jüdische, christliche und weitere Vermittlungskontexte müssen deshalb getrennt geprüft werden. Die christlichen Bezüge der hier gelesenen Schlussfenster sind sichtbar, ohne alle Teile derselben Hand zuzuschreiben.

Christliche Bezüge stehen in derselben Sammlung

Die Enêpsigos-Rede des Testaments spricht von einem jungfräulich geborenen Gottessohn, Kreuz und Emmanuel. Diese Deutungsperspektive gehört zur überlieferten Textfassung. Sie ist weder die historische Stimme Salomos noch ein Grund, jedes ältere Dämonenmotiv nachträglich als ursprünglich christlich zu bezeichnen.

Nachlesen: [2] §64–65

Weiterdenken

Was verändert sich, wenn ein Gegenspieler selbst spricht und die Herrschaft seines Bezwingers infrage stellt?

Die Figur in ihren Quellen

Asmodeus im Testament Salomos

Spricht gegen seinen Bezwinger und wird zur Tempelarbeit gezwungen.

Belegstelle im bezeichneten Text
§21–25

Zusätzlicher belegter Textkontext
§21–25

Die Figur in ihren Quellen

Aschmedai in Gittin

Gelehrter Dämonenkönig, gefangenes Gegenüber und Bedrohung königlicher Sicherheit.

Belegstelle im bezeichneten Text
68a, 8–13;68b, 1–20

Zusätzlicher belegter Textkontext
68a, 8–13;68b, 1–20

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Tobias/Tobit: die gelesene Challoner-Fassung

Alle 14 Kapitel dieser bezeichneten Fassung.

Überlieferter Werkbestand, keine Datierung der erzählten Ereignisse.

Sprache: Quellensprache; hier englische Vermittlung gelesen

Benutzte Ausgabe

Tobias/Tobit: die gelesene Challoner-Fassung: bezeichnete englische Fassung

Alle 14 Kapitel dieser bezeichneten Fassung.

Digitale englische Vermittlung, Abruf 2026.

Sprache: Englisch

Überlieferter Text

Testament Salomos: Ring, Gegenmächte und Machtverlust

Genau§1–44,53–54,60–65,113–130; moderne Kapitelnummern nicht mit Conybeares Paragraphen verwechseln.

Keine Datierung der erzählten Ereignisse aus der digitalen Ausgabe.

Sprache: Überlieferter Werkbestand; hier Englisch

Benutzte Ausgabe

Testament Salomos: Ring, Gegenmächte und Machtverlust: bezeichnete digitale Fassung

Genau§1–44,53–54,60–65,113–130; moderne Kapitelnummern nicht mit Conybeares Paragraphen verwechseln.

Bezeichnete Edition, nicht materieller antiker Textzeuge.

Sprache: Englisch

Überlieferter Text

Gittin: Salomo und Aschmedai

Nur 68a–68b.

Keine Datierung der erzählten Ereignisse aus der digitalen Ausgabe.

Sprache: Überlieferter Werkbestand; hier Deutsch

Benutzte Ausgabe

Gittin: Salomo und Aschmedai: bezeichnete digitale Fassung

Nur 68a–68b.

Bezeichnete Edition, nicht materieller antiker Textzeuge.

Sprache: Deutsch

Überlieferter Text

Schwarz: die zusammengesetzte salomonische Überlieferung

Nur 203–208 und 233–237.

Keine Datierung der erzählten Ereignisse aus der digitalen Ausgabe.

Sprache: Überlieferter Werkbestand; hier Englisch

Benutzte Ausgabe

Schwarz: die zusammengesetzte salomonische Überlieferung: bezeichnete digitale Fassung

Nur 203–208 und 233–237.

Bezeichnete Edition, nicht materieller antiker Textzeuge.

Sprache: Englisch

Benutzte Ausgabe

Gittin: Salomo und Aschmedai: bezeichnete digitale Fassung

Nur 68a–68b.

Bezeichnete Edition, nicht materieller antiker Textzeuge.

Sprache: Deutsch

Benutzte Ausgabe

Gittin: Salomo und Aschmedai: bezeichnete digitale Fassung

Nur 68a–68b, englische Vermittlung.

Bezeichnete Edition, nicht materieller antiker Textzeuge.

Sprache: Englisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Verwendeter Ausschnitt
Die bezeichneten Textfenster und ausdrücklich zugeschriebene spätere Deutungen; keine aus unterschiedlichen Fassungen erfundene historische Biografie.
  1. Tobias/Tobit 1–14: Challoner-Rezension

    Douay-Rheims, Revision Richard Challoner 1749–1752; Gutenberg 8317

    Alle vierzehn Kapitel und beigefügten kurzen englischen Anmerkungen gelesen.

    Lateinisch geprägte englische Textfassung, keine direkte griechische Rezension und keine unveränderte Übersetzung 1609. Beide Tobias, beide Anna und unterschiedliche Namensformen getrennt; Wunderhandlung nicht als heutige Therapie oder Ritualanleitung. Abgerufen am 2026-10-15.

  2. Testament Salomos: ausgewählte zusammenhängende Folgen

    F. C. Conybeare, The Jewish Quarterly Review (1898), 1–45; Wikisource-Transkription

    Übersetzter Haupttext§1–44,53–54,60–65 und 113–130 vollständig gelesen; keine ganze Werklektüre und keine vollständige Einleitungs-/Fußnotenlektüre.

    Diese historische Übersetzungsfassung, keine vereinheitlichte frühe Urschrift. Behauptete Kräfte, Krankheitsursachen, Sexual- und Gruppenwertungen sind Figurenrede. Kein historischer Selbstbericht des Königs und keine heutige Therapie- oder Ritualanleitung. Abgerufen am 2026-10-15.

  3. Gittin 68b: Ašmodaj, Goldschmidt

    Lazarus Goldschmidt, Der babylonische Talmud, bezeichnete deutsche Ausgabe 1929, Sefaria

    Ganzes Blatt 68b, alle 23 Textsegmente samt eingebetteten deutschen Anmerkungen gelesen.

    Historische deutsche Fassung; Der digitale Anbieter nennt die Lizenz Public Domain. Das ist keine globale Lizenzprüfung fremder Metadaten. Anmerkungen des Übersetzers vom Haupttext trennen. Kein ganzes Traktat, keine eigenen aramäischen Übersetzungen. Abgerufen am 2026-10-15.

  4. Reconsidering the Testament of Solomon: ausgewählte Argumentationsfenster

    Sarah L. Schwarz, JSP 16.3 (2007), 203–237

    PDF 1–6 und 31–35 vollständig gelesen, entsprechend 203–208 und 233–237;11 von 35 Seiten.

    Teilweise Aufsatzlektüre. Keine eigene Überprüfung aller Handschriften, des Wiener Papyrus oder der übrigen Literatur. These zur späten Zusammenfügung ausdrücklich als Schwarz’ Argument gekennzeichnet. Abgerufen am 2026-10-15.

  5. Gittin 68a: Ašmodaj, Goldschmidt

    Lazarus Goldschmidt, Der babylonische Talmud, bezeichnete deutsche Ausgabe 1929, Sefaria

    Ganzes Blatt 68a, alle 13 Textsegmente samt eingebetteten deutschen Anmerkungen gelesen.

    Historische deutsche Fassung; Der digitale Anbieter nennt die Lizenz Public Domain. Das ist keine globale Lizenzprüfung fremder Metadaten. Anmerkungen des Übersetzers vom Haupttext trennen. Kein ganzes Traktat, keine eigenen aramäischen Übersetzungen. Abgerufen am 2026-10-15.

  6. Gittin 68b: William-Davidson-Fassung

    William Davidson Edition, englische Übersetzung mit Steinsaltz-Erläuterungen, Sefaria

    Alle englischen Textsegmente von Blatt 68b gelesen und an den bezeichneten Stellen mit Goldschmidt verglichen.

    Metadaten CC BY-NC; keine Übernahme des Volltextes in die öffentliche Ausstellung. Moderne Erklärungen sind nicht automatisch Wortlaut des aramäischen Haupttextes. Abgerufen am 2026-10-15.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-15. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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