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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Ḫebat: Nachrichten aus einem eingeschlossenen Tempel

Ullikummis Bedrohung erreicht Ḫebat als unterbrochene Nachricht; ein Gebet verbindet ihren Namen mit Arinna.

2 Minuten Lesezeit

Der Konflikt erreicht den Tempel

Die dritte Tafel des Ullikummi-Lieds beschreibt Ḫebat im eingeschlossenen Tempel. Sie sieht den Wettergott nicht mehr und erhält keine Nachricht. Ihre Frage nach seinem Schicksal wird durch diese räumliche und kommunikative Lage verständlich.

Ḫebat entsendet Takiti, um Nachricht zu bringen. Später erreicht Tašmišu sie vom Wachturm aus. Die Dienerinnen bewahren sie davor, vom Dach zu stürzen. Ihre Rolle umfasst damit Erwartung, Auftrag und gefährdete Wahrnehmung, nicht bloß eine Position neben dem Wettergott.

Nachlesen: [1] Kola 33–78

Eine Namensverbindung wird ausgesprochen

Puduḫepas Gebet eröffnet einen anderen Zusammenhang. Dort beansprucht die Sprecherin, dieselbe Herrin werde im Land Ḫatti Sonnengöttin von Arinna und im Zedernland Ḫepat genannt. Die konkrete Gleichsetzung ist eine Aussage dieses Gebets.

Sie macht nicht jedes frühere lokale Zeugnis nachträglich austauschbar. Schwemers Darstellung des Götterkreises betont ebenfalls regionale und textliche Unterschiede. Kultbeziehung, Erzählfigur und Name werden deshalb gemeinsam untersucht, aber nicht zu einem zeitlosen Steckbrief verschmolzen.

Von einem Texttyp zum anderen wechseln

Vergleiche die wartende Figur des Lieds mit der angerufenen Herrin des Gebets. Wer spricht jeweils, worauf soll die Rede einwirken und welche Beziehung wird ausdrücklich behauptet? Diese Fragen erklären mehr als eine automatisch übernommene Aliasliste.

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Im benannten Quellenfenster
Wie unterscheiden sich eine Erzählrolle und eine historische Namensverbindung?

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Ullikummi-Lied, CTH 345

Werkidentität getrennt von einzelnen erhaltenen Tafeln und moderner Übersetzung.

Hurritischer Überlieferungskontext; keine eigene Erstkompositionsdatierung.

Sprache: Hethitisch

Benutzte Ausgabe

CTH 345.I.3.1: Ullikummi-Lied, Tafel III – deutsche TITUS-Übersetzung

Verfügbarer deutscher Haupttext mit Lücken vollständig gelesen; kritischer Apparat nur in ausgewählten Anmerkungen, keine eigene Kollation.

TITUS 2010; Marburger Bearbeitung 2005–2009.

Sprache: Deutsch

Überlieferter Text

Puduḫepas Gebet an die Sonnengöttin von Arinna (CTH 384.1)

Der ausdrücklich benannte und tatsächlich gelesene Textzusammenhang.

Antiker Textzusammenhang; kein Trägerdatum aus erzählter Zeit oder modernem Editionsdatum abgeleitet.

Sprache: Hethitisch, hier über deutsche wissenschaftliche Übersetzung

Benutzte Ausgabe

Puduḫepas Gebet an die Sonnengöttin von Arinna (CTH 384.1) – benannte deutsche Online-Ausgabe

Zusammengesetzter, mit Ergänzungen und Unsicherheitsmarkierungen vermittelter Lesetext; nicht mit dem vollständig erhaltenen Wortlaut eines einzigen Trägers gleichgesetzt.

hethiter.net, TRde 2017-10-29

Sprache: Deutsch nach Hethitisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Konkret bezeichnete anatolische/hurritisch-hethitische Text- und Forschungskontexte
Verwendeter Ausschnitt
Die hier bezeichneten CTH-Textfenster und Ausgaben
  1. CTH 345.I.3.1: Ullikummi-Lied, Tafel III

    Anna Bauer, Felix Esser, Susanne Görke, Jürgen Lorenz und Elisabeth Rieken (Leitung), Marburg 2005–2009; TITUS-Bearbeitung Jost Gippert, Frankfurt 2010

    Gesamter verfügbarer deutscher Haupttext 1–301 und Zeugenübersicht gelesen; ausgewählte Anmerkungen einschließlich 45 und 49–50. Hilfe Eás und beschädigter Schluss nochmals abgeglichen.

    Kein vollständig erhaltener Siegesschluss. Schneidewerkzeug bei Ea und den uralten Göttern, nicht als eigenhändig geführte Sichel Teššubs ausgegeben. Keine Lücken mit griechischen Erzählungen gefüllt. Abgerufen am 2026-09-26.

  2. Puduḫepas Gebet an die Sonnengöttin von Arinna: CTH 384.1

    hethiter.net, Editionsprojekt Gebete der Hethiter · Angezeigte Fassung TRde 2017-10-29

    Gesamte angezeigte deutsche Übersetzung, Paragraphen 1–17 / Kola 1–163 und Anmerkungen 1–79 gelesen. Namensverbindung in § 2, königliche Falldarlegung, Lelwani, Zintuḫi, Mezzulla und Wettergott von Zippalanda verfolgt.

    Lesetext mit Ergänzungen und abweichenden Deutungen im Kommentar; keine eigene Zeichenlesung oder unabhängige Bestätigung aller historischen Selbstaussagen Puduḫepas. Die genannte Beziehung ist kein globaler Alias sämtlicher Ḫebat-/Arinna-Zeugnisse. Abgerufen am 2026-10-17.

  3. Wettergott(heiten). A. Philologisch: § 4 Teššub, S. 82–84

    Daniel Schwemer, Reallexikon der Assyriologie 15, Lieferung 2016

    § 4 auf gedruckten S. 82–84 gelesen, einschließlich Kultverbreitung, Götterkreis und Handlungsprofil. Diese drei PDF-Seiten zusätzlich gerendert und betrachtet; Verlags-/Lieferungsangaben im Vorspann gelesen.

    Archiviert ist der ganze 604-seitige Band, gelesen hier nur der benannte Ausschnitt und Metadaten. Freilassungslied lediglich als Sekundärhinweis erfasst, nicht als primär erschlossen. Genealogien und Gleichsetzungen bleiben regional und textbezogen. Abgerufen am 2026-09-26.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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