Zwei verweigerte Bitten haben unterschiedliche Folgen
In der von Diéguez wiedergegebenen Kriegserzählung will Olofi keine Bitten mehr anhören. Ochún erreicht ihn dennoch und bittet um Frieden. In der anderen Episode verweigert er Orulas Fürsprache für Babalú-Ayé zunächst, gibt aber später Ochúns bedingter Forderung nach.
In der ausführlicheren Wiedergabe bei Castellanos lässt Olofi die Frauen und „Santas“ zusammenrufen. Ochún fehlt zunächst und wird eigens herbeigerufen. Diese Gruppe ist von den Fürsprecherinnen zu Beginn und von Ochún selbst zu unterscheiden.
Die Geschichten zeigen Entscheidung, Zugang und die Möglichkeit einer veränderten Zusage. Sie sind keine Darstellung eines für alle kubanischen Religionsgemeinschaften verbindlichen Verfahrens. Die Quellen enthalten erzählte Beziehungen, keine überprüften Heilswirkungen.
Der Name wird in diesem Quellenfenster belassen
Das Profil verwendet Olofi nach der Schreibweise der beiden gelesenen Texte. Im weiteren Museum begegnen auch andere Bezeichnungen höchster göttlicher Instanzen. Sie werden hier nicht ohne zusätzliche Belege zu Aliasnamen erklärt.
Für die begrenzte Aufgabe dieses Profils sind besonders die Schritte anderer Figuren wichtig: die Bitte der Frauen, Orulas Vermittlung und Ochúns eigene Forderung. Dadurch verschwindet ihre Handlung nicht hinter der Entscheidung der höchsten Instanz.
Ein weiterer Handel wird unterbrochen
Die Oyá-Rettungsgeschichte bei Castellanos setzt mit Ikús Heiratswunsch um Olofis Tochter ein. Olofi stellt eine Forderung; Ikú schlägt den Handel um Iguí vor. Oyás Eingriff verhindert den geplanten Transport. Olofis Tochter bleibt in der Wiedergabe ohne Namen und ohne eigenen gesprochenen Beitrag. Sie wird nicht mit einer bereits bekannten Göttin identifiziert.
Die Figur in ihren Quellen
Olofi in den ausgewählten kubanischen Erzählungen
Olofi ist in den gewählten Erzählungen Adressat von Bitten und Forderungen. Die jeweils erzählte Zurückweisung, Fürsprache und Entscheidung bleiben fassungsgebunden. Olofi, Olorún und Olodumare werden ohne zusätzliche Belege nicht als austauschbare Namen modelliert.
Zwei verweigerte Bitten haben unterschiedliche Folgen
Diéguez 2000, S. 117–119 / PDF S. 122–124; Castellanos 1992, S. 58–59 / PDF S. 50–51.
Der Name wird in diesem Quellenfenster belassen
Castellanos 1992, S. 58–59: Fürsprache, Zurückweisung und Forderung. Diéguez 2000, S. 118 / PDF S. 123: ausgewählte Erzählwiedergabe.
Gruppe im Quellenbezug
Die von Olofi zusammengerufenen Frauen und Santas
In dieser ausführlicheren Honig-Erzählung versammelt; Ochún fehlt zunächst und wird danach eigens gerufen. Nicht mit den anfangs für Babalú-Ayé bittenden Frauen gleichgesetzt.
Die von Olofi zusammengerufenen Frauen und Santas
Castellanos 1992, S. 59 / PDF S. 51. Die Handlung ist auf diese Fassung begrenzt.
Die Figur in ihren Quellen
Olofis unbenannte Tochter im Heiratshandel
Anlass des Handels; keine eigene Zustimmung oder Handlung überliefert. Keine Namens-/Göttinnenidentität erfunden.
Olofis unbenannte Tochter im Heiratshandel
Castellanos 1992, S. 47 / PDF S. 39. Die Handlung ist auf diese Fassung begrenzt.
Die Wege zum gelesenen Material
Werk, Fassung und verwendeter Zugang
Eine Geschichte kann in mehreren Fassungen vorliegen. Ein Katalogtext, ein Gesprächsbericht oder ein Bild ist jeweils ein eigener Zugang. Die Angaben zeigen, was hier tatsächlich gelesen oder betrachtet wurde; sie belegen keine selbst gehörte Aufführung.
Werk oder Erzählzusammenhang
Cultura Afrocubana, Band 3: ausgewählte Erzählungen aus La religión: La Regla de Ocha
Gelesen wurden Kapitelkopf und PDF S. 1, 3–6, 21–24, 37–41, 43–44 und 50–51. Die ausgewählten ganzen Erzählungen betreffen Eleguás Prinzenfassung (Druck S. 29–30), Oyás Rettung mit mehreren Helfern und Versprechen (S. 47), Ogúns Rückkehr (S. 51), Babalú-Ayés versperrten Weg (S. 58) und die Honig-Fürsprache (S. 58–59). Die zusätzliche Lektüre von PDF S. 37–41 erweitert den älteren Forschungsnachweis; sie ist kein neuer unabhängiger Überlieferungszeuge. Auswahl aus einer 117-seitigen Kapiteldatei, kein ganzer Band und keine eigene mündliche Aufzeichnung. Die Geschichten sind teils durch Cabrera oder andere Literatur vermittelt. Die ältere Vorlage der Oyá-Geschichte bleibt unidentifiziert; für die Prinzenfassung sind weder ein unabhängig bestätigter Schauplatz noch ein Erzähltermin bekannt. Pauschale Bewertungen zu Eshú, Geschlecht oder Krankheit sowie Praxisrezepte werden nicht übernommen. Festkalender, Opferzahlen und heutige Gemeinschaften wurden damit nicht unabhängig geprüft. Keine Buchseiten öffentlich reproduziert.
Universal, Miami 1992, nach der wiederholten Publikationsangabe des bereitgestellten Kapitels.
Sprache beziehungsweise Bildzugang: Spanisch mit religiösen Namensformen
Werk oder Erzählzusammenhang
Las construcciones metafóricas en Yemayá y Ochún: La Santería cubana desde las teorías literarias – ausgewählte Passagen
Titel-, Rechte- und Inhaltsseiten (PDF S. 1–5), Einleitungsbeginn (S. 6–9), die gesamte Auswahl PDF S. 121–125 / Druck S. 116–120 sowie der Cabrera-Nachweis im Literaturverzeichnis auf PDF S. 260 gelesen. Vollständig in dieser Wiedergabe: Ogúns Rückkehr, Ochúns Friedensbitte, die Honig-Fürsprache für Babalú-Ayé und zwei getrennte Entenboten-Fassungen zu Yemayá. Ausgewählte Seitenbilder wurden zusätzlich betrachtet. Die Entenpassage auf PDF S. 124–125 wurde später nochmals herangezogen. Auswahl aus einer 266-seitigen Masterarbeit, keine Ganzlektüre der Arbeit oder der Einleitung und keine neu geführte ethnografische Untersuchung. Grundlage ist unter anderem Cabreras Yemayá y Ochún, im Literaturverzeichnis Madrid 1974; dieses Buch wurde nicht selbst gelesen. Wiederkehrende Episoden sind keine zusätzlichen unabhängigen mündlichen Bezeugungen. Praxis- und Opferanleitungen, Körper- und Geschlechterstereotype sowie medizinische Wirkungsbehauptungen werden nicht übernommen. Der Bibliothekszugang ist keine freie Reproduktionslizenz.
Masterarbeit im Fach Vergleichende Literaturwissenschaft, México D. F. 2000, nach der betrachteten Titelseite.
Sprache beziehungsweise Bildzugang: Spanisch mit religiösen Namensformen
Werk oder Erzählzusammenhang
Ochúns Friedensbitte nach Krieg und Hunger
Ochúns Friedensbitte nach Krieg und Hunger. Versorgung, Reparatur und Ablenkung führen zur Bitte an Olofi; diese Handlung wird durch Diéguez vermittelt.
Hier benutzte schriftliche Bezeugung: Diéguez Caballero 2000. Kein mündlicher Erzähltermin ermittelt.
Sprache beziehungsweise Bildzugang: Spanische gedruckte Erzählvermittlung
Konkrete veröffentlichte Fassung
Ochúns Friedensbitte nach Krieg und Hunger – Diéguez Caballero 2000
S. 117–118 / PDF S. 122–123. Ganze Friedensbitte und anschließende literaturwissenschaftliche Deutung. Gelesen wurde diese vermittelte Wiedergabe, keine neue mündliche Aufzeichnung.
Diéguez Caballero 2000; Datum einer früheren mündlichen Fassung nicht ermittelt.
Sprache beziehungsweise Bildzugang: Spanisch
Benutzter Lese- oder Bildzugang
Ochúns Friedensbitte nach Krieg und Hunger – Diéguez Caballero 2000 (gelesener Zugang)
S. 117–118 / PDF S. 122–123. Ganze Friedensbitte und anschließende literaturwissenschaftliche Deutung. Gelesen wurde diese vermittelte Wiedergabe, keine neue mündliche Aufzeichnung.
Diéguez Caballero 2000; Datum einer früheren mündlichen Fassung nicht ermittelt.
Sprache beziehungsweise Bildzugang: Spanisch; eigene deutsche Paraphrase
Werk oder Erzählzusammenhang
Fürsprache und Ochúns Forderung nach Babalú-Ayés Leben
Die Fürsprache für Babalú-Ayé liegt hier in einer längeren Castellanos- und einer kürzeren Diéguez-Wiedergabe vor. Die literarisch verwandten Vermittlungen sind keine zwei unabhängigen Feldaufnahmen.
Bezeichnete Wiedergaben: Castellanos 1992 und Diéguez Caballero 2000; frühere Cabrera-Texte nur mittelbar erschlossen.
Sprache beziehungsweise Bildzugang: Spanische gedruckte Erzählvermittlung
Konkrete veröffentlichte Fassung
Fürsprache und Ochúns Forderung nach Babalú-Ayés Leben – Castellanos 1992
S. 58–59 / PDF S. 50–51, Anmerkung 66. Längere Wiedergabe mit versammelten Frauen und Santas; Verweis auf Cabrera 1980b, S. 77. Die frühere Ausgabe wurde nicht selbst gelesen. Gelesen wurde diese vermittelte Wiedergabe, keine neue mündliche Aufzeichnung.
Castellanos 1992; Datum einer früheren mündlichen Fassung nicht ermittelt.
Sprache beziehungsweise Bildzugang: Spanisch
Benutzter Lese- oder Bildzugang
Fürsprache und Ochúns Forderung nach Babalú-Ayés Leben – Castellanos 1992 (gelesener Zugang)
S. 58–59 / PDF S. 50–51, Anmerkung 66. Längere Wiedergabe mit versammelten Frauen und Santas; Verweis auf Cabrera 1980b, S. 77. Die frühere Ausgabe wurde nicht selbst gelesen. Gelesen wurde diese vermittelte Wiedergabe, keine neue mündliche Aufzeichnung.
Castellanos 1992; Datum einer früheren mündlichen Fassung nicht ermittelt.
Sprache beziehungsweise Bildzugang: Spanisch; eigene deutsche Paraphrase
Konkrete veröffentlichte Fassung
Fürsprache und Ochúns Forderung nach Babalú-Ayés Leben – Diéguez Caballero 2000
S. 118–119 / PDF S. 123–124. Kürzere Wiedergabe im Cabrera-bezogenen Literaturvergleich; keine zusätzliche unabhängige Feldaufnahme. Gelesen wurde diese vermittelte Wiedergabe, keine neue mündliche Aufzeichnung.
Diéguez Caballero 2000; Datum einer früheren mündlichen Fassung nicht ermittelt.
Sprache beziehungsweise Bildzugang: Spanisch
Benutzter Lese- oder Bildzugang
Fürsprache und Ochúns Forderung nach Babalú-Ayés Leben – Diéguez Caballero 2000 (gelesener Zugang)
S. 118–119 / PDF S. 123–124. Kürzere Wiedergabe im Cabrera-bezogenen Literaturvergleich; keine zusätzliche unabhängige Feldaufnahme. Gelesen wurde diese vermittelte Wiedergabe, keine neue mündliche Aufzeichnung.
Diéguez Caballero 2000; Datum einer früheren mündlichen Fassung nicht ermittelt.
Sprache beziehungsweise Bildzugang: Spanisch; eigene deutsche Paraphrase
Werk oder Erzählzusammenhang
Oyá befreit Iguí aus dem Handel mit Ikú
Oyás Rettung Iguís aus einem Handel mit Ikú. Awó, Oga und Olofis unbenannte Tochter behalten ihre unterschiedlichen Rollen; die frühere libreta bleibt unidentifiziert.
Gelesene gedruckte Vermittlung: Castellanos 1992. Die ältere libreta und ihr Entstehungsdatum sind nicht identifiziert.
Sprache beziehungsweise Bildzugang: Spanische schriftliche Vermittlung
Konkrete veröffentlichte Fassung
Oyá befreit Iguí aus dem Handel mit Ikú – Vermittlung nach unidentifizierter libreta
S. 47 / PDF S. 39. Die ganze Episode mit Schlussvariante gelesen. Die bezeichnete frühere libreta ist nicht identifiziert oder selbst eingesehen. Gelesen wurde diese vermittelte Wiedergabe, keine neue mündliche Aufzeichnung.
Castellanos 1992; Datum einer früheren mündlichen Fassung nicht ermittelt.
Sprache beziehungsweise Bildzugang: Spanisch; eigene deutsche Einordnung
Benutzter Lese- oder Bildzugang
Oyá befreit Iguí aus dem Handel mit Ikú – Vermittlung nach unidentifizierter libreta (gelesener Zugang)
S. 47 / PDF S. 39. Die ganze Episode mit Schlussvariante gelesen. Die bezeichnete frühere libreta ist nicht identifiziert oder selbst eingesehen. Gelesen wurde diese vermittelte Wiedergabe, keine neue mündliche Aufzeichnung.
Castellanos 1992; Datum einer früheren mündlichen Fassung nicht ermittelt.
Sprache beziehungsweise Bildzugang: Spanisch; eigene deutsche Einordnung
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Genau bezeichnete kubanische Regla-de-Ocha-Erzählwiedergaben; keine universale Identität mit anders regional verorteten Figuren.
- Verwendeter Ausschnitt
- Die im Lesebeleg angegebenen begrenzten Erzählfälle.
- Cultura Afrocubana, Band 3: ausgewählte Erzählungen aus La religión: La Regla de Ocha
Jorge Castellanos und Isabel Castellanos · Universal, Miami 1992, nach der wiederholten Publikationsangabe des bereitgestellten Kapitels.
Gelesen wurden Kapitelkopf und PDF S. 1, 3–6, 21–24, 37–41, 43–44 und 50–51. Die ausgewählten ganzen Erzählungen betreffen Eleguás Prinzenfassung (Druck S. 29–30), Oyás Rettung mit mehreren Helfern und Versprechen (S. 47), Ogúns Rückkehr (S. 51), Babalú-Ayés versperrten Weg (S. 58) und die Honig-Fürsprache (S. 58–59). Die zusätzliche Lektüre von PDF S. 37–41 erweitert den älteren Forschungsnachweis; sie ist kein neuer unabhängiger Überlieferungszeuge.
Auswahl aus einer 117-seitigen Kapiteldatei, kein ganzer Band und keine eigene mündliche Aufzeichnung. Die Geschichten sind teils durch Cabrera oder andere Literatur vermittelt. Die ältere Vorlage der Oyá-Geschichte bleibt unidentifiziert; für die Prinzenfassung sind weder ein unabhängig bestätigter Schauplatz noch ein Erzähltermin bekannt. Pauschale Bewertungen zu Eshú, Geschlecht oder Krankheit sowie Praxisrezepte werden nicht übernommen. Festkalender, Opferzahlen und heutige Gemeinschaften wurden damit nicht unabhängig geprüft. Keine Buchseiten öffentlich reproduziert. Abgerufen am 2026-10-16.
- Las construcciones metafóricas en Yemayá y Ochún: La Santería cubana desde las teorías literarias – ausgewählte Passagen
Ileana Diéguez Caballero / UNAM, Facultad de Filosofía y Letras; Betreuung Gabriel Weisz Carrington · Masterarbeit im Fach Vergleichende Literaturwissenschaft, México D. F. 2000, nach der betrachteten Titelseite.
Titel-, Rechte- und Inhaltsseiten (PDF S. 1–5), Einleitungsbeginn (S. 6–9), die gesamte Auswahl PDF S. 121–125 / Druck S. 116–120 sowie der Cabrera-Nachweis im Literaturverzeichnis auf PDF S. 260 gelesen. Vollständig in dieser Wiedergabe: Ogúns Rückkehr, Ochúns Friedensbitte, die Honig-Fürsprache für Babalú-Ayé und zwei getrennte Entenboten-Fassungen zu Yemayá. Ausgewählte Seitenbilder wurden zusätzlich betrachtet. Die Entenpassage auf PDF S. 124–125 wurde später nochmals herangezogen.
Auswahl aus einer 266-seitigen Masterarbeit, keine Ganzlektüre der Arbeit oder der Einleitung und keine neu geführte ethnografische Untersuchung. Grundlage ist unter anderem Cabreras Yemayá y Ochún, im Literaturverzeichnis Madrid 1974; dieses Buch wurde nicht selbst gelesen. Wiederkehrende Episoden sind keine zusätzlichen unabhängigen mündlichen Bezeugungen. Praxis- und Opferanleitungen, Körper- und Geschlechterstereotype sowie medizinische Wirkungsbehauptungen werden nicht übernommen. Der Bibliothekszugang ist keine freie Reproduktionslizenz. Abgerufen am 2026-10-16.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-16. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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