Ein Name im Licht des Gewitters
Steropes steht bei Hesiod zwischen Brontes und Arges. Die drei Kinder von Gaia und Uranos besitzen jeweils ein Stirnauge. In ihren Werken liegen Kraft und Geschick. Der Text lässt sie Zeus seine Gewitterwaffen geben und verbindet damit eine außerordentliche Körpergestalt mit einer produktiven Fähigkeit.
Evelyn-Whites Editionsfußnote glossiert Steropes mit einem englischen Ausdruck für das Blitzen. Das ist eine historische Lesehilfe zum Namen. Aus ihr folgt keine im Gedicht erzählte Szene, in der Steropes allein einen bestimmten Blitz herstellt oder selbst als Wetterereignis auftritt.
Befreiung macht die gemeinsame Gabe möglich
Die Bibliotheke erzählt, dass Uranos die Brüder in den Tartaros sperrt. Nach seinem Sturz werden sie zunächst freigelassen und von Kronos erneut eingeschlossen. Erst Zeus’ Bündnis bringt eine weitere Befreiung. Die folgende Waffengabe ist damit Teil eines Machtwechsels, nicht eine isolierte Werkstattszene.
Zeus erhält Donner und Blitzwaffen, Pluto einen Helm, Poseidon einen Dreizack. Steropes gehört zur handelnden Gruppe. Wer welches Stück anfertigt, bleibt in diesem Fenster ungeteilt. Die andere Befreiungsabfolge dieser Fassung wird neben Hesiod gelesen, statt beide Texte zu einer scheinbar einheitlichen Vorgeschichte zu verschmelzen.
Der Gruppenname wechselt seinen Erzählraum
In Odysseus’ Bericht begegnen Kyklopen als Höhlenbewohner. Der Sprecher im Höhlengespräch erklärt, er müsse Zeus nicht fürchten. Die Nähe zum Zeus der Waffengaben ist dort also nicht einfach dieselbe. Zudem ist diese Schilderung an Odysseus als Erzähler gebunden.
Steropes’ Profil bleibt bei seinem tatsächlich benannten genealogischen Kontext. Es weist auf Brontes und Arges weiter, ohne die Höhlenepisode als persönliches Abenteuer eines dieser Brüder zu übernehmen.
Die Figur in ihren Quellen
Eine Gestalt, verschiedene Textrollen
Ein Name im Licht des Gewitters
Theogonie 139–146 und Editionsfußnote 6
Befreiung macht die gemeinsame Gabe möglich
Bibliotheke 1.1.2–1.1.5 und 1.2.1
Der Gruppenname wechselt seinen Erzählraum
Odyssee 9,105–115 und 250–286
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Hesiod: Theogonie
Genealogisches Gedicht. Die einzelnen Editionskarten nennen die tatsächlich gelesenen Stellen; das Gesamtwerk ist hier nicht vollständig ausgewertet.
Werkebene; hier keine exakte Entstehungsdatierung festgelegt.
Sprache: Altgriechisch
Benutzte Ausgabe
Evelyn-White: Kyklopen und Hundertarmige
Genau benannte tatsächlich gelesene Fenster einer historischen englischen Übersetzung; keine eigene griechische Kollation oder Volllektüre.
Theogonie 139–162, 617–735 und 807–819; Editionsfußnote 6, Ausgabe 1914.
Sprache: Englisch
Überlieferter Text
Bibliotheke des Pseudo-Apollodor
Werkbezeichnung für die mythographische Sammlung. In diesem Museum sind nur ausgewählte Ausschnitte erschlossen; die einzelnen Editionsdatensätze benennen die tatsächlich gelesenen Stellen.
Antike mythographische Zusammenstellung; genaue Entstehungszeit und Autorschaft aus dieser Lektüre nicht bestimmt.
Sprache: Altgriechisch
Benutzte Ausgabe
Frazer: Befreiungen und Waffengaben
Genau benannte tatsächlich gelesene Fenster einer historischen englischen Übersetzung; keine eigene griechische Kollation oder Volllektüre.
Bibliotheke 1.1.1–1.1.7 und 1.2.1; Ausgabe 1921.
Sprache: Englisch
Überlieferter Text
Homerische Odyssee
Erzählwerk; nur ausdrücklich benannte Ausschnitte gelesen, kein vollständig erschlossenes Korpus.
Werkebene; hier keine exakte Datierung festgelegt.
Sprache: Altgriechisch
Benutzte Ausgabe
Murray: andere Kyklopen im Höhlenbericht
Genau benannte tatsächlich gelesene Fenster einer historischen englischen Übersetzung; keine eigene griechische Kollation oder Volllektüre.
Odyssee 9,105–115 und 250–286; Ausgabe 1919.
Sprache: Englisch
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Hesiodische Göttergenealogie und jeweils benannte andere literarische Fassungen.
- Verwendeter Ausschnitt
- Theogonie 139–162; weitere konkrete Fenster stehen an jedem Abschnitt.
- Hesiods Kyklopen und Hundertarmige
Hesiod; englische Übersetzung H. G. Evelyn-White · 1914, historische englische Leseausgabe
Theogonie 139–162, 617–735, 807–819; Editionsfußnote 6.
Benannte Fenster und historische Namensglossen; keine eigene griechische Etymologie oder ganze Werklektüre. Briareos/Obriareus beobachtete englische Formen; Ortsangaben nicht harmonisiert. Abgerufen am 2026-10-01.
- Kyklopen und Hekatoncheiren in der Bibliotheke
Pseudo-Apollodor; englische Übersetzung J. G. Frazer · 1921, historische englische Leseausgabe
Bibliotheke 1.1.1–1.1.7 und 1.2.1.
Neue begrenzte Lektüre derselben archivierten Ausgabe; keine Ausweitung alter Lesebelege. Reihenfolge und erneute Fesselung dieser Fassung kenntlich; kollektive Waffen nicht einzeln verteilen. Abgerufen am 2026-10-01.
- Andere Kyklopen: Odysseus’ Höhlenbericht
Homerische Odyssee; englische Übersetzung A. T. Murray · 1919, historische englische Leseausgabe
Odyssee 9,105–115 und 250–286.
Nur diese Abgrenzungsfenster neu gelesen, keine vollständige Polyphemepisode oder ethnografische Bestätigung. Erzählperspektive von Odysseus; gemeinsamer Gruppenname beweist keine Einzelfigurenidentität. Abgerufen am 2026-10-01.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-01. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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