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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Serapis: von Osiris-Apis zur römischen Büste

Ein ptolemäischer Siegelstein und eine römische Silberbüste zeigen Serapis in zwei verschiedenen Bildwelten. Die Verbindung zu Osiris und Apis erklärt den Namen, aber nicht jedes Detail seiner späteren Verehrung.

2 Minuten Lesezeit · Bildbetrachtung nach eigener Zeit

Ein Name mit mehreren Kultschichten

Der Met-Katalog beschreibt Serapis als Verbindung von Osiris und Apis, die unter den Ptolemäern eine griechisch lesbare Gestalt und Bezüge zu Zeus und Hades erhielt. Ein nur einen Zentimeter großer Karneol-Siegelstein aus ptolemäischer Zeit trägt seinen bärtigen Kopf. Die Aufnahme zeigt den Kopf nur schwach; sie ist ein datierter Bildträger, keine Illustration einer ganzen Entstehungsgeschichte.

UCL nennt Alexandria als bedeutenden dynastischen Kultort und außerdem einen Tempel bei den Apis-Bestattungen in Saqqara. Ägyptische und griechische Beziehungen laufen hier zusammen, doch der lebende Apis, Osiris und Serapis bleiben für die historische Erklärung unterscheidbar.

Ptolemäischer Siegelstein: ein winziges Serapis-Bild

Kleines orangefarbenes Karneol-Intaglio mit nur schwach erkennbarem bärtigem Kopf des Serapis auf grauem Grund.
Serapis-Kopf auf einem nur einen Zentimeter großen Intaglio, The Met 26.7.1362, 332–30 v. Chr. Public Domain / CC0. Bildnachweis Bildlizenz

Eine römische Büste, keine ptolemäische Statue

Die Silberbüste des Met entstand im 2. Jahrhundert n. Chr. Sie zeigt Serapis mit langem Haar und Bart in einer römischen Bildform. Der vom Museum erwähnte Modius, eine korbartige Kopfbedeckung, fehlt heute. Die Fotografie darf deshalb nicht so beschriftet werden, als wäre er sichtbar.

Das Met ordnet tragbare Büsten dem Stiften oder privater Verehrung zu. Diese spätere Bildwelt zeigt Serapis’ weite Rezeption, nicht das Aussehen der ersten Kultstatue in Alexandria. Die UCL-Seite berichtet eine antike Erzählung, nach der eine Statue aus Sinope gebracht worden sei; sie ist als Überlieferung zu lesen, nicht als gesicherter Transportbericht.

Serapis im 2. Jahrhundert: die Kopfbedeckung fehlt heute

Silberne Büste eines bärtigen Mannes mit langem lockigem Haar und Gewand auf dunklem Grund.
Römische Silberbüste des Serapis, The Met 1991.127, 2. Jahrhundert n. Chr.; der einstige Modius fehlt heute. Public Domain / CC0. Bildnachweis Bildlizenz

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Ptolemäisches Intaglio
The Met 26.7.1362.

Kultorte und römische Bildwelt
UCL Memphis und Met 1991.127.

Welche Zeit ist gemeint?

  • Ptolemäisches Serapis-Intaglio.
  • Römische Silberbüste des Serapis.

Die Datierung eines Zeugnisses ist kein Geburtsdatum des gesamten Erzählstoffs.

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Ptolemäische und römische griechisch-ägyptische Kultzeugnisse
Verwendeter Ausschnitt
The Met 26.7.1362 und 1991.127; UCL, Memphis: Serapis.
  1. Intaglio with head of Serapis, 26.7.1362

    The Metropolitan Museum of Art · 332–30 v. Chr.

    Das 1 cm große Karneol-Intaglio trägt einen Serapis-Kopf und ist in ptolemäische Zeit datiert. Das Met beschreibt Serapis als Verbindung von Osiris und Apis mit griechischer Erscheinung und Bezügen zu Zeus und Hades unter den Ptolemäern.

    Indexnotiz der Weblektüre. Der kuratorische Satz zur Entstehung ist sprachlich beschädigt; keine genaue Gründungserzählung daraus ableiten. Abgerufen am 2026-09-30.

  2. Memphis: Plaster head of Serapis, UC 50470

    University College London, Digital Egypt for Universities · UCL-Webfassung, gelesen 2026-09-30

    UCL nennt Alexandria als dynastischen Kultort und einen Serapis-Tempel bei den Apis-Bestattungen im memphitischen Saqqara. Imhotep wurde dort mit Asklepios gleichgesetzt; die Seite unterscheidet frühe ptolemäische Kultgeschichte und römische Datierung des abgebildeten Kopfes. Die Sinope-Statue ist eine von antiken Autoren berichtete Traumerzählung.

    Indexnotiz der Weblektüre. Der Kopf UC 50470 ist römisch, nicht der ptolemäische Kultbeginn; Sinope-Traum nicht als historisches Ereignis behaupten; UCL-Bildrechte ungeklärt. Abgerufen am 2026-09-30.

  3. Silver bust of Serapis, 1991.127

    The Metropolitan Museum of Art · 2. Jh. n. Chr.

    Die kleine Silberbüste ist ein römisches Bild des 2. Jahrhunderts; der vom Met erwähnte Modius fehlt heute. Portable Serapis-Büsten konnten der Stiftung oder privaten Verehrung dienen; das Met nennt dieses Silberexemplar als offenbar einzig erhaltenes.

    Indexnotiz der Weblektüre. Die heute fehlende Kopfbedeckung nicht im Foto behaupten; ein Objekt zeigt nicht den gesamten römischen Kult. Abgerufen am 2026-09-30.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-09-30. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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