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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Bres: Herrschaft scheitert an der Versorgung

Bres soll durch seine Herkunft eine Verbindung zwischen Gemeinschaften stärken. Seine Herrschaft bringt jedoch Fronarbeit und fehlende Gastlichkeit. Nach dem Verlust des Königtums kann er sein Leben schließlich mit Wissen über die Versorgung retten.

4–5 Minuten Lesezeit

Eine Herkunft soll die Verbindung sichern

Cath Maige Tuired erzählt Bres’ Herkunft von Eri und Elatha. Seine Mutter gehört den Tuatha Dé an, sein Vater ist ein König der Fomori. Ein Ring, den Elatha zurücklässt, wird später zum Zeichen der Wiedererkennung. Der Sohn heißt Eochaid Bres und wächst außergewöhnlich schnell.

Nach Nuadas Verletzung wird Bres zum König gewählt. Diese Wahl soll die Verbindung zu den Fomori festigen. Er gibt Sicherheiten dafür, die Herrschaft zurückzugeben, wenn eigene Verfehlungen dies begründen. Die Erzählung beurteilt ihn also an seinem Handeln. Eri in dieser Herkunftsgeschichte wird hier nicht allein wegen der Namensähnlichkeit mit Ériu der Landesnamenerzählung gleichgesetzt.

Arbeit und Hunger beschädigen das Königtum

Unter Bres verlangen die Fomorikönige Abgaben. Der Dagda muss eine Befestigung errichten, Ogma Brennholz bringen. Gerade Ogma wird durch unzureichende Nahrung so schwach, dass er einen großen Teil seiner Last verliert. Die Herrschaft belastet auch diejenigen, von deren Fähigkeiten die Gemeinschaft lebt.

Die führenden Männer beklagen außerdem die fehlende Bewirtung: Bei Bres gibt es keine Mahlzeiten und Getränke, wie sie sie erwarten. Dichter, Musiker und andere Darbietungen fehlen. Gastlichkeit ist in dieser Handlung eine Verpflichtung des Königs und verbindet die Verteilung von Gütern mit dem Zusammenleben.

Eine Satire und die Rückforderung der Sicherheiten

Der Dichter Corpre erhält in Bres’ Haus nur eine dunkle, unbehagliche Hütte und drei trockene kleine Kuchen. Am nächsten Morgen formuliert er eine Satire. Der Text macht diese misslungene Bewirtung zu einem Wendepunkt: Bres’ Wohlergehen nimmt danach ab.

Die Tuatha Dé verlangen nun die vereinbarte Rückgabe der Herrschaft und berufen sich auf ihre Sicherheiten. Bres erbittet einen Aufschub, um Hilfe zu finden. Der Wechsel entsteht aus erzählten Vertragsbedingungen, Versorgung und dem Wort eines Dichters; er ist keine Beschreibung eines modernen Wahlverfahrens.

Der Vater verweigert eine ungerechte Rückkehr

Mit Eri sucht Bres Elatha auf. Der Ring passt ihm und ermöglicht die Wiedererkennung. Auf die Frage nach seinem Verlust der Herrschaft nennt Bres sein eigenes Unrecht und seinen Hochmut: Er habe den Leuten Besitz und Nahrung genommen. Sein Vater hält ihm entgegen, dass das Wohlergehen der Beherrschten mehr wert sei als das Königtum.

Elatha will ihm eine unrechtmäßige Rückeroberung nicht verschaffen. Bres sucht dennoch militärische Unterstützung, die in den Konflikt mit den Tuatha Dé führt. Die Ablehnung kommt aus seiner eigenen Verwandtschaft. Seine doppelte Herkunft erklärt deshalb nicht von selbst eine unvermeidliche moralische Gegnerschaft.

Nach der Schlacht zählt nützliches Wissen

Nach der Niederlage bietet Bres für sein Leben dauernde Milch und mehrere Ernten im Jahr an. Lug legt die Vorschläge einem Rechtskundigen vor. Die Versprechen werden zurückgewiesen: Sie reichen nicht für die Lebensbedingungen des Viehs, und die Ernte muss in einen Jahreslauf passen.

Schließlich soll Bres erklären, wann gepflügt, gesät und geerntet werden soll. Die benutzte Übersetzung nennt für alle drei Tätigkeiten den Dienstag; durch diese Auskunft wird Bres freigelassen. Die erzählten Kalenderworte sind keine heutige Anbauempfehlung. Die Szene verändert jedoch die Frage seiner Nützlichkeit: Der gescheiterte Herrscher verfügt noch über Wissen, das der Gemeinschaft zugutekommen kann.

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Eine Herkunft soll die Verbindung sichern
Druckseiten 61–63: Eri, Elatha, Ring und Königsentscheidung

Arbeit und Hunger beschädigen das Königtum
Druckseiten 63–71: Abgaben, Dagda, Ogma und Beschwerden

Eine Satire und die Rückforderung der Sicherheiten
Druckseiten 71–73: Corpres Besuch, Satire und Rückforderung

Der Vater verweigert eine ungerechte Rückkehr
Druckseiten 73–75: Wiedererkennung und Gespräch mit Elatha

Nach der Schlacht zählt nützliches Wissen
Druckseiten 105–107: Angebote, Prüfung und Ackerbauauskunft

Fassungen und Belege unterscheiden

Werk, Überlieferung und Lesezugang

Werk

Cath Maige Tuired: die zweite Schlacht

Hier Stokes, S. 61–75 und 105–107: Herkunft und Königsentscheidung, Abgaben und Versorgung, Corpres Besuch und Satire, Rückforderung der Herrschaft, Gespräch mit Elatha und Bres’ Angebote nach der Schlacht. Seine Freilassung wird aus dieser Verhandlung erzählt; eine zeitlose Anbauvorschrift folgt daraus nicht.

Hier keine einheitliche Entstehungsdatierung rekonstruiert.

Sprache: Irisch

Beleg für den hier verwendeten Ausschnitt: Cath Maige Tuired: Herrschaft, Ogmas Kraft und Balors Auge

Benutzter Lesezugang

Cath Maige Tuired: Stokes, erweiterte gelesene Auswahl

Die vorhandene englische CELT-Auswahl S.57–111 vollständig gelesen, einschließlich Metadaten, Lücken und abweichender Angaben zu Ogmas Tod. Elektronische Auswahl mit Auslassungen und unsicheren Stellen; keine vollständige irische Edition oder Handschriftenautopsie. Eigene Paraphrase, keine Übernahme des digitalen Texts.

Revue Celtique 12 (1891), digitale Auswahl der Druckseiten 57–111

Sprache: Englisch

Quellen zu diesem Lesezugang: Cath Maige Tuired: Herrschaft, Ogmas Kraft und Balors Auge

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Cath Maige Tuired, zweite Schlacht: Herkunft, Herrschaft und die Verhandlung um Bres in ausgewählten Passagen.
Verwendeter Ausschnitt
Druckseiten 61–63: Eri, Elatha, Ring und Königsentscheidung; Druckseiten 63–71: Abgaben, Dagda, Ogma und Beschwerden; Druckseiten 71–73: Corpres Besuch, Satire und Rückforderung; Druckseiten 73–75: Wiedererkennung und Gespräch mit Elatha; Druckseiten 105–107: Angebote, Prüfung und Ackerbauauskunft
  1. Cath Maige Tuired: Herrschaft, Ogmas Kraft und Balors Auge

    Whitley Stokes; CELT / University College Cork · Revue Celtique 12 (1891), digitale Auswahl der Druckseiten 57–111

    Die vorhandene englische CELT-Auswahl S.57–111 vollständig gelesen, einschließlich Metadaten, Lücken und abweichender Angaben zu Ogmas Tod.

    Elektronische Auswahl mit Auslassungen und unsicheren Stellen; keine vollständige irische Edition oder Handschriftenautopsie. Eigene Paraphrase, keine Übernahme des digitalen Texts. Abgerufen am 2026-09-26.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-18. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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