Sud weist eine herabsetzende Ansprache zurück
Die beschädigte Eröffnung verbindet Suds Herkunft mit Haia und einer Mutter, die als Nun-bar-še-gunu bezeichnet wird. Die ETCSL-Ausgabe erklärt diesen Namen hier ausdrücklich als Namen Nisabas. Sud steht am Tor ihres Hauses, als Enlil sie anspricht.
Seine Rede enthält eine herabsetzende Bemerkung; Sud widerspricht dem schlechten Ruf, den er ihr geben will, und zieht sich in das Haus zurück. Erst danach schickt Enlil Nuska mit einer Botschaft an ihre Mutter. Dieser Ablauf bleibt von der Annäherung in Enlil und Ninlil unterschieden.
Die Mutter nimmt die Botschaft nicht wortlos an
Nuska betritt den E-zagin und spricht vor Nanibgal. Auch diesen Namen erläutert die Ausgabe an der Stelle als Namen Nisabas. Die Mutter erwägt die angebotene Verbindung und die vorausgegangene Beleidigung. Sie stellt die Gaben als Wiedergutmachung dar und übermittelt Bedingungen und Anweisungen.
Sud wäscht auf mütterliche Weisung dem Boten die Hände und reicht ihm Bier. Er übergibt Schmuck und kehrt mit der Antwort zurück. Diese kleinen Handlungen machen Aufnahme, Übermittlung und Zustimmung als einen mehrstufigen Vorgang sichtbar. Aus der literarischen Szene wird kein unverändert überall geltendes sumerisches Heiratsrecht rekonstruiert.
Eine Begleiterin und verschiedene Namenszuweisungen
Die Mutter fordert, Enlils Schwester solle Sud abholen und ihr den Haushalt zeigen; der Text nennt Aruru als künftige Schwägerin. In der ausgeführten Begleitung nimmt Aruru Sud an der Hand. Eine andere kurze Stelle nennt Ninmah beim Gabenzug, ohne hier eine vollständige Erklärung der Namensbeziehung zu liefern.
Die spätere Susa-Fassung führt die Begleitung ausführlicher aus, einschließlich des Übergießens mit Duftstoff. Sie lässt Aruru eine Stellung und den Namen Nintud erhalten. En-batibira erläutert die Ausgabe dagegen nur als möglichen Namen Arurus. Sichere Benennung, kurze Nennung und ausdrückliche Vermutung werden nicht zu einer einzigen unmarkierten Identität umgeschrieben.
Suds neuer Name umfasst Aufgaben
Enlils Botschaft kündigt den Namen Ninlil, Räume im E-kur und die Verteilung göttlicher Kräfte unter den Anuna an. Er beruft sich dabei auf eine Herkunft von Anšar, in der benutzten Schreibung Ancar. Das ist zunächst eine Abstammungsbehauptung dieser Figurenrede, keine neu geprüfte Gleichsetzung aller kosmogonischen Namen.
Am Ende werden Sud/Ninlil Getreide, Flachs, Grenzmarkierung und Schriftpraxis zugewiesen. Die Rede verbindet sie mit Ezina, dem wachsenden Getreide; Iškur soll in Version A Wasser beisteuern. Diese Aufgabensprache steht neben der Herkunft von Nisaba. Sie macht Sud nicht automatisch in allen Quellen mit jeder Getreide- oder Schreibgottheit identisch.
Die als Version B bezeichnete Susa-Überlieferung bleibt mit ihren eigenen Lesarten und Fehlstellen sichtbar. Die beiden Fassungen liefern verwandte, aber nicht überall wortgleiche Übergänge zu einem berühmten Namen und einer herausgehobenen Stellung.
Die Figur in ihren Quellen
Eine Gestalt, verschiedene Textrollen
Wie erzählt eine Dichtung Heirat als Vorgang mit mehreren Stimmen und nicht nur als Entscheidung eines Gottes?
Nuska vermittelt zwischen Enlil und Nisabas Haus. Die Mutter verhandelt, Sud bewirtet den Boten, und Aruru begleitet sie in den neuen Haushalt.
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Enlil and Sud
Werkzusammenhang getrennt vom benutzten modernen Lesetext.
Antike Komposition; Erstentstehung hier nicht datiert.
Sprache: Sumerisch
Benutzte Ausgabe
ETCSL 1.2.2
Zusammengesetzter Lesetext mit ausdrücklich sichtbaren Varianten und Fehlstellen.
Bearbeitung laut Revisionsnachweisen 1998–2000; Layout 2001.
Sprache: Englisch nach Sumerisch
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Sud: Botschaft, Gaben und Begleitung
- Verwendeter Ausschnitt
- Bereits gespeicherte und vollständig gelesene öffentliche ETCSL-Übersetzung einschließlich ihrer bezeichneten Varianten. Keine neue eigene sumerische Kollation oder Harmonisierung aller gleichlautenden Namen.
- Enlil and Sud
Electronic Text Corpus of Sumerian Literature, University of Oxford
Version A und Version B vollständig, einschließlich Fehlstellen und Herkunftsangabe Susa.
Zusammengesetzte englische Übersetzung; keine eigene Keilschriftkollation, keine vollständig erhaltene Einzeltafel oder nachgewiesene Aufführung. Abgerufen am 2026-10-17.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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