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MythaneumDas Museum der Mythologien

Wesen und Gruppen

Sirenen: Die Stimme hat nicht überall denselben Körper

Die Odyssee erzählt von zwei Stimmen mit einem Wissensversprechen. Ovid erklärt eine Vogelgestalt; ein römischer Sarkophag zeigt einen anderen musikalischen Wettstreit.

2–3 Minuten Lesezeit · Bildbetrachtung nach eigener Zeit

Ein konkret zugeordnetes historisches Gruppenbild

Breiter römischer Marmorsarkophag mit dichtem Figurenfries: links Götter, in der Mitte musizierende Frauengestalten, rechts geflügelte Sirenen.
Römischer Marmorsarkophag mit einem Wettstreit von Musen und Sirenen, drittes Viertel des 3. Jahrhunderts n. Chr., The Met 10.104, Public Domain / CC0. Die Szene zeigt die Musen als Gruppe; einzelne Figuren sind hier nicht sicher mit Hesiods neun Namen zu etikettieren. Bildnachweis Bildlizenz

Sie versprechen Odysseus Wissen

Die zwei Sirenen rufen den vorbeifahrenden Odysseus beim Namen. Ihr Gesang verspricht Kenntnis der Leiden vor Troja und dessen, was auf der Erde geschieht. Die Verlockung liegt in der erzählten Szene nicht allein in schöner Musik, sondern auch in einem Anspruch auf Wissen.

Die Gefährten rudern mit verschlossenen Ohren weiter. Odysseus hört gebunden am Mast zu und verlangt durch ein Zeichen seine Freilassung; Perimedes und Eurylochos ziehen die Fesseln enger. Dieser Abschnitt beschreibt die Gefahr und ihre Überwindung, ohne einen Fischschwanz als Körperform festzulegen.

Ovid fragt nach Füßen und Federn

Ovid spricht die Sirenen als Gefährtinnen Proserpinas an. Nach deren Verlust hätten sie überall gesucht und sich Flügel für die Suche über dem Meer gewünscht. Die Götter geben ihnen Federn und Vogelfüße; Gesicht und menschliche Stimme bleiben erhalten.

Das ist eine benannte römische Verwandlungserklärung. Sie wird nicht nachträglich zur Körperbeschreibung der Homer-Stelle. Gerade der Vergleich zeigt, weshalb die vertraute Meerjungfrau mit Fischschwanz nicht ungeprüft als einzige antike Sirenenform gelten kann.

Ein Wettstreit auf einem römischen Bildträger

Der Met-Katalog identifiziert auf dem Marmorsarkophag 10.104 einen Wettstreit von Musen und Sirenen. Am rechten Teil der betrachteten Aufnahme sind unter anderem gefiederte, vogelartige Unterkörper erkennbar. Sie gehören zu einer Bildgestaltung, nicht zu einem Foto der in der Odyssee erzählten Begegnung.

Die Datierung in das dritte Viertel des 3. Jahrhunderts n. Chr. und die Benennung der Gruppen folgen dem Katalog. Einzelne Musen werden hier nicht allein aus ihrer Position mit Hesiods neun Namen beschriftet. Text, Objekt und unsere Beobachtung behalten ihre jeweilige Reichweite.

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Benutzte Ausgabe

Odyssee 12,165–200: begrenzter Sirenen-Zugang

Ausschließlich Odyssee 12,165–200 neu gelesen; keine vollständige Edition neu erschlossen.

Historische Übersetzung in der bezeichneten gesicherten Digitalfassung.

Sprache: Englisch

Benutzte Ausgabe

Metamorphosen 5,551–563: begrenzter Sirenen-Zugang

Ausschließlich Metamorphosen 5,551–563 neu gelesen; keine vollständige Edition neu erschlossen.

Historische Übersetzung in der bezeichneten gesicherten Digitalfassung.

Sprache: Englisch

Überlieferter Text

Homerische Odyssee

Erzählwerk; nur ausdrücklich benannte Ausschnitte gelesen, kein vollständig erschlossenes Korpus.

Werkebene; hier keine exakte Datierung festgelegt.

Sprache: Altgriechisch

Überlieferter Text

Ovid: Metamorphosen

Werkebene des römischen Gedichts. Die einzelnen Museumsseiten nennen ihre jeweils gelesenen Buch- und Versabschnitte; daraus folgt keine vollständige Erschließung des Werks.

Antikes Werk; keine Datierung aus dem Datum eines modernen Digitaltexts abgeleitet.

Sprache: Latein

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Die jeweils ausdrücklich bezeichneten griechischen und römischen Quellen beziehungsweise historischen Bildzeugnisse.
Verwendeter Ausschnitt
Die je Abschnitt benannten Textfenster und eindeutig identifizierten Museumseinträge.
  1. Römischer Sarkophag: Wettstreit zwischen Musen und Sirenen, Met 10.104

    The Metropolitan Museum of Art; römische Werkstatt unbekannt · Drittes Viertel 3. Jahrhundert n. Chr.; heutiger Sammlungskatalog

    Met-Objektseite und API: Pentelischer Marmorsarkophag 10.104 mit Musen-Sirenen-Wettstreit, datiert in das dritte Viertel des 3. Jahrhunderts n. Chr.; Public Domain und API-Flag. Athena, Zeus und Hera stehen laut Katalog links; die Musen siegen über die Sirenen.

    Die Museumsbeschreibung identifiziert die Musengruppe, nicht jedes einzelne Bildglied. Der Sarkophag beweist keine durchgehende Einzelfach-Liste und darf nicht als Illustration von Hesiods konkreter Szene ausgegeben werden. Abgerufen am 2026-09-29.

  2. Odyssee 12,165–200: Sirenen im begrenzten Quellenfenster

    Homer; englische Übersetzung A. T. Murray · Antikes Epos; historische englische Übersetzung

    Odyssee 12,165–200 tatsächlich vollständig aus bereits gesichertem Archivtext gelesen; nur dieses Fenster.

    Historische englische Übersetzung aus lokal gesicherter Digitalfassung. Kein neuer Webabruf, keine Originalsprachenkollation oder Volllektüre. Literarische Gestalt und historisches Bildzeugnis getrennt. Abgerufen am 2026-09-29.

  3. Metamorphosen 5,551–563: Sirenen im begrenzten Quellenfenster

    Ovid; englische Übersetzung Brookes More · 1922

    Metamorphosen 5,551–563 tatsächlich vollständig aus bereits gesichertem Archivtext gelesen; nur dieses Fenster.

    Historische englische Übersetzung aus lokal gesicherter Digitalfassung. Kein neuer Webabruf, keine Originalsprachenkollation oder Volllektüre. Literarische Gestalt und historisches Bildzeugnis getrennt. Abgerufen am 2026-10-01T06:35:26.170567+00:00.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-19. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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