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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Lamiak: Der Sammelbegriff erklärt noch nicht die einzelne Begegnung

Webster ordnet sehr verschiedene Geschichten einem Feenkapitel zu. Die englische Benennung, die Aussagen seiner Gewährsleute und das Handeln der erzählten Figuren bleiben unterscheidbar.

4 Minuten Lesezeit

Lamiñak ist nicht einfach ein weltweit gleicher Feenname

Der Vorspann des vierten Kapitels nennt kleine Wesen, die unter der Erde leben oder durch den Schornstein kommen. Webster vergleicht sie mit Feen anderer europäischer Sammlungen. Diese Zusammenstellung ist ein eigener gelehrter Schritt. Die englische Bezeichnung fairy hebt Unterschiede nicht auf.

Auch die einzelnen Berichte seiner Gewährsleute werden nicht zur vollständigen Naturkunde aller Lamiak gemacht. Die verbreitete weibliche Wassergestalt mit festgelegten Tierfüßen wird aus diesem Fenster nicht als alleinige, überall gültige Körperform rekonstruiert.

Der Hund erklärt die widersprüchlichen Befehle

In The Servant at the Fairy’s erhält die jüngste Tochter scheinbar zerstörerische Arbeitsbefehle. Ein kleiner Hund bittet um Essen und erklärt ihr danach, was die Herrin tatsächlich verlangt: Ordnung und Versorgung statt Zerstörung. Bei der Wahl des Lohns muss auch die Antwort die verdeckte Bedeutung beachten.

Die ältere Schwester schlägt den Hund fort und erhält deshalb diese Erklärung nicht. Sie führt die Befehle wörtlich aus und bekommt einen anderen Ausgang. Der Unterschied entsteht aus einer konkreten Begegnung und dem Zugang zu Wissen, nicht allein aus der Behauptung, alle Wesen dieser Art seien gut oder böse.

Die vertriebene Besucherin nimmt den Wohlstand mit

In The Fairy in the House wollen Mann und Frau ihre regelmäßige Besucherin loswerden. Der als Frau verkleidete Mann verletzt sie bei der Zubereitung des heißen Schinkens. Als andere Wesen nach dem Täter fragen, kann ihre Antwort als Selbstbeschuldigung verstanden werden. Daraufhin erhält sie keine Hilfe, und die Besuche enden.

Doch das Haus wird anschließend immer ärmer. Der Schluss bewertet die Vertreibung deshalb anders, als ein bloß erfolgreicher Vertreibungsstreich erwarten ließe. Websters Vergleich mit anderen Namenslisten ist eine zusätzliche Anmerkung, keine Übernahme der griechischen Polyphemgeschichte in den Lebenslauf dieser Besucherin.

Ein Kapitel enthält auch benannte und anders bezeichnete Gestalten

Marie Kirikitoun wird als alte Frau und Hexe eingeführt. Sie näht für eine junge Frau und setzt als Bedingung, ihren Namen nach Jahr und Tag noch zu kennen. Eine zweite alte Frau trägt unbeabsichtigt die Lösung herbei, indem sie von einem belauschten Namenstanz erzählt. Es wäre ungenau, die beiden alten Frauen schon deshalb als dieselbe Person zu führen.

In The Fairy-Queen Godmother sind die Königin, die menschliche Pretty-Rose und der kleine Hund Rose ebenfalls verschiedene Handelnde. Die Königin hilft später der Geflohenen trotz des gestörten Zusammenlebens. Websters eigene Hinweise auf französische Vermittlung bleiben als Hypothesen sichtbar. Keiner dieser Fälle wird allein durch die Kapitelüberschrift zu einem sicheren Alias aller baskischen Lamiak.

Deine Frage an die Überlieferung

Welche Verwechslung entsteht, wenn aus der Sortierung „fairies“ sofort eine einzige Identität wird?

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Lamiñak ist nicht einfach ein weltweit gleicher Feenname
Kapitel IV, Einleitung S. 47–49

Der Hund erklärt die widersprüchlichen Befehle
The Servant at the Fairy’s, S. 53–55

Die vertriebene Besucherin nimmt den Wohlstand mit
The Fairy in the House, S. 55–56 und Anmerkung 53

Ein Kapitel enthält auch benannte und anders bezeichnete Gestalten
The Pretty but Idle Girl und The Fairy-Queen Godmother, S. 56–63; Anmerkungen 54–61

Weitere Rollen in den gelesenen Quellen (1)

Die Einträge gehören jeweils zum benannten Textfenster. Gleiche Namen werden dadurch nicht zu einer gemeinsamen Biografie.

Lamiñak

Webster ordnet sehr verschiedene Geschichten einem Feenkapitel zu. Die englische Benennung, die Aussagen seiner Gewährsleute und das Handeln der erzählten Figuren bleiben unterscheidbar.

Kapitel IV, Sammlerrahmen und sechs Erzählungen S. 47–63 · Quellenangabe

Weitere Beteiligte in ihren Erzählungen: Vierzig Rollen bleiben nach Erzählung und Textfenster getrennt; Namen und Handlungen begründen keine gemeinsame Biografie.

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Basque Legends: gesammelte Erzählungen mit Sammlerrahmen

Gemeinsam gelesen sind Einleitung, Kapitel I/II/IV und deren Anmerkungen. Andere Kapitel und Vinsons eigener Sprachaufsatz sind nicht damit erschlossen.

Gewählter Druck zweite Ausgabe 1879; ursprüngliche Lern- und Mitteilungszeiten nur soweit im Text genannt.

Sprache: Englische Übersetzung baskischer Erzählungen; einzelne baskische Benennungen, keine eigene baskische Kollation

Benutzte Ausgabe

Webster: Basque Legends, zweite Ausgabe, London 1879

Konkreter gelesener Druckweg mit Erzählerzuschreibungen, Übersetzerangaben und Websters eigenen vorläufigen Naturmythenvergleichen; kein Tonprotokoll.

Zweite Ausgabe 1879, digitale Ausgabe Project Gutenberg 34902 mit Bearbeitungsstand 15.12.2022.

Sprache: Englisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Typenangaben und unterschiedliche englisch als fairy/witch bezeichnete Figuren in Websters Kapitelordnung.
Verwendeter Ausschnitt
Webster 1879, ganzes Kapitel IV mit Anmerkungen; keine automatische Identität aller dort einsortierten Gestalten.
  1. Basque Legends: zweite Ausgabe 1879, ausgewählte ganze Kapitel und Sammlerrahmen

    Wentworth Webster; mit einem eigenen Anhang von Julien Vinson, der hier nicht vollständig gelesen ist · Zweite Ausgabe, London: Griffith and Farran / Walbrook & Co., 1879; digitale Ausgabe Project Gutenberg 34902, Stand 2022.

    Titelblatt, Inhaltsverzeichnis und ganze Einleitung gelesen. Kapitel I S. 1–19, Kapitel II S. 20–41 und Kapitel IV S. 47–63 vollständig samt zugehörigen Anmerkungen 1–35 und 38–61. Kapitel III, übrige Kapitel und Vinsons Sprachaufsatz nicht als gelesen behauptet.

    Englische Sammlerübersetzung und geordnete Auswahl, keine selbst gehörte baskische Aufführung und keine Kollation des baskischen Wortlauts. Webster räumt Glättungen ein; Naturmythendeutung, Typenvergleich, Herkunfts- und Namenshypothesen bleiben seine Positionen. Verweise auf Cerquand, Campbell, Ovid und andere Bücher bedeuten keine eigene Lektüre dieser Werke. Abgerufen am 2026-10-16.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-16. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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