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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Gyes: benannt, auch ohne eigene Rede

Gyes wird bei Hesiod ausdrücklich genannt, doch er erhält in den gelesenen Fenstern keine eigene Rede. Sein Profil erschließt den Anteil am gemeinsamen Handeln und die verschiedenen Raumangaben.

3 Minuten Lesezeit

Der Name bleibt in der Dreiergruppe erhalten

Hesiod führt Gyes zusammen mit Kottos und Briareos als Sohn von Gaia und Uranos ein. Jeder der drei besitzt hundert Arme und fünfzig Köpfe. Gyes geht dabei nicht in einer namenlosen Masse auf: Der Text bewahrt die drei Namen an mehreren Stellen.

Auch die Bibliotheke nennt Gyes einzeln in der Reihe der Hundertarmigen. Für dieses Profil ist Gyes die tatsächlich beobachtete Form der historischen englischen Ausgaben. Andere Schreibweisen werden daraus nicht ohne eigenen Beleg als gesicherte alte Namensvarianten ergänzt.

Keine eigene Rede, aber ein Anteil am Kampf

Nach der Befreiung bittet Zeus die drei um Hilfe. Kottos antwortet, während Gyes keine eigene Rede erhält. Anschließend nennt Hesiod jedoch Gyes ausdrücklich mit den beiden Brüdern beim gemeinsamen Felsangriff. Die dreihundert geworfenen Steine werden nicht als persönliche Leistung eines einzigen Bruders verteilt.

So lässt sich Gyes’ Anteil bestimmen, ohne ihm ein unbelegtes Einzelabenteuer zu geben. Das Ausbleiben einer Rede bedeutet im Text nicht, dass er untätig bleibt. Umgekehrt belegt der gemeinsame Angriff keine zusätzliche individuelle Eigenschaft, die das Gedicht nicht nennt.

Wache und Okeanos stehen in verschiedenen Fenstern

Im Zusammenhang mit der Einschließung der Titanen erscheint Gyes als einer der zuverlässigen Wächter des Zeus. Die Bibliotheke bezeichnet entsprechend die Hundertarmigen als Wächter. Ein späteres Theogoniefenster nennt Kottos und Gyes dagegen an den Fundamenten des Okeanos, während Briareos durch seine Ehe hervorgehoben wird.

Die Seite hält diese Angaben sichtbar auseinander. Sie konstruiert weder einen geografisch messbaren Aufenthaltsort noch einen erfundenen Umzug zwischen beiden Stellen. Der Weg zu Kottos zeigt die gesondert erzählte Rede; das Gruppenportal verbindet die tatsächlich gemeinsamen Stationen.

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Der Name bleibt in der Dreiergruppe erhalten
Theogonie 147–162 und 617–633; Bibliotheke 1.1.1

Keine eigene Rede, aber ein Anteil am Kampf
Theogonie 633–678 und 713–735

Wache und Okeanos stehen in verschiedenen Fenstern
Theogonie 713–735 und 807–819; Bibliotheke 1.2.1

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Hesiod: Theogonie

Genealogisches Gedicht. Die einzelnen Editionskarten nennen die tatsächlich gelesenen Stellen; das Gesamtwerk ist hier nicht vollständig ausgewertet.

Werkebene; hier keine exakte Entstehungsdatierung festgelegt.

Sprache: Altgriechisch

Benutzte Ausgabe

Evelyn-White: Kyklopen und Hundertarmige

Genau benannte tatsächlich gelesene Fenster einer historischen englischen Übersetzung; keine eigene griechische Kollation oder Volllektüre.

Theogonie 139–162, 617–735 und 807–819; Editionsfußnote 6, Ausgabe 1914.

Sprache: Englisch

Überlieferter Text

Bibliotheke des Pseudo-Apollodor

Werkbezeichnung für die mythographische Sammlung. In diesem Museum sind nur ausgewählte Ausschnitte erschlossen; die einzelnen Editionsdatensätze benennen die tatsächlich gelesenen Stellen.

Antike mythographische Zusammenstellung; genaue Entstehungszeit und Autorschaft aus dieser Lektüre nicht bestimmt.

Sprache: Altgriechisch

Benutzte Ausgabe

Frazer: Befreiungen und Waffengaben

Genau benannte tatsächlich gelesene Fenster einer historischen englischen Übersetzung; keine eigene griechische Kollation oder Volllektüre.

Bibliotheke 1.1.1–1.1.7 und 1.2.1; Ausgabe 1921.

Sprache: Englisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Hesiodische Göttergenealogie und jeweils benannte andere literarische Fassungen.
Verwendeter Ausschnitt
Theogonie 139–162; weitere konkrete Fenster stehen an jedem Abschnitt.
  1. Hesiods Kyklopen und Hundertarmige

    Hesiod; englische Übersetzung H. G. Evelyn-White · 1914, historische englische Leseausgabe

    Theogonie 139–162, 617–735, 807–819; Editionsfußnote 6.

    Benannte Fenster und historische Namensglossen; keine eigene griechische Etymologie oder ganze Werklektüre. Briareos/Obriareus beobachtete englische Formen; Ortsangaben nicht harmonisiert. Abgerufen am 2026-10-01.

  2. Kyklopen und Hekatoncheiren in der Bibliotheke

    Pseudo-Apollodor; englische Übersetzung J. G. Frazer · 1921, historische englische Leseausgabe

    Bibliotheke 1.1.1–1.1.7 und 1.2.1.

    Neue begrenzte Lektüre derselben archivierten Ausgabe; keine Ausweitung alter Lesebelege. Reihenfolge und erneute Fesselung dieser Fassung kenntlich; kollektive Waffen nicht einzeln verteilen. Abgerufen am 2026-10-01.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-01. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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