Der Name bleibt in der Dreiergruppe erhalten
Hesiod führt Gyes zusammen mit Kottos und Briareos als Sohn von Gaia und Uranos ein. Jeder der drei besitzt hundert Arme und fünfzig Köpfe. Gyes geht dabei nicht in einer namenlosen Masse auf: Der Text bewahrt die drei Namen an mehreren Stellen.
Auch die Bibliotheke nennt Gyes einzeln in der Reihe der Hundertarmigen. Für dieses Profil ist Gyes die tatsächlich beobachtete Form der historischen englischen Ausgaben. Andere Schreibweisen werden daraus nicht ohne eigenen Beleg als gesicherte alte Namensvarianten ergänzt.
Keine eigene Rede, aber ein Anteil am Kampf
Nach der Befreiung bittet Zeus die drei um Hilfe. Kottos antwortet, während Gyes keine eigene Rede erhält. Anschließend nennt Hesiod jedoch Gyes ausdrücklich mit den beiden Brüdern beim gemeinsamen Felsangriff. Die dreihundert geworfenen Steine werden nicht als persönliche Leistung eines einzigen Bruders verteilt.
So lässt sich Gyes’ Anteil bestimmen, ohne ihm ein unbelegtes Einzelabenteuer zu geben. Das Ausbleiben einer Rede bedeutet im Text nicht, dass er untätig bleibt. Umgekehrt belegt der gemeinsame Angriff keine zusätzliche individuelle Eigenschaft, die das Gedicht nicht nennt.
Wache und Okeanos stehen in verschiedenen Fenstern
Im Zusammenhang mit der Einschließung der Titanen erscheint Gyes als einer der zuverlässigen Wächter des Zeus. Die Bibliotheke bezeichnet entsprechend die Hundertarmigen als Wächter. Ein späteres Theogoniefenster nennt Kottos und Gyes dagegen an den Fundamenten des Okeanos, während Briareos durch seine Ehe hervorgehoben wird.
Die Seite hält diese Angaben sichtbar auseinander. Sie konstruiert weder einen geografisch messbaren Aufenthaltsort noch einen erfundenen Umzug zwischen beiden Stellen. Der Weg zu Kottos zeigt die gesondert erzählte Rede; das Gruppenportal verbindet die tatsächlich gemeinsamen Stationen.
Die Figur in ihren Quellen
Eine Gestalt, verschiedene Textrollen
Der Name bleibt in der Dreiergruppe erhalten
Theogonie 147–162 und 617–633; Bibliotheke 1.1.1
Keine eigene Rede, aber ein Anteil am Kampf
Theogonie 633–678 und 713–735
Wache und Okeanos stehen in verschiedenen Fenstern
Theogonie 713–735 und 807–819; Bibliotheke 1.2.1
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Hesiod: Theogonie
Genealogisches Gedicht. Die einzelnen Editionskarten nennen die tatsächlich gelesenen Stellen; das Gesamtwerk ist hier nicht vollständig ausgewertet.
Werkebene; hier keine exakte Entstehungsdatierung festgelegt.
Sprache: Altgriechisch
Benutzte Ausgabe
Evelyn-White: Kyklopen und Hundertarmige
Genau benannte tatsächlich gelesene Fenster einer historischen englischen Übersetzung; keine eigene griechische Kollation oder Volllektüre.
Theogonie 139–162, 617–735 und 807–819; Editionsfußnote 6, Ausgabe 1914.
Sprache: Englisch
Überlieferter Text
Bibliotheke des Pseudo-Apollodor
Werkbezeichnung für die mythographische Sammlung. In diesem Museum sind nur ausgewählte Ausschnitte erschlossen; die einzelnen Editionsdatensätze benennen die tatsächlich gelesenen Stellen.
Antike mythographische Zusammenstellung; genaue Entstehungszeit und Autorschaft aus dieser Lektüre nicht bestimmt.
Sprache: Altgriechisch
Benutzte Ausgabe
Frazer: Befreiungen und Waffengaben
Genau benannte tatsächlich gelesene Fenster einer historischen englischen Übersetzung; keine eigene griechische Kollation oder Volllektüre.
Bibliotheke 1.1.1–1.1.7 und 1.2.1; Ausgabe 1921.
Sprache: Englisch
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Hesiodische Göttergenealogie und jeweils benannte andere literarische Fassungen.
- Verwendeter Ausschnitt
- Theogonie 139–162; weitere konkrete Fenster stehen an jedem Abschnitt.
- Hesiods Kyklopen und Hundertarmige
Hesiod; englische Übersetzung H. G. Evelyn-White · 1914, historische englische Leseausgabe
Theogonie 139–162, 617–735, 807–819; Editionsfußnote 6.
Benannte Fenster und historische Namensglossen; keine eigene griechische Etymologie oder ganze Werklektüre. Briareos/Obriareus beobachtete englische Formen; Ortsangaben nicht harmonisiert. Abgerufen am 2026-10-01.
- Kyklopen und Hekatoncheiren in der Bibliotheke
Pseudo-Apollodor; englische Übersetzung J. G. Frazer · 1921, historische englische Leseausgabe
Bibliotheke 1.1.1–1.1.7 und 1.2.1.
Neue begrenzte Lektüre derselben archivierten Ausgabe; keine Ausweitung alter Lesebelege. Reihenfolge und erneute Fesselung dieser Fassung kenntlich; kollektive Waffen nicht einzeln verteilen. Abgerufen am 2026-10-01.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-01. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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