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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Mictecacihuatl: ein benanntes Gegenüber mit begrenzter Rede

Wie bleibt eine eigene Figur sichtbar, wenn der Text nur wenige ihrer Handlungen erzählt?

3 Minuten Lesezeit · Bildbetrachtung nach eigener Zeit

Zwei verbundene Belegfelder zeigen die ausdrücklich benannte weibliche Figur und ihren männlichen Partner als Unterweltpaar, ohne erfundene Einzelhandlungen.

Ein Paar ist benannt; Rede wird getrennt zugeschrieben

Benanntes Paar

KapitelII nennt die weibliche Figur ausdrücklich unter der Form Michitecaçiglat und setzt beide als verheiratetes Paar in die untere Welt.

Zur benannten Quelle

Eigene Handlungen

Die knappe Paarstelle verteilt noch keine vollständigen Einzelaufgaben. Die im Profil verglichenen Gegenreden und die Verfolgung werden nicht ohne Beleg der weiblichen Figur zugeschrieben.

Zur benannten Quelle

Eigene Beleggrafik nach Historia/Phillips1883, KapitelII. Die historische Form Michitecaçiglat bleibt neben dem gewählten Profilnamen sichtbar; Nennung, Paarbeziehung und zugeschriebene Rede bleiben verschieden. Grafik vergrößern Textgrundlage

Das Paar wird ausdrücklich geschaffen

Die Historia führt in Kapitel II zwei als verheiratet bezeichnete Unterweltfiguren ein. Für die weibliche Figur steht dort die Druckschreibung Michitecaçiglat. Die normalisierte Profilbezeichnung Mictecacihuatl erschließt diesen Zugang, ohne eine wortgleiche Namensform oder eine universelle Biografie zu behaupten.

Ein gemeinsamer Bereich macht sie sichtbar

Beide werden in die untere Welt gesetzt. Der Text stellt diese Zuordnung neben die Einrichtung weiterer Bereiche. Der Nachweis für die weibliche Figur ist die eigene Nennung und Beziehung, nicht eine aus dem männlichen Namen abgeleitete vermutete Ehefrau. Zugleich verteilt der kurze Abschnitt noch keine ausführlichen Aufgaben zwischen beiden.

Eine andere Fassung nennt beide

Velázquez’ Leyenda-Zugang nennt beide; die folgenden Anweisungen und Gegenreden erhält Mictlantecuhtli.

Nennung ist nicht dasselbe wie zugeschriebene Rede

Die Histoyre-Knochenszene spricht vom männlich benannten Gegenüber. Dieses Profil legt der Partnerin seine Freigabe, seinen Sinneswechsel oder seine Verfolgung nicht in den Mund. Es bewahrt die knappe eigene Attestation. Eine lückenhafte Überlieferung wird nicht durch eine erfundene vollständige Handlung ausgefüllt.

Eine Fassung hat einen eigenen Überlieferungsweg

Koloniale Texte geben ältere Erzählungen durch bestimmte Sprachen, Schreibungen und Auswahlverfahren weiter. Hier sind historische Übersetzungen, französischer Textzeuge und spätere wissenschaftliche Kommentare einzeln benannt. Eine gleiche Rolle in zwei Texten macht deren unterschiedliche Ereignisse nicht automatisch zu einem einzigen Lebenslauf.

Die englische Historia erklärt selbst, dass Namen nach Gemeinschaft und Sprache wechseln. Das ist ein Grund, Beziehungen sorgfältig zu lesen; es ist keine Erlaubnis, Nahua-, Maya- und karibische Figuren in einen gemeinsamen Stammbaum einzutragen.

Die Figur in ihren Quellen

Mictecacihuatl

Benannte Fassung
Genaue Kapitel-/Druckstellen in den Profilabschnitten

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Historia de los Mexicanos por sus pinturas

Englische Ausgabe 1883, online FAMSI; nur dokumentierte Kapitel.

Werk, Textzeuge, Druck und heutige digitale Bereitstellung haben verschiedene Daten.

Sprache: Historische englische Übersetzung eines kolonialen spanischen Berichts

Benutzte Ausgabe

Historia de los Mexicanos por sus pinturas: benannter Lesezugang

Nur die im Quellenregister dokumentierte Lektüre; keine universelle Nahua-Gesamtfassung.

Englische Ausgabe 1883, online FAMSI; nur dokumentierte Kapitel.

Sprache: Historische englische Übersetzung eines kolonialen spanischen Berichts

Überlieferter Text

Histoyre du Mechique

Druckedition 1905 eines älteren Textzeugen; Haupttext und Herausgebernoten getrennt.

Werk, Textzeuge, Druck und heutige digitale Bereitstellung haben verschiedene Daten.

Sprache: Französischer historischer Text; deutsche eigene Vermittlung

Benutzte Ausgabe

Histoyre du Mechique: benannter Lesezugang

Nur die im Quellenregister dokumentierte Lektüre; keine universelle Nahua-Gesamtfassung.

Druckedition 1905 eines älteren Textzeugen; Haupttext und Herausgebernoten getrennt.

Sprache: Französischer historischer Text; deutsche eigene Vermittlung

Überlieferter Text

Leyenda de los Soles

1992 dritte Ausgabe des Códice Chimalpopoca; digital 2019.

Werk, Textzeuge, Druck und heutige digitale Bereitstellung haben verschiedene Daten.

Sprache: Spanische Übersetzung eines Nahuatl-Textes

Benutzte Ausgabe

Leyenda de los Soles: benannter Lesezugang

Nur die im Quellenregister dokumentierte Lektüre; keine universelle Nahua-Gesamtfassung.

1992 dritte Ausgabe des Códice Chimalpopoca; digital 2019.

Sprache: Spanische Übersetzung eines Nahuatl-Textes

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Benannte Nahua-Fassungen; lokale Zuschreibungen und Forschungsbegriffe getrennt
Verwendeter Ausschnitt
Quellenfenster in Phillips1883, de Jonghe1905, Velázquez1992 und Sahagún/Bustamante1829; Forschungsargumente1999/2016 separat.
  1. Historia de los Mexicanos por sus pinturas: historische englische Übersetzung

    Anonymer kolonialer Bericht; Henry Phillips Jr., Übersetzer und Herausgeber 1883; digitale Vermittlung Alec Christensen · 1883; kolonialer Ausgangstext16. Jahrhundert

    FAMSI section 01–09: Einleitung und Kapitel I–VIII vollständig gelesen; section 22: ausschließlich kosmologischer Anfang von Kapitel XXI bis zum Regenabsatz; section 25: Anmerkungen 1–16 gelesen.

    Digitale Wiedergabe einer historischen Übersetzung. Keine eigene spanische Kollation. Ältere englische Tierbezeichnungen und Etymologien sind nicht ohne Prüfung moderne Identifizierungen. Die Kapitelzählung ist nicht die section-Dateinummer. Abgerufen am 2026-10-13.

  2. Leyenda de los Soles: Velázquez’ spanischer Übersetzungszugang

    Primo Feliciano Velázquez, Übersetzer; UNAM Instituto de Investigaciones Históricas · 1992, dritte Ausgabe; digital2019

    Alle elf PDF-Seiten, Titel-/Rechteseite und Druckseiten 119–128 gelesen. Fußnotenziffern sichtbar; die zugehörigen externen Anmerkungen nicht gelesen.

    Moderne Übersetzung, keine eigene Nahuatl-Kollation; knappe eigene Zusammenfassungen. Keine offene kommerzielle Lizenz oder Erlaubnis zur Veröffentlichung der PDF abgeleitet. Abgerufen am 2026-10-13.

  3. Histoyre du Mechique: getrennte lokale Erzählfassungen

    Französischer kolonialer Textzeuge; Edition Édouard de Jonghe · 1905, Journal de la Société des Américanistes2, S.1–41; älterer französischer Textzeuge

    Öffentliche Textansicht: Einleitung S. 1–2 und S. 26–31 mit sichtbaren Herausgebernoten vollständig gelesen; oberer Scanbereich von S. 27 betrachtet.

    Begrenzte Lektüre der Textansicht, kein vollständiger Abgleich aller Seitenbilder. Texterkennung kann Namen beschädigen; Normalisierungen bleiben dem Herausgeber zugeordnet. Seine Olmos-Herkunftsthese ist keine erwiesene Autorschaft. Abgerufen am 2026-10-13.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-13. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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