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MythaneumDas Museum der Mythologien

Figur

Iris: die Botschaft bringt die Geburt voran

Im Apollonhymnus holt Iris die ferngehaltene Eileithyia zu Leto. Eine Sammelkarte von 1889 zeigt dagegen Iris als Regenbogengöttin: Handlung und Bildtitel setzen andere Schwerpunkte.

3 Minuten Lesezeit · Bildbetrachtung nach eigener Zeit

Ein Name in einer anderen Familie

Hesiod führt Iris als Tochter des Thaumas und der Okeanidin Elektra auf; in derselben Familie nennt er die Harpyien. Diese genealogische Stelle verortet Iris, erzählt aber noch nicht die Botschaft, die ihre Rolle im Apollonhymnus bestimmt.

Elektra ist ein Name, der auch in anderen Zusammenhängen vorkommt. Die hier benannte Okeanidin wird deshalb nicht allein wegen des gleichen Namens mit einer anderen Elektra gleichgesetzt. Eine erkennbare Familienangabe schützt vor einem scheinbar einzigen, tatsächlich zusammengewürfelten Stammbaum.

Vermittlung überwindet die Trennung

Leto liegt im Hymnus neun Tage und Nächte in Wehen. Eileithyia weiß nichts davon: Hera hält sie auf dem Olymp von der Nachricht fern. Die bei Leto anwesenden Göttinnen schicken Iris und versprechen Eileithyia eine goldene Halskette. Eine fehlende Verbindung zwischen zwei Orten blockiert die Geburt.

Iris ruft Eileithyia aus der Halle und übermittelt die Nachricht abseits von Hera. Nach der Überzeugung kehren beide gemeinsam zurück. Mit Eileithyias Ankunft wird die Geburt möglich. Iris trägt deshalb nicht nur einen dekorativen Botenstab: Ihre erzählte Tätigkeit verändert, wer informiert ist und wer tatsächlich helfen kann.

Iris auf einer kommerziellen Sammelkarte

Sammelkarte: geflügelte weibliche Halbfigur in Rosa mit Stab vor einem Regenbogen; oben Iris, unten Goddess of the Rainbow.
Iris, kommerzielle Farblithografie der Serie N188, W. S. Kimball & Co., Lithografie Ketterlinus, 1889. The Met 63.350.216.188.15. Spätere Sammelkarte. Public Domain / CC0. Bildnachweis Bildlizenz

Ein Bildtitel setzt den Regenbogen in den Vordergrund

Die Karte zeigt eine geflügelte Halbfigur in Rosa mit einem Stab vor einem Regenbogen. Oben steht Iris, unten die englische Bezeichnung als Regenbogengöttin. Der Met-Katalog weist sie der kommerziellen Farblithografie-Serie N188 von 1889 zu: Herausgeber ist W. S. Kimball & Co., Lithografiefirma Ketterlinus.

Das kleine Druckbild macht den Namen und die Regenbogendeutung rasch erkennbar. Es zeigt weder Letos Lager noch das Gespräch mit Eileithyia. Seine Attribute sind eine konkrete spätere Gestaltung, keine hier untersuchte Gesamtliste aller antiken Irisbilder. Die vollständige Karte einschließlich der Titelränder ist als Public-Domain-/CC0-Reproduktion eingebunden; für die Botenhandlung führt die Quellenkarte zurück zum Hymnus.

Die Figur in ihren Quellen

Eine Gestalt, verschiedene Textrollen

Ein Name in einer anderen Familie
Theogonie 265–269

Vermittlung überwindet die Trennung
Hymnus an Apollon 3,89–122

Ein Bildtitel setzt den Regenbogen in den Vordergrund
The Met 63.350.216.188.15; Objektkatalog, API und tatsächlich betrachtete Karte

Texte und ihre Zugänge

Werke, Fassungen und verwendete Zugänge

Überlieferter Text

Hesiod: Theogonie

Genealogisches Gedicht. Die einzelnen Editionskarten nennen die tatsächlich gelesenen Stellen; das Gesamtwerk ist hier nicht vollständig ausgewertet.

Werkebene; hier keine exakte Entstehungsdatierung festgelegt.

Sprache: Altgriechisch

Benutzte Ausgabe

Evelyn-White: Geburt, Eris und Eid

Genau benannte tatsächlich gelesene Fenster der historischen englischen Ausgabe; keine ganze Werklektüre oder eigene griechische Kollation.

Theogonie 211–239, 265–269, 886–929, 950–955; gesonderter 929a-Abschnitt und historische Fußnoten 30–31.

Sprache: Englisch

Überlieferter Text

Homerischer Hymnus 3 an Apollon

Eigenes Gedicht innerhalb des Homerischen Hymnenbestands. Die benutzten Ausgaben nennen ihre tatsächlich gelesenen Stellen; kein vollständiger Hymnentext hier erschlossen.

Antiker Hymnus; hier keine selbst bestimmte exakte Datierung.

Sprache: Altgriechisch

Benutzte Ausgabe

Evelyn-White: Iris und Eileithyia im Apollonhymnus

Genau benannte tatsächlich gelesene Fenster der historischen englischen Ausgabe; keine ganze Werklektüre oder eigene griechische Kollation.

Hymnus an Apollon 3,89–122.

Sprache: Englisch

Der Weg zum Beleg

Quellen und Einordnung

Überlieferung
Benannte griechische Gedichte, mythographische Fassungen und örtliche Berichte; spätere Bilder getrennt.
Verwendeter Ausschnitt
Theogonie 265–269; Hymnus an Apollon 3,89–122.
  1. Hesiod: Herkunft, verschlucktes Wissen und ein gefährlicher Eid

    Hesiod; englische Übersetzung H. G. Evelyn-White · 1914

    Theogonie 211–239, 265–269, 886–929, 950–955; gesonderter Abschnitt 929a und historische Fußnoten 30–31.

    Nur genannte englische Fenster. 929a und historischer Kommentar getrennt vom Haupttext; kein selbst kollationierter Galen/Chrysippus. Auffälliges dying gods nicht als Sterblichkeit der Olympier übernommen. Abgerufen am 2026-10-01.

  2. Apollonhymnus: eine Botschaft ermöglicht die Geburt

    Homerischer Hymnus; englische Übersetzung H. G. Evelyn-White · 1914

    Hymnus an Apollon 3,89–122.

    Nur genannte Geburtsstelle; Eilithyia als beobachtete englische Form. Kein Beleg sämtlicher Kultpraktiken, keine medizinische Anleitung. Abgerufen am 2026-10-01.

  3. Iris auf einer Sammelkarte von 1889

    The Metropolitan Museum of Art · Objektkatalog 1889

    Öffentlicher Objekttext, API und tatsächlich betrachtetes Hauptfoto; 63.350.216.188.15.

    Offizieller Katalog über web gelesen; API archiviert, kein HTML-Vollarchiv. Spätere Bildfassung und Museumszuschreibung, kein Beweis antiker Kultpraxis. Abgerufen am 2026-10-01.

Redaktion und Bearbeitungsstand

Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-17. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.

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