Hundert Hände im gemeinsamen Angriff
Briareos gehört bei Hesiod zu den drei Söhnen von Gaia und Uranos mit hundert Armen und fünfzig Köpfen. Nach langer Gefangenschaft werden sie befreit. Mit Kottos und Gyes wirft Briareos im Titanenkampf die Felsen, durch die die Gegner unter der Erde eingeschlossen werden.
Die historische englische Ausgabe verwendet innerhalb der gelesenen Fenster Briareos und Obriareus. Diese Formen werden als Beobachtung dieser Ausgabe festgehalten. Eine eigene Prüfung aller griechischen Handschriftenvarianten steckt dahinter nicht. Die Handlung verbindet die Brüder, obwohl ihre Namen einzeln erhalten bleiben.
An Zeus’ Seite genügt seine Anwesenheit
In der Ilias bittet Achilleus Thetis um Unterstützung bei Zeus. Dafür erinnert er an etwas, das er sie in den Hallen seines Vaters erzählen gehört habe: Hera, Poseidon und Athena hätten Zeus binden wollen. Thetis habe den Hundertarmigen zum Olymp gerufen. Die Götter nennen ihn Briareus, die Menschen Aegaeon.
Er setzt sich neben Zeus, und die anderen Götter bekommen Angst. Die Rede schildert hier keinen ausgeführten Zweikampf. Sie nennt ihn mächtiger als seinen Vater, benennt diesen Vater aber nicht. Hesiods Genealogie darf diese Lücke nicht stillschweigend füllen. Zudem steht die Erinnerung in einer Bitte: Achilleus will Thetis dazu bewegen, Zeus um Hilfe für die Trojaner zu ersuchen.
Eine Ehe hebt ihn aus der Gruppe hervor
Ein späteres Fenster der Theogonie nennt Kottos und Gyes an den Fundamenten des Okeanos. Briareos erhält eine andere besondere Angabe: Poseidon macht ihn durch die Ehe mit seiner Tochter Kymopoleia zum Schwiegersohn. Das ist eine ausdrücklich genannte individuelle Beziehung, anders als der zuvor gemeinsame Felsangriff.
Die einzelnen Zeugnisse zeigen damit verschiedene Rollen: Gruppenverbündeter, abschreckende Macht in einer erinnerten Erzählung und Schwiegersohn. Sie werden verbunden, ohne eine einzige lückenlose Lebensfolge oder eine zusätzliche Vateridentität aus ihnen zu erzwingen.
Die Figur in ihren Quellen
Eine Gestalt, verschiedene Textrollen
Hundert Hände im gemeinsamen Angriff
Theogonie 147–162, 617–735
An Zeus’ Seite genügt seine Anwesenheit
Ilias 1,386–427, besonders 396–406
Eine Ehe hebt ihn aus der Gruppe hervor
Theogonie 807–819
Texte und ihre Zugänge
Werke, Fassungen und verwendete Zugänge
Überlieferter Text
Hesiod: Theogonie
Genealogisches Gedicht. Die einzelnen Editionskarten nennen die tatsächlich gelesenen Stellen; das Gesamtwerk ist hier nicht vollständig ausgewertet.
Werkebene; hier keine exakte Entstehungsdatierung festgelegt.
Sprache: Altgriechisch
Benutzte Ausgabe
Evelyn-White: Kyklopen und Hundertarmige
Genau benannte tatsächlich gelesene Fenster einer historischen englischen Übersetzung; keine eigene griechische Kollation oder Volllektüre.
Theogonie 139–162, 617–735 und 807–819; Editionsfußnote 6, Ausgabe 1914.
Sprache: Englisch
Überlieferter Text
Homerische Ilias
Erzählwerk; nur ausdrücklich benannte Ausschnitte gelesen, kein vollständig erschlossenes Korpus.
Werkebene; hier keine exakte Datierung festgelegt.
Sprache: Altgriechisch
Benutzte Ausgabe
Murray: Briareus in Achilleus’ Bitte
Genau benannte tatsächlich gelesene Fenster einer historischen englischen Übersetzung; keine eigene griechische Kollation oder Volllektüre.
Ilias 1,386–427; Ausgabe 1924.
Sprache: Englisch
Der Weg zum Beleg
Quellen und Einordnung
- Überlieferung
- Hesiodische Göttergenealogie und jeweils benannte andere literarische Fassungen.
- Verwendeter Ausschnitt
- Theogonie 139–162; weitere konkrete Fenster stehen an jedem Abschnitt.
- Hesiods Kyklopen und Hundertarmige
Hesiod; englische Übersetzung H. G. Evelyn-White · 1914, historische englische Leseausgabe
Theogonie 139–162, 617–735, 807–819; Editionsfußnote 6.
Benannte Fenster und historische Namensglossen; keine eigene griechische Etymologie oder ganze Werklektüre. Briareos/Obriareus beobachtete englische Formen; Ortsangaben nicht harmonisiert. Abgerufen am 2026-10-01.
- Briareus und Aegaeon in Achilleus’ Bitte
Homerische Ilias; englische Übersetzung A. T. Murray · 1924, historische englische Leseausgabe
Ilias 1,386–427.
Erinnerung an Thetis’ Erzählung innerhalb einer Bitte Achilleus’; kein gesondert allwissender Bericht. Vater nicht benannt, keine ungeprüfte Genealogie ergänzen. Nur benanntes Fenster. Abgerufen am 2026-10-01.
Redaktion und Bearbeitungsstand
Redaktionell verantwortlich: Benjamin Metzig. Stand: 2026-10-01. Generative KI unterstützt Rechercheaufbereitung, Text und technische Umsetzung. Eine externe fachwissenschaftliche Gegenlektüre ist für diese Werkfassung nicht dokumentiert.
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